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Akustik-Fetischist , von Stefan Hugi Akustik-Fetischist

Als Mario Batkovic im Alter von elf Jahren aus Bosnien in die Schweiz gekommen ist, konnte er kaum ein Wort Deutsch. So wurde die Musik zu seinem bevorzugten Kommunikationsmittel. Noch heute ist er ein musikalischer Grenzgänger - er musiziert genreübergreifend, manchmal alleine, manchmal mehrköpfig.

Er war Teil der Berner Kummerbuben, hat das Rock'n'Roll-Monster Destilacija ins Leben gerufen, schreibt Filmmusik und hat ein Solo-Album aufgenommen mit Akkordeon. Nur er und sein Akkordeon. Und hat damit die Schweizer Hitparade erobert.

Selber bezeichnet er sich als Akustik-Fetischist und spielt gerne an ungewöhnlichen Orten: im Keller des Pavillons auf der Münsterplattform, in einem Luzerner Schwimmbecken oder zu dritt in der Thuner Fussballarena vor einer Handvoll Zuschauer, um sich damit den Wunsch eines Stadionkonzerts zu erfüllen. Und er würde gerne einmal in der Kanalisation spielen. Wegen der speziellen Akustik. Er wird es tun, ohne Zweifel.

www.batkovic.com

Bier aus dem Stufenbau , von Reto Hügli Bier aus dem Stufenbau

Als ich zum letzten Mal nach Ittigen in den Stufenbau gepilgert bin, fand in diesem architektonisch interessanten Komplex ein Konzert statt. Oder war es ein Boxkampf? Item, lange her.

Heute hauchen viele Kleinunternehmen dem Bau neues Leben ein: Cateringunternehmen und Werbeagentur im Einklang mit Galerie und Eventfirma. Und seit kurzer Zeit auch eine Mikrobrauerei! Am Vidmarché konnte das Produkt degustiert werden. Interessantes Detail: Die verschiedenen Bierstärken werden übrigens mit Versionsnummern statt Namen bezeichnet: Aktuell 1.1, 1.2 oder 1.3. Auf meine Frage, ob die Braumeister Ronald Rink und Gaston Hänni mit Informatik zu tun hätten, gab es nur ein vielsagendes Schmunzeln zur Antwort.

Tipp: Wer den Gerstensaft degustieren möchte, nehme am nächsten «Kleinen Fest» im Stufenbau teil.

Stufenbau Brauerei GmbH, Pulverstrasse 8, 3063 Ittigen, www.stufenbau.beer

Inspiration aus gebrauchten Materialien , von Michel Gygax Inspiration aus gebrauchten Materialien

Das Upcycling-Startup Trüffelschwein GmbH aus Köniz präsentiert seine ersten Prototypen, hergestellt aus nicht mehr verwendeten Materialien: Ein handgefertigter Massageball aus alten Tennisbällen hilft, Verspannungen zu lösen und das "Tu, was du liebst-Buch" ist ein spezieller Projektplaner aus alten Papieren und Stoffen.

Menschen zu inspirieren und für das Thema Ressourcen zu sensibilisieren ist das Ziel der Berner Upcycling-Manufaktur Trüffelschwein. Beim Upcycling entstehen aus alten, nicht mehr verwendeten Materialien neue, kreative Produkte. Die ersten Prototypen können auf der Website angeschaut, bewertet und diskutiert werden. Vorbestellungen sind möglich. Alle Produkte werden von Hand und als Unikate hergestellt. Die Kunden investieren in Hochwertiges, Schönes und Nachhaltiges, das zugleich auch nützlich  ist. Sie finden echte Alltagshilfen, gefertigt aus nicht mehr Gewolltem.

www.trueffelschwein.ch

Gegen Multis – Kapitel 35 , von Michel Gygax Gegen Multis – Kapitel 35

Der gelernte Grafiker Christian Forrer aus Eglisau war 13 Jahre alt, als Vivi Kola 1986 vom Markt verschwand. Vivi Kola - die Schweizer Kola - wurde vor über 75 Jahren in Eglisau zum Sprudeln gebracht und während knapp fünf Jahrzehnten in der ortseigenen Mineralquelle abgefüllt.

Als Hauptsponsor der Tour de Suisse war das Getränk bald schweizweit bekannt. Die Geschichte, die schönen schwarz-weiss Bilder und all die tollen Plakate blieben Christian in Erinnerung. Mutig und ohne Kenntnisse über die Getränkebranche fasst er den Entschluss, diese schöne Schweizer Traditionsmarke wieder aufleben zu lassen.

