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Emilia - eine Frau auf dem Weg zu sich selbst , von Rosmarie Bernasconi Emilia - eine Frau auf dem Weg zu sich selbst

Die Lebensmitte als eine Art spirituelle Adoleszenz? Das fragt sich Emilia Kramer, Anfang fünfzig, verheiratet, zweimal geschieden, Mutter einer verheirateten Tochter und eines erwachsenen Sohnes. Sie steht vor dem Scherbenhaufen ihrer dritten Ehe. Zeit, ihre Vergangenheit Revue passieren zu lassen. Verdrängtes hervorzuholen, sich den Lebensfragen zu stellen und zurückzublicken. Gestützt durch zwei Freundinnen, scheint alles nicht so dramatisch zu sein. Oder doch?

Da ist vieles, was im Verborgenen bleibt. Ihr Vater zum Beispiel, den sie nie kennengelernt hat. In ihrer scheinbar ausweglosen Situation kehrt Emilia zu ihrer Mutter zurück, die sie seit ihrer letzten Hochzeit nicht mehr gesehen hat. Die Mutter ist nun, am Ende ihres Lebens, bereit, Licht in die Familiengeschichte zu bringen. Doch nichts verläuft so, wie es sich Emilia vorgestellt hat.  

Silvia Götschi versteht es, die Geschichten der vier Frauen gekonnt zu verweben. Es gibt viel zu lachen, wenn auch das eine oder andere Klischee von Frauen über fünzig nicht fehlen darf. Ich habe mich köstlich amüsiert und Silvia ist eine hervorragende Geschichtenerzählerin. Dies nicht nur in ihren bekannten Krimis, sondern auch in Geschichten, die das Leben schreibt.

www.silvia-goetschi.com