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CafEtcétera , von Maja Boss CafEtcétera

Die Stiftung TACAPAD arbeitet seit 2014 mit jungen Erwachsenen mit einer Behinderung in Cuenca, Ecuador. Sie lernen kochen, lesen und schreiben, gehen einkaufen, machen Musik, zeichnen und werken und lernen ihre Rechte kennen. In geschütztem Rahmen stellen sie didaktisches Material und Weihnachtskarten her. Sie erhalten dafür einen kleinen Lohn, der es ihnen ermöglicht, ihre - zumeist sehr arme - Familie mit zu unterstützen. Damit das Atelier weiter bestehen kann, ist es auf Spenden angewiesen. 

 Aus diesem Grund öffnet am 13. August während einem Tag die Cafeteria „Cafetcetera“ in Basel seine Türen. Kaffee und Kuchen, Snacks und ecuadorianisches Kunsthandwerk werden zum Verkauf angeboten. Der ganze Erlös kommt der Stiftung TACAPAD in Ecuador zugute. 

www.etceteracuenca.wordpress.com; Wann und wo: 13. August 2016, 13.00 – 20:00 Uhr, Mittlere Strasse 42, Basel

Fleisch von glücklich weidenden Tieren , von Sophie Frei Fleisch von glücklich weidenden Tieren

Wer gutes Fleisch geniessen möchte, wissen will woher das Fleisch kommt und wie die Tiere gehalten wurden, der kauft am besten direkt beim Produzenten ein.

Qualitativ hochwertiges Fleisch aus artgerechter Tierhaltung erhält man zum Beispiel vom Hof Niederried. Samuel Bühlmann, der Sohn von Hanspeter und Katharina Bühlmann, die den biodynamischen Hof führen, weiss wovon er spricht wenn er von seinen Anguskühen erzählt. Die Tiere weiden fast das ganze Jahr über auf den saftigen Wiesen des Emmentals, werden in einer Mutterkuh-Herde gehalten und respektvoll behandelt.

Das alles wirkt sich natürlich auch auf die Qualität des Fleisches aus und erfreut den Gaumen: Aromatisch im Geschmack, schön marmoriert und feinfaserig – die charakteristischen Merkmale dieser ursprünglich aus Schottland stammenden Rasse. Wichtig ist es der Familie Bühlmann zudem, dass das ganze Tier verwertet und nichts verschwendet wird. Neben dem Angusfleisch gibt es auch eine herzhafte Happy Wurst!

Auf der Internetseite findet man unterschiedliche Päckli zur Online-Bestellung und die monatlichen Liefertermine, an denen das Fleisch frisch ausgeliefert wird. Wer Samuel oder seinen Bruder lieber persönlich kennenlernen will, der geht am besten donnerstags in Bern zum Abendmarkt auf der Allmend der alten Feuerwehr Viktoria ab 17 Uhr.

Niederried Fleisch, Biohof Niederried, Schwanden im Emmental

Out in the Kraut , von Sarah Galatioto Out in the Kraut

Zuhinterst im oberen Emmental wo die Emme durchs Räbloch ans Tageslicht rauscht, findet es statt. Wer es nicht weiss, würde hier in der heimeligen Hogerlandschaft kein Festival suchen. Unterdessen gehört es aber zu Schangnau und Bumbach wie die schon fast heimisch gewordenen Wasserbüffel.

An diesem Festival geht es nicht um Konsum; Geld hat hier keinen Wert. Viel mehr geben diese Festivaltage Zeit und Raum für Künste, Denkfabrik und Spielplatz jenseits von Müll-Lawinen und Kommerz. Jeder hilft, wie es ihm möglich ist, es wird getauscht und verschenkt. Das Festival wird komplett von freiwilligen Helfern organisiert und aufgebaut. Niemand kriegt Lohn oder Gage, auch die Bands nicht. Das Festival wird ausgerichtet vom Verein Weltenbaum mit Sitz in Schangnau. Sie veranstalten und unterstützen Festivals, die auf Eigenverantwortung, Nachhaltigkeit und Horizonterweiterung basieren.

www.outinthekraut.ch vom 29. Juli bis 1. August 2016

In die Matte gucken , von Stefan Hugi In die Matte gucken

Der Matte-Gucker ist eine Quartierzeitung, die mit Leib und Seele entsteht. Aus den schmalen Leist-Nachrichten von 1981 ist über die Jahre ein kunterbuntes und pralles Magazin geworden. Kürzlich ist die Jahresausgabe 2016 erschienen, vollgepackt mit Geschichten über das Leben in der Matte.

Einmal pro Jahr geht ein Ruck durch Running-Rousy. Sie bekommt diesen speziellen «Es ist Zytig-Zyt»-Gesichtsausdruck, rennt mit roten Backen im Quartier hin und her, scheucht Autorinnen und Autoren auf, schiesst Fotos, kümmert sich gleichzeitig um Texte, Layout, Inserate und Druck. Doch wer ist Running-Rousy? Es ist Rosmarie Bernasconi, das Energiebündel von der Buchhandlung «Einfach Lesen» sowie Herz und Motor des Matte-Guckers. Sie ist 1991 zum Redaktionsteam der damaligen Matte-Zytig gestossen und seit 2008 Herausgeberin.

