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urban hairdressers , von Marlis Nattiel urban hairdressers

Der Corner Shop befindet sich – natürlich – in einem Eckgebäude nur wenige Schritte vom Bierhübeli. Evelyn hat sich vor etwas mehr als einem Jahr den Traum vom eigenen Geschäft erfüllt.

 Im Corner Shop Team sind ausserdem Michael und Flor beteiligt – Flor ist vor allem zuständig für Make-up – das Team erhält zahlreiche Aufträge für Hochzeiten, Events und Shootings.    

Das mid-century Interieur erinnert ein wenig an „mad men“. Und Haare-schneiden-lassen ist im Corner Shop immer eine entspannte und angenehme Sache – dabei kommt die Atmosphäre des Quartierladens zusammen mit dem Auge für die individuellen Persönlichkeiten der Kunden und dem handwerklichen Können. 

Evelyn und ihr Team können alles: High Drama-Frisuren und präzise, saubere Haarschnitte, die auch nach der nächsten Haarwäsche noch richtig sind. Übrigens – der Corner Shop ist auch ein Barber Shop: Rasuren und Bart Trimmen für die urbanen Männer.  

The Corner Shop, www.the-corner-shop.ch

Eine saubere Sache , von Maja Boss Eine saubere Sache

Lauge und Kräuteraufguss vermischen, verschiedene Fette im Topf langsam schmelzen, Öle und später Düfte dazugeben lange rühren... Nein, kein Hexentrank und auch keine Hexerei, hier geht's um die Herstellung von Naturseifen.

Astrid Nigg ist im toggenburgerischen Lichtensteig zuhause. Sie bietet in ihrer Seifenwerkstatt - in einem hellen und heimeligen ehemaligen Kirchensaal - Events und Kurse an und produziert mit ihren Teilnehmern gleich ihre eigenen Seifen: Sie lehrt ihre Gäste, aus hochwertigen Pflanzenölen und naturreinen ätherischen Ölen Naturseifen herzustellen und verwöhnt einem dabei auf Wunsch auch gleich noch kulinarisch. 

Wem das Praktische weniger liegt, der besucht die Website oder ihr Atelier - jeweils am Donnerstagnachmittag - und taucht ein in ihre Welt der Düfte: Von der Shampoo- bis zur Handseife steht ein breites Sortiment zur Auswahl, von dem jedes Stück Seife von Hand geschnitten und liebevoll verpackt wird. Die Seifen sind übrigens innerhalb kurzer Zeit biologisch abbaubar, frei von synthetischen Zusatzstoffen und werden ohne Palmöl hergestellt. 

http://www.toggenburger-naturseifen.ch; Astrid Nigg, Wilerstrasse 138, 9620 Lichtensteig, Tel. 071 999 94 65

Scheisse passiert , von Michel Gygax Scheisse passiert

Das kleine Theater Central aus Bern bringt erneut ein Stück auf die Bühne, das hierzulande kaum jemand kennt: «Good People» des Amerikaners David Lindsay-Abaire. Die Geschichte spielt in South Boston, von den Einwohnern liebevoll Southie genannt, neuerdings ein aufstrebender Stadtteil von Boston in den USA. Lange war es aber eine üble und raue Gegend, die vor allem von irisch-stämmigen Arbeiterinnen und Arbeitern besiedelt und geprägt wurde. Das ist auch heute noch zu spüren. Und längst nicht alle können vom Aufschwung und von der Veränderung profitieren.

Margie lebt im Lower End von Southie. Sie hat einmal mehr ihren Job verloren und fragt sich, wie sie weiter über die Runden kommen, wie sie sich und ihre Tochter durchbringen und die Miete zahlen soll. Ja, Scheisse passiert manchmal. Doch da erzählt ihr ihre Freundin Jean, sie habe Mike getroffen. Er stammt auch aus Southie, ist jetzt aber Arzt, der in einer wohlhabenden Gegend von Boston wohnt. Margie und Mike hatten vor 30 Jahren eine kurze Affäre, dann hat er aber die Chance gepackt und Southie verlassen. Also macht sich Margie auf den Weg, um Mike zu besuchen und für einen Job zu fragen. Und ihn mit seiner Vergangenheit zu konfrontieren...

