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Laurence Anyways , von Sabine Guggisberg Laurence Anyways

Was macht den Menschen jenseits des Geschlechts aus?

Montréal 1989. Laurence und Frédérique sind ein glückliches Paar - 2 Seelenverwandte, welche das Leben und die Liebe in vollen Zügen geniessen. Eines Tages weiht Laurence Frédérique ein, dass er sich schon seit seiner Kindheit nicht wohl im eigenen Körper fühlt und entschlossen ist, fortan als Frau zu leben. Aus seiner Sicht muss eine Liebe auch möglich sein, wenn einer der Partner das Geschlecht wechselt.

Der Film vom erst 24jährigen Kanadier Xavier Dolan geht unter die Haut und fasziniert durch opulente Bilder, ausdrucksstarke Musik und herausragende SchauspielerInnen. Dolan findet einen beeindruckenden Zugang zum Thema Transsexualität ohne diese zu psychologisieren. Sein neuster Film dauert fast 3 Stunden, ist aber keine Sekunde zu lang. Ein Meisterwerk!

"Laurence Anyways" läuft wahrscheinlich nur noch wenige Tage in unseren Berner Kinos.

www.cineman.ch

Schwein in besetzter Toilette , von Michael Klesse Schwein in besetzter Toilette

When pigs have wings oder das Schwein von Gaza ist der Titel der äusserst sehenswerten Filmgroteske über den Nahost-Konflikt. Dieser wird wohl nicht mit Lachsalven zu beenden sein. Leider! Trotzdem zeigt der französische Filmemacher Sylvain Estibal mit doppelbödigem und befreiendem Humor wie unüberwindbar erscheinende Hindernisse zu sprengen sind.

Die Story: Ein Schwein wird aus dem Meer gefischt und sorgt für allgemeinen Ausnahmezustand. Dieses ist weder koscher noch halal, also doppelt verboten. Der Unglücksrabe, der Fischer Jafaar, versucht alles, um das lästige Schwein wieder loszuwerden und beginnt dabei einen skurrilen, aber nicht ungefährlichen Handel, der seine klägliche Existenz verbessern wird.

Eine herzerfrischende Komödie in der jedoch der Realitätssinn nie abhanden kommt. Der Extremismus des Jihad und der Fundamentalismus der Siedler wirken genauso befremdlich wie absurd. 

Übrigens läuft der Film im Kellerkino in der Berner Altstadt. Wer da noch nicht war, dem ist dieses herzige Schmuckstück und Alternativkino an der Kramgasse 26 wärmstens zu empfehlen. Das Kellerkino existiert seit bald 40 Jahren und ist das erste und älteste unabhängige Kino in der Schweiz.

www.cineman.ch

www.dasanderekino.ch

Bonjour les amis , von Stefan Hugi Bonjour les amis

Keine Angst, diese Füsse trampeln nicht alles nieder, sie riechen nicht übel und sie treten keine Ärsche. Die Feet Peals sind eine muntere Truppe aus Bern. Seit mittlerweile 20 Jahren ziehen sie musizierend durch die Schweiz und bringen mit ihren fröhlich rumpelnden Chansons die Sonne in die Stube und müde Beine zum Tanzen.

Zum runden Geburtstag lädt die Band am 13. und 14. April 2013 zu zwei Konzerten, die heuer als Album erscheinen. Wer gerne jubilierend und applaudierend auf Tonträger gebannt werden möchte, macht sich auf in die La Cappella in Bern. Und wer einfach wieder einmal die charmanten Feet Peals sehen und hören möchte, natürlich auch.

Feet Peals, www.feetpeals.ch

Gordomblö (II) , von Adrian Garbely Gordomblö (II)

Das erstaunlichste «Cordon-Bleu» der Woche. (Foto: typähnlich)

Inzwischen werden einem ja überall die unterschiedlichsten Schinken- und Käsesorten zwischen einem Kalbs- oder Schweinsplätzli angeboten. Vor einigen Wochen genoss ich aber im Rest. Glismatta in Brig-Glis ein dortselbst als «Cordon Rouge» angepriesene, für mich bisher unbekannte Variante: Zwei Rindsfilets, mit Foie Gras verbunden, begleitet von gebratenem Rohschinken.

Dieses frisierte Filet Rossini mundete imfall überaus gaumenfreundlich!

Welches, geschätzte LeserInnen, ist Ihre Lieblings-Gordomblö-Variante?

Rest. Glismatta, Englisch-Gruss-Strasse 9, 3902 Glis

Drei Damen vom Grill , von Stefan Hugi Drei Damen vom Grill

Es ist ein herzliches Trio, das die Gäste im «Le 9 ¾» zu einem Café mit Croissant, einem schnellen Imbiss oder einem günstigen Mittagsmenü empfängt. Die bunte Snack Bar steht in der Genfer Prärie und ist der einzige erfreuliche Anblick an einem Ort, wo die Stadt ausfranst und wo man sich nicht wirklich gerne aufhält. Es lockt gar eine kleine Terrasse – der 9 ¾ Beach –, die zwar mit Tischen, Bänken, Blumentöpfen und Ramsch arg vollgestopft ist, aber trotzdem für etwas Gemütlichkeit sorgt.

