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Herzerwärmendes aus dem Osten , von Karin Müller Herzerwärmendes aus dem Osten

Die Temperaturen und Farben draussen erinnern an Sibirien, wo nur Wodka die Menschen vor der totalen Verzweiflung zu retten scheint. Doch halt! Der Osten bietet mehr als rotnasige Trunkenbolde. Wer gerät nicht ins Schwärmen beim Gedanken an Doktor Schiwago, wo der russische Winter lediglich als Kulisse für reinste und schönste Romantik fungiert.

Nicht aus Russland aber aus dem Osten kommt Helenka Romantickova. Ihre Mission: den kalten Schweizer Februar mit Liedern aus ihrer Heimat Slovensko und tragikomischen Geschichten aus ihrem Leben etwas zu erwärmen!

"Manchmal skurril, manchmal schräg, immer auf subtile Art witzig – das ist Helenka Romantickovas tragikomische Revue."

Wer Helenkas Alterego Helena Danis schon mal auf einer Bühne gesehen hat, zum Beispiel als Sängerin der Berner Band Electric Blanket, weiss, dass sie ihre Solo-Show nicht verpassen darf und pilgert ins Kaffee Montag in Bern.

Helenka Romantickova ist am 8. Mai um 19 Uhr im Kaffee Montag in Bern zu Gast. (WDH)

www.helenka.ch

ello. Eine Alternative , von Patrik Zeller ello. Eine Alternative

Ich mag virtuelle soziale Netze. Aber im grössten sozialen Netz im www plagte mich die Belanglosigkeit. Ich wünschte mir mehr Beiträge, in denen inspirierende Werke kreativer Menschen zu finden sind. Mein Glück fand ich diesbezüglich bei ello.co, kreiert von einer kleinen, in der Welt verstreuten Gruppe Kunstschaffender. Bei ello findet sich weder Werbung, noch dürfen die persönlichen Daten zu Werbezwecken verwendet werden. Simple, beautiful & ad-free, so der Claim. Statt Prahlfotos aus dem Urlaub, Bildern von lustigen Haustieren, mit Nahrung verzierten Babies und mit Bier und Wein entrückten Erwachsenen, finden sich auf dieser Plattform ideenreiche Arbeiten aus allen möglichen Bereichen. Der einzige Nachteil für den Moment: Auf den Zugang wartet man. Gerade weil ello von einem kleinen Kollektiv betrieben wird, muss gegenwärtig angeklopft werden, bevor eingetreten wird.  (WDH)

www.ello.co

Dekoration für grosse Momente , von Sophie Frei Dekoration für grosse Momente

Wer ein Geburtstags- oder Hochzeitsfest plant und bereits mit Organisatorischem beschäftigt ist, dennoch nicht auf eine liebevolle und kreative Dekoration verzichten möchte, dem helfen Fabienne und Laura von Out of a Box.

Zwei Kunsthistorikerinnen, die schöne Dinge lieben und gerne vieles selber machen, entwickeln Ideen und konzipieren individualisierte Hochzeits- und Festdekorationen. Ob Raum- und Tischdekorationen, Namensschilder, Photobooth, thematische Vintage-Elemente, die richtige Beleuchtung oder ein passender Blumenschmuck. Lassen Sie sich von den Ideen der beiden auf ihrer dekorativ gestalteten Website outofabox.ch inspirieren.

Dekoration für die grossen Momente im Leben: www.outofabox.ch

Abholen lassen und retour , von Reto Hügli Abholen lassen und retour

Es ist wissenschaftlich bewiesen: Noch immer landen zu viele Wertstoffe im Hauskehricht statt in der Sammelstelle. Oft fehlt uns fürs gewissenhafte Entsorgen die Zeit, oder wir sind einfach zu bequem. Für Behinderte und Betagte ist der Weg zur Sammelstelle oft beschwerlich.

Genau hier setzt die Dienstleistung von &retour an: Was sich wiederverwerten lässt, kann in einen speziellen, giftgrünen Abfallsack gesteckt werden. Dieser wird einmal pro Woche vor der Haustür abgeholt – gegen eine Gebühr von CHF 5.–. Die Mitarbeitenden trennen Glas, Kork, CDs, Kaffeekapseln, Aluminium und vieles mehr fachmännisch für die Wiederverwertung. 

&retour ist ein Projekt der gad-Stiftung. Beschäftigt werden ausgesteuerte Sozialhilfeempfänger, die so eine sinnvolle, marktnahe Arbeit erhalten.

Alle Informationen zur Dienstleistung: &retour

John Baker , von Sophie Frei John Baker

Eine Bäckerei wie man sie sich wünscht: Beim Reinkommen duftet es nach frisch gebackenem Brot, das Wasser läuft einem im Mund zusammen, die Brotlaibe werden gerade heiss aus dem Ofen geholt und die Entscheidung zwischen klassischem Weissbrot, traditionellem Ruchbrot, einem echten Sauerteigbrot oder dem feinen Biodinkelzopf fällt schwer.

Aufgewachsen in einer bekannten Zürcher Bäckersfamilie hat Jens Jung alias John Baker in Zürich seinen eigenen Traum verwirklicht. Sein Rezept heisst Authentizität, Qualität und Leidenschaft. Vor Ort kann man den ganzen Prozess vom Mehl bis zum Brötchen beobachten, die Milch kommt von Kühen mit Hörnern aus biodynamischer Freilandhaltung und die Hefe zieht er selber. Oder wie es Michèle Rothen treffend formulierte: «(…) die Hefe ist natürlich kein speedgezüchtetes Gen-Monster wie bei den anderen, nein, unser Bäcker hat Marvin Gaye aufgelegt und eine Duftkerze angezündet und ist dann diskret verschwunden, damit die Pilze ganz in Ruhe süsse, süsse Vermehrung betreiben konnten.»

