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Barbière im Breitsch , von Michael Klesse Barbière im Breitsch

Aus einer Bieridee und der alten Jura-Apotheke wurde die Bierbar Barbière am Breitenrainplatz in Bern. Was lange angekündigt wurde (auch schon auf herz-haft.ch), durch zähe Baubewilligungsverfahren und Einsprachen aufgehalten, ist nun seit diesem März der wahr gewordene Traum der sechs Gründerväter. Mit ihren selbst zusammengeschraubten Maschinen kreieren die beiden Braumeister Matthias Kernen und Christoph Häni Biere und Ales in Eigenkreation.

Sie brauen, was ihnen schmeckt oder was sie neu ausprobieren wollen. Stout, Porter oder India Pale Ale sind ihre Favoriten. Alte englische und belgische Sorten werden neu interpretiert, das Weizenbier kann durchaus mit Koriandersamen und Orangenschalen versetzt sein oder ein Sud landet im Barrique, wo er ein Jahr lang reift. Ihrer Experimentierfreudigkeit setzen sie keine Grenzen. Bei der Herstellung werden Produkte aus der Region bevorzugt und das Malz kommt vom zertifizierten Biobauern.

Die Biere stehen im Vordergrund von Barbière, das kein Pub sondern auch ein neuer Quartiertreff sein will, wo gute Getränke und feines Essen in einem schönen Ambiente serviert werden. Mittlerweile wurde dort der erste Geburtstag gefeiert und kulturelle Perlen erweitern die Angebotspalette. (WDH) 

Bierbar Barbière, Breitenrain 40, 3014 Bern, www.barbiere-bern.ch

Der letzte Tanz! , von Michel Gygax Der letzte Tanz!

Am Freitag, 27. März 2015 kreisen im Restaurant im Quadrat letztmals die Schwingbesen in der Küche, die Silberlinge im CD-Spieler und die Hüften auf dem Tanzparkett. Um 18.00 Uhr startet das Menü in drei Gängen. Ab 21.00 Uhr feiert das DJ-Kollektiv von Tanzen im Quadrat die finale Disko. Wie immer hin und her, kreuz und quer und mit viel Leidenschaft. Danach werden die Lichter gelöscht und das Restaurant im Quadrat geht in andere Hände über.

Die Tanznacht zügelt danach ins Schloss Köniz. Am 29. Mai heisst es dort erstmals «Helga! Tanzen im Kulturhof». Wie gewohnt kann man sich bei einem Dreigangmenü auf den Abend einstimmen, danach legt die DJ-Schar von Tanzen im Quadrat friedlich, beschwingt und mit viel Liebe Musik auf – querbeet und ohne grosse Berührungsängste. (WDH)

Restaurant im Quadrat, Bernstrasse 178, 3052 Zollikofen, www.imquadrat.ch

Erlebnis Agrovision , von Sophie Frei Erlebnis Agrovision

Es ist ein wahres Erlebnis auf mehreren Sinnesebenen: Ein Bio-Bauernhof, eine Bio-Käserei, ein Bio-Markt, eine Bio-Holzofen-Bäckerei und zur perfekten Vollendung des Werks ein Restaurant, in welchem alle hauseigenen Produkte zu genussvollen Gerichten verarbeitet werden.

Agrovision Burgrain in Alberswil in der Nähe von Willisau ist ein Beispiel für einen zeitgemässen und zukunftsorientierten Landwirtschaftsbetrieb, bei dem Mensch, Tier und Natur zusammenwirken. «Vom Feld zur Gabel» wird hier jeden Tag leidenschaftlich gelebt und umgesetzt.

