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Essbares Bern , von Reto Hügli Essbares Bern

Wenn im Frühling der Bärlauch duftet und im Herbst die Hagebutten rot leuchten, werden diese wild wachsenden Pflanzen noch heute oftmals zu schmackhaften Pestos und vitaminreichen Konfitüren verarbeitet. Früher war es eine Selbstverständlichkeit, Wildpflanzen am Wegrand und im Wald als Nahrungsmittel zu nutzen. Kein Wunder, enthalten Wildpflanzen doch grosse Mengen wertvoller und gesunder Inhaltsstoffe: Eiweisse, Vitamine, Mineral- und Bitterstoffe kommen oft in höheren Konzentrationen vor als in kultivierten Pflanzen.

Der Wildpflanzenexperte Jürg Hädrich führt uns während unserer Mittagspause zu den kulinarischen Schätzen an Orten in der Stadt, wo diese auch gepflückt werden können. Wir lernen einheimische Wildpflanzen kennen, die zu Hause einfach und unproblematisch zu feinen Gerichten verarbeitet werden können und erfahren die gesundheitsfördernden Aspekte der bekanntesten Wildpflanzen. 

Selbstverständlich könnt ihr Fragen stellen und bekommt ein Infoblatt mit den besprochenen Wildpflanzen und entsprechenden Rezepten. Auch ein kleiner Imbiss ist mit dabei.

Dienstag, 5. September 2017, 12.15 Uhr
Anmeldung und Info: sinnierenundflanieren.ch

Musikalische Zeitreise im Abendkonzert , von Sarah King Musikalische Zeitreise im Abendkonzert

Sobald das Kammerorchester Bern zum ersten Ton ansetzt, erweckt es Komponisten und Werke zum Leben. Unter der Leitung vom Dirigenten und Komponisten Osvaldo Ovejero nimmt das Orchester sein Publikum mit in die abgesonderte Welt Haydns, auf Reisen mit Mozart oder ins südspanische Sevilla mit Bizet. So auch diesen Herbst am Serenadenkonzert 2017

Das MSG Kammerorchester Bern präsentiert unter anderem Werke von J. Haydn, O. Overjeo und zwei Arien aus der Oper Carmen von G. Bizet. Leitung: Osvaldo Ovejero. Solisten: Esther Feingold, Sopran. Heiliggeistkirche Bern am So. 03.09.17 um 17.00 Uhr / Kirche Oberwangen b. Bern am So. 10.09.16 um 17.00 Uhr

Eigenständige Keramik aus dem Breitenrain , von Regula Keller Eigenständige Keramik aus dem Breitenrain

Marget Schwab hat ihr von aussen eher unscheinbares, Keramik-Atelier und die Verkaufsstelle an der Attinghausenstrasse in Bern. Wenn man im hinteren Ausstellungsraum ankommt, wird einem ob all den Tieren, Blumen und ästhetischen Formen beinahe schwindelig. Im positiven Sinne gemeint!

Sie fertigt Tassen, Schalen, Krüge in verschiedensten Grössen und immer mit ihrer eigenständigen Malkunst versehen. Ebenfalls in ihrem Angebot hat Margrit Schwab Kinderteller, auf Wunsch mit dem Namen. Darauf malt sie nicht die von Kindern am meisten beliebten Tieren wie Elefanten & Co. Sondern sie hat ihre eigene Interpretation von phantasievollen Tieren wie zum Beispiel die eines Chamäleons. Ich kenne einige Kinder, die haben diese Tiere und Teller so gern gekriegt, dass Sie am liebsten bis an ihr Lebensende daraus essen möchten.

http://www.swissceramics.ch/de/mitglieder/galerie/schwab-margret.html

Für Buebe u Meitschi , von Stefan Hugi Für Buebe u Meitschi

Was tun, wenn man als Mama findet, es fehle ein Laden mit richtig coolen Kleidern und verspielten Accessoires für die eigenen Kinderlein? Nun, selber einen auftun! Amanda und Sabine haben vor zwei Jahren genau das getan und verkaufen seither in der schönen Altstadt von Sursee Kinder- und Babykleider, Dekomaterial, Geschirr, Sachen und Sächeli - alles frech, frisch und lässig.