Hingehen und probieren: Direkt beim Bahnhof Stadelhofen, Stadelhoferstrasse 28, Zürich 1, www.johnbaker.ch

A ta santé! , von Reto Hügli A ta santé!

In den letzten Jahren sind Bierliebhaberinnen und Bierliebhaber auf den Geschmack feiner Produkte aus kleinen Brauereien gekommen. Das zeigt sich auch an der Anzahl registrierter Schweizer Brauereien: Es sind derzeit über 400 und die Tendenz ist weiter steigend.

Eine speziell sympathische Brasserie stellt ihre Gerstensäfte an schönster Lage in der Fribourger Altstadt her: Fri-Mousse. Und das bereits seit 1993! Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Die Biere tragen wohlklingende Namen wie «La Dzodzet», «Barberousse» und «Barbeblanche». Nebst den ganzjährig erhältlichen Sorten gibts auch Saisonbiere.

Tipp: Am Schönsten trinkt sich das Fri-Mousse auf der Terrasse des Café de Belvédère, unweit der Brauerei...

Fri-Mousse, Brasserie Artisanale de Fribourg, 1707 Fribourg, www.fri-mousse.ch 

Himmlischer Stoff , von Michel Gygax Himmlischer Stoff

Château Lagrange, Saint-Julien, 2000. Getrunken am 18. April 2015 in der Gutschänke Schloss Groensteyn in Kiedrich, Rheingau (D). Ein grosser Bordeaux, wie er sein muss. Perfekt gereift. Aromen nach Tabak und Leder und trotzdem noch frisch und elegant. Grandios. 

www.chateau-lagrange.com

Barbière im Breitsch , von Michael Klesse Barbière im Breitsch

Aus einer Bieridee und der alten Jura-Apotheke wurde die Bierbar Barbière am Breitenrainplatz in Bern. Was lange angekündigt wurde (auch schon auf herz-haft.ch), durch zähe Baubewilligungsverfahren und Einsprachen aufgehalten, ist nun seit diesem März der wahr gewordene Traum der sechs Gründerväter. Mit ihren selbst zusammengeschraubten Maschinen kreieren die beiden Braumeister Matthias Kernen und Christoph Häni Biere und Ales in Eigenkreation.

Sie brauen, was ihnen schmeckt oder was sie neu ausprobieren wollen. Stout, Porter oder India Pale Ale sind ihre Favoriten. Alte englische und belgische Sorten werden neu interpretiert, das Weizenbier kann durchaus mit Koriandersamen und Orangenschalen versetzt sein oder ein Sud landet im Barrique, wo er ein Jahr lang reift. Ihrer Experimentierfreudigkeit setzen sie keine Grenzen. Bei der Herstellung werden Produkte aus der Region bevorzugt und das Malz kommt vom zertifizierten Biobauern.

Die Biere stehen im Vordergrund von Barbière, das kein Pub sondern auch ein neuer Quartiertreff sein will, wo gute Getränke und feines Essen in einem schönen Ambiente serviert werden. Mittlerweile wurde dort der erste Geburtstag gefeiert und kulturelle Perlen erweitern die Angebotspalette. (WDH) 

Bierbar Barbière, Breitenrain 40, 3014 Bern, www.barbiere-bern.ch

Brägu mit Peekli - Peter Lerch , von Rosmarie Bernasconi Brägu mit Peekli - Peter Lerch

Anekdoten aus dem Emmental: Peter Lerch versteht es ausgezeichnet, die Leserschaft in eine Zeit mitzunehmen, die einige von uns noch kennen. Er beschreibt viele Anekdoten aus seiner Kinderzeit, in Heimiswil im Emmental, in einer blumigen und humorvollen  Sprache und manchmal bleibt einem das Lachen im Hals stecken. Dann, wenn Peter Lerch eine Forelle töten sollte und dies fast nicht übers Herz bringt oder er mit Freunden die ersten Rauchversuche startet.

Man könnte diese Geschichte aber auch ins Glarnerland, ins Luzerner Hinterland oder wo auch immer ansiedeln. Beim Lesen findet sich der eine oder die andere in seiner eigenen Geschichte, in seiner Vergangenheit wieder. Ein Buch, das man in einem Zuge lesen aber auch in kleinen Portionen geniessen kann.

www.peter-lerch.ch

Brot in Reinkultur , von Michel Gygax Brot in Reinkultur

Patrik Hersberger übernahm vor mehr als 25 Jahren als gelernter Psychiatriepfleger und backtechnischer Anfänger die Reformbäckerei Vechigen. Noch heute arbeitet er und sein mittlerweile siebenköpfiges Team mit einem altmodischen Holzofen ohne elektronische Temperaturkontrolle.

Viel menschliches Gespür und gute Grundprodukte sind die Basis grossartiger und äusserst schmackhafter Bio-Holzofenbrote, die schmecken wie Brot zu Grosmutter's Zeit geschmeckt hat. Erhältlich in vielen Bioläden in und um Bern. Oder direkt ab Backstube. (WDH)  

www.reformbaeckerei.ch