kggastro facebook rss
Pistenstübli Gauchern , von Sarah Galatioto Pistenstübli Gauchern

Es gibt sie noch, nicht unweit von Bern entfernt, die kleinen Skilifte wo man noch die 10-Fahrten Karten ab 5.50 bekommt. Der Skilift Chuderhüsi ist so einer. Ein klein wenig als wäre die Zeit still gestanden, seit ich als Kind dort den ganzen Winter jeden Nachmittag Skifahren war, so kommt es mir heute vor. Keine Spur von Jubeltrubel und Menschenmassen dass Gegenteil ist Fall.  Direkt beim Skilift Chuderhüsi ist das kleine Restaurant Pistestübli. Dort wo man sich trifft und einen Jass klopft. Es bietet preiswerte Mittagsmenüs sowie Snacks und Desserts an. Ob Schnipo, Bratwurst oder ein feines Fondue,  für das leibliche Wohl ist auch am Abend gesorgt. Zum Aufwärmen gibt's feinste Kafi Schnaps oder Glühwein. Das Pistestübli und Wanderstübli ist ganzjährig geöffnet und veranstaltet gelegentlich volkstümliche „Stubete“ -Abend mit Örgeliformationen aus der Region.

www.skilift-chuderhuesi.ch

Wunderwelt im Schwarzseetal , von Sarah Galatioto Wunderwelt im Schwarzseetal

Sie schimmern in allen möglichen Farben und ihre Erschaffung ist Kunst in Vollendung: die Eispaläste in Schwarzsee. Der selbsternannte „Eisgärtner“ Karl Neuhaus schafft hier jeden Winter von neuem Wunderwerke aus Eis und Schnee. Bei Dunkelheit werden die Eispaläste in farbiges Licht getaucht. In der Nähe der Skistation Schwarzsee in einem Wald auf rund 1000 Meter über Mehr zwischen Plaffeien und Schwarzsee können die Eispaläste bestaunt aber auch durchwandert und bestiegen werden; voraussichtlich bis im März 2017. Sie schimmern in allen möglichen Farben und ihre Erschaffung ist Kunst in Vollendung. Der 80-jährige Tüftler und Bastler, ehemals Schuhmacher von Beruf,  hat seine Technik in den vergangenen 32 Jahren perfektioniert. Unter den bizarren Eisgebilden verbergen sich massive Gerüste aus Metall. Ist das Wetter kalt setzt Karl Neuhaus seine Sprinkler jeweils in Gang und die Vereisung setzt ein. Der Zufall steuert das seinige bei. Die begehbaren Iglus sind mit Eis überzogene Treibhäuser und die eisigen Wunderkerzen hat Neuhaus aus Wäscheständern gebaut. Bei der passender Witterung können die Eisbauten bis zu 15 Meter hoch werden. Ein bisschen Kitsch gehört dazu: In den Höhlen und Iglus sitzen überall bunte Tiere und Figuren aus Plüsch. Neuhaus Ehefrau führt das „Eispalaststübli“ und verkauft an die Gäste warmen Tee, Kaffee und Cervelats, die man an einer Feuerstelle selber braten kann. Dank der fan­tas­ti­schen Beleuch­tung sind die Eis­pa­läste nachts am schönsten. Aller­dings ist es dann auch oft auch beson­ders kalt. Gute Klei­dung ist also von Vorteil.

Pullis für Bergler , von Maja Boss Pullis für Bergler

Textilien zu kaufen, die ethnische aber auch umeltverträgliche Kriterien erfüllen, ist eine immer wiederkehrende Herausforderung. Etwas Abhilfe schafft Marianne Lehner aus dem Toggenburgischen Hemberg. Mit Schweizer Bergsilhouetten - aber auch Bergsport- und Alpentiersujets sind zu finden - vertreibt sie sportliche und dennoch filigran gestaltete Pullis und T-Shirts. Jedes ihrer Kleidungsstücke ist Handarbeit, wo immer möglich verwendet sie Produkte aus biologisch produzierten oder rezyklierten Materialien, sowie aus fairem Handel und für den Siebdruck ungiftige Farben. Jeder Berg und jedes Bergpanorama ist einzigartig, steht auf ihrer Homepage, was durchaus auch für ihre Kreationen gilt.

Zweites Leben für Apple-Produkte , von Reto Hügli Zweites Leben für Apple-Produkte

Sie spalten meine Freunde in Pro und Contra. Beide Lager haben warten mit nachvollziehbaren Argumenten auf. Man mag über iPhone, iPad und Mac geteilter Meinung sein, zwei Dinge stehen fest: Apple-Produkte sind teuer ‒ und langlebig.

Diese Eigenschaften haben sich Basler Jungunternehmer zu Nutze gemacht und Revendo gegründet. Denn Wiederverwenden ist nachhaltiger als Recycling.

