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Entspannt rotieren , von Sarah King Entspannt rotieren

Auf die kälteren Tage hin ein entspannender Tipp: "Lomi". Der Name lässt es erahnen: lang, voll und sanft. In diese Richtung entwickeln sich Körper und Seele während zwei Stunden hawaiianischer Massage. Wie sich das anfühlt? Als hätten Hände Augen. Unweigerlich entdecken sie jede angespannte Muskelfaser, erspüren steife Gelenke und machen selbst die eine oder andere Seelenblockade ausfindig. Sie streichen von Kopf bis Fuss, lassen Bänder und Sehnen wachsen, Gelenke rotieren, und geben jedem der 34 Rückenwirbel einen Moment lang das Gefühl, er sei einzigartig. Und der Kopf? Der räumt sich derweilen auf, stellt seine Gedanken auf die Seite, vergisst sich selbst, bis er meint, er döse am Meer, 27 Grad, die Wellen rauschen, selbst wenn die zwei Stunden um sind.

Die Lomi-Massage bietet Andreas Hänzi in seiner dezent, aber liebevoll eingerichteten Praxis in der Länggasse an. Für seine Arbeit verwendet er ausschliesslich Bio-Produkte. Raumtemperatur und Musik passt er den individuellen Bedürfnissen an.

www.andreashanzi.ch.

Stadtgemüse , von Sophie Frei Stadtgemüse

Bis zum 2. November 2014 ist die Sonderausstellung zum Thema Stadtgemüse für Menschen mit und ohne grünen Daumen im Museum Mühlerama, in der Mühle Tiefenbrunnen in Zürich noch geöffnet.

Urban Gardening-Projekte spriessen weltweit aus dem Boden: Eine Bewegung rund um das Säen, Anpflanzen und Ernten von Pflanzen auf öffentlichen städtischen Grünflächen, in Schrebergärten, auf Dächern oder auf dem eigenen Balkon.

In der Ausstellung in Zürich erzählen begeisterte StadtgärtnerInnen auf einem Hörspaziergang von ihren Erfahrungen, es gibt einen Hofgarten mit fast 100 Gemüsesorten sowie geheimnisvolle und bedrohte Samen zu entdecken. Wer möchte kann zum Schluss selbst aktiv werden, einen Samen pflanzen und ihm zu Hause beim Wachsen zusehen!

Museum Mühlerama: Ausstellung Stadtgemüse

Zentralmarkt rund um die Dampfzentrale , von Michael Klesse Zentralmarkt rund um die Dampfzentrale

Nach der Idee, einen kleinen, aber feinen Markt, der schön und gesetzt ist und welcher interessante, ästhetische und gepflegte Gebrauchtwaren in einer einzigartigen Ambiance anbietet, haben die ehemaligen Organisatoren des Reithallenflohmarkts bereits im Jahr 2006 einen Neuanfang gewagt.

Familiäre Stimmung wird hier ausgestrahlt. HändlerInnen müssen sich registrieren, denn Elektroschrott, Handys und vor allem Hehlerei hat hier nichts verloren! Der Zentralmarkt hat sich zwischen Flohmarkt (Estrichräumung) und Brocante (Antiquitätenschau) positioniert.

Hier findet der klassische Austausch von Ware und Bargeld statt, befreit von preistreibenden Faktoren wie Werbung, Marketing und Ladenmieten. Diese archaische Handelssituation ist als Kontrastpunkt zum technisierten, durchgestylten Konsum in Shopping Malls sehr erfrischend. Ebenfalls wird hier für die Nachhaltigkeit und gegen die Wegwerfmentalität gewirkt. 

Immer am letzten Sonntag im Monat versammeln sich die HändlerInnen rund um die Berner Dampfzentrale zum fröhlichen Tauschen.

Verein Zentralmarkt rund um die Dampfzentrale, www.zentralmarkt.be, www.dampfzentrale.ch

Heitere Fahne - Die Idealistenkiste , von Michael Klesse Heitere Fahne - Die Idealistenkiste

In der ehemaligen Gurtenbrauereiwirtschaft in Wabern bei Bern hat das Kollektiv "Frei_Raum inklusive Kultur" als "Die Heitere Fahne" ihre Flagge gehisst. Fröhliche Idealisten haben vor einem Jahr mit Begeisterung und Enthusiasmus innert kürzester Zeit in lauter Eigenarbeit ein neues Zentrum für Kultur, Soziales und Gastronomie gezaubert.

