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Verführung mit Honignote , von Reto Hügli Verführung mit Honignote

Met tranken schon unsere Urahnen – der frühste archäologische Fund stammt von 2000 vor Christus. Im Indogermanischen bedeutet «met» dieser Wortstamm Honig. Damit und mit Wasser, Hefe und Kräutern stellt Alexander Eckert in seiner Metsiederei im Innerberg sein edles Getränk her. Der verwendete Honig ist biozertifiziert und das Wasser stammt aus der hauseigenen Quelle. Eckert liegen die bedrohten Bienen am Herzen, deshalb ist er nicht nur Metproduzent sondern auch Imker.

Das flüssige Gold schmeckt. Ob als altnordische Variante «Norse» beispielsweise zu Käse oder in der süsseren Version «Milfion» zum Dessert. Met ist eine neue Geschmackserfahrung – obwohl das Rezept und die Herstellungsmethode schon Jahrtausende alt ist.

Der Met aus Eckerts Metsiederei ist ein ideales Geschenk für Weinliebhaber mit Entdeckersinn. Unbedingt degustieren! 

Metsiederei Alexander Eckert, Schärgummenstrasse 95, 3044 Innerberg, www.metsiederei.ch

Hühnerhubel , von Stefan Hugi Hühnerhubel

Bis 1941 donnerten noch Züge über diese Stelle. Heute liegt dort - oberhalb der Kreuzung von Dammweg und Polygonstrasse - das Lorraine-Högerli. Es ist ein Ort der Ruhe geworden.

Im wilden Garten wachsen Kräuter, Sträucher und Hecken. Hühner und Hasen leben auf dem Hubel. Kinder können dort spielen, die Tiere beobachten oder in einem Feld eigenes Gemüse pflanzen. Eine kleine Oase mitten im Quartier.

Högerli Lorraine in Bern, http://195.186.81.17/dorlas/gelb.html

Abendtafeln , von Sarah King Abendtafeln

Warum nicht mal Suppe im Kürbis statt Kürbissuppe und ein Berner Bier zu andalusischem Gemüse? Astrid Lipke und Charles Lorenz kreieren einen dem bunten Herbst in nichts nachstehenden Fünfgänger. Das Dessert kommt vom Apfelgold. Gegessen wird an einer langen Tafel, geschöpft aus herumgereichten Schüsseln und geredet ohne Berührungsängste.

Die nächsten Tafelrunden finden am 15.11. und 28.11. im Apfelgold für 75 Franken (inklusive Apéro) pro Person statt. Die Termine für Dezember haben Astrid und Charles noch nicht festgelegt. Auf Anfrage kreieren die beiden auch Abendtafeln für geschlossene Gesellschaften.

Weitere Informationen und Termine erhalten sie direkt von Astrid und Charles: 079 154 12 00 oder abendtafeln@gmail.com.

Apfelgold: www.schnouse.ch

Die besten Plättli der Stadt , von Adrian Garbely Die besten Plättli der Stadt

Wenn die Blätter fallen, der Nebel zur Gewohnheit wird und die Strickmützen auf unseren Köpfen wieder Platz nehmen, ist es höchste Zeit, die kleine Weinbar zwischen Kunstmuseum und dem «Kapitel» zu besuchen.

In Letzterem machen sich die Hipster (oder wie die derzeit grad alle heissen) breit, bei «Moni» in der TaBerna Vinaria gehts nicht um Sehen & Gesehen werden, um laute Musik oder gar um Gerichte, die kaum auszusprechen sind, sondern v.a. um Wein.

Wein aus allen Teilen der Welt, doch nie als Massenware. Monika Flaach kauft nur dort, wo sie selbst schon war, und dann in kleinen Mengen; oft auch explizit von Winzerinnen. Moni empfiehlt Rot- oder Weissweine und hat sich noch nie vertan. Wer Hunger hat und nicht nur dem Wein frönen will, bestellt sich ein «Plättli». Feine Zutaten, ausschliesslich vom Märit, werden zu verschiednen Broten und herrlichem Olivenöl serviert.