Good People vom 21. Oktober bis 5. November im Theater am Käfigturm in Bern. Informationen und Tickets: www.theater-central.ch

Ein Sonntag ohne Autos , von Sophie Frei Ein Sonntag ohne Autos

Am 11. September 2016 zwischen 10 bis 18 Uhr verwandelt sich das Mattenhof-Weissenbühl-Quartier in Bern in ein lebendiges, autofreies Quartier!

Zu Fuss oder per Velo können die verschiedensten Aktivitäten erkundet werden. Für jeden Geschmack und jedes Alter ist etwas dabei: ein Velo Fashion Markt mit Velo-Parade und Défilé de Chaussures, ein Lastenvelo-Contest, ein magisches Gemüsevelo, eine Kinder-Olympiade, eine Yoga- und Wellnessstrasse, ein Park Café mit Neigbourtalks, Künstlerisches von Musik, über Tanz bis zu Theater, Kulinarisches aus der Region und vieles mehr! Kommt vorbei. Am Stand vom Team Quartierperlen könnt Ihr Eure persönlichen Lieblingsplätze im Quartier verraten oder auf einer Tour neue Perlen entdecken.

Weitere Informationen zum Programm: www.quartierzeit.ch  

Out in the Kraut , von Sarah Galatioto Out in the Kraut

Zuhinterst im oberen Emmental wo die Emme durchs Räbloch ans Tageslicht rauscht, findet es statt. Wer es nicht weiss, würde hier in der heimeligen Hogerlandschaft kein Festival suchen. Unterdessen gehört es aber zu Schangnau und Bumbach wie die schon fast heimisch gewordenen Wasserbüffel.

An diesem Festival geht es nicht um Konsum; Geld hat hier keinen Wert. Viel mehr geben diese Festivaltage Zeit und Raum für Künste, Denkfabrik und Spielplatz jenseits von Müll-Lawinen und Kommerz. Jeder hilft, wie es ihm möglich ist, es wird getauscht und verschenkt. Das Festival wird komplett von freiwilligen Helfern organisiert und aufgebaut. Niemand kriegt Lohn oder Gage, auch die Bands nicht. Das Festival wird ausgerichtet vom Verein Weltenbaum mit Sitz in Schangnau. Sie veranstalten und unterstützen Festivals, die auf Eigenverantwortung, Nachhaltigkeit und Horizonterweiterung basieren.

www.outinthekraut.ch vom 29. Juli bis 1. August 2016

Weltoffene Tischkultur , von Michel Gygax Weltoffene Tischkultur

Margrit will verschiedene Menschen an einen Mittagstisch bringen. Inspiriert wurden die zwei Gründer, die Brüder Stefan und Tobias Ganz, von ihrer Grossmutter Margrit, die immer frisch, regional und unglaublich gut kochte. Für die ganze Familie und viele Gäste.

Weil die Gebrüder Ganz während ihrer Studien- und Arbeitszeit den Mittagstisch oft in Eile und ab und zu in Langeweile verbrachten, kamen sie auf folgende Idee: Es gibt überall sehr viele Menschen, die gerne und fast jeden Mittag kochen. Manchmal stehen sie stundenlang in der Küche – für eine oder zwei Personen. Dabei könnten sie ohne grossen Mehraufwand für vier, fünf oder noch mehr Personen kochen. Und dabei noch etwas verdienen.

Die Idee, der Internetplattform "Margrit" war geboren. Auf dieser attraktiven, klaren und intuitiv gestalteten Homepage finden Geniesser, Netzwerkler, offene Menschen und Hobbyköche zueinander. Grossartig!

www.margr.it

Hingucker , von Karin Müller Hingucker

Die Stadt Bern als Catwalk?! Am Samstagnachmittag, wenn die Stadt voll von Flanierwütigen ist?! Welch brilliante Idee. Der Gefahr, dass die Mode im Trubel untergeht oder die Kulisse ihr die Show stiehlt, wirken die OrganisatorInnen von 'Loufmeter' mit ihrem Konzept gekonnt entgegen. Erstens werden die Models von einer marching Band (Fats Tiger’s Swing Monkey) begleitet, zweitens fallen Leute, die in einer Einerreihe durch die Stadt wandeln sowieso auf, und last but not least sind die Stücke der 8 einheimischen Designer, die präsentieren, eine Augenweide.