Die Idee steht dahinter, dass es im Raum Bern einen Ort geben soll, wo es im Zusammensein mit den verschiedensten Menschen darum geht, Kunst-, Arbeits-, Genuss- und Lebensräume zu schaffen, in denen sich Menschen frei und ungezwungen begegnen, austauschen und einbringen können. Der Gedanke der Inklusion aller Menschen (mit und ohne Behinderung, nämlich mit Besonderheiten) soll sich durch das gesamte Projekt ziehen und in allen Bereichen zum Tragen kommen.

Kultur und Kunst soll allen zugänglich sein, sowohl das Schaffen als auch der Konsum. Dorfbewohner, sowie Aussenstehende sollen einen Ort erhalten um gemütlich zusammen sitzen zu können, wo eine marktgerechte, saisonale, frische und faire Küche liebevoll zubereitete Speisen serviert. Das Kulturprogramm ist riesig, abwechslungsreich und grenzenlos. Mit viel freiwilligem und unermütlichem Einsatz ist dies möglich. So sieht der Aufbruch zu einer sozial faireren und kulturell reicheren Welt aus. Bravo, Hut ab!

Die Heitere Fahne - Die Individualistenkiste, Dorfstrasse 22/24, 3084 Wabern, www.dieheiterefahne.ch

Die Perle am Vorderrhein , von Eleni Meyer Die Perle am Vorderrhein

"Surselva" heisst auf rätoromanisch "über dem Wald", doch für mich ist Sevgein schon eher etwas "über der Welt". Das schmucke Bergdorf Sevgein liegt auf einer Terrasse in der Surselva mit Weitblick in die Gipfel und übers Vorderrheintal. Hier hat die Familie Aubry eine Perle geschaffen.

Gemeinsam und mit grosser handwerklicher Familienkompetenz (Steinbildhauerei, Schreinerei, zeichnerische Planung, biologisch dynamischer Gartenbau und Kochkunst aus Frischprodukten) wurde der am alten Wohnhaus angebaute Stall neu gestaltet und zum kleinen Ferienhaus umgebaut. Umrundet von Blumen sowie Kräutern, Beeren und Gemüse, die - ganz Selbstversorger - für das feine Mehrgangmenü verwendet werden. Es ist ein Ort zum Staunen, Ausruhen und Geniessen entstanden.

Papaver33, Marlen Aubry, Fir 33, 7127 Sevgein, www.papaver33.ch

Griestal-Strausse im Tuniberg , von Michael Klesse Griestal-Strausse im Tuniberg

Wer die Straussenwirtschaften im Markgräflerland in Deutschland nicht kennt, demjenigen sind sie wärmstens zu empfehlen. Diese von Winzern und Weinbauern saisonal geöffneten Gastbetriebe, in denen zu bestimmten Zeiten die selbsterzeugten Weine und landwirtschaftlichen Produkte direkt vermarkten werden, sind hoch im Kurs.

Die Griestal-Strausse im Tuniberg bei Freiburg im Breisgau bietet mit reinem Herzblut und aus ökologischer Überzeugung ihre Köstlichkeiten am liebsten frei unter dem Sommerhimmel auf selbst mitgebrachten Picknick-Decken im Garten an. In den angebotenen Säften kann die ideale Lage der eigenen Weinberge und Obstfeldern im Tuniberg, der professionelle Anbau in eigenen Kellern und das persönliche Engagement bis zum Ausschank geschmeckt werden. Das Motto: Aus Respekt und Liebe den Werten der Natur gegenüber, wird hier gelebt. Saisonal und regional vom Feld auf den Teller und ins Glas.

Griestal-Strausse, Rainer Linser, Griestal 2, D-79112 Freiburg-Opfingen

www.griestal-strausse.de

Kolben Kaffee Akademie Freiburg , von Michael Klesse Kolben Kaffee Akademie Freiburg

Die Kolben Kaffee Akademie in Freiburg im Breisgau ist eine Espresseria- Entdeckung und eine Institution am dortigen Martinstor. Dieses äusserst beliebte und sehr belebte Stehkaffee bietet nebst Kaffeespezialitäten aus Italien, Deutschland und der Schweiz eine verblüffende Auswahl feinster, herzhafter Süssteilchen aus der hauseigenen Patisserie. Dort wird Kaffeetrinken zelebriert und zum Genussspektakel. Alle angebotenen Kaffeespezialitäten können auch in Bohnenform erworben werden. 

Liebevoll werden im Tagesverlauf die Tische und Stühle auf der Terrasse immer nach dem Schatten ausgerichtet, so dass auch im Hochsommer ein angenehmes Verweilen möglich ist.

