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Ein neuer Dorfladen , von Sarah Galatioto Ein neuer Dorfladen

Seit einem Jahr fahre ich fast täglich daran vorbei  - und sah, wie langsam Leben einzog in der alten Filiale der Jägerbäckerei, welche nach 44 Jahren wegen fehlender Rentabilität, an der Dorfstrasse in Mittelhäusern schloss. Kleinere Gemeinden verlieren immer häufiger ihre Dorfläden. Die Konkurrenz durch Grossanbieter und das veränderte Kaufverhalten der Kunden machen die kleinen Läden obsolet.

Das Dorf Mittelhäusern wehrt sich allerdings dagegen und gleiste nun in Eigeninitiative einen ­neuen Gemeinschaftsladen auf. Ziel war es, mindestens 100 Mitglieder für den Trägerverein zu gewinnen. Dies wurde sogar übertroffen. Die Mitglieder verpflichteten sich zudem, an der Gründungsversammlung je 100 Franken in die Vereinskasse einzuzahlen für die Startphase. Aktuell garantiert der Laden primär die Grundversorgung der Dorfbevölkerung mit ­Lebensmitteln sprich vor allem mit frischem Brot, Milchprodukten und Gemüse aus der Region. Es ist sicher eine Herausforderung, aber ich bin überzeugt, dass das Konzept funktioniert. Das Beteiligungsmodell ist sehr interessant, dynamisch und offen für weitere spannende Produkte.

dorfladenmittelhaeusern.wordpress.com

GmüesEsel , von Sarah Galatioto GmüesEsel

Anbau und Verarbeitung mit Sinn: der GmüesEsel! Vom Anbau bis zum Endprodukt produziert er mit möglichst einfachen Hilfsmitteln Nahrungsmittel; dabei arbeitet er vor allem mit Muskelkraft. Im produktiven Fitnessraum (an der Erlachstrasse 5 in Bern) wird mit Fitnessgeräten und der Muskelkraft der Trainierenden u.a Mais und Hartweizen gemahlen und Samen gepresst. Die Rohstoffe stammen grösstenteils aus dem eigenem Anbau. Es stehen Gratis-Fitness-«Geräte» parat; jeden Mittwoch und Donnerstag von 17 bis 20 Uhr stehen sie allen Interessierten zur Verfügung. Rund ein Viertel der produzierten Menge kann mitgenommen werden.

Der Hintergrund der Idee des Gmüesesels ist die Verbesserungsfähigkeit der heutigen Lebensweise, welche unter anderem durch Konsum und Energieverbrauch nicht nur schöne Fäden in die ganze Welt zieht. Mit diesem etwas anderen Berner Fitnessprogramm sollen Wege für die Grundnahrungsmittelproduktion gesucht werden, die für die Gesundheit, die Mitmenschen und die Umwelt zukunftsträchtig sein könnten.

www.gmüesesel.ch

Unverpackt in die Zukunft , von Michel Gygax Unverpackt in die Zukunft

Heute verbrauchen wir mehr als dreimal so viele Ressourcen als die Erde bereitstellen kann. Lebensmittelverschwendung und unnötiges Verpackungsmaterial machen einen Grossteil davon aus. Das Team von Palette Bern will das ändern: An der Münstergasse 18 in der Berner Altstadt kauft man nur soviel wie benötigt. Unverpackt und abgefüllt in einen Mehrwegbehälter. So lokal wie möglich – so global wie nötig. Nach diesem Motto suchen die idealistischen Betreibenden aus, was in die Behälter kommt.

Innovative Produkte von lokalen Herstellern zuerst, beim übrigen Sortiment werden die Produktionsbedingungen sorgfältig überprüft. Sie legen Wert auf eine umweltverträgliche Produktionsweise und faire Arbeitsbedingungen. Bring also dein eigenes Gefäss mit, beispielsweise ein Vorratsglas oder einen Stoffsack oder wähle im Laden ein passendes Gefäss aus und fülle es mit einem Produkt deiner Wahl.

www.palette-bern.ch

Prix herz-haft.ch: Theater Central , von Regula Keller Prix herz-haft.ch: Theater Central

Die KG Gastrokultur GmbH hat ein erfolgreiches Geschäftsjahr hinter sich und unterstützt deshalb Menschen, die tolle ehrenamtliche Kulturarbeit leisten. Dies mit einem einmaligen finanziellen Zustupf, dem Prix herz-haft.ch - zum Beispiel für Theater Central.

