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Galoppierender Hund Bingo , von Michael Klesse Galoppierender Hund Bingo

Mal charmant-gewitzter Pop, mal süffiger Folk ist auf dem Debüt Album, "Big White Ghost", des Wahlberner Sing`n Songwriters Stephan Greminger zu bestaunen. Diesen Zauber versprüht er mit seinem Projekt "His Dog Bingo". Liebe, Drama und Wahnsinn mit einem Augenzwinkern sind die Zutaten für dieses feine Strickwerk.

Die Scheibe "Big White Ghost" beweist, dass sich Emotionalität und Selbstironie beileibe nicht ausschliessen müssen. Leise Töne fürs Gemüt, aber definitiv keine falschen Sentimentalitäten. Vielmehr gehen Gänsehaut und Grinsen eine glückliche Liasion ein.

Stephan Greminger unterhält das eigene Musikproduktionslabel "kekse produktion" und unterrichtet Gesang und Stimmbildung. Er komponiert, produziert und singt für Büro Amsterdam, Rob`n Steeph acoustic inferno und tritt als Sänger bei den lookalikes, 007 Only u.v.m. auf. Ein sehr umtriebiger Kerl. Tournee läuft.

www.hisdogbingo.ch, www.kekseproduktion.ch

Helvetia im Zeitraffer , von Reto Hügli Helvetia im Zeitraffer

Der gebürtige Aroser Alessandro Della Bella hat etliche Nächte mit seiner Kamera draussen verbracht. Herausgekommen ist dabei eine spezielle Ansicht der Schweiz: «Helvetia by night» ist ein Kurzfilm im Zeitraffer, der ungewohnte Bilder unseres Landes zeigt. Dass in dieser Produktion auch die Lichtverschmutzung, die von unseren Siedlungen ausgeht gezeigt wird, ist ein kritischer Nebenschauplatz. 

Der Fotograf arbeitet hauptberuflich für die Bildagentur Keystone, findet aber dennoch genügend Zeit (und hoffentlich Schlaf), um sich während der Nacht um seine Time-lapse-Projekte zu kümmern – auch wenn ihm dabei schon einmal das Arbeitsgerät gestohlen wurde...

Video «Helvetias Traum»

Die Kunststube , von Stefan Hugi Die Kunststube

Vor oder nach dem Besuch des Fariboles in der Herrengasse - siehe «Ein Hauch von Paris in der unteren Altstadt» auf dieser Seite - kann man im benachbarten KLEX wunderbar nach Unnötigem schnöiggen. Das wohnzimmerähnliche Lädeli lockt mit einer grossen Auswahl an Postkarten für allerlei Schreibgelegenheiten oder mit coolen Kunstdrucken. Es gibt Stofftaschen, viele witzige T-Shirts (unübertroffen: mit Aufdruck «Dr Götti» oder «Dr Göttibueb» im Stil von «The Godfather») und Gürtel aus Veloschläuchen, Gummizügen oder mit integriertem Flaschenöffner (!). Auch Spiele, Musik oder kleine, böse Bücher finden sich im Angebot.

Originell ist die Auswahl an Kunsthandwerk: Gefertigt aus Stoff, Ton, Schwemmholz oder Kronkorken. Erschaffen in Bern, Mexiko oder sonstwo. Zum Aufhängen, Hinstellen oder Tragen. Kunst und Spielereien eben.

KLEX - Kunst & Spielereien, Herrengasse 6, 3011 Bern, www.klex.be

Pausenplatz in Basel , von Michael Klesse Pausenplatz in Basel

Der Pausenplatz in Basel ist ein Herzblut-Projekt der Kunstvermittlerin Michèle Decourt und des Kunstmalers Martin J. Meier, welche vor allem regionalen Kunstschaffenden eine Plattform bieten, in den Bereichen: Malerei, Skulptur, Installation und Fotographie.

Dort wird Raum für Kunst, für Begegnungen, für Genuss im kleinen und privaten Rahmen angeboten. Der Kulturraum Pausenplatz ist ein kleiner und feiner Ort, wo eine Auseinandersetzung mit Kultur und Kunst sattfindet. Michèle Decourt und Martin J. Meier haben Lust auf Kunst, Lust zusammen mit Freunden Filme zu schauen, Lust Begegnungen zu erleben, Lust kulinarisches zu geniessen.