Hinter dem Burgrain steht die Stiftung Agrovision Muri. Sie will landwirtschaftlichen Betrieben nachhaltige Perspektiven aufzeigen. Ein weiteres erfolgreiches Projekt der Stiftung Agrovision Muri und der Zentralschweizer Bio-Vereine ist die Marke «RegioFair». «RegioFair» steht für biologische, faire und regionale Produktion. Dank einer Plattform werden Bioproduzenten, -verarbeiter und -händler optimal vernetzt und die Produkte in der ganzen Schweiz in Bio- und Lebensmittelfachgeschäften, Hofläden und auf Wochenmärkten verkauft. (WDH)

Erlebnis agrovision: agrovision.ch, Restaurant Burgrain-Stube und Bio-Markt geöffnet von Mittwoch bis Sonntag / RegioFair: regiofair.ch

Bern's eigene Late-Night-Show , von Patrik Zeller Bern's eigene Late-Night-Show

Zugegeben: Dominik Gysin's Entertainment-Stil ist nicht aller Sache. Matto Kämpf's Humor lässt dann und wann fragende Gesichter zurück, umso mehr, wenn er in einem Eidechsenkostüm auf der Bühne steht. Und bestimmt stinkt es bei diesem Unternehmen auf den ersten Blick ein bisschen nach verklumpter Berner Szene.

Aber: Das Mädel (Gisela Feuz) und die Jungs (noch nicht erwähnt: Raphael Urweider und Initiant Till Könneker) der Too Late Show zeigen Mut wie Engagement. Sie sorgen mit ihrem nicht so ganz einstudierten Programm für Unterhaltung der erfrischenden Art. Sie schlagen mit ihren Gästen ebenso Brücken zwischen verschiedenen Altersklassen wie zwischen Kulturszenen. Nicht zu vergessen ist die musikalische Begleitung der exquisiten Showband bestehend aus…lassen wir das Namedropping: Wir haben jetzt einige gute Gründe, warum diese Show einen Besuch wert ist.

Die in Mundart moderierte Too Late Show hat am 30.1. ihr Debüt gefeiert. Sie wird im Stil der klassischen Late-Night-Shows durch einen Showmaster geführt und durch verschiedene Sidekicks, eine Showband und wechselnde Showgäste ergänzt. Weitere Shows: 20.2., 27.3. und 24.4.

www.toolateshow.ch 

Photo+Klang+Reisen , von Sophie Frei Photo+Klang+Reisen

Wer im Februar Fernsucht verspürt und gerne mal wieder in andere Länder abtauchen würde, der sollte die intermediale, audiovisuelle Performance Photo+Klang+Reisen in der Nydeggkirche in Bern nicht verpassen. Bei der aussergewöhnlichen Veranstaltung verbinden sich Bild, Klang und Raum zu einem sinnlichen Erlebnis für Auge, Ohr, Geist und Seele.

Von Bildsequenzen aus einem kleinen Urwald bei Basel, über atemberaubende isländische Fjord-, Eis- und Berglandschaften, bis hin zur Wüste und der pulsierenden, farbenfrohen Welt Marokkos, werden die Bilder von live gespielten Klangkompositionen und Gesang begleitet.

Die Vorstellung findet einmalig am Freitag, den 13. Februar um 20 Uhr in der Nydeggkirche in Bern statt. Der Eintritt ist frei – Kollekte.

Photo+Klang+Reisen, Freitag 13. Februar 2015, 20 Uhr, Nydeggasse, Nydeggkirche Bern

Rast: Raum für kulturelle Vielfalt , von Patrik Zeller Rast: Raum für kulturelle Vielfalt

Es gibt Entsetzte, die sich untätig darüber beschweren, sie würden jeglichem Freiraum beraubt. Es gibt Matadoren, die seit Jahren ihr ordentlich funktionierendes Programm verwalten. Und es gibt Menschen, die an neuen Lösungen zur kulturellen Vielfalt in Bern arbeiten, zum Beispiel das Projekt Rast.

Rast versteht sich als nomadische Plattform, die ungenutzte Räume erschliesst und so Bewegung und Austausch in der Kulturlandschaft fördert. Jedes gefundene Plätzchen bietet Raum für neue Experimente: von Speeddating über ad hoc-Bars in leer stehenden Gewerberäumen, Konzerten auf Dächern bis hin zu Ludo-Schänken und Pétanque im Park: Es hat für alle etwas dabei. 

Nicht zu vergessen ist der digitale Knotenpunkt Raum.Rast.Be, auf dem unkompliziert (temporär) leer stehende Räume und Liegenschaften gesammelt und für weitere Taten entdeckt werden. 