Seit mittlerweile einer Dekade bringt das kleine Berner Kollektiv jedes Jahr ein Stück auf die Bühne. In der Regel sind es Werke, die in der Schweiz oder gar im deutschsprachigen Raum noch nicht zu sehen waren. Theater Central lädt mit seinen Inszenierungen das Publikum stets dazu ein, sich auf die Protagonisten und ihre Geschichten einzulassen: auf ihre Meinungen und Absichten, ihre emotionalen Hochs und Tiefs, ihre mitunter schmerzlichen oder freudigen Erkenntnisse und Erlebnisse. Das ist oftmals berührend und lässt einen für eine Weile nicht mehr los.

Theater Central will die Zuschauerinnen und Zuschauer zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken anregen und ihnen wunderbare Theaterabende bescheren. Das gelingt ihnen, indem sie jede Produktion von der ersten Idee, über das kreative und kommerzielle Schaffen, dem Zusammensetzen der einzelnen Puzzleteile, bis hin zum letzten Vorhang lustvoll und mit viel Leidenschaft realisieren.

Theater Central, www.theater-central.ch

Prix herz-haft.ch: BAAS - Be Aware And Share , von Regula Keller Prix herz-haft.ch: BAAS - Be Aware And Share

Die KG Gastrokultur GmbH hat ein erfolgreiches Geschäftsjahr hinter sich und unterstützt deshalb Menschen, die tolle ehrenamtliche Kulturarbeit leisten. Dies mit einem einmaligen finanziellen Zustupf, dem Prix herz-haft.ch - zum Beispiel für BAAS.

«Sei achtsam und teile»: BAAS - Be Aware And Share hilft Menschen in Not, schafft kulturübergreifende Beziehungen und trägt aktiv zu gesellschaftlicher Integration bei. Die unabhängige, gemeinnützige Hilfsorganisation ist im Ausland und in der Schweiz tätig, um Menschen in Not zu unterstützen und zur Integration beizutragen. Der Weg zu einer friedlichen Gesellschaft und gegenseitiger Integration führt nur über direkte Unterstützung für Menschen in Not und ein breites Bewusstsein für die Bedürfnisse aller Gesellschaftsmitglieder. BAAS ist dort tätig, hilft und informiert, wo sie am meisten gebraucht wird – mit Fokus in der Arbeit für Kinder und deren Bildung.

Alle BAAS-Projekte in Krisengebieten und auch die Informations- und Sensibilisierungsarbeit in der Schweiz sind nur durch engagierte Freiwillige möglich. Menschen aus aller Welt und mit verschiedensten Hintergründen setzen sich gemeinsam für Menschen in Not, für eine mitmenschliche Gesellschaft und für kulturübergreifende Beziehungen aktiv ein. Die Arbeit von BAAS zeigt auf, wie viel zivilgesellschaftliches Engagement bewirken kann, wenn sich Einzelne zusammenschliessen und akute gesellschaftliche Probleme selbst angehen.

BAAS - Be Aware And Share, Postfach, 4000 Basel, www.baas-schweiz.ch

Prix herz-haft.ch: Heitere Fahne , von Regula Keller Prix herz-haft.ch: Heitere Fahne

Die KG Gastrokultur GmbH hat ein erfolgreiches Geschäftsjahr hinter sich und unterstützt deshalb Menschen, die tolle ehrenamtliche Kulturarbeit leisten. Dies mit einem einmaligen finanziellen Zustupf, dem Prix herz-haft.ch - zum Beispiel für die Heitere Fahne.

Die Heitere Fahne bietet seit 2013 ein wöchentliches Programm aus Kultur, Sozialem und Gastronomie in der ehemaligen Brauereiwirtschaft in Wabern. Das Team arbeitet mit Kulturbetrieben, Akteuren aus der Theater- und Kulturszene sowie Sozialinstitutionen von nah und fern zusammen. Der inklusive Charakter des Ortes ist geprägt durch die Mitarbeit und Offenheit von Projekten für Menschen mit und ohne Behinderungen, für Menschen mit psychischen Fragezeichen, für Kinder und Jugendliche, Asylsuchende sowie Menschen, die sich in sozial schwierigen oder abhängigen Situationen befinden.

Mittlerweile finden über 75 Veranstaltungen pro Jahr statt. Darunter das Benefizfestival Gugus Gurte mit einem abwechslungsreichen Programm und vielen sexy Freundinnen und Freunden, vom 11. bis 14. Juli.

