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Prix herz-haft: Queersicht , von Regula Keller Prix herz-haft: Queersicht

Die KG Gastrokultur GmbH hat ein erfolgreiches Geschäftsjahr hinter sich und unterstützt deshalb Menschen, die tolle ehrenamtliche Kulturarbeit leisten. Dies mit einem einmaligen finanziellen Zustupf, dem Prix herz-haft.ch - zum Beispiel für Queersicht.

Seit 22 Jahren engagiert sich ein OK aus Freiwilligen für die Organisation von Queersicht, dem Berner LGBTI-Filmfestival. Es ist damit das älteste Festival seiner Art. In verschiedenen Kinosälen der Stadt kann der cinephile Mensch einen Einblick ins queere Filmschaffen erhalten. Dieses Jahr geht der kleine, feine Anlasse vom 8. bis 14. November über die Bühne. Die Vorbereitungen begannen bereits im Frühling, wenn auch gemächlich. Es müssen die Filme fürs Programm organisiert, Sponsoren für die Finanzierung aufgetrieben sowie Orte und Inhalte für das Rahmenprogramm organisiert werden.

Wer ins OK einsteigt, dem wird einiges an Sitzleder abverlangt, müssen doch sämtliche Filme angeschaut und für jeden abgeschätzt werden, ob er ins Programm passt. Die Kurz- und Langfilme geben einen Einblick ins Leben von LGBTI-Protagonist_innen, ihren Ängsten und Problemen, aber auch ihren Freuden und Glücksmomente. Die Diversität der LGBTI-Community soll sich im Programm wiederspiegeln. Keine leichte Aufgabe, welche aber von den 16 ehrenamtlichen OK-Mitgliedern jedes Jahr von Neuem mit viel Engagement und Gestaltungswillen in Angriff genommen wird. Auch dieses Jahr ist ein spannendes Programm entstanden.

Queersicht Nr. 22, 8. bis 14. November 2018, www.queersicht.ch

Vidmarché zum Fünften , von Michel Gygax Vidmarché zum Fünften

Hier ein Tipp in eigener Sache: Vidmarché ist ein charmanter Markt in den Liebefelder Vidmarhallen. Er findet am Samstag, den 27. Oktober 2018 zwischen 14 und 19 Uhr zum fünften Mal um das Restaurant le beizli und das Atelier Ubezio statt.

Ideeller Partner dieses Anlasses ist dieser Blog. Viele der über dreissig Ausstellenden wurden von unseren Herz-haft-Autoren entdeckt und für den Markt eingeladen. In dieser Ausgabe erwarten wir Designerinnen, Bierbrauer, Schokoladenkünstler, Schriftsteller, Kunsthandwerkerinnen, Weinhändler, Künstlerinnen, Gewürzfreunde und Bäckerinnen.

Wir freuen uns von ganzem Herzen auf Ihren Besuch. 

https://www.facebook.com/events/247061209283689/

Belper Kulturtage , von Maja Boss Belper Kulturtage

Alle zwei Jahre organisiert Belp „seine“ Kulturtage, heuer ist es wieder so weit! An drei langen Wochenenden vom 17. Oktober bis 4. November 2018 wird den Besuchern eine breite Kulturpalette präsentiert: Ob Musik, Kunst, Literatur oder Theater, geboten wird einiges. Gespannt bin ich persönlich auf das Konzert der Camerata Bern, den Auftritt des Musik-Kaberetts „Les Trois Suisses“ und wie die beiden Schwestern Evelyn und Kristina Brunner  "Volksmusikinstrumente" wie das Schwyzerörgeli von einer neuen Seite beleuchten und interpretieren. Gespannt bin ich auch auf die Belper Westside-Story und hoffe insgeheim während der Kulrutage die velomobile Facebox anzutreffen und von Viktor Näf karikiert zu werden, wer weiss vielleicht klappts.

