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Erlebnis Agrovision , von Sophie Frei Erlebnis Agrovision

Es ist ein wahres Erlebnis auf mehreren Sinnesebenen: Ein Bio-Bauernhof, eine Bio-Käserei, ein Bio-Markt, eine Bio-Holzofen-Bäckerei und zur perfekten Vollendung des Werks ein Restaurant, in welchem alle hauseigenen Produkte zu genussvollen Gerichten verarbeitet werden.

Agrovision Burgrain in Alberswil in der Nähe von Willisau ist ein Beispiel für einen zeitgemässen und zukunftsorientierten Landwirtschaftsbetrieb, bei dem Mensch, Tier und Natur zusammenwirken. «Vom Feld zur Gabel» wird hier jeden Tag leidenschaftlich gelebt und umgesetzt.

Hinter dem Burgrain steht die Stiftung Agrovision Muri. Sie will landwirtschaftlichen Betrieben nachhaltige Perspektiven aufzeigen. Ein weiteres erfolgreiches Projekt der Stiftung Agrovision Muri und der Zentralschweizer Bio-Vereine ist die Marke «RegioFair». «RegioFair» steht für biologische, faire und regionale Produktion. Dank einer Plattform werden Bioproduzenten, -verarbeiter und -händler optimal vernetzt und die Produkte in der ganzen Schweiz in Bio- und Lebensmittelfachgeschäften, Hofläden und auf Wochenmärkten verkauft. (WDH)

Erlebnis agrovision: agrovision.ch, Restaurant Burgrain-Stube und Bio-Markt geöffnet von Mittwoch bis Sonntag / RegioFair: regiofair.ch

Suppenwägeli , von Stefan Hugi Suppenwägeli

Dienstagmittag um 11.30 Uhr. Im Büro in Zürich. Draussen ist es eisig kalt. Ein Hüngerchen kommt auf. Da fährt es unverhofft vor: das Suppenwägeli! Immer am Dienstag- und Donnerstagmittag steuert die charmante Bedienung den putzigen Simply Soup Food Truck an die Kreuzung Langstrasse und Röntgenstrasse, klappt den Laden hoch und bietet leckere Suppen und Bagels feil. An besagtem Dienstag zum Beispiel eine indische Schälerbsensuppe, eine Rüebli-Ingwer-Süsskartoffel-Suppe, Rindsgulasch und Tom Yum mit Garnelen und Champignons. Stets frisch und hausgemacht. Zu unglaublich fairen Preisen zwischen 9.50 und 15.50 Franken. Da kann man nicht widerstehen.

Simply Soup Food Truck, www.simplysoup.ch

Sag Suppe! "Suppe". , von Michael Klesse Sag Suppe! "Suppe".

Eine gesunde, sättigende und heisse Mahlzeit im Winter, täglich frisch zubereitet mit Produkten vom regionalen Gemüsehändler, gekocht von einem innovativen Koch und zu einem fairen Preis, ohne jegliche Konservierungsmittel oder Geschmacksverstärker. Diese Idee steht hinter den Sag Suppen. Die Kunden sollen von der hohen Qualität genauso begeistert sein wie Thomas Kurt, der Suppenkoch.

In Wabern an der Tramendstation sind die Sag Suppen von Montag bis Freitag von 11-14h im Angebot. Täglich gibt es zwei verschiedene Varianten zum Preis von 7.50 Fr. Für Getränke, sowie für frische Backwaren ist auch gesorgt. Das rote Zelt, welches schon von weitem die Sag Suppen ankündigt, baut Thomas Kurt dazu jeden Tag auf und wieder ab!

Sag Suppe, Thomas Kurt, www.sagsuppe.ch

Mehrweg beim Fastfood , von Stefan Hugi Mehrweg beim Fastfood

Wer kennt das nicht. Schnell zum Fastfood-Laden um die Ecke. Dort einen Salat, ein Thai-Gericht, einen Burger oder Wasauchimmer in einen Behälter aus Kunststoff, Sagex, Karton oder Wasauchimmer verpacken lassen. Schnell essen. Schnell den Müll entsorgen. Schnell zurück zur Arbeit.

Wer hat sich dabei schon einmal Gedanken zum Verpackungsmüllberg gemacht? Ja? In Bern bietet sich nun eine gelungene Alternative: die Bring Back Box! In einem Dutzend Takeaways gibt es das Essen in Mehrweg-Geschirr. Nach dem Essen retourniert man die gebrauchten Behältnisse, sie werden eingesammelt, zentral gewaschen und danach wieder sauber an die so genannten Grüne Tatze-Takeaways verteilt. Gut, nicht?