Bei Ginger & Boo bieten sie Produkte an, die nachhaltig und fair sowie in hochwertiger Qualität produziert sind. Und es finden sich im Laden auch Artikel von verschiedenen kleinen Labels aus der Region. Eine coole Sache.

Ginger & Boo, Surengasse 6, 6210 Sursee, www.gingerundboo.ch

Charmantes B&B und Ferienwohnung Trin , von Regula Keller Charmantes B&B und Ferienwohnung Trin

Ich kenne die Gastgeberin Ursina Tischhauser als leidenschaftliche und exzellente Köchin. Nun führt sie zusammen mit ihrem Partner Raffaele in Trin ein charmantes B & B, das bereits ein Bijou ist, bevor es umgebaut wird.

Das Haus ist voll vom Charme der Jahrhundertwende, liebevoll und minimalistisch. Zwischen Garten, Dachterrasse, Hinterhof und Balkonen finden sich zahlreiche hübsche Orte zum Verweilen. Ursina und Raffaele haben das Flair, dass man sich als Gast von der ersten Minute an wohl und willkommen fühlt. 

Unweit von Trin sind die wunderschönen Bergseen; Crestata- und Caumasee, die immer wieder einen Abstecher wert sind.

https://www.airbnb.ch/rooms/17940299?location=Trin%2C%20Schweiz&s=OD4JA7TG

Va au Jura! , von Maja Boss Va au Jura!

Die Welschschweiz kümmert hier zu unrecht ein Schattendasein. Höchste Zeit dies zu ändern. Zum Beispiel mit einem Ausflug in den Neuenburger Jura! Im in der Deutschschweiz wohl weitgehend unbekannten Städtchen Le Locle – welches seit 2009 zum Weltkuturerbe der UNESCO gehört – lässt es sich herrlich nächtigen: Im Guesthouse Le Locle empfängt uns die Dame des Hauses herzlich und führt uns in die Besonderheiten des Hauses ein.

Das umfassend renovierte Gebäude aus dem Jahr 1844 beherbergt acht grosszügige Studios mit kleinen praktisch eingerichteten Kochnischen. Unseres (und bestimmt auch die anderen) ist eine Trouvaille: Geschmackvoll, mit viel Liebe und Charme eingerichtet, lädt es zum Innehalten und Geniessen ein. Die kleinen Snacks und Erfrischungen, die in der Gemeinschaftsküche nach einem anstrengenden Tag auf uns warten, sind schliesslich noch das Tüpfli auf dem i. Schade, wussten wir das nicht schon vorher, wir wären länger geblieben!

An Gründen hier zu Verweilen mangelt es nämlich nicht: Le Locle ist ein super Ausgangspunkt für Ausflüge zum Creux-du-Van, nach La Brévine (la siberie de la Suisse) oder ins Val de Joux. Juraweiden, Hochmoore und Wälder mit kleinen Seen sind gleich ums Eck. Und wer’s lieber urban mag, besucht das nahe La-Chaux-de-Fonds und parliert wieder mal französisch. Â bientôt!

http://www.guesthouse-lelocle.ch

Marzili-Massage , von Stefan Hugi Marzili-Massage

Vor oder nach dem Aareschwumm und dem Sonnenbad Lust auf eine Massage? Im Marzili geht das locker. Vom Juni bis im September steht das weisse Zelt gleich neben dem Restaurant und lädt zur Massage.

Rude Oberli bietet eine klassische Sport-Massage oder Lomi Lomi - das ist jene Technik mit viel Öl und Streichungen - an. Er ist jeweils am Mittwoch, Freitag, Samstag und Sonntag im Marzili. Jörg Hering ist montags, dienstags und donnerstags da für Massagen und Physio- oder Triggerpunkt-Therapie.

Auf dem Tischli vor dem Zelt liegt eine Liste auf, wo man sich mit dem Vornamen und der gewünschten Zeit und Dauer eintragen kann. Dann einfach rechtzeitig dort sein und los gehts - mit sympathischem Schwatz inklusive.

Esswahrnehmung bei Rebecca Clopath in Lohn , von Eleni Meyer Esswahrnehmung bei Rebecca Clopath in Lohn

Ebenerdig im Bauernhaus ihrer Eltern im Bergbauerndorf Lohn hoch über Andeer kocht und serviert Rebecca Clopath ihre eigenen Kreationen für eine Handvoll angemeldete Gäste.