Belper Kulturtage 2018

Kunst, Handwerk und Kulinarik , von Michel Gygax Kunst, Handwerk und Kulinarik

Am 20. und 21. Oktober 2018 bringen Steinbeisser und der Kursaal Bern Sterneküche, Design und Kunst an einen Tisch – zur Premiere von «Experimentelle Gastronomie» in Bern. Eigens für diesen Anlass komponieren die Sterneköche Fabian Raffeiner vom Restaurant Meridiano und Simon Apothéloz der Eisblume ein rein pflanzliches Menu mit biologischen Erzeugnissen aus der Region, in Kollaboration mit zehn Künstlern die Besteck und Geschirr auf außergewöhnliche Art neu interpretieren. Die einzigartige Location bietet das einstige PTT-Hochhaus. So entsteht ein Gesamterlebnis, das zeitgenössische Gastronomie, Design und Architektur in einen spannenden Zusammenhang bringt und die Sinneserfahrung erweitert.

«Warum essen wir so wie wir es tun, und geht es auch anders?» Mit dieser Frage erforscht Steinbeisser neue Wege, bewusst zu essen. Zehn Künstler suchen Antworten, indem sie neue Arten von Besteck und Geschirr entwickeln, die mit allen Konventionen brechen. Diese einzigartigen Stücke werden individuell handgefertigt aus Materialien wie Ton, Glas, Papiermaché, Porzellan und Holz, um das kulinarische Erlebnis auf unerwartete Weise zu bereichern. Wir sind begeistester über soviel Handarbeit und Leidenschaft.

www.steinbeisser.org

Sein oder Nichtsein , von Reto Hügli Sein oder Nichtsein

Das kleine Berner Theaterkollektiv Theater Central feiert heuer sein 10-jähriges Bestehen. Zum Jubiläum wagt sich die Gruppe an William Shakespeares Hamlet und setzt den Klassiker auf eine neue, noch nicht dagewesene Weise um – als Hamlet³.

Hamlet ist nicht zu beneiden: Der junge Mann verirrt sich im Taumel seiner Emotionen. Er will um jeden Preis den hinterhältigen Mord an seinem Vater rächen, doch er weiss nicht, welchen Weg er einschlagen soll. In blinder Wut handeln oder sich für rechtsstaatliches Kalkül entscheiden? Oder gar vor dem zweifelnden Verstand kapitulieren? Um diesen Zwiespalt zu verdeutlichen, sind in der Inszenierung gleich drei Schauspieler in der Rolle des Hamlet zu sehen: ein zaudernder, ein gewissenhafter und ein kämpferischer Hamlet. Und jeder der drei sucht sich seinen Weg.

Theater Central spielt «Hamlet³» vom 12. Oktober bis 3. November 2018 zehnmal im Theater am Käfigturm in Bern. Informationen und Tickets: www.theater-central.ch.

Wunderbar! , von Maja Boss Wunderbar!

Ich gebe es zu, ich bin bisweilen heikel, was die Wahl von Lokalitäten betrifft, sei es auch nur um einen Kaffee zu trinken. Und manchmal passt es dann einfach wörtlich „wunderbar“. So war es neulich in Arbon in der ehemaligen Kantine der Saurer AG: Das Hotel Wunderbar mit Bistro und herrlichem Blick auf den See hat das gewisse Etwas, leckeren Kaffee, viel Gluschtiges auf der Karte, eine Terrasse zum Verweilen, bietet Freiräume für Kunst und Konzerte... und die Hotelzimmer werden gerühmt, ein Grund das nächste Mal länger zu bleiben.

www.hotel-wunderbar.ch

Café für Bürgertum & Bohème , von Kristina Roder Café für Bürgertum & Bohème

Nostalgisches Interieur, Aussensitzplätze zum Menschenbeobachten und guten Kaffee – was will man mehr? Ah, vielleicht eine zentrale Lage (damit es auch wirklich was zum Beobachten gibt), was Unkompliziertes zum Essen und nach Feierabend gerne noch einen Drink? Na dann, ab ins Café Lang!

Als selbst ernannten Ort für «Bürgertum und die Bohème, für Träumer und Analytiker, Literaten und Handwerker» bietet das Lokal fast alles für fast jeden, ohne jedoch in ein unpersönliches Massenprodukt abzurutschen. 

Ein neuer Dorfladen , von Sarah Galatioto Ein neuer Dorfladen

Seit einem Jahr fahre ich fast täglich daran vorbei  - und sah, wie langsam Leben einzog in der alten Filiale der Jägerbäckerei, welche nach 44 Jahren wegen fehlender Rentabilität, an der Dorfstrasse in Mittelhäusern schloss. Kleinere Gemeinden verlieren immer häufiger ihre Dorfläden. Die Konkurrenz durch Grossanbieter und das veränderte Kaufverhalten der Kunden machen die kleinen Läden obsolet.

