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Faire Kostbarkeiten , von Michael Klesse Faire Kostbarkeiten

Beim Goldschmiedemeister Jörg Eggimann in Bern kann man sich mit reinem Gewissen und einem gutem Gefühl beringen und beschmücken lassen. Besonders geeignet für Leute die sich trauen sich zu trauen. Er engagiert sich seit Jahren für neue ethische Massstäbe in der Schmuckbranche. Jörg hat sich zum Ziel gemacht, sorgsam und respektvoll mit unserer Umwelt und der betroffenen Bevölkerung aus Entwicklungsländern umzugehen und kann für die entsprechende Herkunft des Rohmaterials garantieren.

Die Menschen dort, welche ohne alternative Arbeitsmöglichkeiten auf die Einkünfte aus dem Bergbau angewiesen sind, können durch faire Bedingungen ihr Einkommen generieren und eine nachhaltige Entwicklung wird möglich gemacht. Faire Kostbarkeiten stehen für menschenwürdige Abbaumethoden, einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt, gegen Kinderarbeit, Raubbau, Kriegsfinanzierung und Korruption.

Jörg Eggimann teilt sein Atelier mit dem Geigenbauer, Hans Hofer. Die beiden Herren feiern diesen Herbst ihre 5 jährige Werkstattgemeinschaft. Ich selbst trage mit Stolz meinen Ring von Jörg ohne Schmutz und Blut.

Jörg Eggimann, Hans Hofer, Helvetiastrasse 5, 3005 Bern, www.eggimann-goldschmied.ch, www.hanshofer.ch

Rosie , von Eleni Meyer Rosie

Rosie by Marcel Gisler Switzerland, January 2013 Sybille Brunner, Gewinnerin des Schweizer Filmpreises für die beste Darstellerin.

Ein Film, der Tabus und die verschlackten Organe einer Familiengeschichte nicht aufwärmt oder entsorgt, sondern mit viel Liebe und herzerwärmendem Humor das Licht genau auf die menschlichen Mühsale und Freuden wirft. Authentisch, berührend, mitten aus der Schweiz und einfach mit Herz....

Übrigens: Gesehn im Senioren-TAKino Schaan, Fürstentum Liechtenstein, inmitten eines interessant durchmischten Publikums und einem empfehlenswerten Veranstaltungsprogramm TAKino und TAK-Theater Liechtenstein.

www.tak.li www.takino.li

Mal ehrlich! , von Sarah King Mal ehrlich!

Er singt von Windliechtli, Süsswasserpiraten und von zu fest haftendem „Chläbi“, rezitiert Robert Gernhardts „Erna, der Baum nadelt“ in sieben Rollen: So mutiert Nils Althaus von der Greisin zum Blick-Journalisten. Und immer wieder setzt er sich an den kleinen Stubentisch, in den Schein des Advents-Kerzenlichts. Vier Jahre schon tritt der Berner Liedermacher mit seinem Advents-Programm auf, auch wenn die diesjährige „Premiere“ im November knapp vor dem Advent angesetzt war. Das könnte den einen oder anderen im Publikum irritieren: „Aber mal ehrlich: wenn einer das Plakat sieht – ‚Apfänt, Apfänt!’ – was erwartet er dann? Ein Osterprogramm?“ Nils Althaus grinst. Die Ertappten grinsen. Und andere ebenso.

Am 17. und 18. Dezember ist Nils Althaus mit „Apfänt, Apfänt!“ im La Cappella, Bern.

www.nilsalthaus.ch

Leckereien für Gaumen und Hirn , von Reto Hügli Leckereien für Gaumen und Hirn

Das Apfelgold in der Länggasse in ein Schema zu zwängen fällt schwer. Ist es ein Tea-Room? Oder eine Leselounge? Keines von beidem. Das stilvoll eingerichtete Lokal bietet seinen Gästen alles Feine aus Äpfeln: Vom hausgemachten Apfelkuchen zum Süssmost. Natürlich auch ausgewählte Teesorten und herrlich duftenden Kaffee.

An der Fensterfront sitzt es sich an langen, massiven Tischen. Neben der grossen Glasvitrine und der Theke füllt ein Bücherregal die ganze Wand aus. Einzig für ein alterwürdiges Sofa wurde Platz ausgespart. Die Leseecke lädt zum Verweilen ein, die Kuchen- und Tartespezialitäten zum Schnausen.

Wem das Apfelgold zu abgelegen scheint, kann sich die süssen Versuchungen übrigens auch liefern lassen.

Apfelgold Desserts & Livres, Bonstettenstrasse 2, 3012 Bern, www.schnouse.ch

Ein wahrer G'nuss , von Sophie Frei Ein wahrer G'nuss

Kräftiges Bouquet von Ristretto-Kaffee, kristallinem Rohrohrzucker im Zusammenspiel mit Brombeeren und dunklem Waldhonig. Im Abgang milde Würze von Muskat und Vanille. Wenn man das liest, läuft einem das Wasser im Mund zusammen. Es geht um Schokolade.

Mit viel Leidenschaft und von Hand hergestellte, in Goldfolie verpackte Schokolade, die man im schönen St. Gallen findet. Einmal im Café und Laden "G'nuss" angekommen, kann man neben Schokolade auch der Versuchung von Pralinen, Pâtisserie, Macarons und vielem mehr nicht widerstehen.