In diesem Jahr feiert die Akademie bereits ihr 25-jähriges Jubiläum. Ein bestechendes Konzept. Wer ein Platz am Stehtisch ergattert, kann sich glücklich schätzen. Die Einrichtung ist verschroben, die Bedienung supernett. Das Selbstabräumen gehört selbstverständlich dazu.

Kolben Kaffee Akademie, Kaiser-Josef-Strasse 233, D-79098 Freiburg www.kolbenkaffee-freiburg.de

Älplermaggeroni hingerdsi , von Maja Boss Älplermaggeroni hingerdsi

Obwohl die Berner Alpen viele wunderbare und verlockende Ziele anbieten, schadet es ja nie, auch einmal über den Gartenzaun zu blicken, z.B. Richtung Obwalden: Die Fluonalp ist ein mit Liebe geführtes rustikales Alpbeizli in dem man sich nach einer Wanderung richtig gut stärken kann. Sei es mit einem «guten Kaffee» oder mit vor Ort produzierten Käsespezialitäten wie Sbrinz, Ziger oder frischem Joghurt. Auf Voranmeldung kann man sogar seinen eigenen Käse herstellen, welcher dann übers Jahr gepflegt wird und ein Jahr später abholbereit ist. Wer keine Eile hat, kann sich mit Älplermaggeroni – und zwar den echten, die sind hingerdsi* gekocht – den Bauch vollschlagen und dann nur noch ins Massenlager hinüber «troole». Und Berner, die in der Innerschweiz schon das Heimweh plagt, können sich am nächsten Tag auf dem naheliegenden Grat an dem herrlichen Blick auf die Berner Alpen erfreuen. 

* «Rückwärts» gekocht: Weil man auf den Alpen oft nur einen Kochtopf hatte, werden in dem zuerst die Zwiebeln geröstet, welche dann den dazugegebenen Kartoffeln und Maggeroni die typische dunkle Farbe geben.

www.fluonalp.ch

Cinéma Solaire , von Michael Klesse Cinéma Solaire

Durch die Schmunzel-Geschichte der Schildbürger inspiriert, welche Licht einsammelten, um ihr fensterloses Rathaus zu erhellen, wurde das Cinéma Solaire Wirklichkeit. Es wird mit reiner Sonnenenergie betrieben, kann somit an Orten eingerichtet werden, wo noch nie ein Film vorgeführt wurde und überrascht, weil es in zwei Veloanhänger passt.

Tagsüber wird das Sonnenlicht mit Solarzellen eingesammelt und in der Lichtspeicherkiste zwischengelagert. Die Leinwand wird mit Seilen zwischen zwei Bäumen, Laternen oder ähnlichem aufgehängt. Stühle bringen die Gäste selber mit. So müssen keine schweren Gerüste und Tribünen geschleppt und aufgebaut werden. 

Abends wird das eingefangene Licht durch das Projektor-Objektiv wieder freigelassen und der Film erscheint auf der Leinwand, dank ausgeklügelter Schildbürgertechnik. 

Das Cinéma Solaire kann gemietet und gekauft werden, ist offiziell in Wabern bei Bern, Winterthur und Basel mit einem spannenden Programm (Wabern ab 1. Juli) mit Independent-Filmen im Gepäck unterwegs. Die andere Art Filme zu schauen und zwar zum Nulltarif, durch Sponsoreneinsatz! Hauptsponsor ist jedoch die Sonne.

Cinéma Solaire, Christof Seiler, Wartstrasse 22, 8400 Winterthur. www.cinema-solaire.ch

Früher Industrie, heute Gastronomie , von Reto Hügli Früher Industrie, heute Gastronomie

Verköstigung und Information hat sich der Portier im Winterthurer Sulzerareal auf die Fahne geschrieben. Das kleine Lokal im der ehemaligen Portierloge auf dem Lagerplatz bietet feine hausgemachte Eingeklemmte, Salate und lokales Bier (Euelbräu). Am Mittag gibts trotz engen Platzverhältnissen in der Küche sogar ein Tagesmenü.

Die Information kommt in Form eines Mieterspiegels des weitläufigen ehemaligen Industrieareals und freiem Internet-Zugangs daher.

Fast interessanter sind da die Monomontage, an denen bekannte und unbekannte Bands aus dem In- und Ausland für Stimmung sorgen. Und der Portier Überstunden macht.

Portier, Lagerplatz 3, 8400 Winterthur, 052 508 04 07, Website