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urban hairdressers , von Marlis Nattiel urban hairdressers

Der Corner Shop befindet sich – natürlich – in einem Eckgebäude nur wenige Schritte vom Bierhübeli. Evelyn hat sich vor etwas mehr als einem Jahr den Traum vom eigenen Geschäft erfüllt.

 Im Corner Shop Team sind ausserdem Michael und Flor beteiligt – Flor ist vor allem zuständig für Make-up – das Team erhält zahlreiche Aufträge für Hochzeiten, Events und Shootings.    

Das mid-century Interieur erinnert ein wenig an „mad men“. Und Haare-schneiden-lassen ist im Corner Shop immer eine entspannte und angenehme Sache – dabei kommt die Atmosphäre des Quartierladens zusammen mit dem Auge für die individuellen Persönlichkeiten der Kunden und dem handwerklichen Können. 

Evelyn und ihr Team können alles: High Drama-Frisuren und präzise, saubere Haarschnitte, die auch nach der nächsten Haarwäsche noch richtig sind. Übrigens – der Corner Shop ist auch ein Barber Shop: Rasuren und Bart Trimmen für die urbanen Männer.  

The Corner Shop, www.the-corner-shop.ch

Alles Schicksal? , von Michel Gygax Alles Schicksal?

Stell dir vor, es gäbe ein Buch über dich, in dem deine eigene Geschichte niedergeschrieben ist. Vom Leben bis zum Tod. Deine ganz persönliche Geschichte. Würdest du sie dann lesen?

André findet sich nach einem Motorradunfall in einer ihm unbekannten Stadt wieder. Er trifft dort auf skurrile Gestalten und erlebt ein paar unheimliche Begegnungen. Es geschehen seltsame Dinge. Was passiert mit ihm? Wo ist er? Dann findet er in der Bibliothek seine Geschichte. Und liest sie...

Naomi Frei hat als 17-jährige ihre beste Freundin wegen einer Krankheit verloren. Für sie Anlass, ein Jahr später ein Theaterstück zu schreiben und darin grosse Fragen des Lebens zu behandeln. Weitere drei Jahre später hat sie nun ihr Werk als unglaublich junge Regisseurin auf die Bühne gebracht. Das Theaterstück berührt, begeistert und regt dazu an, sich über den Tod, das Leben und die vielen Entscheidungen, die dazwischen liegen, nachzudenken. Grossartig!

Junge Theaterfabrik Bern spielt «Würdest du sie dann lesen?» noch bis am 4. Dezember im Kunst- und Kulturhaus visavis in Bern. Reservationen per Email oder 078 811 62 63.

Honig u so , von Maja Boss Honig u so

Oft geht es vergessen: Die Biene ist eines unserer wichtigsten Nutztiere. Sie ist für mindestens 80 Prozent der Bestäubung heimischer Blütenpflanzen verantwortlich oder anders gesagt: Einheimisches Obst, Wildpflanzen und verschiedene Gemüsesorten können nur wachsen und in ihrer Vielfalt gedeihen wenn die Honigbiene ihre arbeitet rechtzeitig und gründlich macht. Dazu braucht es Imker, wie z.B. Roman Lauper aus Jegensdorf, welche diese grosse Arbeit mit Enthusiasmus und Herzblut in Angriff nehmen. Doch die Honigproduktion allein ist Roman nicht genug: Mit seiner kleinen Imkerei „Honig & so“ startet er im Frühjahr 2017, sobald es wieder brummt und summt auf unseren Wiesen, sein Startup.

Nicht nur die Bienen will er glücklich machen, sondern auch die Menschen: Das soziale Engagement ist ihm in vieler Hinsicht wichtig, seine Bienenkästen lässt er in der geschützten Werkstatt herstellen und spannende Sozialprojekten für Schule und psychisch wie auch physisch beinträchtigen Menschen , Asylbewerber, Jugendliche und Kinder sind ein Schwerpunkt von „Honig & so“. Um die Projekte zu finanzieren setzt er auf Crowdfunding und freut sich natürlich auf Unterstützung. Und last but not least: Warum nicht (vielleicht gar zu Weihnachten) in eine Bienenpatenschaft investieren und den Honig von der eigenen Biene geniessen?

www.honiguso.ch

Kapsel-Kunst , von Stefan Hugi Kapsel-Kunst

Nespresso-Kapseln, einmal gebraucht, landen in der Regel im Müll oder - mit Vorteil - in der Recycling-Sammelstelle. Eine besondere Form der Wiederverwertung hat sich Isabelle Walser aus Bern überlegt: Sie fertigt daraus Deko und Kunst.

