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Blumenmeer , von Regula Keller Blumenmeer

Miriam Hans sprengt mit ihren Blumenkreationen die Grenzen konventioneller Floristik. Als Gefäss können Tassen und Saucieren dienen. Sogar Schuhe lässt sie floral bestücken. All dies kann für eine Hochzeit, einen Firmenanlass und auch für eine Trauerfeier bestellt werden.

Ihre Leidenschaft, unterschiedlichste Materialien, Farben und Düfte zu kombinieren, ist mir bereits an mehreren Märkten positiv aufgefallen. Auch wenn in naher Zukunft kein Fest ansteht, möchte man lange von den fantasievollen Blumenkreationen umgeben sein und ab und zu über ein gelungenes Detail staunen. (wdh)

www.fleurdeluxe.ch

Bänz – natürlicher Durstlöscher aus der Region , von Sophie Frei Bänz – natürlicher Durstlöscher aus der Region

Gut schmecken sollte das Getränk und echt sollte es sein! Also aus Direktsaft, ohne Zusatzstoffe und ausschliesslich mit regionalen Zutaten zubereitet. Yves Bütikofer aus Bern verwirklichte sich diesen Traum und entwarf im Berner Breitsch-Quartier die Bänz-Kollektion: Erfrischende Getränke wie Apfel-Cassis, Apfel-Kirsche, Apfel-Erdbeere, Apfel-Traube oder purer Apfelsaft.

Ein wahrer Mehrwert auf dem Getränkemarkt! Denn für die hochwertigen Bänz Getränke werden nicht nur 100% Früchte aus der Region verwendet, sondern es wird auch ein Beitrag gegen die Verschwendung von Lebensmitteln geleistet: Früchte, die der Detailhandel zurückweist, werden zu Bänz-Getränken verarbeitet. Auf jeder Flasche kann man nachlesen, von welcher Bauernfamilie die Früchte stammen. Mittlerweile sind die auffälligen Glasfläschli mit Schraubverschluss in vielen Berner Cafés und Läden zu finden.

www.baenz.ch / www.fb.com/baenz.ch

Bagels im Bett , von Pascal Sennhauser Bagels im Bett

Der vorliegende Artikel führt wieder einmal nach Winterthur. Der kulturell-gastronomische Reichtum dieser vergleichsweise kleinen Stadt spiegelt sich mit einigen hübschen Beiträgen ja auch in diesem Blog wider. 

Mitten in der historisch-schmucken Altstadt von Winterthur steht das Bed & Breakfast Bagels, welches seinen Gästen drei luxuriöse und grosszügige Doppelzimmer in einem charmanten, stilvoll renovierten Stadthaus aus dem 16. Jahrhundert bereithält. Alle Zimmer sind mit Bad oder Dusche, WLAN und TV, einem Kühlschrank und einem Safe ausgestattet. Schwedische Federkern-Matratzen sorgen für Bequemlichkeit und einen erholsamen Schlaf. Auf Wunsch stehen Extra-Betten für Kinder zur Verfügung. Zum Haus gehört ein wunderschöner Innengarten, der sommersüber zur exklusiven Benutzung einlädt.

Wer Wert auf ethische und ökologische Grundsätze legt, ist als Gast im «Bagels» nicht an der falschen Adresse. Die Menschen hinter dem gesunden Betrieb setzen auf ein «Wirtschaften mit langfristigem Substanzerhalt» und führen ihr Geschäft nach Kriterien der Nachhaltigkeit, des Verzichts und der Zweckmässigkeit. «Simple, pure, local», wie sie sich neudeutsch ausdrücken. Trotzdem – oder gerade deshalb – wirkt das Haus und dessen Gastgeber nicht unterkühlt, langweilig oder gar realitätsfern.

Die gleiche prinzipientreue Haltung wird selbstredend auch den Mitarbeitenden und den Gästen zuteil. Respekt, Ehrlichkeit und eine leistungsgerechte Entlöhnung gehören intern ebenso zum Credo wie die Überzeugung, dem temporär Bleibenden eine makellose Leistung zu einem fairen Preis zu bieten und mit ihm einen möglichst persönlichen Umgang zu pflegen.