Beim Schwatz mit den sympathischen Damen an der Theke zu einem kräftigen Espresso lüftet sich das Geheimnis des ungewöhnlichen Namens. Das Häuschen steht am Zugang zur nahen S-Bahn-Station, eingeklemmt zwischen Strasse und Bahnlinie. Ähnlich wie das Gleis 9 ¾ am Londoner Bahnhof King’s Cross, von wo der Hogwarts-Express abfährt. Genau: Harry Potter. Glücklicherweise muss man für den Besuch des «Le 9 ¾» nicht durch eine Mauer rennen...

Le 9 ¾, Chemin de la Bergère 3, 1217 Meyrin, du lundi au vendredi de 7h à 19h

Schreib mal wieder einen Brief , von Patrik Zeller Schreib mal wieder einen Brief

Handgeschriebenes bleibt etwas Besonderes: Die Verfassenden gönnen sich eine Alltagspause, sammeln sich, schütten ihr Herz aus und füllen nach und nach ein weisses Blatt Papier mit königsblauer Tinte, was fast bei jeder Schrift ein zumindest künstlerisches Bild ergibt. Für die Empfangenden fühlt sich der Brief wie ein anfassbares, authentisches Geschenk mit Einblicken ins Leben lieber Menschen an. Also: Alle Programme schliessen, Computer ausschalten, Papier und Füllfeder hervorzaubern und Briefe schreiben!

 

Ein Schmuckkästchen im Waadtland , von Sabine Keller Ein Schmuckkästchen im Waadtland

Das alte Römerstädtchen Avenches in der Nähe vom Murtensee, birgt viele verborgene Schätze. Um diese ausgiebig entdecken zu können ist natürlich die dazu passende Unterkunft unerlässlich. Das schmucke Atelier und B&B Alpes 29 mitten in der malerischen Altstadt lädt zum Verweilen und träumen ein.

Die Inhaberin Claudia Meyer führt das B&B mit viel Liebe und Sorgfalt; die Zimmer sind so ansprechend und heimelig eingerichtet, dass man da bleiben möchte! Morgens zaubert sie ein reichhaltiges Frühstück  mit selbst gebackenem Brot und regionalen Leckereien auf den Tisch. Im Preis ganz selbstverstänlich inklusive ist eine persönliche Art der Reiseführung mit vielen Tipps zur Erforschung der Region.

Der Garten hinter dem Haus lässt uns die Schweiz einen kurzen Moment vergessen und trägt uns direkt in die südliche Provence.

Claudia führt aber nicht einfach nur das B&B. Sie ist zugleich Künstlerin und Malerin  erteilt Wochenend- und Ferienkurse Kurse in Malen und Zeichnen. Ab und zu lädt sie auch andere Kursleiter ein. So findet zum Beispiel im Mai ein Sing-Wochenende statt. In unregelmässigen Abständen veranstaltet Claudia Meyer auch kleine Konzerte.

www.alpes29.ch

Zarbar: Vom DDR-Güezli bis Wodka , von Michael Klesse Zarbar: Vom DDR-Güezli bis Wodka

In Bern`s Mattenhofquartier hält das 6er Tram an der Cäcilienstrasse und genau vor der Zarbar. Dort hat die Zarschaft ihre Herzblut Cafe-Bar verwirklicht. Auf der kleinen Karte und Barkarte werden meist regionale Kostbarkeiten für den Durst und kleine Snacks bis zum Frühstück am Wochenende angeboten. Wie es die Zaren mögen, darf das DDR Güezli und eine Auswahl an Wodkadrinks nicht fehlen.

An den gemütlichen Aussentischen kann man sich in den Abendstunden von den letzten Sonnenstrahlen küssen lassen. Drinnen wird Kultur auf kleinem Raum geboten: Filmabende, Parties und Konzertchen.

Die Zarbar hat im Juni 2012 pünktlich zur Fussball EM in Polen und der Ukraine ihre Tore geöffnet. Sether wächst die Zarengemeinde auch über das Quartier hinaus. Die Zarbar, eine Cafe-Bar wie man sie sich wünscht, bei sich an der Ecke. Schnörkellos schön!

www.zarbar.ch

Im Zarenreich , von Sophie Frei Im Zarenreich

Und wieder eine sympathische Quartieraufwertung. In der Nachmittagssonne die ersten Märzensprossen einfangen, nach Lust und Laune frühstücken, Indian Chai mit DDR-Guetzli geniessen, in den späteren Stunden drei verschiedene Cocktails mit Gin degustieren... und ab und zu noch einem Konzert lauschen. Was will man mehr, der Frühling naht!

ZAR café*bar, Pestalozzistrasse 9, 3007 Bern, www.zarbar.ch

Brauerei-Aktionär werden , von Adrian Garbely Brauerei-Aktionär werden

Am Breitenrainplatz in Bern entsteht zurzeit das erste BrauCafé Berns:

«Es entsteht ein Ort zum Verweilen und vor allem ein Ort um Bier in seiner ganzen Vielfalt kennenzulernen. Im hinteren Teil des Lokals wird die Bauerei eingebaut. Der vordere Teil bietet Raum um das Biererlebnis in entsprechender Atmosphäre zu geniessen. Selbstverständlich dürfen weitere feine kulinarische Gaumenfreuden nicht im Angebot fehlen.»

Interessierte Personen kaufen Aktien zum Nominalwert von CHF 250.-. Den Aktienzeichnungsschein finden Sie sofern gewünscht auf der unten verlinkten Webseite.

Das BrauCafé, ab Sommer 2013 am Breitenrainplatz