Eigentlich sollte ich gar nicht über dieses kleine aber feine Lokal sprechen ... Die Hipster sollen gern nebenan bleiben!

TaBerna Vinaria, Hodlerstrasse 16, 3011 Bern, www.taberna-vinaria.ch

Edle Tropfen und wunderbare Leute , von Markus Hochuli Edle Tropfen und wunderbare Leute

Das Bed and Breakfast le Clos de l'Aigue liegt mitten im Weinbaugebiet der Côte de Beaune und ist ein idealer Ausganspunkt zur Entdeckung der Weinkeller, Restaurants und Leute im Burgund.

Sandrine und Laurent haben das alte Bauerhaus vor zwei Jahren liebe- und geschmacksvoll umgebaut und bieten ihren Gästen vier einmalige Zimmer an. Wir übernachteten im alten Pferdestall und wurden beim ausgiebigen Frühstück in der ehemaligen Metzgerei mit Sandrines selbstgemachtem Clafoutis aux Cerises und anderen Leckereien aus der Gegend verwöhnt. Abends philosophierten wir bei einem Gläschen Chartreuse Verte, einem Kräuterlikör aus über 130 verschiedenen Kräutern, mit unseren Gastgebern.
Wer sich so richtig aufgehoben fühlen will und Lust hat, das Burgund zu entdecken, dem sei das Clos de l'Aigue wärmstens empfohlen.

Le Clos de l'Aigue, rue Sylvestre Chauvelot 4, 21200 Beaune, Frankreich, www.leclosdelaigue.fr

Contrada Beltramelli - mehr als eine Veltliner Herberge , von Pascal Sennhauser Contrada Beltramelli - mehr als eine Veltliner Herberge

Eigentlich hatten die fünf Freunde für ihre diesjährige Weinreise im Veltlin eine andere temporäre Bleibe ausgewählt. Eine saisonal bedingte Bettknappheit aber sorgte dafür, dass es die Weinbegeisterten per Telefon zu Nadia verschlug, die die Reservation für das Contrada Beltramelli gerne entgegen nahm – zum grossen Glück!

Bereits die einladend gedeckten Tische im pittoresken Innenhof lassen es erahnen: Hier sind Menschen mit Leidenschaft und Hingabe am Werk! Die Beschreibung dessen, was Nadia und ihre teilweise familiär verbundene Entourage rund um das 1400 Jahre alte, wunderbar renovierte Haus leistet, verdient eigentlich nur Superlative: Ein hinreissend-sympathisches Team, welches das Contrada Beltramelli mit viel Herzblut führt, sich umtriebig und mit grosser Hilfsbereitschaft um das – nicht nur leibliche – Wohl ihrer Gäste kümmert, eine exzellente Küche und viele hervorragende, lokale Weine anzubieten hat und überdies vier wunderschöne, individuell eingerichtete Zimmer zur Verfügung stellt.

Das B&B, wie es sich selber auch nennt, verfügt ausserdem über gut ausgerüstete Räumlichkeiten für Konferenzen, Kurse, Feste und Versammlungen für max. 100 Personen. Ferner finden in den alten Gemäuern regelmässig Ausstellungen aller Art oder auch Weindegustationen statt.

B&B Tirano Contrada Beltramelli, Via Beltramelli 41, 23030 Villa di Tirano, Italien, www.contradabeltramelli.com

Theaterperlen , von Sabine Guggisberg Theaterperlen

Theater Central: Ein kleiner, feiner Produktionsverein für Theater.

Mit kleinem Budget produziert Theater Central alljährlich ein genussvolles Theaterstück auf hohem Niveau. Das jeweilige Ensemble zeichnet sich durch Spielfreude, Kreativität und Mut aus und arbeitet unentgeltlich daran, Kultur zu schaffen. 