Das Dorf Mittelhäusern wehrt sich allerdings dagegen und gleiste nun in Eigeninitiative einen ­neuen Gemeinschaftsladen auf. Ziel war es, mindestens 100 Mitglieder für den Trägerverein zu gewinnen. Dies wurde sogar übertroffen. Die Mitglieder verpflichteten sich zudem, an der Gründungsversammlung je 100 Franken in die Vereinskasse einzuzahlen für die Startphase. Aktuell garantiert der Laden primär die Grundversorgung der Dorfbevölkerung mit ­Lebensmitteln sprich vor allem mit frischem Brot, Milchprodukten und Gemüse aus der Region. Es ist sicher eine Herausforderung, aber ich bin überzeugt, dass das Konzept funktioniert. Das Beteiligungsmodell ist sehr interessant, dynamisch und offen für weitere spannende Produkte.

dorfladenmittelhaeusern.wordpress.com

Valencia, Valencia! – zum Zweiten und wohl auch nicht zum Letzten! , von Nina Hübner Valencia, Valencia! – zum Zweiten und wohl auch nicht zum Letzten!

Eine Reminiszenz an den Blogbeitrag von Regula Keller vom 26. Dezember 2016!

Valencia berauscht alle Sinne – die Farben sind prächtig, das Treiben in den Markthallen emsig und laut, die Gerüche betörend. Das Leben flirrt in den Strassen und Historie spiegelt sich auf den Fassaden wider. Egal, welches Restaurant, Café oder welche Bar wir betreten, wir werden herzlich begrüsst und mit kulinarischen Spezialitäten verwöhnt. Tapas, die Paella Valenciana, das pulsierende Barrio del Carmen, die spanische Gastfreundschaft füllen Bauch und Herzen gleichermassen. 

Zum Glück bietet Valencia sich für lange Spaziergänge an. Das Fahrrad ist eine passende Alternative und bringt einen etwas leichter ans Meer. Der lange Strand lädt zum Flanieren in der Abendsonne ein. Auf der Suche nach einem passenden Durstlöscher (Strandpromenade meiden!), entdecken wir unseren Geheimtipp und wahren Tapashimmel, La Otra Parte Taberna Experimental: Verdejo, wunderbare Tapas und zum Schluss noch eine Auswahl an Dulces – pures «vida valenciana»! Was waren wir traurig, dass wir den kommenden Flamencoabend nicht mehr miterleben konnten. Ein Grund mehr, wieder nach Valencia zu kommen und die herrliche Stadt zu geniessen! 

La Otra Parte Taberna Experimental (Facebook),  La Otra Parte Taberna Experimental (Instagram)

Ein Mord, ein Raub und keine Ahnung , von Rosmarie Bernasconi Ein Mord, ein Raub und keine Ahnung

Was hat ein Toter in der Aare mit zwei Einbrüchen zu tun? Oder ist alles ganz anders und der Weihnachtsbaum brannte wegen falscher Süssigkeiten? Wer löst die verzwickten Fälle? Die beiden Polizeiteams oder die Detektive aus der Matte, wo jeder jeden kennt?

Warum ein Buch als Schreibprojekt?

In der Schule lernen Kinder nach formalen Regeln zu schreiben. Nicht wenigen bereitet dies keinen rechten Spass. Kreatives Schreiben fördert die Fantasie und die Freude, das Gelernte anzuwenden. Und wenn in gruppendynamischer Gemeinschaftsarbeit daraus dann sogar noch ein gedrucktes Buch entsteht, das man in Händen halten und verkaufen kann, dann ist der Sinn des Schreibens wortwörtlich fassbar! Das Projekt «Mini Matte», bei dem die Kinder des Matteschulhauses ihr Quartier von geschichtlicher, naturkundlicher und geografischer Seite her neu kennenlernten, bot den Lehrerinnen Doris von Wurstemberger und Natalie Freiburghaus den Anlass, zusammen mit der Verlegerin Rosmarie Bernasconi einen Matte-Krimi zu planen – eine Arbeit, die mit dreissig Schülern und Schülerinnen der 5. und 6. Klasse auch dem Projektteam ganz schön zu denken und zu grübeln gegeben hat.