Grüne Tatze, www.gruenetatze.ch // Wer beim Crowdfunding spenden will, tut dies hier.

Eros im Hörsaal , von Sarah King Eros im Hörsaal

Die Römer nennen ihn Amor, die Griechen Eros und beide verkörpern sie die Leidenschaft. Was uns antike Mythen lehren, damit befasst sich die Psychoanalyse. Sie hinterfragt auch das Wesen der persönlichen Identität und zeigt auf, dass Entwicklung kein mit der Kindheit abgeschlossener, sondern ein lebenslanger Prozess ist. Im Rahmen einer dreiteiligen Ringveranstaltung bieten Psychoanalytiker aus Basel, Bern und Zürich Einblick in ihre Arbeit und in das Wesen der Psyche. Für Studierende und an Psychoanalyse Interessierte ist dies nicht nur eine einmalige Möglichkeit, Einblick in Freuds Gedankengut zu erhalten, sondern auch in einen über hundert Jahre alten Hörsaal. Während Ornamentmalereien und ein Skelett an die Vergänglichkeit erinnern, bilden die Vorträge eine Brücke zur Gegenwart. 

02. März: Wer bin ich? Gedanken zur Identität. Alexander Wildbolz, Bern / 30. März: Der Ödipuskomplex – Kern unserer Neurosen. Markus Fäh, Zürich / 04. April: Amor und Psyche: Der Eros aus der Sicht der Antike und der Psychoanalyse. Joachim Küchenhoff, Basel. Jeweils 19.30 Uhr im alten Hörsaal der Anatomie, Bühlstrasse 26, 3012 Bern

Weitere Infos: www.freud-zentrum.ch

Finden von Edith Schelbert , von Rosmarie Bernasconi Finden von Edith Schelbert

Die aus dem Glarnerland stammende Autorin Edith Schelbert-Bisig erzählt von ihrer zweieinhalbjährigen Reise im ausgebauten Lkw (Finden - Fragmente einer Reise durch Südamerika und Mexiko). Sie spricht über Hoch und Tief, Erfüllung und Leere, die Begegnung mit sich, Familienleben auf engem Raum und über das Unerwartete im Jetzt. „Leben ist Finden. Wenn es gelingt, Fundstücke und Findlinge zum Glänzen zu bringen, sie zu achten in ihrem ganzen Wert, so wächst der Finderlohn zu einem inneren Schatz. Alles darf sein, das Ganze verlangt Anerkennung.“ Edith Schelbert-Bisig

Ein Buch das berührt - eine Geschichte, die berührt. Edith Schelbert beschreibt in diesem Buch, locker und leicht über ihre Reise. Reflektiert auch über die Reise, die nicht nur einfach super war. Zum Schluss des Buches geht es darum, dass die Reise die so luftig und locker begann, tragisch und dramatisch geendet hat. Ein spannendes Buch - es ist kein alltägliches Reisebuch.

Das Buch ist in verschiedenen Buchhandlungen erhältlich oder aber auch auf einfachlesen.ch.

Das Polareis schmilzt, der Stolz bleibt , von Sarah King Das Polareis schmilzt, der Stolz bleibt

Da ist diese junge Frau, Sedna, vom Vater gezwungen, einen Vogel zu heiraten. Gefangen in einem Nest in den Klippen weint sie, bis ihr Vater heranrudert und sie entführt. Die Rettung währt kurz. Aus Angst vor dem wütenden Vogel, wirft der Vater seine Tochter über Bord. Sedna sinkt auf den Meeresgrund. So lautet die Legende der Inuit. Wer weiss: Vielleicht war der feige Vater Sednas Glück, denn seither lebt sie in den Tiefen des Meeres als Mutter der Meeressäugetiere – umgeben von Plankton, Krill und Walgesängen. Wenn sie auftaucht, dann in der Kunst der Inuit, verewigt in Speckstein, Serpentin, Lavastein oder Walknochen. Still tritt sie in Dialog mit dem Betrachter, weist ihn auf den Verlust des Polareises hin. „Wohin führt uns das?“, könnte sie fragen. An „das Ende der Strasse“, sagt der Künstler Abraham Anghik Ruben in seinem gleichnamigen Kunstwerk: Ein Inuk treibt auf einem Stück Packeis davon, er kann weder vorwärts noch zurück. Was ihm bleibt, ist sein Stolz. Aufrecht steht er auf seinem Schlitten, den Blick nach vorne gerichtet. Getragen wird er von Sedna und ihren Meeresschützlingen. Abraham Anghik Ruben verweist mit seinem Werk auf die Folgen der globalen Erderwärmung, gleichzeitig verleiht er sich und seinem Volk eine Stimme. Ähnlich wie Sedna, wurde auch er einst entwurzelt, als er von den Weissen seinem Stamm entrissen und in einem Internat „zivilisiert“ wurde. In der Kunst fand er zurück zu seiner Sprache und Identität.