Bed and Breakfast Bagels, Oberer Graben 8, 8400 Winterthur, Tel. +41 (0)52 213 18 88, www.bagels.ch

Schlemmen in Palma , von Michel Gygax Schlemmen in Palma

Ich empfehle hier wärmstens ein verlängertes Schlemmerwochenende in Mallorcas unterschätzter Hauptstadt Palma. Eine grossartige, lebensfrohe, bunte und weltoffene Stadt am Meer, die zu langen Spaziergängen, wunderbaren Ausflügen ins Landesinnere und zu ausgedehnten Schlemmertouren einlädt.

Wir nächtigten gepflegt im geschmackvoll renovierten Altstadt-Hotel Santa Clara mit Dachterrasse und Wellnessbereich. Wir schlemmten uns im neuen Lokal von Adrian Quetglas durch ein grossartiges, jederzeit überraschendes und unwahrscheinlich günstiges Siebengangmenü mit Sterne-Niveau.

Wir entdeckten die alternative One-Man-Show von Albert Medina im La juanita (keine Website) und tafelten viergängig in den Nachmittag. Wir schauten dem Wirt beim Kochen zu und tranken ein stark gehopftes Weizenbier ohne Etikette, gebraut in der Garage von einem Freund von Albert.

Wir empfehlen weiter das Duke, ein lockeres Surferrestaurant mit  feinem und frischem Ethno-Food, das Quina creu, ein hippes und äusserst stilvoll eingerichtetes Quartier-Tapaslokal (Bild), das 13 %, eine alternative Tapasbar im Zentrum und nicht weit entfernt eine belebte Weinbar, die mit 48 verschiedenen Weinen im Offenausschank lockt. Wow!


Der Fall Weil - Raoul Weil , von Rosmarie Bernasconi Der Fall Weil - Raoul Weil

Am 19. Oktober 2013 wurde Raoul Weil, einer der ganz Grossen des weltweiten Private Bankings, um 1.30 Uhr in einer filmreifen Szene in seinem Hotelzimmer in Bologna verhaftet und aufs nahe Polizeikommissariat abgeführt. Die Vorgeschichte zu diesem Krimi: 2007 war die Schweizer Bank, für die Raoul Weil arbeitete, von der US-Justiz der Beihilfe zur Steuerhinterziehung bezichtigt worden. Kurze Zeit später wurde einer von Weils 63’000 Mitarbeitern in den USA festgenommen. Dieser ging mit der amerikanischen Justiz einen Deal ein und erhielt dafür Straffreiheit. Ende 2008 wurde Raoul Weil dann von den amerikanischen Behörden wegen Verschwörung zum Zweck des Steuerbetrugs angeklagt und fast fünf Jahre später in Bologna verhaftet. Was folgte, hätte ihn, wären da nicht seine Frau Susanne und seine treuen Freunde gewesen, zerbrechen lassen können: 56 Tage Untersuchungshaft in einem Hochsicherheitsgefängnis in Italien, Auslieferung nach Amerika, erneute Inhaftierung, gefolgt von zehn Monaten striktem Hausarrest mit Fussfessel in New Jersey. Und schliesslich ein dreiwöchiger, nervenzerreissender Prozess in Fort Lauderdale. Am 3. November 2014 wurde Raoul Weil von den zwölf Geschworenen in Rekordzeit freigesprochen. Einstimmig. In seinem packenden Buch erzählt Raoul Weil von Enttäuschungen und Ängsten, vor allem aber auch von Hoffnung, und macht klar, dass das Aufwachen aus einem Albtraum nur dann gelingen kann, wenn man im Sturm des Lebens nicht alleingelassen wird.

Ich habe das Buch in einem Zug gelesen. Es liest sich wie ein Krimi und oft habe ich den Kopf geschüttelt - und manchmal auch gestaunt. Berührt hat mich, wie wichtig es ist, Menschen um sich zu haben, die einem unterstützen und einem auch begleiten, wenn das Leben mal nicht so läuft wie man es gerne hätte. Die einen werden wohl einfach sagen "Tja es war ein Banker, geschieht ihm recht." Ich persönlich finde, dass in diesem Buch das ganze Menschsein in ihren hellen und dunklen Facetten zum Ausdruck kommt.

