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In der Stadt-Mine , von Reto Hügli In der Stadt-Mine

Das Coalmine erinnert so gar nicht an einen dunklen Kohlenkeller. Im grosszügigen, gelb gestrichenen Raum mit der riesigen, längsseitigen Bücherwand fühlt man sich sofort zu Hause. Unbedingt versuchen: Die hausgemachten Quiches!

Neben der Kaffeebar liegt – ebenfalls im Sous-Sol – eine Galerie, die jungen und unbekannten Künstlern Raum bietet. Hier und im Kaffee finden Lesungen statt und es werden Filmperlen gezeigt. Das Winterthurer Lokalradio Stadtfilter sendet den «StadTalk» regelmässig aus der Coalmine.

In der wärmeren Jahreszeit laden die Tische und Stühle draussen auf dem Kopfsteinpflaster zum Verweilen ein. Das Coalmine befindet sich im Volkart-Haus gleich beim Bahnhof – ideal, um einen Zug (oder Bus) zu überspringen.

Coalmine Kaffeebar und Galerie, Turnerstrasse 1, 8400 Winterthur, www.coalmine.ch

Der Traum vom Märlizouber , von Michael Klesse Der Traum vom Märlizouber

Karin Lüthi hat sich den Märlitraum im Leben erfüllt. Sie ist Märchenerzählerin mit Leidenschaft und erweckt klangvolle, alte berndeutsche Ausdrücke zu neuem Leben. So schickt sie z.B. einen Sürmu und einen Tröchni grediuse und füretsi auf die Reise um süferli zu grümschele und chrüschele oder zum trischaage und tschädere.

Begleitet wird die Märchenerzählerin meisst von Bettina Klopfenstein, welche die erzählerischen Reisen durch nahe und ferne Länder mit Perkussion und Stimme musikalisch ummalt.

Im Sahlihuus in Wabern bei Bern tritt dieses Frauenpowerduo am kommenden Freitag, 21.02. um 18.30h zu einer Abenteuerlichen Reise für Herz und Ohr auf. Auch bei der Museumsnacht am 21.03. beim Brückenschlag ist Märlinacht.

Das Sahlihuus ist offen für künstlerisches Schaffen, ist Forum und Austragungsort für ausgesuchte kulturelle Leckerbissen.

Karin Lüthi, Märchenerzählerin, www.maerlizouber.ch

Sahlihuus, Dorfstrasse 39, CH-3084 Wabern, www.sahlihuus.ch

Peng! Peng! Peng! , von Stefan Hugi Peng! Peng! Peng!

Comics lesen macht Spass. Sich ein Comic vorlesen lassen ebenso. Vor allem, wenn die Geschichte dabei komplett vertont wird. Und das erst noch live! Wie geht das?

Ganz einfach: Die Bilder von «Lucky Luke - Das Alibi» flimmern stumm über die Leinwand, während die vier Protagonisten - Tobias Hochstrasser, Gisela Nyfeler, Christian Spiller und Adrian Willi - sämtlichen Figuren ihre Stimme leihen. Und das in allen erdenklichen Deutschschweizer Dialekten. Doch nicht nur das. Sie bringen zudem Türen zum Knarren, Hufe zum Klappern und Münzen zum Klimpern. Eine äusserst amüsante Sache.

Der 1. Streich ging im Dezember in Bern und Luzern über die Bühne. Weitere sollen folgen. So durften die Zuschauer Wünsche für weitere Comiclesungen anbringen. Der Schreiberling hofft nun jedenfalls auf «Asterix bei den Briten».

Comiclesung - live!, www.comiclesung.ch

Schwärmereien für Nachteulen , von Michael Klesse Schwärmereien für Nachteulen

Teigfladen bis in die frühen Morgenstunden bietet die im Februar 2013 eröffnete Crêperie La Chouette am Berner Bollwerk an. Ein Traum vieler NachtschwärmerInnen ist somit in Erfüllung gegangen. Nämlich nach oder während des Ausgangs am Wochenende etwas essen zu können, das nicht Joghurt- oder Cocktailsauce enthält. Endlich gibt es eine stilvolle Alternative zu Kebap und Co. Das ist jedenfalls das Konzept der Betreiber.

Wenn die ersten Clubs schliessen, bilden sich zu Spitzenzeiten längere Schlangen vor dem Tresen, der zugleich Bar und Crêpes-Theke ist. Da bleibt Zeit das liebevolle Interieur zu studieren. Ein klassisches Tapetenmuster prangt an den Wänden. Das Mobiliar wurde wohl in der Brockenstube zusammengeklaubt, aber nicht ohne Stilbewusstsein. Auch die beiden Angestellten fügen sich mit Arbeiterhemd, Hosenträger und Retroschirmmütze ganz in die Thematik des Frankreichs vor einigen Jahrzehnten ein.

Natürlich kann, nebst dem Take-away Angebot, auch ab Mittag an den wenigen Tischlein gegessen werden. 18 süsse und 12 salzige Varianten stehen zur Verfügung. Den Teig gibt es auch vegan, das Bier heisst Turbinenbräu und ist nicht vom Braugiganten.

Crêperie La chouette, Bollwerk 39, 3011 Bern, www.la-chouette-bern.ch

Tierisch gut , von Eleni Meyer Tierisch gut

Bea von Malchus ist das Solotheater mit 1001 Gesichtern, Stimmen und Persönlichkeiten.

Wie ein Kaleidoskop aus Charakteren von den unzähligen Individuen auf dieser Welt zeigt sie unsere eigenen Typizitäten und die der Nachbarn, der Familie, der Geschichte, der Welt. Bea von Malchus spielt und lebt ihre Auftritte abgründig, lebendig, mit gutem Humor und absoluter Präsenz, die ans Herz geht.