Wir sind dabei und geniessen ihre Esswahrnehmung samt Weinreise während 9 Gängen zusammen mit ihren Geschichten zum kargen Leben der Bauern im hochalpinen Raum, dem Terroir der Walser.

Passend zu ihren kulturellen und historischen Kurzerzählungen werden Gerichte serviert mit Zutaten, welche grösstenteils in der Natur gesammelt oder auf dem Biohof ihrer Eltern produziert und verarbeitet werden. Es gibt auch ausgewählte Produkte anderer Produzenten. Diese sind jedoch bewusst ausgesucht und in den Gerichten eingebunden.

So wird zum Beispiel zum walserischen Brauchtum des Seelenbalkens gar eine Spagyrik aus Körper, Seele und Geist serviert: geschmorte Trockenbirne (Körper, schwer), Fenchel, Fenchel-Asche, Fenchel-Grün (Seele, leicht und frisch) und Fenchel-Geist (Geist, flüchtig).

Rebecca gilt als eine Hoffnung der Schweizer Kochszene und ist in ihrem jugendlichen Alter sehr zielstrebig, selbstsicher und mit viel Herz unterwegs. Ihre erfrischende und ehrliche Art, die konsequente Umsetzung ihrer Ideen und ihre Präsenz während der ganzen Esswahrnehmung ist munter und beeindruckend.

Sie legt uns ans Herz, jedes Mal eine Kombination aller Komponenten vom Teller in den Mund zu führen, das sei wie Musik statt einzelner Töne – es stimmt und erstaunt. Über alle 9 Gänge bleibt das Esserlebnis eine lebendige und harmonische Erfahrung. Zuletzt bekommen die Gäste ein schön gestaltetes Büchlein mit den Geschichten sowie den Zutaten auf dem Teller und viel Nachklang mit nach Hause.

www.rebecca-clopath.ch

Blühendes Alpenrösli , von Maja Boss Blühendes Alpenrösli

Drei in einem erweckt meistens meine Zweifel, ich suche den Haken an der Sache. Hier gibt es aber keinen: Das Alpenrösli – die ehemalige Kulturbeiz gleich neben dem legendären Café Bar Mokka an der Allmendstrasse in Thun - ist Atelier, Boutique und Bistro in einem und auch das Fundbüro der Stadt hat hier seinen Sitz.

Die vor gut einem Jahr eröffnete Lokalität im unscheinbaren Haus aus den 1880-er-Jahren bietet Sozialhilfebeziehenden eine befristete Beschäftigung an. Aus Materialien wie Papier, PET oder Textilien fabrizieren sie originelle Geschenkartikel, Wohn- und Kinderaccessoires, Portemonnaies, Taschen, Dekoartikel... Auf Wunsch werden auch Kleider geflickt oder umgeändert. 

Und auch wer kein Geschenk nötig hat, ist nicht fehl am Platz: Im gemütlichen, ruhigen und stilvoll eingerichteten Bistro geniesst man mit viel Liebe Hergerichtetes - vom Znüni bis zum Zvieri- und herrlichen Kaffee. Das Bistro legt zudem Wert auf Regionalität und saisonale Spezialitäten.  

Atelier Boutique Bistro Alpenrösli, Allmendstrasse 6, 3600 Thun; 033 225 89 25; alpenroesli@thun.ch; onlineshop

Freiräume nützen , von Stefan Hugi Freiräume nützen

Bern hat ein neues Festival mitten in der Stadt: Parkonia! Während drei Wochen werden den Besuchern im Kocherpark an der Effingerstrasse Konzerte, Filme, Theater, Workshops, Shows, Kinderprogramm und vieles mehr geboten. Davor, dazu oder danach kann man etwas essen und trinken, muss aber nicht. Der Eintritt ist frei, es gibt Hutgeld für die Künstlerinnen und Künstler.

Hinter dem Kulturfestival steht der Verein «Ohne Bourdieu». Die Macherinnen und Macher wollen zusammen Strassen, Plätze und Pärke in Bern beleben. Das scheint mit Parkonia gut zu gelingen. Die Leute strömen zum Teil in Scharen in den Kocherpark und geniessen die friedliche Stimmung. Wie in den Ferien eben.

Parkonia vom 7. bis 29. Juli im Kocherpark, www.parkonia.ch