Inmitten der jeweils aktuellen Ausstellung können, auf Anfrage für eine kleine Gesellschaft, regionale und einfache Mehrgänger mit passenden Weinen serviert werden. In der Galerie wird dann an der grossen Tafel gespeist, getrunken, gesungen, diskutiert und verhandelt.

Die Beiden verstehen die Kunstvermittlung als sinnlichen Prozess und setzen wichtige Akzente gegen die Schnellebigkeit und die Wegwerfkunst. Sponsoren, Gönner und Interessierte können den direkten Kontakt mit dem Künstler und seiner Arbeit im Atelier vor Ort erleben. Freunde bringen Freunde mit.

Pausenplatz, Gotthelfstrasse 23, CH-4054 Basel, www.pausenplatz.org

Von hier nach überall , von Karin Müller Von hier nach überall

Ziellos im nasskalten St. Gallen auf Nahrungssuche, geriet die Schreibende völlig zufällig in den Genuss des besten Vegiburgers, den sie je gegessen hat: Kartoffeln-Karotten-Rösti-Burger mit Rotkraut, Marronichutney und Raclettekäse im Leinsamenbrot. Göttlich - anscheinend auch die Fleischvariante!

Aus lokalen, biologisch angebauten Produkten gemacht sind diese Köstlichkeiten in der STICKEREI CAFÉ BAR RESTAURANT in sehr schönem Ambiete zu geniessen. Das Lokal ist stilsicher aber doch gemütlich mit kleinen und grossen Holztischen und einer Sofaecke eingerichtet und mit auffallend schönen Lampen perfekt ausgeleuchtet. Das Herzstück des Raumes bildet die Bar, an der bestellt wird.

Die Auswahl ist klein, aber fein. Es gibt jeweils ein Wochen- und ein Tagesmenu in Fleisch- und Vegivariante, Suppe und Salat. Die Speisen können auch im Take-away-Behälter mitgenommen werden (inklusive eines Biosirups) ganz nach dem Motto: von hier nach überall. Und diese Burger sind so gut, dass man sie sich überall hin wünscht.

STICKEREI CAFÉ BAR RESTAURANT, OBERER GRABEN 44, 9000 ST.GALLEN, www.stickerei.sg

Metzger sein ist nicht einfach. , von Patrick Zinsli Metzger sein ist nicht einfach.

Metzger sein ist nicht einfach. Er tötet Tiere schneidet sie blutig entzwei und hantiert mit Eingeweiden und Köpfen. In der heutigen Zeit, wo viele das Fleisch nur perfekt vakuumiert vom Supermarkt kennen, hat es dieser Berufstand nicht leicht. Und nicht nur darum findet man gute Metzgereien selten. Die meisten Metzger können zwar Fleisch vom Knochen trennen aber es fehlt ihnen das kulinarische Gespür um gute Fleischwaren herzustellen. Eine Ausnahme bildet die Metzgerei Genossenschaft im kleinen Safiental im Bündnerland. Der einheimische Metzger Stefan Buchli schlachtet hauptsächlich Tiere aus der Region. Das bedeutet kurze Anfahrtswege was wiederum bedeutet, dass die Tiere vor der Schlachtung weniger Stress verspüren. Das Fleisch verarbeitet er, je nach Wunsch, zu allen ermöglichen Fleischformen. Was man unbedingt probieren sollte sind die Wurstwaren und das Trockenfleisch. Denn genau in diesen Formen des Fleisches zeigt sich, ob ein Metzger sein Handwerk versteht. Ist doch eine gute Cervelat nicht nur die Summe aus einem Darm aus Argentinien und anderen Eingeweiden von einem Tier, es ist viel mehr eine filigrane Kombination von verschiedenen Fleischstücken, Gewürzen und anderen Zutaten. Stefan Buchli gelingt diese Kombination vorzüglich. Bestellungen nimmt er gerne per Telefon entgegen. Denn sein Handwerk ist die Fleischverarbeitung, nicht das Programmieren von Webseiten.

Telefon: 081 630 60 65

Frankofoner Genuss in der Mittelostschweiz , von Reto Hügli Frankofoner Genuss in der Mittelostschweiz

Die Mischung beginnt beim Namen: Grepery. Das Restaurant liegt eingeklemmt zwischen der lauten Technikumstrasse und der Steinberggasse, im Herzen der Winterthurer Altstadt. Hohe, dunkle Tische, alte Mauern, nostalgische Beleuchtung sorgen zusammen mit der aufmerksamen Bedienung und der grossen Auswahl an Crêpes für eine gemütliche Stimmung. Im Sommer lockt die begrünte Hofterrasse.