G'nuss, Lämmlisbrunnenstrasse 4, 9000 St. Gallen, more@gnuss.info, www.gnuss.info

Erst denken, dann essen! , von Michel Gygax Erst denken, dann essen!

Trüffelschwein ist ein junges Nonprofit-Unternehmen, das ein gesellschaftliches Problem mit einer kleveren Geschäftsidee angeht. Früchte und Gemüse, die aus ästhetischen Gründen nicht im Grossverteiler landen, werden dem Projekt Trüffelschwein von regionalen Bauern kostenlos abgegeben. Sie verwandeln die Produkte in haltbare Essensperlen und geben dem Gemüse eine zweite Chance.

Eine feine, äusserst unterstützenswürdige Idee, die das Problem wahrscheinlich nicht grundsätzlich löst, aber zum Denken anregt. Falls Trüffelschwein einen Gewinn erzielt, wird er in Foodwaste-Projekte reinvestiert.

www.trueffelschwein.ch

Bei Lina im Wohnzimmer , von Reto Hügli Bei Lina im Wohnzimmer

Eine der gemütlichsten Bars in Winterthur befindet sich in einem 150-jährigen Haus an der Wartstrasse gleich hinter dem Bahnhof. Das Lokal ist nach der Grossmutter der Gastronomin Maya Christen benannt. Ein Bild der Seniorin, die früher im Haus gewohnt hat, gehört ebenfalls zur liebevollen Einrichtung.

Man fühlt sich sofort zu Hause. Das liegt einerseits an der charmanten Bedienung und andererseits am gepflegten Angebot an Cocktails und Drinks. Gegen den kleinen Hunger werden selbstgebackene Kuchen serviert.

In der warmen Jahreszeit lockt der kleine, ruhige Garten im Hinterhof. Genau der richtige Ort, um auf den Feierabend oder das Wochenende anzustossen. Oder auf Lina. 

Lina's Bar, Wartstrasse 38, 8400 Winterthur, www.linas-bar.ch

Wie bretonische Ferien , von Michael Klesse Wie bretonische Ferien

In die Crêperie Le Carrousel in der Berner Länggasse kann man aus dem Alltag entfliehen und sich mit einem süss-salzigen Gaumenschmaus erster Güte belohnen. Dort fühlt man sich in die Bretagne versetzt, die als Wiege der Crêpes und Galettes gilt. Auch im Le Carrousel werden die runden Spezialitäten nach alter Tradition hergestellt und ausschliesslich hausgemachte Teige verwendet.

Mit viel Liebe und Sinn für das Schöne und Feine wird das gemütliche Lokal in familiärem Wohnzimmer-Ambiente geführt. Weitere Spezialitäten direkt aus der Bretagne werden angeboten, sowie ausgewählte Produkte vorwiegend aus der Region Bern. Das Angebot ist reichhaltig und variantenreich. Es wird auf Stil und Orginaltreue geachtet. Die Musik ist selbstverständlich bretonisch. 

Dies alles spielt sich vor und hinter prunkvoller Fassade des "Palazzo Prozzo" ab, wo sich auch das Cafe Parterre befindet. Das ist aber eine andere Geschichte und wird vielleicht ein anderes Mal erzählt.

Crêperie Le Carrousel, Hallerstrasse 1, CH-3012 Bern, www.le-carrousel.ch

Claires Bonheur , von Sophie Frei Claires Bonheur

Wenn die letzten bunten Blätter von den Bäumen fallen und die Tage kälter und dunkler werden, fällt es besonders schwer morgens aus dem warmen Näscht zu schlüpfen. Doch allein der Gedanke an den Duft von warmen Brioches und Zimtschnecken weckt die Geister, und kaum hat man die Tür der Gelateria di Berna zu Claires Backstube geöffnet, ist der Novemberblues wie weggeflogen.

In den frühen Morgenstunden bereitet Claire das köstliche Gebäck liebevoll zu, und schafft es mit einer sinnlichen Vielfalt an Düften und Aromen der Kälte die Stirn zu bieten! Bis Ende Dezember 2013 kann man sich so die kalten Tage versüssen.

Claires Bonheur in der Gelateria di Berna l Hinter der Caffè-Bar Sattler l Öffnungszeiten: Di-So, 8-17 Uhr

Wein vom äussersten Winkel der Schweiz , von Stefan Hugi Wein vom äussersten Winkel der Schweiz

Man möchte stundenlang in der Weinstube mit Giuliano und Ivana Zanolari zusammensitzen. Zuallererst, weil ihre Weine vorzüglich schmecken. Zanolari ist einer der ersten Biowinzer der Schweiz und der erste, der in der Region diesen Schritt wagte. Das Weingut der Familie liegt ennet der Grenze an den Sonnenhängen des Veltlins. Lager und Laden befinden sich in Poschiavo.

Dann möchte man Giuliano Zanolari einfach dabei zuhören, wie er davon schwärmt, den schönsten Beruf der Welt zu haben. Und wie er dabei schmunzelnd erwähnt, wer sonst ausser dem Winzer könne bei der Arbeit Wein trinken. Wie er von sich als «Staibock-Tschinggeli» spricht und Geschichten aus dem Puschlav von früher und heute erzählt. So lassen sich jedenfalls gemütliche Stunden in einem der äussersten Winkel der Schweiz verbringen.

Casa Vinicola La Torre, Via di Curtin 187, 7742 Poschiavo, www.la-torre.ch