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Der Sommer ist vorbei! , von Maja Boss Der Sommer ist vorbei!

Sich vom Sommer zu verabschieden fiel dieses Jahr wohl leichter als auch schon, wir wurden ja heuer nicht gerade von ihm verwöhnt! Aber der Herbst meint es gut mit uns. Wer mit offenen Augen durch die Natur geht, kann mit wenig Aufwand das Gold des Herbstes zu sich in die Wohnung holen. Solche Herbstdekorationen sind hübsch ökonomisch, (Ende Saison) biologisch abbaubar und fördern erst noch die eigene Kreativität. Ab nach draussen!

In der Natur, überall.

Stadtgemüse , von Sophie Frei Stadtgemüse

Bis zum 2. November 2014 ist die Sonderausstellung zum Thema Stadtgemüse für Menschen mit und ohne grünen Daumen im Museum Mühlerama, in der Mühle Tiefenbrunnen in Zürich noch geöffnet.

Urban Gardening-Projekte spriessen weltweit aus dem Boden: Eine Bewegung rund um das Säen, Anpflanzen und Ernten von Pflanzen auf öffentlichen städtischen Grünflächen, in Schrebergärten, auf Dächern oder auf dem eigenen Balkon.

In der Ausstellung in Zürich erzählen begeisterte StadtgärtnerInnen auf einem Hörspaziergang von ihren Erfahrungen, es gibt einen Hofgarten mit fast 100 Gemüsesorten sowie geheimnisvolle und bedrohte Samen zu entdecken. Wer möchte kann zum Schluss selbst aktiv werden, einen Samen pflanzen und ihm zu Hause beim Wachsen zusehen!

Museum Mühlerama: Ausstellung Stadtgemüse

Buonissimo! , von Stefan Hugi Buonissimo!

Am Dorfausgang von Niederscherli in Richtung Schwarzenburg steht er: der Sternen. Eine Beiz. Behäbig und bodenständig. Man erwartet Rösti, Berner Platte und Gnagi. Doch drinnen wird man eines Besseren belehrt. Das Wirtepaar Gianni und Silvia Alfano tischt den Gästen in ihrem Restaurant Sternen-Taufeld italienische Gerichte auf, die keine Wünsche offen lassen.

Im Säli lockt ein gewaltiges Buffet mit Antipasti, das einem schier die Sinne raubt. Während man sich mit den kalten Leckereien selber verwöhnt, erklärt Silvia am Tisch freundlich und aufmerksam die Spezialitäten des Tages. Eine Karte gibt es nämlich nicht. Und Gianni zaubert danach die hausgemachte Pasta, das Fleisch oder den Fisch mit stets frischen Zutaten sowie die kreativen Dolci auf den Teller. Für eine kulinarische Reise nach Bella Italia reicht ein Abstecher nach… Scherli. Così è!

Restaurant Sternen-Taufeld, Schwarzenburgstrasse 878, 3145 Niederscherli, 031 849 02 12, www.taufeld.ch

Wo sich Bambi Mut antrinkt , von Reto Hügli Wo sich Bambi Mut antrinkt

Ottensen ist unterschätzt: Der Hamburger Stadtteil schliesst im Westen an Altona an und liegt direkt am Elbufer. Das ehemalige Arbeiterviertel wurde sanft saniert und so blieb der Charme des Quartiers erhalten. Ehemalige Fabriken beherbergen heute originelle Läden und Kneipen.

Eine davon ist die Rehbar in der Ottenser Hauptstrasse. Ihr Name ist Programm: Den Weg zur Toilette säumen diverse Porträts der Paarhufer, oberhalb des Pissoirs hängt ein Geweih. Das Interieur ist schlicht, dunkelbraunes Holz dominiert. Das verleiht der Bar Ruhe und der Besucher wird sofort entschleunigt. Im Kampf gegen den Durst steht eine motivierte Crew im Einsatz.

Wer das rauhe Nordseeklima nicht fürchtet, setzt sich auf eine der Sitzgelegenheiten vor dem Lokal und entdeckt vielleicht einen der zahlreichen Prominenten, die sich in Ottensen niedergelassen haben. Prosit!