Dem Team ist es ein Anliegen, eher unbekannte Stücke zu entdecken und auf die Bühne zu bringen. Die Texte aus dem englischsprachigen Raum werden dafür eigens übersetzt und als deutschsprachige Erstaufführungen gezeigt. Die AutorInnen der gewählten Stücke fallen jeweils damit auf, dass sie das Leben mit Humor beschreiben und dadurch für eine feel-good Stimmung mit Tiefgrund sorgen.

Aktuell: Deutschsprachige Erstaufführung «Fabuloso» – eine Komödie über eine erbauende Freundschaft, befreiende Verrücktheiten und eine nimmer endende Pyjamaparty. Ich bin gespannt und freue mich darauf!

Ab Donnerstag, 17. Oktober 2013 im Theater Remise an der Laupenstrasse 51 in Bern, jeweils um 20.15 Uhr. Special: Sonntag, 20. Oktober 2013 um 11.00 Uhr mit anschliessendem Brunch.

Theater Central, www.theater-central.ch

Barnabas , von Reto Hügli Barnabas

Die Herkunft des Namens ist unklar. Im Aramäischen bedeutet er «Sohn des Trostes». Tröstlich ist ein Besuch im Restaurant Barnabas in Winterthur allemal. Das Lokal liegt am Rand der Altstadt neben dem altehrwürdigen Technikum und ist mit viel Liebe zum Detail eingerichtet. Die Tische sind weiss gedeckt und Stoffservietten liegen bereit. Das Team legt aber Wert darauf, kein Schickimicki-Laden zu sein. Dafür hat man sich im Barnabas der Slowfood-Kultur verschrieben.

Die Karte überrascht: Nebst saisonalen Gerichten sind verschiedene indische Spezialitäten im Angebot. Das Balti Ghost (gebratene Lammfiletwürfel an Koriander) alleine ist schon einen Besuch wert. Der indische Küchenchef hat vorher in Zürich gearbeitet und versteht es, auch heikle Gaumen zufriedenzustellen. Die Weinkarte ist erlesen und bietet geschmacklich ungewöhnliche Weine für Entdecker.

Restaurant Barnabas, Büelrainstrasse 1, 8400 Winterthur, www.barnabaswinti.ch

Tanzen im Quadrat: die Zweite! , von Sophie Frei Tanzen im Quadrat: die Zweite!

Bald ist es wieder soweit! Nach erfolgreichem Start im April, findet die zweite Tanznacht für Erwachsene im Quadrat in Zollikofen bei Bern statt. Das TiQ Team arbeitet ehrenamtlich und serviert ein buntes Menu an Liedern und Getränken in feierlicher Atmosphäre. Ab 18 Uhr kann man sich bereits kulinarisch im Quadrat verwöhnen lassen.

Im Quadrat in Zollikofen am Freitag, 11. Oktober 2013, ab 21.00 Uhr.

Für Erwachsene. Eintritt Fr. 15.00.
Essen wer will ab 18 Uhr. Bitte reservieren.

www.facebook.com/TanzenimQuadrat ; www.imquadrat.ch

Über die Liebe und das Leben , von Michael Klesse Über die Liebe und das Leben

Alex Capus, der Schweizer Schriftsteller, ist für mich eine Entdeckung. Er erzählt mit wunderbarer Leichtigkeit und grosser Intensität von der Liebe, gelebt im turbulenten 20. Jahrhundert von einem Paar, das gegen alle Konventionen an seiner Liebe festhält und ein eigensinniges, manchmal unerhört komisches Doppelleben führt. Es ist die Geschichte einer grossen Liebe, gelebt gegen die ganze Welt. 

"Léon und Louise" haben mich als Leser in ihren Bann gezogen und mich fasziniert von der Kraft der Sprache in die Gefühlswelten der Akteure und in die Ereignisse eintauchen lassen.

"Unter allen Liebespaaren, glücklichen und unglücklichen, die uns die Literatur je ans Herz gelegt hat, sind Léon und Louise einer der orginellsten und überzeugendsten Exemplare." Kristina Maidt-Zinke, Süddeutsche Zeitung

www.alexcapus.de