Das Buch ist in vielen Buchhandlungen erhältlich

Sauwohl! , von Reto Hügli Sauwohl!

In Kleinandelfingen, Henggart, Nürensdorf und Wattenwil leben besonders glückliche Schweine. Warum? Bei «Mein Schwein» hat jedes Tier etwa 300 Quadratmeter zur Verfügung. Die Ferkel kommen in kleinen Gruppen auf die Schweinewiesen. Diese strukturieren sie in Wühl-, Ruhe- und Kotplätze. Den Rest bereitet das Team von «Mein Schwein» möglichst tiergerecht vor: Isolierte Hütten dienen als Unterschlupf, es gibt Schattenplätze, eine Suhle und einen Fressplatz.

Wie kommst du zu einem Schwein? Bestelle online einen Viertel, ein halbes oder ganzes Freilandschwein. Nach erfolgter Anzahlung kommen alle bestellten Ferkel für vier Monate auf die Wiese. Danach erhältst du die entsprechende Menge Fleisch: Ein Viertel entspricht ungefähr 15 Kilo. Zwei weitere Kilo werden zu Rohess-Schinken und -Speck verarbeitet.

Momentan können die «Frühlingsschweine» bestellt werden, das Fleisch wird im Sommer geliefert – zur Grillsaison. Tipp: Teile das Fleisch mit Freunden, Verwandten und Bekannten.

Mein Schwein GmbH, Ackeretstrasse 17, 8400 Winterthur, www.mein-schwein.ch

Die Drahteselmanufaktur , von Maja Boss Die Drahteselmanufaktur

Was der Schneider in der Haute Couture, ist der Rahmenbauer in der Velowelt: Beide fertigen Qualitätsartikel nach Mass an, angepasst an die Form und den Geschmack des jeweiligen Menschen. Rahmenbauer sind aber wohl die unbekannteren: In der Schweiz gibt es gerade fünf, die dies kommerziell tun, einer davon ist der Bieler Patrick Widmer. In seinem Atelier 47° Nord entstehen persönliche Traumvelos und zwar nicht von heute auf morgen, denn der Körper muss ausgemessen, die Bedürfnisse des Kunden sorgfältig abgewogen und der Rahmen in der Werkstatt hergestellt werden. Wer dabei am „vergible“ ist, wird regelmässig mit Fotos aus der Werkstatt versorgt und kann so am Prozess seines Velos teilhaben. 

Und last but not least: Wichtig sind Patrick nebst der Qualität auch die nachhaltige Produktion und die Umwelt: Die 2000 Watt Gesellschaft ist ein Ziel, welches er tatkräftig unterstützt, und das nicht nur mit leeren Worten!    

www.47grad-nord.ch

Repair-Café , von Reto Hügli Repair-Café

In unseren Haushalten wandern zahlreiche Produkte tagtäglich in den Müll. Auch Gegenstände, an denen nicht viel kaputt ist und die nach einer einfachen Reparatur problemlos wieder verwendet werden könnten.

Leider ist das Reparieren gerade in unseren Breitengraden aus der Mode gekommen. Oder es fehlt das notwendige Wissen, um die Produkte selbst zu reparieren. Andererseits gibt es zahlreiche Menschen mit einer grossen Portion handwerklichem Geschick.

Das Repair Café versucht, diese beiden Gruppen zusammenzubringen und damit die Lebens- und Nutzungsdauer von Produkten zu erhöhen. Was wird repariert? Kleider, Möbel, elektrische Geräte, Velos, Spielzeug und vieles mehr.

Am Samstag, 12. März 2016 findet das nächste Repair Café in Bern statt: Von 10 bis 16 Uhr in der Turnhalle im Progr.