Die aktuelle Nummer steht unter dem Leitgedanken «Kommen und Gehen». Bei den Schulen in der Matte stehen Veränderungen an, weshalb Schülerinnen und Schüler ein Bild von ihrem Quartier beschrieben, gezeichnet und fotografiert haben. Es ist eine erfrischend unkomplizierte Sichtweise entstanden auf den Lebensraum unten an der Aare. Hintergrundberichte, Interviews und Matte-News runden die Ausgabe ab.

Rosmarie ist mit Haut und Haaren dabei. Bei ihr laufen alle Fäden zusammen. Ohne die Mitarbeit und Unterstützung von vielen engagierten Leuten aus dem Quartier wäre eine Ausgabe gar nicht möglich. Der Aufwand ist gross, ausserdem ist der Matte-Gucker finanziell nicht auf Rosen gebettet. So kommt es ab und zu vor, dass sich Rosmarie sagt: «Nie mehr mache ich einen Matte-Gucker, nie mehr!» Doch wenn sie dann die druckfrische Ausgaben in den Händen hält, verfliegen solche Gedanken schnell. Die Freude ist gross. Und das Datum für die nächste Ausgabe auch gleich festgelegt.

Matte-Gucker 2016 auf www.mattegucker.ch, mehr über die Matte auf www.matte.ch und zur Buchhandlung Einfach Lesen auf www.einfachlesen.ch.

Zauberhafte Schokolade , von Regula Keller Zauberhafte Schokolade

Seit 2006 verwandelt Andreas Gastpar seine Küche alle paar Wochen in ein Schokoladenatelier und kreiert darin wunderbare Schokoladenspezialitäten. Im Angebot hat er traditionelle Varianten wie Truffes, Schokotafeln, Osterhasen und fantasievolle Kreationen wie Blumenpralinen, Hochzeitstauben und Fussbälle.

Die Zutaten werden sehr bewusst ausgewählt: Zur Zeit gibt es zum Beispiel kleine Wildakakao-Schokoladentafeln, deren Couverture aus Bolivien stammt. Die indigenen Sammler suchen die weitverstreuten Cacaoinseln, schneiden die reifen Früchte von den Bäumen und bringen sie per Pferd oder Einbaum zur Sammelstelle. Die Bezugsquelle pflegt den Kontakt zu den Sammlern und bezahlt Preise, die über dem Fairtrade-Niveau liegen.

Honig und Schnaps bezieht Andreas Gastpar direkt aus der Nachbarschaft. Das Bienenvolk ist im Breitenrain zu Hause. Schlussendlich werden die süssen Verführungen mit viel Geschmack verpackt. (Wdh)

www.atelierchocolat.ch

Openair-Konzert für den Hausgebrauch , von Michel Gygax Openair-Konzert für den Hausgebrauch

Le son d'été, die einzigartig schöne Sommer-Kulturidee, ist auch dieses Jahr wieder aktuell. Es stellen sich Bands zur Verfügung, an bestimmten Daten im August im kleinen, nicht-kommerziellen Rahmen aufzutreten. Ideal für ein lauschiges Grillfest mit guten Freunden.

Dieses charmante Sommerprojekt gibt es dieses Jahr bereits zum fünften Mal in Bern. Alle Bands, ihre Bedingungen und mögliche Buchungsdaten sind unkompliziert auf der einfachen und wunderschön von Christoph Frei gestalteten Homepage ersichtlich.

www.lesondete.ch

Bergkäse-Abo , von Sarah Galatioto Bergkäse-Abo

Nach einer echten Lebensaufgabe suchend, entschloss sich die Familie Senn damals als 8-köpfige Familie, 1986 in der von der Abwanderung und Vergandung stark betroffenen Region oberes Rovana-Tal im Valle di Campo (Seitental des Maggiatals) ein Projekt auf 1430 müM zu lancieren, das als Basis die landwirtschaftliche Bewirtschaftung (von heute inzwischen rund 55 ha plus zusätzlicher Alp Magnello) beinhaltete.

Die Idee: Die Bergregionen pflegen und erhalten. Die Lebensqualität in den Bergregionen hängt wesentlich von der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung ab. Würden die Bergwiesen nicht mehr gepflegt, wäre auch der Tourismus, der einerseits zu einer wichtigen Einnahmequelle der Bergbevölkerung und andererseits eine nicht mehr wegzudenkende Institution für Erholungssuchende geworden ist, schlicht weg nicht möglich.

Die Motivation: Wie kaum in einem anderen Land in Europa, spielen die Bergregionen in der Schweiz eine nicht zu unterschätzende Rolle. Weil die Familie Senn der Ansicht ist, dass diesem Umstand im allgemeinen zu wenig Rechnung getragen wird, entschlossen sie sich, einen praxis-bezogenen Beitrag zu leisten in Form einer Zuwanderung als Kontrapunkt zur Abwanderung, die seit Jahrzehnten das bergbäuerliche Dasein schmälert. Die Bergregionen landwirtschaftlich zu pflegen heisst letztendlich auch ein Teil des Markenzeichens Schweiz zu erhalten.