Du willst dein altes Apple-Gerät loswerden? Klick dich auf der Revendo-Website zum MacBook-, iMac-, iPhone- oder iPad-Modell durch, das du verkaufen willst. Du beantwortest Fragen zur Akkukapazität, zum Display- und Gehäuse-Zustand, Tastaturlayout usw. Findest du den offerierten Preis interessant, verschickst du dein Gerät portofrei. Revendo prüft deine Angaben zum Zustand und das erhaltene Gerät. Stimmt alles, bekommst du innerhalb einer Woche das Geld.

Die erhaltenen Geräte werden gesäubert, neu installiert, auf die Werkeinstellungen zurückgesetzt und mit sechsmonatiger Garantie wieder verkauft ‒ auf der gleichen Website. Oder in einem der Läden in Basel, Zürich, Dietikon und Bern (Bollwerk 17/19).

www.revendo.ch

Lieblings - Café Bar , von Christoph Meinen Lieblings - Café Bar

Haben Sie einen Lieblingsplatz? Einen Ort an dem sie sich wohl und frei fühlen, der ihnen vertraut ist, den sie mit vielen schönen Erlebnissen verbinden und an den sie immer wider gerne zurückkehren? Genau so einen Ort haben die Geschwister Andrina und Pascal Zaugg mit ihrer Café Bar Lieblings geschaffen: ein kleines, gemütliches Kellercafé an der Gerechtigkeitsgasse 13 in der unteren Berner Altstadt. Mit viel Herz, Leidenschaft und einem feinen Gespür für liebliche Details haben sie das ehemaligen Ladenlokal in einen Ort verwandelt, der zum verweilen einlädt. Die Einrichtung ist charmant – weder protzig, noch übertrieben chic. Man fühlt sich sofort heimelig. Auch das Angebot an Essen und Getränken ist sehr persönlich. Alles wirkt wie eine Empfehlung guter Freunde, die Produkte stammen aus nachhaltiger und fairer Produktion. Man fühlt sich wirklich als Gast hier, nicht als Kunde. 

lieblings.be

Die Alpen von unten und von innen , von Sarah Galatioto Die Alpen von unten und von innen

Ein moderner Blick auf die faszinierende geologische Entstehungsgeschichte der Alpen. Die Sektion Bern SAC präsentiert zusammen mit dem Alpinen Museum der Schweiz eine Vortragsreihe über die moderne Sicht auf die Entstehung der Alpen, die sich an natur- und berginteressierte Menschen, aber auch an Studierende und Geologen richtet. Referent ist Jürg Meyer aus Köniz. Die Bildung der Alpen ist nach wie vor Gegenstand wissenschaftlicher Forschung. In den letzten Jahrzehnten wurden bedeutende neue Erkenntnisse gewonnen. Gleichzeitig sind veraltete oder falsche Vorstellungen über grundlegende Prozesse der Alpenbildung noch weit verbreitet – sogar in aktuellen Schulbüchern. Höchste Zeit, hier Abhilfe zu schaffen! Der Vermittlungs-Geologe und Bergführer Jürg Meyer nimmt Interessierte mit auf eine faszinierende Reise in das Innere der Alpen. Die Referate werden in spannender und unterhaltsamer Art präsentiert, kombiniert mit schönen Bildern und einprägsamen Illustrationen. Die Sprache ist einfach und bildhaft.

Mittwoch, 8. März 2017 „ Das Matterhorn von unten und von innen“ 19.30 Uhr, Kirchgemeindehaus Calvin, Bern / davor gibt es im Restaurant las alps ein Suppenznacht (18.00 – 19.15 Uhr, Fr. 20.00) 

Schwefel im Biowein , von Felix Woodtli Schwefel im Biowein

Etliche Bioweine sind heute frei von zugefügten Sulfiten. Trotzdem sieht das Weingesetzt vor, dass auf der Flasche "enthält Sulfite" stehen muss. Sulfite befinden sich im Wein auch auf natürliche Art und Weise, durch natürliche Ablagerungen und Einschlüsse in den Trauben selbst oder entstehen als Abfallprodukte bei der Gärung. Neu darf ab 2016 auf der Flasche stehen „enthält keine zugefügten Sulfite“. Die juristische Lesart dieses Vermerks muss man wie einen Gesetzestext oder eine Baubewilligung lesen, es steht nicht „enthält keine Sulfite“. Ergo: Wein kann immer Sulfite noch enthalten. 

Schwefel und andere Sulfite gelangen über die Luft in die Natur. Autoabgase, Heizungen und offene Feuer sind die offensichtlichsten Quellen. Im Biolandbau gilt Schwefel als anerkanntes Spritzmittel gegen Pilzbefall, als Spurenelement ist es in der Folge Bestandteil auf der Traube. Im Keller wird immer wieder geschwefelt. Beispielsweise beim Anliefern und Einmaischen der (zu wenig reifen) Trauben oder Trauben mit Wespen- oder Fliegenverbiss. Auch gegen Essig- und E-Kolibakterien (vom Hundekot der Spaziergängerr) sowie durch unsauberes Arbeiten entstandene Fehlgärungen, kann eine Schwefelung der Maische von Nöten machen. Dasselbe geschieht dann bei der Abfüllung.  Ohne Schwefel im Keller kann nur arbeiten wer Spitzentraubengut keltert, dies von Hand sortiert und sehr sauber arbeitet.