Zu Idee, Elan und Engagement des fünfköpfigen Teams bleibt mir nur ein Wort: Chapeau! (WDH)

Rast im Web: www.rast.be

Schaufenster , von Stefan Hugi Schaufenster

In Bern gibt es Un-Orte. Einer davon ist das Bollwerk. Ein Spaziergang entlang der Strassenschlucht ist jedenfalls wenig erbaulich. Schon mal das Trottoir auf Bahnhofseite benützt? Eben. Alles andere als schön. Doch seit 9. Januar belebt dort das Kunstprojekt «Transform» die verlassenen SBB-Räumlichkeiten im Parterre des Gebäudes am Bollwerk 12.

Kunstschaffende aus verschiedenen Sparten setzen sich mit dem Raum und seiner Umgebung auseinander und nutzen ihn als Bühne für Installationen, Konzerte und Performances. So entsteht eine Art Showroom. Wer an der grossen Fensterfront vorbeigeht, ist eingeladen, stehenzubleiben und teilzuhaben. Fast täglich lässt sich Neues entdecken. Die vierte Versuchsanordnung von Transform dauert bis am 13. Februar 2015.

Transform, Versuchsanordnung 4, www.transform.bz oder www.facebook.com/transform.bz

Zeit für Grosses! , von Stefan Hugi Zeit für Grosses!

Medea. Was für eine Frau: Königstochter. Verliebt sich in einen Helden und folgt ihm in blinder Liebe. Wird vom Helden heldenhaft sitzen gelassen. Tötet ihren Bruder, ihre Nebenbuhlerin und schliesslich ihre Kinder. Grosses Drama!

Diesem Stoff hat sich «Faust Gottes» angenommen. Faust Gottes ist ein Kollektiv von Berner Studierenden und Kulturschaffenden, die - nach eigener Aussage - nicht die Faust im Sack machen sondern kräftig auf die Bretter, die die Welt bedeuten, hauen wollen. Und das gelingt ihnen mit diesem griechischen Epos auf prächtige Art und Weise.

Medea ist vergnüglich, schmissig und beeindruckend umgesetzt. Unterstützt vom Orchester Campo fiorente und dem Chor Suppléments musicaux, beweist Faust Gottes, dass grosses Theater auch abseits der Bühnen des Stadttheaters möglich ist.

Faust Gottes spielt Medea noch am 10. und 11. Januar im Tojo Theater - www.faustgottes.ch

Härdöpfeler , von Maja Boss Härdöpfeler

Beim Wort Härdöpfeler nur an Hochprozentiges zu denken, ist weit gefehlt. „Härdöpfeler“ gibt’s auch auf der Bühne, vollkommen nüchtern. In einer Improtheater-Show spielen jeweils drei Mitglieder des Berner Theaters TAP (Theater am Puls) mit viel Enthusiasmus um die Gunst des Publikums: Gewinnen kann, wer mit Charme, Witz, Gesten und Schlagfertigkeit „den Puls“ des Publikums spürt und dieses für sich begeistern kann. Begleitet von musikalischen Einlagen erwartet einem ein einmaliger Abend zum herzhaft Mitlachen. 

www.la-cappella.chwww.theaterampuls.ch

Liebe und Zufall , von Eleni Meyer Liebe und Zufall

Der neue Film "Liebe und Zufall" von Fredi Murer ist ergreifend, morbid, echt, fantastisch und geht unter die Haut.

Eine Geschichte, wie sie wirklich passieren kann, so erzählt, dass einem die kleinen Wunder im Leben das Herz beben lassen. Die Darsteller sind mit ihren Rollen verwachsen und wir erkennen die Figuren aus unserem Leben: auf der Strasse, in der Migros, auf der Parkbank und am Bahnhof, aus den Sternstunden unseres eigenen Lebens.

Schauspielerisch hervorheben möchte ich Sibylle Brunner und Silvana Gargiulo. Sie verkörpern ihre Rollen perfekt. Die Geschichte ist inspiriert vom Vermächtnis Fredi Murers Mutter.

www.vegafilm.com/titel/liebe-und-zufall-2014