Seit vielen Jahren unterstütze ich die Arbeit der Familie Senn mit meinem Bergkäse-Abo: Auf dem Bio-Bergbauernhof Munt la Reita fressen die Kühe eine natürliche Vielfalt an gesunden Gräsern und Berg-Kräutern. Die gehaltvolle Milch wird täglich frisch und unter grösster Sorgfalt in der kleinen Sennerei  zum einzigartigen Käse verarbeitet; einem halbharten Vollfett-Käse, ähnlich dem Formagella - eine Tessiner-Spezialität. Die Käselaibe wiegen ca. 1kg, die Reifezeit im Natursteinkeller beträgt bei täglicher Pflege 2-3 Monate Monatlich oder je nach Bedarf wird der Munt la Reita Berg- und Alp-Käse per Post an private Haushalte, sowie an einige Bio-Läden, Restaurants und Hotels versandt.

www.muntlareita.ch

Weltoffene Tischkultur , von Michel Gygax Weltoffene Tischkultur

Margrit will verschiedene Menschen an einen Mittagstisch bringen. Inspiriert wurden die zwei Gründer, die Brüder Stefan und Tobias Ganz, von ihrer Grossmutter Margrit, die immer frisch, regional und unglaublich gut kochte. Für die ganze Familie und viele Gäste.

Weil die Gebrüder Ganz während ihrer Studien- und Arbeitszeit den Mittagstisch oft in Eile und ab und zu in Langeweile verbrachten, kamen sie auf folgende Idee: Es gibt überall sehr viele Menschen, die gerne und fast jeden Mittag kochen. Manchmal stehen sie stundenlang in der Küche – für eine oder zwei Personen. Dabei könnten sie ohne grossen Mehraufwand für vier, fünf oder noch mehr Personen kochen. Und dabei noch etwas verdienen.

Die Idee, der Internetplattform "Margrit" war geboren. Auf dieser attraktiven, klaren und intuitiv gestalteten Homepage finden Geniesser, Netzwerkler, offene Menschen und Hobbyköche zueinander. Grossartig!

www.margr.it

Empana...was?! , von Maja Boss Empana...was?!

Als Vegetarierin in ein argentinisches Restaurant einzukehren, empfand die Autorin ja schon fast als grotesk und gab sich innerlich schon mit dem grünen Salätchen zufrieden, aber weit gefehlt. Klar kommen im Malena in der Churer Altstadt die Fleischtiger auf ihre Rechnung, aber nicht nur die: Vor allem die herrlichen und täglich frisch zubereiteten Empanadas mit wechselnden saisonalen Kreationen haben es der Autorin angetan!

Mit viel Charme und Liebe serviert, schmecken sie gleich doppelt gut. Und immer gut zu wissen: Auf frische Zutaten von regionalen und kleinen Produzenten wird sowohl bei den Lebensmitteln als auch beim Bier geachtet. Wen in der Alpenstadt das Fernweh packt, kommt in der Empanaderia auf seine Rechnung, sei es beim Essen oder bei einem der kulturellen Anlässe. ¡Hasta luego!

Empanaderia Malena, Planaterstrasse 1, 7000 Chur, www.malenachur.ch

Fugu - ein Roman von Bruno Heinzer , von Rosmarie Bernasconi Fugu - ein Roman von Bruno Heinzer

Bruno Heinzer hat einen spannenden und hervorragenden Umweltroman geschrieben. In seine Erzählungen fliesst viel Autobiografisches mit hinein. Seine Liebe zu Japan und seine Abenteuerlust bringt er in seinem Roman „Fugu" zum Ausdruck. Der japanische Kugelfisch spielt in seiner Geschichte immer wieder eine Rolle.

Remo Schneider wird von der internationalen Umweltorganisation Terra für ein Jahr nach Tokio geschickt, um eine Kampagne gegen Gentech-Soja zu lancieren. Es dauert eine Weile, bis Remo mit einer verwegenen und witzigen Idee der Durchbruch gelingt und er die umweltfeindlichen Machenschaften der Nahrungsmittelindustrie aufdecken kann. Doch dabei legt er sich unwissentlich mit der Yakuza an, der japanischen „Mafia", die grosse Teile der Fleischproduktion kontrolliert und aus der Katastrophe von Fukushima in abscheulicher Weise Profit zu machen versucht. Remo kommt ins Gefängnis und muss schliesslich untertauchen. Wie beim titelgebenden Fugu, dem Kugelfisch, der sowohl tödliches Gift als auch Delikatesse sein kann, liegen Glück und Gefahr in diesem Roman nahe beisammen. Frisch und witzig geschrieben, zeichnet er ein farbiges Bild des heutigen Japan und bietet gleichzeitig Einblick in die Arbeit einer engagierten Umweltorganisation.

www.brunoheinzer.ch