Repair Café Bern

Junggrasgrüne Oliven , von Sarah King Junggrasgrüne Oliven

Es ist unauffällig. So unauffällig, dass man sich nicht getraut, darüber zu schreiben, aus Angst, dass es an Unauffälligkeit und damit an Besonderheit verliert. Es ist am Boden, „Zur Erde – parterre“, wie Therese Hälg sagt. Sie führt das kulinarisch-kulturelle Lokal in Langenthal. Der Boden ist ihr Bereich.

Über Therese Hälg, unter dem Dach, da stellt der Künstler Urs Hug seine Kunst aus. Bilder. Installationen. Nirgendwo steht geschrieben: „Bitte nicht berühren“. So wird die Kunst im Vorbeigehen heimlich berührt. Sie berührt zurück. 

Derweilen drapiert Therese Hälg unten den Käse auf einem Teller. So unauffällig, dass sein Geschmack im Mund umso intensiver ist. Das ist auch Kunst. In einem Raum steht ein Computer auf einem Schreibtisch. Einfach so. In diesem Raum sitzt niemand. Dafür in den Räumen nebenan. Auf Fauteuils in Diskussionen vertieft, an einem langen Holztisch zu Wein aus Flaschen mit schönen Etiketten. Der Name spielt keine Rolle. 

Im Eingangsbereich, neben junggrasgrünen Oliven, so junggrasgrün, dass man gar nicht glaubt, dass es Oliven sind, spielen Männer Instrumente. Sie werden wieder gehen. Die junggrasgrünen Oliven aber, die bleiben. 

„Wollen Sie eine probieren?“, fragt Therese Hälg und noch bevor der Gast über die Konsequenzen eines Junggrasgrüneolivenverzehrs (das Wort wird dem schlichten Geschmack nicht gerecht) nachdenken kann, öffnet sie ein Glas. Extra für diesen einen Gast, der neugierige. Wegen einer Olive. Das ist kein Verkaufstrick. Sie freut sich einfach zuzusehen, wie die Olive im Mund verschwindet und im Blick des Gastes wieder in Erscheinung tritt. 

Der Gast will die Oliven kaufen. Und zusätzlich noch Caramel salé und Wein. Und frische Nudeln. Also doch ein Trick. Ein freundlicher. Darum bleibt der Gast – auf den Fauteuils, am langen Holztisch – und wenn er geht, kommt er wieder.  

Parterre Langenthal GmbH, Mühleweg 25, 4900 Langenthal, 062 530 35 35, www.parterre-langenthal.ch

MUNTERwegs – ein generationenübergreifendes Mentoringprogramm , von Sophie Frei MUNTERwegs – ein generationenübergreifendes Mentoringprogramm

MUNTERwegs bietet Erwachsenen zwischen 18 und 99 Jahren die Möglichkeit, sich im Rahmen eines freiwilligen, bereichernden und kostenlosen Angebots aktiv für Kinder zu engagieren: Als Mentorinnen und Mentoren unterschiedlicher Generationen begleiten sie während acht Monaten sozial schwächere Kinder aus Schweizer Familien oder mit Migrationshintergrund.

Freude, Zeit und Erfahrungen mit Kindern zu teilen, das steht bei MUNTERwegs im Mittelpunkt. Das Programm fördert den Austausch zwischen Jung und Alt, stärkt das Verständnis zwischen Generationen und leistet einen wichtigen Beitrag zur sozialen Integration, sowie zur Sprach- und Gesundheitsförderung von Kindern. Ab Sommer 2016 startet das Programm in der Stadt Bern. Es hat noch freie Plätze für interessierte Mentorinnen und Mentoren. Besondere Vorkenntnisse braucht es keine. Die Mentorinnen und Mentoren werden sorgfältig eingeführt, treffen sich während acht Monaten ca. 2x mit den Kindern und werden vom MUNTERwegs-Team unterstützt und professionell begleitet. Meldet euch bei Interesse: info@munterwegs.eu

Dieser Kurzfilm gibt einen schönen Einblick in das Programm: https://www.youtube.com/watch?v=5At2QbZLFeQ 

Weitere Informationen: www.munterwegs.eu