Oft wird Schwefel vielleicht zu sehr verteufelt, noch immer wird es aber auch als Heilmittel angeboten. In Zurzach kann man im schwefligen Wasser baden – auch Vichy-Wasser gilt als gesund. Heute und nach über 30 Jahren Berufserfahrung muss ich aber feststellen, dass meist andere Ursachen für Allergien und Beschwerden sorgen. Sulfite sind leicht nachweisbar und können deshalb einfach als Sündenböcke dienen, zumal der Teufel ja seit tausenden von Jahren mit dem Schwefelgeschmack in Verbindung gebracht wird. 

Heute keltern immer mehr engagierte Winzer nach bio-dynamischen Ideen. Im Gegensatz zu reinen Naturwein-Produzenten die meist Nichts zur Weinwerdung unternehmen und die Prozesse spontan der Natur überlassen, intervenieren die besten Bio-Winzer immer. Sie beobachten die Natur und helfen der Rebe mit kleinsten Massnahmen Widrigkeiten zu überleben. Die Dynamisierung von eigenen Düngern, das Anwenden von selbstgemachten Tees als Schädlings- bekämpfungsmittel, aber vor allem die Unterstützung der Biodiversität sind das entscheidende Plus um der Rebe optimale Rahmenbedingungen zu liefern. Das Meiden von zuviel Monokultur hilft bei der natürlichen Eindämmung von Krankheiten und Schädlingen.

Spitzenwinzer unterscheiden sich vom Rest auch dadurch, dass ihre Weine echte Mehrwerte sind. Der Arbeitseinsatz lohnt sich meist auch oekonomisch wenn der Wein perfekt ist und deshalb auch etwas teurer verkauft werden kann. Sinn macht das Ganze wirklich nur wenn die erzeugten Produkte auch besser und ohne Fehler sind. Sie sollen keine Allergien auslösen und mehr Spass bereiten als konventionelle Weine, nicht weil sie en vogue sind – sondern weil sie wirklich besser schmecken.    

Tierisch menschlich , von Maja Boss Tierisch menschlich

Sjoukje Benediktus’ einzigartiges Alpentheater zeigt vor wunderbarer Waldbühne Tiere in menschlicher Gestalt: Liebenswerte aber auch verführbare Kreaturen Profit, Gier und Anerkennungsdrang ergreifen die scheinbar friedliche Tierschar. Was dem Publikum zuerst Lach- und dann Sorgenfalten ins Gesicht zeichnet. Die Fabel mit Tiefgang wird musikalisch grossartig untermalt von der Band Sulp.

Nach vier Freilichttheatern mit Laienschauspielern in den Jahren 2011 bis 2015 und einer Kleintheater-Produktion im 2016 wird das Alpentheaterteam zum ersten Mal von professionellen Darstellenden unterstützt und erfüllte sich mit der Winterproduktion im Zirkuszelt einen Traum.

Das Alpentheater spielt sein Stück "Tierisch kalt" im wohlig warmen Zirkuszelt in Kiental noch bis zum 4.März 2017. Vorvekauf

Zapjevala , von Maja Boss Zapjevala

Zapjevala sind fünf Frauen und ein Mann, sie machen Musik mit Herzblut in Bern, aber nicht per se aus Bern. Vertraute berndeutsche Klänge wechseln ab mit warmen trunkenen Melodien aus Osteuropa. Himmeltraurig schöne Melodien mischen sich mit rassigen Rhythmen und fremden Sprachen. Zapjevalas Lieder versetzen einen ohne Zutun in die Strassen Bukarests oder an laue Sommerabende an die Seine in Paris. Da bleibt kein Herz unberührt und kein Tanzbein am Platz. (wdh)

Nächstes Konzert in Bern am 4. März 2017 um 22 Uhr im Du Nord. Unbedingt Vorverkauf vor Ort nutzten.

www.zapjevala.chwww.facebook.com/Zapjevala    

Unerhört jenisch , von Eleni Meyer Unerhört jenisch

Dieser Film begleitet Schweizer Musiker bis hin ihrer jenischen Wurzeln. So weiss ich mittlerweile woher mein Lieblingskinderlied herkommt. Aus Vaz. So wie mir geht es vielen Zuschauern im ausverkauften Kino Apollo in Chur am am 6. Februar 2017. Unter uns sind auch einige Musiker aus dem Film. Den beiden Regisseurinnen Martina Rieder und Karoline Arn gelingt es zusammen mit Stephan und Erich Eicher, Patrick Waser, Martin Waser, Klarissa Waser, Ottilia Waser, Othmar Kümin, Luisa Moser, Urs Moser und Goran Bregovic ein aktuelles und ehrliches Zeitdokument mit grossartiger Musik auf die Leinwand und in die Herzen der Zuschauer zu bringen. Der Film läuft aktuell in vielen kleinen Kinos. 

www.dschointventschr.ch