Sein Plan ging auf, Vivi Kola erfreut sich seit der Wiederbelebung im Jahre 2010 stetigem und sanftem Wachstum. Viele Bars, Restaurants und Geschäfte haben sich inzwischen von den multinationalen Getränkeproduzenten abgewandt und setzen auf die Schweizer Kola. Doch wer jetzt glaubt, dass sich Vivi Kola zu einer riesigen Firma entwickelt hat, der irrt. An Vivi Kola arbeiten nur vier Jungs. Alle mit dem selben Traum, die einstige Schweizer Kola wieder zu Ruhm und Ehre zu führen.

www.vivikola.ch

Weltweit ab Hof , von Sophie Frei Weltweit ab Hof

Cashew-Nüsse aus Burkina Faso, Schokolade aus Togo, frische Orangen aus Griechenland oder Kaffee aus Mexiko/Peru – alles fair und bio! Das ermöglicht «gebana», die Pionierin des fairen Handels in der Schweiz, indem sie mit Kleinbauern zusammenarbeitet und deren Produkte direkt an Konsumentinnen und Konsumenten verkauft. Mitten im Berner Stadtzentrum können diese fairen Köstlichkeiten nun im neuen gebana Pop-up Store eingekauft werden.

Wussten Sie, dass Ge-ba-na für «Gerechte Bananen» steht? Bereits in den 1970er Jahren setzten sich die «Bananenfrauen» für bessere Arbeitsbedinungen auf den Bananenplantagen ein: Sie kauften Bananen beim Grossverteiler ein und verkauften sie mit einem Aufpreis an die verblüfften Konsumenten weiter. Den Aufpreis gaben sie an die Bauern zurück. Damit war das Modell der Fair Trade Prämie erfunden.

www.gebana.ch ; Pop-up Store in Bern

Insel der Seligen , von Eleni Meyer Insel der Seligen

Ich selber heisse Eleni und habe auch gewisse ähnliche amazonische Charakterzüge, wie sie der Eleni im Buch zugeschrieben werden. Deshalb stehe ich dieser herrlichen Geschichte von Vea Kaiser nicht ganz neutral gegenüber...

Makarionissi - oder die Insel der Seligen - ist eine Geschichte, die sich dem Leser wie ein Faden aus einem Strang aufrollt. Es geht um Ursachen und Wirkungen von Familienschiksalen - spannend, lebendig und farbig drauflosfabuliert. Die Helden und Herzensbrecher und solche, die es gerne wären, bekommen menschliche, ja übermenschliche, Züge. Eben so, wie es bei den Griechen - einem Volk aus Sterblichen, Halbgöttern und Göttern - halt so üblich ist. 

Die junge Vea Kaiser (geboren 1988) wurde bereits zur österreichischen Autorin des Jahres 2014 gewählt. Sie hat Altgriechisch studiert und ist unter anderem als Fremdenführerin und mit genauer Recherche in die Vergangenheit Nordgriechenlands eingetaucht. Dort nimmt auch die Geschichte mit der Grossmutter Yiaya Maria ihren Anfang und entwickelt sich dann weiter nach Österreich und bis in die Schweiz.

de.wikipedia.org/wiki/Vea_Kaiser

Jede/r kann zeichnen!? , von Reto Hügli Jede/r kann zeichnen!?

Viele von euch denken jetzt bestimmt an die Schulzeit zurück: Nein, ich kann nicht zeichnen. Damals musste ich, widerwillig. Aber freiwillig und in einer Gruppe? Niemals!

«Kreativgestalten» hat genau das im Sinn und will das spontane, lockere und einfache Zeichnen fördern: «Der Mensch ist visuell orientiert. Visuelle Sprache versteht jeder und kann von allen erlernt werden» ist Kursleiter und Inhaber Markus Beer überzeugt.

Scribbel nennen sich die spontanen Bildnotizen, die bloss Stift und Papier benötigen. Die Wahrnehmung wird durchs Scribbeln geschärft, da sich die Kursteilnehmenden intensiv mit den Zeichnungsobjekten auseinander setzen.

Wo und wie? In einer Kleingruppe ab sechs Personen vermittelt der diplomierte Grafiker Beer nebst dem Handwerk auch interessantes Hintergrundwissen und fördert den Austausch und die Motivation. In der warmen Jahreszeit wird im und um das Lorrainequartier gezeichnet, wenns kalt ist in einer kreativen Umgebung einer Kommunikationsagentur.

Der Autor – selber «zeichnerisch grundschulgeschädigt» – hat die Freude am Zeichnen auf jeden Fall wieder entdeckt!