Die Idee dazu hatte sie beim Kaffee mit ein paar Nachbarinnen. Seither sammelt sie benutzte Kapseln in möglichst vielen verschiedenen Farben, schneidet die Deckel weg, leert den Kaffee in den Kompost und wäscht sie aus. Danach lässt sie die Alu-Hüllen entweder in ihrer ursprünglichen Form und bastelt daraus zum Beispiel Lichterketten, Weihnachtskränzli oder Töggeli. Oder sie lässt die Kapseln von den kleinen Nachbarskindern mit einem Gummihammer flach hauen - für diese übrigens ein Heidenspass - und gestaltet damit Bilder oder verziert Töpfe, Vasen und Büchsen.

Mittlerweile bekommt sie die gebrauchten Kapseln säckeweise aus der Nachbarschaft geliefert. Man muss also kein Kaffee-Junkie sein und auch nicht in fremden Containern rumwühlen, um diesem Hobby zu frönen.

Isabelle Walser zeigt und verkauft ihre Werke am 19. November von 10 bis 17 Uhr am Weihnachtsmärit in Rapperswil BE. Und stellt sie vom 18. bis 21. November an der Weihnachtsausstellung von Monika Schaedeli in Münsingen aus.

www.farbig.be

Interlaken West - abseits des Touristenmekkas , von Maja Boss Interlaken West - abseits des Touristenmekkas

In Interlaken „eis ga zieh“ ist einfach. Schwieriger ist es, eine Örtlichkeit zu finden, die sich nicht (nur) nach den Touristen aus aller Herren Ländern richtet, an einem hübschen Ort und noch gemütlich ist. Ein solches Lokal befindet sich ännet und direkt an der Aare – für Ortskundige genauer gesagt in Unterseen. Betritt man das kleine Lokal fühlt man sich gleich wie zuhause, das Mobiliar erinnert an ein Wohnzimmer bei Freunden, nur dass man hier vom Kissen über Stühle und Decken bis zum Kerzenständer alles kaufen kann, sogar den Kaffee, der handgeröstet von einem kleinen Kaffeebetrieb im Emmental stammt.

Scheint die Sonne, setzt man sich aber besser auf die kleine romantische Terrasse, umrahmt von Kräutern und Pflanzen in Töpfen, mit Blick auf die Berner Alpen und auf die Aare. A propos Aare: Noch bis zum 21. Dezember 2016 präsentieren 19 Künstler ihre Werke entlang der Aare zwischen dem Interlakner West- und Ostbahnhof. Wer den herrlichen Spaziergang in Angriff nimmt, sollte einen kleinen Umweg zum schmucken Altstedtli Unterseens unbedingt in Kauf nehmen!

ladenlokal / lade cafe bar, Spielmatte 49, 3800 Unterseen; www.ladelokal.chhttp://kunstimfluss.ch/konzept-ausstellung-interlaken.html

Universum Scherler , von Regula Keller Universum Scherler

Marius Scherler, Winterthurer und Wahlberner, Architekt und Genussmensch, malt und konzipiert seit vielen Jahren eigenständige und charaktervolle Bilder. Die oft wiederkehrenden Sujets und Ideen entnimmt er grösstenteils seinen Leidenschaften und seinem Umfeld. So entdeckt man Berner Altstadthäuser, Penne und alte Telefonmasten. Seine erste öffentliche Ausstellung mit ungefähr dreissig Werken findet noch bis am 23. Dezember 2016 im Restaurant zum Schloss statt. 

www.zum-schloss.ch

Eine saubere Sache , von Maja Boss Eine saubere Sache

Lauge und Kräuteraufguss vermischen, verschiedene Fette im Topf langsam schmelzen, Öle und später Düfte dazugeben lange rühren... Nein, kein Hexentrank und auch keine Hexerei, hier geht's um die Herstellung von Naturseifen.

Astrid Nigg ist im toggenburgerischen Lichtensteig zuhause. Sie bietet in ihrer Seifenwerkstatt - in einem hellen und heimeligen ehemaligen Kirchensaal - Events und Kurse an und produziert mit ihren Teilnehmern gleich ihre eigenen Seifen: Sie lehrt ihre Gäste, aus hochwertigen Pflanzenölen und naturreinen ätherischen Ölen Naturseifen herzustellen und verwöhnt einem dabei auf Wunsch auch gleich noch kulinarisch. 

