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Fantastische Zeitreise , von Stefan Hugi Fantastische Zeitreise

Du sitzt auf einem Haufen Schrott, der sich über viele, viele Jahre angesammelt hat. Du hast daraus kuriose Spielzeuge, wunderliche Maschinen, verschrobene Kunstwerke oder bizarre Bühnenbilder gebastelt. Und damit vielen Kindern einen Heidenspass bereitet und Erwachsene zum Staunen und Nachdenken gebracht. Doch nun ist Schluss. Die alten Hallen, wo sich dein Gerümpel bis unter die Decke stapelt, werden abgerissen. Alles muss weg. Zurück auf den Schrottplatz. Doch vorher...

... baust du aus den Teilen einen merkwürdigen Parcours auf mit viel Liebe zum Detail und lässt die Besucher ein letztes Mal durch die Räume der ehemaligen Schoggifabrik wandeln.

Genau das tut Babu Wälti. Er und das Team von Fata Morgana laden zum trashigen Spaziergang. Es gilt, an 16 Posten geheimnisvolle Aufgaben zu erfüllen oder abstruse Rätsel zu lösen: «Mystodrom – As time goes by» an der Bahnstrasse 21 in Bern. Immer mittwochs, freitags, samstags und sonntags bis 1. Dezember - jedoch restlos ausverkauft. Zusätzliche Daten ab 26. Dezember bis 5. Januar. Auch ausverkauft.

«Mystodrom – As time goes by», www.spielmaterialverleih.ch/mystodrom und www.fatamorgana.ch/mystery/mystodrom.asp

¡Ay, caramba! , von Stefan Hugi ¡Ay, caramba!

Freitagabend. Ein heisser Wind weht durch das Zürcher Volkshaus. Die Band Calexico ergiesst ihre Leidenschaft - ein Gemenge aus Latin-Wohlklang, Mariachi-Lüpfigkeit und staubtrockenem, amerikanischen Rock - auf die entzückte Masse. Es lodert das Feuer auf der Bühne, es kreisen die Hüften über dem glühenden Wüstensand im Saal. Das Volk ist aus dem Häuschen, Züri brännt. Und am Ende wünscht man sich, einen Poncho überzustreifen und glücklich auf einem Maulesel nach Hause zu reiten.

Gehet hin und höret Calexico! Am 15. November 2012 im Volkshaus zu Basel oder immer wieder auf Tonträger.

Calexico, www.casadecalexico.com

Badespass in historischer Kulisse , von Markus Hochuli Badespass in historischer Kulisse

Herrliche Naturweiher, lauschige Liegeflächen, hölzerne Badehäuser über dem Wasser und kleine Umkleidekabinen mit bunten Vorhängen. So präsentiert sich die historische Badeanstalt „Drei Weihern“ in St.Gallen. Dort vereinen sich Badespass und Nostalgie. Mannen-, Bueben- und Chrüzweiher wurden im 17. Jahrhundert angelegt und dienten ursprünglich der Textilindustrie.

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurden die Weiher erstmals zum Baden verwendet; damals noch streng nach der geforderten Geschlechtertrennung für Badeanstalten. Das 1900 erstellte städtische Freibad am Mannenweiher unterliegt heute keiner Zugangsbeschränkung mehr. Am Chrüzweiher befindet sich das Familienbad, das aus einer gemischten Zone und dem heute noch Frauen vorbehaltenen und 1896 erstellten Frauenbad besteht. Badespass in historischer Kulisse. Definitiv ein Grund um wieder mal in die Ostschweiz zu reisen.

Familienbad Dreilinden, Dreilindenstrasse 50, 9011 St.Gallen, http://www.stadt.sg.ch/home/schule_und_sport/sport/Freibad/familienbad_dreilinden.html

Der blühende Ort, an dem Fitness, Bio und Kulinarik zusammenfinden , von Patrik Zeller Der blühende Ort, an dem Fitness, Bio und Kulinarik zusammenfinden

Vor nicht allzu langer Zeit als biederer Wochenend-Fluchtort verpönt, geniessen Familiengärten (ehemals Schrebergärten genannt) zunehmende Popularität. Dies nicht ohne Grund, bringt dieses Hobby doch mehrere wohltuende Elemente mit sich: Die Pächterinnen und Pächter betätigen sich draussen, kümmern sich um gesunde, hochbiologische Nahrungsmittel mit kurzen Transportwegen und geniessen diese umso mehr, da jedes kleine Pflänzchen eigens aufgezogen wurde. Die Saison neigt sich dem Ende zu. Der beste Zeitpunkt, sich eine Parzelle für 2013 zu sichern.

Familiengärten Schweiz: http://familiengarten.ch/

Einer unter tausend , von Sarah King Einer unter tausend

Le monde en miniature. Tausend kleine Menschen sind versunken in was immer sie tun: einfach sitzen und warten, dem Wind strotzen, Lastesel sein, in den Spiegel blicken, dem fehlenden Gesicht die Maske aufsetzen oder im Kopfstand verharren. Es sind die alltäglichen Begegnungen des Künstlers Walter Hofer, in Ton verkörpert, in den letzten tausend Tagen vor Millenium. Begegnungen mit anderen, mit sich selbst, oder vielleicht auch mal mit den anderen in sich selbst. „1000 oeuvres“ heisst das Werk, das nur einen kleinen Teil der Kunst ausmacht, die Martha und Walter Hofer in und um ihren gläsernen Pavillon in Cudrefin ausstellen. Eine Welt zum Eintauchen, Miterleben, Fantasieren, Zeitreisen. Und plötzlich ist man einer von ihnen. Einer unter tausend. Menschenscheu?

www.hoferundhofer.ch

Ein kleines Paradies , von Claudia Marti Ein kleines Paradies

Im schönen Maggiatal, etwa eine halbe Stunde mit dem Bus von Locarno entfernt, liegt das Backpacker Baracca von Monika & Reto Leutwiler. Seit 15 Jahren führen sie es mit viel Liebe und Sorgfalt und haben es dazumal selber umgebaut. Daraus entstanden ist eine kleine Herberge oder eine sogenannte kleine "Baracke" mit einem Handvoll Zimmer, einer Küche zum selber verpflegen und einer Sanitäranlage.
Daneben lädt ein verwunschener Garten zum verweilen ein. Wer Lust hat, darf sein Zelt auch im Garten aufstellen und bei Nacht das Himmelszelt betrachten. Die Kräuter die überall im Garten stehen sind zum pflücken und gebrauchen da.
Nur der Kirchturm neben der Herberge lässt einem erinnern, dass es auch noch eine Zeit gibt. Ansonsten hört man nur den nahen Wasserfall und das Summen der Bienen.
Unweit von der Herberge kann man die Natur wunderbar entdecken, sei es in der kühlen Maggia oder an einem der schönen Wasserfällen im Wald. Ein kleines Paradies Mitten im Herzen vom Tessin.

Baracca Backpacker Aurigeno, Al runch cavalign, 6677 Aurigeno, 079 207 15 54, www.baracca-backpacker.ch