Rehbar, Ottenser Hauptstrasse 52, D-22765 Hamburg, www.rehbar.de

Übernachtungsperle Schanzenstern in Hamburg St. Pauli , von Michael Klesse Übernachtungsperle Schanzenstern in Hamburg St. Pauli

Wer unter Hamburgs Sternen schlafen möchte; der es unkompliziert, einfach, preiswert und gemütlich liebt; der findet im zentral gelegenen Übernachtungshaus Schanzenstern in St. Pauli eventuell genau das Richtige. Das Sprungbrett zum Sternschanzen- und Karolinenviertel!

In den ehemaligen Produktionshallen der berühmten Füller- und Goldfedernfabrik Mont-Blanc entstand 1991 eine Gewerbehof, in dem viele verschiedenen Projekte und soziale Nutzer sind: u.a. die Volkshochschule, das Kino 3001, eine Filmproduktionsfirma...Der Blick aus einem der Einzel-, Doppel- oder Mehrbettzimmer im 6. Stock über die Dächer von Hamburg bis zum Hafen ist gigantisch.

Das Schanzenstern ist auch ein Bio-Restaurant. Weil auch die Betreiber gerne gut essen und trinken, haben sie den Anspruch ihre Gäste mit qualitativ hochwertigen Speisen und Getränken zu versorgen. Es werden Erzeugnisse aus ökologischem Landbau von anerkannten Anbauverbänden, wie Demeter und Bioland, verwendet, welche ohne Chemie und auf sozialverträgliche Art und Weise hergestellt, einfach besser schmecken.

www.schanzenstern.com

Lohnenswerte Links für Hamburgfans: www.maharaja-hamburg.de, www.goldburger.net, www.eis-schmidt.com, www.buntekuh-hamburg.de, www.kopiba.de


FC St. Pauli - Das Phänomen , von Michael Klesse FC St. Pauli - Das Phänomen

Seit Mitte der 1980er Jahre wird St. Pauli als linker Fussballclub wahrgenommen. Zu dieser Zeit stellte dies eine Ausnahme dar, da in Westdeutschland die Stadien vieler Vereine von rassistischen Parolen geprägt waren. 

St. Pauli ist für viele Menschen, nicht nur in Hamburg, weit mehr als der Erfolg einer Fussballmannschaft, es ist eine Idee, eine Utopie. Es sind nicht die kaum vorhandenen sportlichen Erfolge, mit denen sich der FC St. Pauli sich einen Namen gemacht hat, sondern nahezu alles, was den Verein heute bekannt gemacht und besonders macht, lässt sich auf die alternative Fanszene am Millerntor zurückführen. Er beweisst, dass eine deutliche und selbstbewusst artikulierende politische Identität keinesfalls undenkbar ist, dass es keinen unpolitischen Fussball geben muss, vielleicht nicht geben darf.

Der FC St. Pauli und sein Umfeld haben sich frühzeitig und wie kaum ein anderer Verein mit der eigenen Geschichte im Nationalsozialismus auseinandergesetzt. Die Diskussion um aktuelle Ausgrenzungs- und Diskriminierungsmechanismen findet ihren Widerhall in der Stadionordnung. Laut dieser sind rassistische und sexistisches Verhalten sowie das Tragen neonazistischer Kleidung untersagt. Zudem ist die Regenbogenfahne auf dem Dach des Stadions gehisst. Sie steht symbolisch für die Bemühungen, Menschen lediglich auf Basis ihrer Zuneigung zum Verein zu beurteilen und nicht nach Herkunft, sexueller Orientierung, Geschlecht oder Hautfarbe.