Wem das Praktische weniger liegt, der besucht die Website oder ihr Atelier - jeweils am Donnerstagnachmittag - und taucht ein in ihre Welt der Düfte: Von der Shampoo- bis zur Handseife steht ein breites Sortiment zur Auswahl, von dem jedes Stück Seife von Hand geschnitten und liebevoll verpackt wird. Die Seifen sind übrigens innerhalb kurzer Zeit biologisch abbaubar, frei von synthetischen Zusatzstoffen und werden ohne Palmöl hergestellt. 

http://www.toggenburger-naturseifen.ch; Astrid Nigg, Wilerstrasse 138, 9620 Lichtensteig, Tel. 071 999 94 65

Scheisse passiert , von Michel Gygax Scheisse passiert

Das kleine Theater Central aus Bern bringt erneut ein Stück auf die Bühne, das hierzulande kaum jemand kennt: «Good People» des Amerikaners David Lindsay-Abaire. Die Geschichte spielt in South Boston, von den Einwohnern liebevoll Southie genannt, neuerdings ein aufstrebender Stadtteil von Boston in den USA. Lange war es aber eine üble und raue Gegend, die vor allem von irisch-stämmigen Arbeiterinnen und Arbeitern besiedelt und geprägt wurde. Das ist auch heute noch zu spüren. Und längst nicht alle können vom Aufschwung und von der Veränderung profitieren.

Margie lebt im Lower End von Southie. Sie hat einmal mehr ihren Job verloren und fragt sich, wie sie weiter über die Runden kommen, wie sie sich und ihre Tochter durchbringen und die Miete zahlen soll. Ja, Scheisse passiert manchmal. Doch da erzählt ihr ihre Freundin Jean, sie habe Mike getroffen. Er stammt auch aus Southie, ist jetzt aber Arzt, der in einer wohlhabenden Gegend von Boston wohnt. Margie und Mike hatten vor 30 Jahren eine kurze Affäre, dann hat er aber die Chance gepackt und Southie verlassen. Also macht sich Margie auf den Weg, um Mike zu besuchen und für einen Job zu fragen. Und ihn mit seiner Vergangenheit zu konfrontieren...

Good People vom 21. Oktober bis 5. November im Theater am Käfigturm in Bern. Informationen und Tickets: www.theater-central.ch

Buena nueva für (Heimweh-) Spanier , von Maja Boss Buena nueva für (Heimweh-) Spanier

Valérie Hug ist eine Frau der Tat. Zielstrebig verwirklichte sie sich diesen Sommer ihren Traum: Anfang Juli eröffnete sie in Biel den spanischen Feinkostladen la terreta (wörtlich „ein Stück Heimat“): erlesene Zutaten für Tapas & Paella, Olivenöl, Sangria, typisch spanische Süssigkeiten... einfach alles was das (spanische) Herz begehrt!

Und nicht nur das: Valérie integrierte ein zweites Herzensprojekt kurzerhand in ihren Laden. Zukünftig sollen kreative Abende stattfinden: Interessierte können Geschirr und Geschenke aus Keramik bemalen - umrahmt von ein paar Tapas fürs kulinarische Wohl -, neue Leute kennenlernen und gleichzeitig ihre Kreativität fördern.

La terreta, G.F.-Heilmann-Strasse 49, 2502 Biel/Bienne, www.terreta.ch

Metsiederei , von Sarah Galatioto Metsiederei

Hinter dem Met von Alexander Eckert steckt eine starke Mischung: Überzeugung, Handwerk, Niveau. In seiner Metsiederei in Innerberg bei Bern entstehen aus Wasser, Honig, Kräutern und Hefe phantastisch gute Honigweine. Frei nach einem alten Rezept.

2012 bildete sich der ehemalige Softwareentwickler zum Imker aus, um seinen Met von Grund auf herstellen zu können. Unterdessen produziert er rund 4000 Liter pro Jahr; klassischen Milfion (gälisch, Honigwein), herberen Norse (altnordisch, Nordmannmet), und seit 2015 auch Fleur de Met und den Metbrand Vitum (germanisch, Weisheit).

www.metsiederei.ch