Die Modeschau der anderen Art beginnt am 28. Mai 2016 um 14.00 Uhr beim Kulturbüro Bern, führt durch die Altstadt und dauert ungefähr 75 Minuten. Man kann also gemütlich beim Kaffee sitzen und sich an der bunten, wunderschönen Parade die Augen wundsehen.

Für längeres Betrachten und Kaufen empfiehlt sich der Showroom im 1. Stock des Lorenzini/DuTheater (von 11.00 bis 18.00h). Und man kann beim Shoppen ein gutes Gewissen haben, weil man junge, einheimische Designer unterstützt. (wdh)

www.loufmeter.ch

Liebevolle Gastronomie auf dem Lande , von Regula Keller Liebevolle Gastronomie auf dem Lande

Käpt'n Holger ist eine wunderbare Café-Bar in Langnau. Gemütliche und sehr stilvolle Einrichtung, freundlicher und aufmerksamer Service, gute Produkte und faire Preise. Was will man mehr in einer Café-Bar auf dem Lande. Dazu präsentiert das junge Betreiber-Team ein abwechslungsreiches Kulturprogramm und im Sommer eine lauschige Aussenbesthuhlung.

Unter dem Namen "zum Topf" bieten leidenschaftliche und junge Hobbyköche eine kleine Auswahl an vegetarischen und veganen Mittagsmenüs und einen monatlich stattfindenen Sonntagsbrunch an.

Ein stimmungsvoller Ort zum Hingehen. Immer wieder und für alle! Peace & love!

www.zumtopf.ch / www.kaeptnholger.ch

Bern singt! , von Léa Urben Bern singt!

300 singbegeisterte Menschen, professionelle Musikerinnen und Laiensänger aus unterschiedlichen Chören, Quartieren und Gemeinden führen am Samstag, 20. Februar 2016 das STABAT MATER von Antonin Dvoràk auf. Sie alle haben das Werk eigenständig einstudiert und sind vor dem Konzert lediglich für eine einzige gemeinsame Klavierprobe zusammengekommen.

Das Werk entstand 1875, als Dvoràks Töchterchen kurz nach der Geburt verstarb. Noch während der Kompositionsphase verstarben im Jahr 1877 zwei weitere Kinder im Säuglings- bzw. Kleinkindalter - man kann also die im Musikstück erklingende Verzweiflung als eine Form der persönlichen Trauerarbeit des Komponisten bezeichnen.

Den endgültigen internationalen Durchbruch erlebte das Stabat Mater im Jahre 1884, als Dvoràk dieses im Rahmen einer Englandreise in der  Londoner Royal Albert Hall vor 8000 Zuhörenden mit einem aus über 800 (!) Sängerinnen und Sängern bestehenden Chor und einem dazu passenden Riesenorchester aufführen konnte.
Die Aufführung von "Bern singt" wird zwar weniger pompös sein, trotzdem werden die 300 Sängerinnen und Sänger alles geben, um auch das 3. Berner Mitsingkonzert zu einem für Publikum und Mitwirkende aussergewöhnlichen Erlebnis zu machen.

Weitere Informationen und Tickets unter www.bern-singt.ch

Akustik-Fetischist , von Stefan Hugi Akustik-Fetischist

Als Mario Batkovic im Alter von elf Jahren aus Bosnien in die Schweiz gekommen ist, konnte er kaum ein Wort Deutsch. So wurde die Musik zu seinem bevorzugten Kommunikationsmittel. Noch heute ist er ein musikalischer Grenzgänger - er musiziert genreübergreifend, manchmal alleine, manchmal mehrköpfig.

Er war Teil der Berner Kummerbuben, hat das Rock'n'Roll-Monster Destilacija ins Leben gerufen, schreibt Filmmusik und hat ein Solo-Album aufgenommen mit Akkordeon. Nur er und sein Akkordeon. Und hat damit die Schweizer Hitparade erobert.

Selber bezeichnet er sich als Akustik-Fetischist und spielt gerne an ungewöhnlichen Orten: im Keller des Pavillons auf der Münsterplattform, in einem Luzerner Schwimmbecken oder zu dritt in der Thuner Fussballarena vor einer Handvoll Zuschauer, um sich damit den Wunsch eines Stadionkonzerts zu erfüllen. Und er würde gerne einmal in der Kanalisation spielen. Wegen der speziellen Akustik. Er wird es tun, ohne Zweifel.

www.batkovic.com