Heitere Fahne, Dorfstrasse 22/24, 3084 Wabern, www.dieheiterefahne.ch

Parkonia - Kultur ohne Kommerz , von Michel Gygax Parkonia - Kultur ohne Kommerz

Die Geschichte von Parkonia begann im Mai 2017 mit einer verrückten Vision eines kommerzfreien Kulturfestivals. Die Idee, mit nur einem Monat Vorbereitungszeit ein dreieinhalbwöchiges Openair-Festival in die Stadt Bern zu zaubern, ist auf Anhieb und Dank unbürokratischer Unterstützung der Berner Behörden gelungen. Ein Festival für alle Daheimgebliebenen, die aus finanziellen, zeitlichen oder körperlichen Gründen nicht verreisen können. Ein Festival mit freiem Eintritt und ohne Konsumationspflicht. Und das mitten im vergessenen grünen Zentrum der Stadt Bern - im Kocherpark.

Mit viel Fronarbeit, Herzblut, Leidenschaft und über 8000 Besuchern ist dies erfolgreich gelungen. Deshalb entschied das Parkonia-Team das Festival auch im 2018 vom 7. bis am 27. Juli durchzuführen. Trägerverein ist «Ohne Bourdieu». Ein Zusammenschluss junger Berner Kulturschaffender. Das Programm wird wieder breit gefächert sein und umfasst beispielsweise Theatervorstellungen, Graffiti-Kurse, Lesungen, Tanzkurse, Kinderdiscos, Cocktaildegustationen, Lachyoga, Holzschnitzen, eine grosse Tauschbörse und diverse Konzerte. Wir sind begeistert und freuen uns auf den Sommer im Kocherpark!   

www.parkonia.ch

Die helfende Hand , von Stefan Hugi Die helfende Hand

Das Insich-Projekt in Ins ist ein Sozialprojekt und Kriseninterventionszentrum für vorwiegend junge Erwachsene. Ziel ist es, sich selbst und andere, in einer lebendigen Gemeinschaft mit einem professionellen, therapeutischen, pädagogischen und arbeitsagogischen Angebot, zu erleben. Sich zu reflektieren und dadurch innere Stärkung, Kraft und Motivation aufzubauen, um wieder bereit zu sein für die Herausforderungen des Lebens.

Die Menschen hinter dem Projekt glauben an die Wichtigkeit da zu sein, ein alternatives Angebot, eine Anschlusslösung zur herkömmlichen Psychiatrie und anderen Wohnheimen zu stellen, um «in sich» ankommen zu dürfen, bevor man gestärkt wieder nach aussen tritt. Das Team ist mit unerschütterlicher Energie, mit Herz und Seele dabei. Insich in Ins ist noch in der Aufbauphase und sucht aktuell auf der Crowfunding-Plattform Wemakeit nach der letzten finanziellen Stütze, um selbsttragend zu werden. Das ist ein Aufruf, das Insich-Projekt in Ins zum Blühen zu bringen für mehr Menschlichkeit und Würde.

Insich auf Wemakeit unterstützen.

Soziale Fussballweltmeisterschaft , von Michel Gygax Soziale Fussballweltmeisterschaft

Schon an der EM 2016 galt das Provisorium46 an der Muesmattstrasse gleich neben der Uni Tobler als einer der sympathischsten Orte für Fussball-Publicviewing in der Stadt Bern. Die Gäste und das vielfältige Team feierten jeweils friedlich bis in die frühen Morgenstunden. Auch für die diesjährige WM Vom 14. Juni bis 15 Juli 2018 baut das Team des Provisorium46 eine atmosphärische Aussenbar mit liebevollen Details, mehreren Grossbildschirmen und gemütlichen Sitzmöglichkeiten auf der grosszügigen Sonnenterrasse auf. Und dank des Regendachs wird garantiert niemand nass. Für sonnen- und kältescheue Personen stehen ausserdem genügend Plätze im Innenbereich zur Verfügung. Gastronomisch werden die Gäste mit Grilladen und anderen frisch zubereiteten Speisen verwöhnt.  

Das Provisorium46 ist ein Arbeitsintegrationsprojekt von Blindspot, wo junge Menschen mit und ohne Behinderung zusammen arbeiten. Es werden frische, regionale Produkte, bevorzugt in Bio-Qualität, serviert. Hier werden wir Fussball schauen!

www.provisorium46.ch

Vivaconterra , von Regula Keller Vivaconterra

Das Kullturlokal Heitere Fahne unterstützt ein weiteres tolles Projekt namens Vivaconterra: Jeden Mittwoch kann Gemüse, welches nicht der gängigen Form oder Norm entspricht zum selbstdefinierten Preis erstanden werden. Das Gemüse stammt von verschiedenen lokalen biodynamischen und demeterzertifizierten Betrieben. Mit den Kollekte-Einnahmen werden diese landwirtschaftlichen Betriebe in ihrem verantwortungsvollen und nachhaltigen Handeln unterstützt. Es ist auch schon mehrfach vorgekommen, dass ich ein tolles Gemüse wieder- oder sogar neuentdeckt habe.