Es ist das stete Zusammenwirken von Fans und Verein, das dafür sorgt, eine weitreichende Öffentlichkeit zu schaffen. Alle Entwicklungen sind Ergebnis einer sehr agilen, kritischen und linksalternativen Fansszene, die Ende der 1980er Jahre auf der damaligen Gegengeraden entstand und mit nichts vergleichbar war.

www.fcstpauli.com, www.kiezhelden.com

Ausrüstung für Leib & Leben , von Stefan Hugi Ausrüstung für Leib & Leben

Abseits von Kiez und Rummel gibt es in St. Pauli eine Reihe von kleinen Geschäften und Boutiquen. Darunter das AnCoore, wo man – nach eigenen Angaben – Ausrüstung für Leib und Leben findet. Alles ist handgefertigt: Es gibt Schmuck, Keramik, Kunst, Gürtel und Gurtschnallen, selbstgenähte Kleider, Möbel gezimmert aus Altholz von der Ostsee oder Portemonnaies und Taschen aus Autoschläuchen. Vieles mit maritimen Sujets. Meistens Unikate. Ausrüstung zum gern haben.

AnCoore, Wohlwillstrasse 34, 20357 Hamburg, Deutschland, www.ancoore.de

Vinipazzi , von Eleni Meyer Vinipazzi

Mit dem Buch "Naturschönheit - wenn deutscher Riesling neu aufspielt" ist Thom Held eine lebendige Lektüre gelungen, die einen Zugang zur Kunst der Kelterung der neuen deutschen Rieslingszene ermöglicht.

Mit ausführlichen Portraits, welche ein ausserordentliches Terroir, die Kultur einer Region und die Persönlichkeit ihrer Winzer widerspiegeln.

Mit interessanten Degustationsskizzen können Kriterien verstanden und die Ausstrahlung eines Weines umschrieben werden.

Für alle, die sich gerne vertiefen und verweilen und den Wein "jetzt" erleben wollen, ist dieses und die weiteren Bücher der Reihe "vinipazzi" Inspiration und Schlüssel dazu.

www.vinipazzi.net

Das Deutschschweiz-Grotto , von Reto Hügli Das Deutschschweiz-Grotto

Man muss etwas suchen in Asconas verwinkelten Gassen, bis man das Grotto Baldoria findet. Dann aber wird der hungrige Gast mit einer lauschigen Pergola und einer aufgestellten Crew aus Deutschschweizerinnen und Tessinern entschädigt.

Karte gibt es keine, gegessen wird, was auf den Tisch kommt. Und das ist mit viel Herz zubereitet: Die Antipasti, Primi und Secondi sind reichlich und schmecken. Unter den Gästen überwiegt Deutsch und Schweizerdeutsch, aber das tut der Freude keinen Abbruch.

Wer nach dem Mahl Lust auf ein Verdauerli hat, dem stellt das Personal neben den Gläschen die Flasche Grappa auf den Tisch. Arrivederci, Baldoria, wir kommen gerne wieder!

Grotto Baldoria, Vicolo S. Omobono, 6612 Ascona, www.grottobaldoria.ch

Laufenbad , von Adrian Garbely Laufenbad

Eines der Dinge, die ich an Bern so mag, ist, dass man bei Bedarf immer ziemlich schnell komplett auf dem Land ist.

Laufenbad liegt Luftlinie nur ~8 km vom Berner Stadtzentrum entfernt und trotzdem dauert die Anreise inkl. RBS, Postauto und Fussmarsch eine gute halbe Stunde.

Im dortigen Restaurant Laufenbad möchte ich Ihnen den gut sortierten Weinkeller für ein Apéro und danach ein zartes Stück Rind oder Pferd mit den in reichlich Butter gebratenen neuen Kartoffeln ans Herz legen, resp. auf die Zunge.

Zwar gibts kein Bad in Laufenbad, aber dafür viel Natur und derzeit 5 Katzen, deren Abendaktivitäten man in der Gartenbeiz sitzend beobachten kann.

Ja, im Säli hängen Werke von Rolf Knie, aber lassen Sie sich davon nicht abschrecken! ;-)

PS: Es gibt u.a. Märzen von Hardeggerperle frisch vom Fass.

Rest. Laufenbad - Laufeweg 553 - 3326 Krauchthal-Hub - 034 411 14 24 - www.restaurant-laufenbad.ch