Die Kunstsammler Martha und Peter Cerny stellen die Werke des Künstlers noch bis Ende April in ihrer Cerny Inuit Collection an der Stattbachstrasse 8a, 3012 Bern aus. Neben der zeitgenössischen Kunst von Abraham Anghik Ruben führen Cernys in ihrer Sammlung eine Vielzahl anderer Werke aus dem Polarkreis. Sie sollen zum Denken anregen und den Dialog zwischen den Völkern fördern.

www.cernyinuitcollection.com

Bern's eigene Late-Night-Show , von Patrik Zeller Bern's eigene Late-Night-Show

Zugegeben: Dominik Gysin's Entertainment-Stil ist nicht aller Sache. Matto Kämpf's Humor lässt dann und wann fragende Gesichter zurück, umso mehr, wenn er in einem Eidechsenkostüm auf der Bühne steht. Und bestimmt stinkt es bei diesem Unternehmen auf den ersten Blick ein bisschen nach verklumpter Berner Szene.

Aber: Das Mädel (Gisela Feuz) und die Jungs (noch nicht erwähnt: Raphael Urweider und Initiant Till Könneker) der Too Late Show zeigen Mut wie Engagement. Sie sorgen mit ihrem nicht so ganz einstudierten Programm für Unterhaltung der erfrischenden Art. Sie schlagen mit ihren Gästen ebenso Brücken zwischen verschiedenen Altersklassen wie zwischen Kulturszenen. Nicht zu vergessen ist die musikalische Begleitung der exquisiten Showband bestehend aus…lassen wir das Namedropping: Wir haben jetzt einige gute Gründe, warum diese Show einen Besuch wert ist.

Die in Mundart moderierte Too Late Show hat am 30.1. ihr Debüt gefeiert. Sie wird im Stil der klassischen Late-Night-Shows durch einen Showmaster geführt und durch verschiedene Sidekicks, eine Showband und wechselnde Showgäste ergänzt. Weitere Shows: 20.2., 27.3. und 24.4.

www.toolateshow.ch 

Puppenmacherei , von Maja Boss Puppenmacherei

Hier werden nicht nur Puppen oder Zwerge liebevoll von Hand gemacht, sondern auch allerliebste Kleider und Mützen für „echte“ Kinder bis zum Kindergartenalter. Selber gefärbte Nuscheli, härzige Köfferchen, „Chnebuross“ oder Deckbetten gefüllt mit Schweizer Schafwolle ergänzen das Angebot der Puppenmacherei in Schwarzenburg. Ein Laden für die kleinen Menschen unter uns und für die Grossen, die Spielsachen und Kinderkleider weg vom Mainstream suchen.

www.puppenmacherei.ch

Photo+Klang+Reisen , von Sophie Frei Photo+Klang+Reisen

Wer im Februar Fernsucht verspürt und gerne mal wieder in andere Länder abtauchen würde, der sollte die intermediale, audiovisuelle Performance Photo+Klang+Reisen in der Nydeggkirche in Bern nicht verpassen. Bei der aussergewöhnlichen Veranstaltung verbinden sich Bild, Klang und Raum zu einem sinnlichen Erlebnis für Auge, Ohr, Geist und Seele.

Von Bildsequenzen aus einem kleinen Urwald bei Basel, über atemberaubende isländische Fjord-, Eis- und Berglandschaften, bis hin zur Wüste und der pulsierenden, farbenfrohen Welt Marokkos, werden die Bilder von live gespielten Klangkompositionen und Gesang begleitet.

Die Vorstellung findet einmalig am Freitag, den 13. Februar um 20 Uhr in der Nydeggkirche in Bern statt. Der Eintritt ist frei – Kollekte.

Photo+Klang+Reisen, Freitag 13. Februar 2015, 20 Uhr, Nydeggasse, Nydeggkirche Bern