Zu empfehlen: „Wind in den Weiden – ein tierisch viktorianischer Abend“ am 10., 11. und 12. Januar im Theater Ticino in Wädenswil. Das Stück wurde bereits in Freiburg zigmal aufgeführt und wird auch weiterhin zu sehen sein.

www.beavonmalchus.de

Rosie , von Eleni Meyer Rosie

Rosie by Marcel Gisler Switzerland, January 2013 Sybille Brunner, Gewinnerin des Schweizer Filmpreises für die beste Darstellerin.

Ein Film, der Tabus und die verschlackten Organe einer Familiengeschichte nicht aufwärmt oder entsorgt, sondern mit viel Liebe und herzerwärmendem Humor das Licht genau auf die menschlichen Mühsale und Freuden wirft. Authentisch, berührend, mitten aus der Schweiz und einfach mit Herz....

Übrigens: Gesehn im Senioren-TAKino Schaan, Fürstentum Liechtenstein, inmitten eines interessant durchmischten Publikums und einem empfehlenswerten Veranstaltungsprogramm TAKino und TAK-Theater Liechtenstein.

www.tak.li www.takino.li

Mal ehrlich! , von Sarah King Mal ehrlich!

Er singt von Windliechtli, Süsswasserpiraten und von zu fest haftendem „Chläbi“, rezitiert Robert Gernhardts „Erna, der Baum nadelt“ in sieben Rollen: So mutiert Nils Althaus von der Greisin zum Blick-Journalisten. Und immer wieder setzt er sich an den kleinen Stubentisch, in den Schein des Advents-Kerzenlichts. Vier Jahre schon tritt der Berner Liedermacher mit seinem Advents-Programm auf, auch wenn die diesjährige „Premiere“ im November knapp vor dem Advent angesetzt war. Das könnte den einen oder anderen im Publikum irritieren: „Aber mal ehrlich: wenn einer das Plakat sieht – ‚Apfänt, Apfänt!’ – was erwartet er dann? Ein Osterprogramm?“ Nils Althaus grinst. Die Ertappten grinsen. Und andere ebenso.

Am 17. und 18. Dezember ist Nils Althaus mit „Apfänt, Apfänt!“ im La Cappella, Bern.

www.nilsalthaus.ch

Wie bretonische Ferien , von Michael Klesse Wie bretonische Ferien

In die Crêperie Le Carrousel in der Berner Länggasse kann man aus dem Alltag entfliehen und sich mit einem süss-salzigen Gaumenschmaus erster Güte belohnen. Dort fühlt man sich in die Bretagne versetzt, die als Wiege der Crêpes und Galettes gilt. Auch im Le Carrousel werden die runden Spezialitäten nach alter Tradition hergestellt und ausschliesslich hausgemachte Teige verwendet.

Mit viel Liebe und Sinn für das Schöne und Feine wird das gemütliche Lokal in familiärem Wohnzimmer-Ambiente geführt. Weitere Spezialitäten direkt aus der Bretagne werden angeboten, sowie ausgewählte Produkte vorwiegend aus der Region Bern. Das Angebot ist reichhaltig und variantenreich. Es wird auf Stil und Orginaltreue geachtet. Die Musik ist selbstverständlich bretonisch. 

Dies alles spielt sich vor und hinter prunkvoller Fassade des "Palazzo Prozzo" ab, wo sich auch das Cafe Parterre befindet. Das ist aber eine andere Geschichte und wird vielleicht ein anderes Mal erzählt.

Crêperie Le Carrousel, Hallerstrasse 1, CH-3012 Bern, www.le-carrousel.ch

Hühnerhubel , von Stefan Hugi Hühnerhubel

Bis 1941 donnerten noch Züge über diese Stelle. Heute liegt dort - oberhalb der Kreuzung von Dammweg und Polygonstrasse - das Lorraine-Högerli. Es ist ein Ort der Ruhe geworden.

Im wilden Garten wachsen Kräuter, Sträucher und Hecken. Hühner und Hasen leben auf dem Hubel. Kinder können dort spielen, die Tiere beobachten oder in einem Feld eigenes Gemüse pflanzen. Eine kleine Oase mitten im Quartier.

Högerli Lorraine in Bern, http://195.186.81.17/dorlas/gelb.html

Theaterperlen , von Sabine Guggisberg Theaterperlen

Theater Central: Ein kleiner, feiner Produktionsverein für Theater.

Mit kleinem Budget produziert Theater Central alljährlich ein genussvolles Theaterstück auf hohem Niveau. Das jeweilige Ensemble zeichnet sich durch Spielfreude, Kreativität und Mut aus und arbeitet unentgeltlich daran, Kultur zu schaffen. 

Dem Team ist es ein Anliegen, eher unbekannte Stücke zu entdecken und auf die Bühne zu bringen. Die Texte aus dem englischsprachigen Raum werden dafür eigens übersetzt und als deutschsprachige Erstaufführungen gezeigt. Die AutorInnen der gewählten Stücke fallen jeweils damit auf, dass sie das Leben mit Humor beschreiben und dadurch für eine feel-good Stimmung mit Tiefgrund sorgen.

Aktuell: Deutschsprachige Erstaufführung «Fabuloso» – eine Komödie über eine erbauende Freundschaft, befreiende Verrücktheiten und eine nimmer endende Pyjamaparty. Ich bin gespannt und freue mich darauf!

Ab Donnerstag, 17. Oktober 2013 im Theater Remise an der Laupenstrasse 51 in Bern, jeweils um 20.15 Uhr. Special: Sonntag, 20. Oktober 2013 um 11.00 Uhr mit anschliessendem Brunch.

Theater Central, www.theater-central.ch