Weitere Informationen und Anmeldung: www.kreativgestalten.ch

Leichten Fusses durchs Leben , von Rosmarie Bernasconi Leichten Fusses durchs Leben

Wer kennt das nicht - man will abnehmen und es geht einfach nicht - und dann soll man auch noch Sport treiben. Roger Altmann hat es geschafft innerhalb von zwei Jahren 30 kg dauerhaft abzunehmen. Er gibt Tipps und Anregungen wie Sie es schaffen können - es ist kein Diätplan und keine Anleitung wie Sie abnehmen sollen, sondern auf was Sie achten können, damit es Ihnen gelingt, dauerhaft abzunehmen. Im zweiten Teil beschreibt der Autor sein Jungfrau Marathon-Projekt.

Roger Altmann ist Betriebsökonom und wenn er ein Ziel ins Auge gefasst hat, dann will er es auch schaffen. So begleiten Sie ihn im zweiten Teil des Buches zum Jungfrau-Marathon 2015.

Das Buch ist im November 2015 erschienen und ist in vielen Buchhandlungen erhältlich.

Aufgestempelt , von Christoph Meinen Aufgestempelt

Stempel? Viele verbinden sie mit alten Erinnerungen: an das flinke Trommeln der Postschalterarbeitenden, die in Sekundenschnelle ganze Briefstapel stempelten. Oder an die Stempelhalter-Etagere in Grossvaters Büro neben der Hermes Baby-Schreibmaschine und dem grossen Stempelkissen. Heute wird – wenn überhaupt – nur noch metaphorisch, zum Arbeitsbeginn ein- und zu deren Ende wieder ausgestempelt. Mit Stempelkissen, Tintenklecksen und dem leisen «to-dogg», «to-dogg» hat das nicht mehr viel zu tun. Schade eigentlich! 

Das fand auch Anice. Damit das Gefühl fürs Stempeln nicht verloren geht, und weil stempeln Spass macht, hat die Grafikerin aus Bern eine viele Jahre gehegte Idee verwirklicht: Stempel mit schönem Design und einer Grussbotschaft "us Bern", beispielsweise. Sie entwarf und produzierte die "Gruess us"-Stempelserie, womit sich kleine Notizen oder Botschaften, Vorbeibringsel, Widmungen, Postkarten, Geschenkzettel, Einladungen oder sonstige Herzensbriefe mit einem "Gruess us ..." woher auch immer bestempeln lassen. Mittlerweile gibt es bei Anice neben "Gruess us Bern" auch Grüsse aus fast allen Berner Stadtquartieren. Zum Beispiel "... us dr Länggass", "... us dr Lorraine" oder "... usem Breitsch", um nur einige zu nennen. Die Stempel werden hier in Bern von Anice persönlich in Handarbeit hergestellt.    

Einige Exemplare sind im Chat Noir sowie im Moss Concept Store in Bern erhältlich. Weitere können per Mail direkt bei Anice bestellt werden. Dass die Stempel eine Herzensangelegenheit sind, zeigt auch der besondere Stempel mit der Grussbotschaft aus der Matte in Matte-Änglisch. In Produktion sind weitere Serien mit "Gruess us Züri", oder passend zur Weihnachtszeit mit "Gruess vom Samichlous" oder "Gruess vom Christchindli".     

www.anice.ch  

Handwerklich hergestellte Limonaden , von Regula Keller Handwerklich hergestellte Limonaden

Seit drei Jahren gibt es die Zobo Limonaden. Sie sind weniger süss und von Hand hergestellt – nach uralten Rezepten, wiederentdeckt und neu interpretiert.

Ysa und Fabian produzieren die Zobo-Getränke mit unglaublich viel Freude und Ausdauer. Ich habe die beiden einmal getroffen, und sie haben mir erzählt, wie sie in Büchern aus dem 19. Jahrhundert recherchiert und in Jamaika nach den Spuren für ihre erste Kreation «Sorrel» gesucht hatten. Ich  wäre dabei am liebsten gleich mit ihnen nach Zürich zu ihrer Produktion gefahren.

«Sorrel» mit Hibiskus und Ingwer ist mein Favorit unter den mittlerweile 5 verschiedenen Zobo Limos. Bereits die rote Farbe des Hibiskus macht Lust auf mehr. Der Geschmack ist fruchtig und leicht herb. Ideal als alkoholfreies Apéro oder einfach zwischendurch als prickelndes Geschmackserlebnis.

Und nicht nur das: Pro verkaufte Flasche, fliessen 10 Rappen in den Zobo-Fonds, der Schweizer Musiker fördert.

www.zobo-getraenke.ch / «Sorrel» und «Orange» sind auch im le beizli in den Vidmarhallen am Berner Stadtrand erhältlich.