Die Grepery hat sich nicht nur kulinarischen Höhenflügen – wie Crêpes mit Feigen – sondern auch der Nachhaltigkeit verschrieben: People, planet, profit lautet das Credo. Den Gästen steht auf der Website eine Community-Rubrik zur Verfügung. Falls mal die charmante Begleitung fehlt...

Grepery, Technikumstrasse 66/Steinberggasse 59, 8400 Winterthur, www.grepery.ch

Schlemmen in der Thuner Altstadt , von Michel Gygax Schlemmen in der Thuner Altstadt

Knusprig gegartes Mistkratzerli mit einem Hauch von Rosmarin, begleitet von hausgemachten Spätzli und vorweg eine schlicht perfekte Bohnencrèmesuppe. Dazu ein kräftiger Rotwein von Markus Schneider aus der Pfalz. Mehr brauch ich nicht um einen Abend lang glücklich zu sein! Im liebevoll und sanft renovierten Restaurant Schwert in Thun war ich das.

Die Weinkarte besteht aus ausgewählten Tropfen aus deutschsprachigen Ländern. Die Speisen sind frisch, hausgemacht, schnörkellos und richtig fein. Die Grundprokukte werden möglichst natürlich zubereitet und nicht überwürzt. Zu sehr fairen Preisen. In sehr stilvollem und klassischem Wirtshaus-Ambiente. Und wer will kann gleich in den wunderbaren hauseigenen Zimmern übernachten.

Schwert Thun, untere Hauptgasse 8, 3600 Thun, www.schwert-thun.ch

Ein Garten zum Verlieben – nicht nur im Frühling! , von Sabine Keller Ein Garten zum Verlieben – nicht nur im Frühling!

Auf der Anhöhe des linken Zürichseeufers betreibt die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) einen hauseigenen Garten der nicht nur die Gelegenheit bietet Blumen und seltene Pflanzen zu bestaunen, sondern ein Ort ist um zu verweilen, sich niederzulassen und die Natur in ihrer ganzen Schönheit zu betrachten.

Gewächshäuser, Sichtungs- und Themengärten sowie Flächen für Gemüsebau, Baumschulen und Obstbau befinden sich auf dem Campus. Das Gärtner-Team hegt und pflegt den Garten mit viel Liebe zum Detail und gestaltet Themen-Gärten. Dies zu jeder Jahreszeit neu. Besonderheiten wie zum Beispiel der Hexengarten mit seinen verschiedenen Heilkräutern und deren Geschichten ragen besonders heraus. 

Von April bis Dezember werden einmal im Monat Führungen angeboten, bei denen Fachleute und Spezialisten rund um die verschiedenen Pflanzen-und Gartenthemen  das Verständnis der Besucher für die Natur fördern. Inklusive sind jeweils Tipps und Tricks für den eigenen Garten. Jedermann kann unangemeldet hinzustossen.

Also ein Besuch wert - zu jeder Jahreszeit!

www.lsfm.zhaw.ch

Alles hausgemacht! , von Michel Gygax Alles hausgemacht!

Im Hirschen Erlenbach isst man Hausgemachtes aus vorwiegend biologischen Produkten. Die Küche ist klassisch, schnörkellos, ehrlich und saisonal. Das Kulturprogramm, das sie nebenbei noch auf die Beine stellen, ist vielfälltig und farbig. Res Dubach und Ruth Gafner wirten seit ungefähr 30 Jahren unmittelbar bei der Seilbahnstation zum Stockhorn. Mit Lust und Leidenschaft. Und sehr persönlich.

Ruth Gafner ist für die liebevolle Einrichtung verantwortlich und kümmert sich mit herzlicher Aufmerksamkeit um die Gäste. Neben ihrer grossen Erfahrung und Fachkompetenz fällt sie auch gerne mit erfrischend direkten politischen Randbemerkungen auf.

Res Dubach, der Koch, hält sich gerne im Hintergrund - sprich in der Küche - auf. Zum Glück. Denn, was die Küche auf Tellern verlässt, schmeckt schlicht und grossartig. Ich freue mich schon wieder auf den nächsten Besuch im urbansten Platz des Simmentals.

Restaurant Hirschen, Kleindorf, 3762 Erlenbach im Simmental/BE, www.hirschen-erlenbach.ch www.hirsch-ku.ch