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Kännsch Joghurt? , von Maja Boss Kännsch Joghurt?

Bei Gemüse kennt man es schon länger: Genossenschaftlich organisierte Betriebe sorgen für frisches Gemüse aus der Region, direkt vor die Haustüre geliefert, gepaart mit Mitarbeit auf dem Feld. Für Milchprodukte ist es aber noch Neuland. Nicht so in Dietikon! Die Genossenschaft basimilch ist eine kooperative Käserei auf dem Bauernhof von Anita Triaca und Fabian Brandenerger. In der hofeigenen Käserei wird die Biomilch der gut 20 behornten Kuhdamen zu naturbelassenen Milchprodukten, also zu Käse, Joghurt und Quark verarbeitet, in Mehrweggläser abgefült und wöchentlich an die Abonnenten in der Region Zürich verteilt.

Die Genossenschafter/innen leisten ihren Einsatz, wo es das Hygienekonzept zulässt und erhalten so einen persönlichen Bezug zu “ihrer“ Milch. Fair produziert und lokal konsumiert, das ist allen Beteiligten wichtig, dir auch? Ab Januar 2018 gibt es wieder freie Abos (Achtung Anmeldeschluss: 15.12.2017). Und wer der Sache noch nicht ganz traut, schaut doch einfach unverbindlich im Hofladen vorbei.

www.basimil.ch, www.hofkaeserei-imbasi.ch

Zeller Weihnacht , von Michel Gygax Zeller Weihnacht

Der erste Blick trügt: Kein Engelschor, der den Stern von Betlehem anstimmt. Feierlich wird es dennoch: Der umtriebige Berner Musiker Patrik Zeller vereint Perlen aus der heimischen Musik- und Theaterszene, spielt mit ihnen einen Songmix, der kunterbunter nicht sein könnte und sammelt dabei für die Stiftung Theodora, die mit ihren Artisten Kinder im Spital aufmuntert. Mit von der Partie sind unter anderem Simon Hari (King Pepe), QC (Troubas Kater), Daniel Woodtli (Patent Ochsner) und Ariane von Graffenried (Fitzgerald & Rimini). Als Hausband fungieren einmal mehr die Feet Peals. Einmalig, für Jung und Alt. Grossartig und sozial!

Einmaliges Konzert im Schlachthaus Theater Bern: Mittwoch, 13. Dezember um 20.30 Uhr 

www.zellerweihnacht.org / www.schlachthaus.ch/tickets/index.php?id=3697 (Tickets)

Die soziale Textilmanufaktur in Zürich , von Maja Boss Die soziale Textilmanufaktur in Zürich

Gerne würde ich nicht nur beim Essen sondern auch bei Kleidung und Textilien, die ich trage und verwende, wissen von wem, wo und unter welchen Bedingungen sie produziert werden, gehört doch die Textil- und Bekleidungsindustrie wohl zu den „schmutzigsten“ und am wenigsten sozial verträglichen Industrie der Welt. Fair produzierte und ökologische Textilien mit einem möglichst positiven sozialen Fussabdruck zu erwerben, scheint mir schier unmöglich...

Aber zum Glück gibt es Lichtblicke! Social Fabric z.B. – eine eine Community-basierte Organisation in Zürich – stellt Textilprodukte transparent und nachhaltig her und hat sich das hohe Ziel gesetzt, die Versorgungskette der Modeindustrie vollständig umzukrempeln. Social Fabric bieten nicht nur eine handverlesene Auswahl an nachhaltig erzeugten  Stoffen bzw. qualitativ hochwertigen Textilprodukten an, nein auch Näh-, Seidenmalerei- und Modedesign-Kurse und Workshops gehören zum Angebot. Und seit gut zwei Jahren bietet die Organisation in Ehrenarbeit Nähkurse für Flüchtlinge an.

Social Fabric, Eichstrasse 29 (3. St.), geöffnet Mo–Do 14–21 Uhr, Sa 10–16 Uhr. www.socialfabric.ch; facebook.com/socialfabriczurich/

Unverpackt in die Zukunft , von Michel Gygax Unverpackt in die Zukunft

Heute verbrauchen wir mehr als dreimal so viele Ressourcen als die Erde bereitstellen kann. Lebensmittelverschwendung und unnötiges Verpackungsmaterial machen einen Grossteil davon aus. Das Team von Palette Bern will das ändern: An der Münstergasse 18 in der Berner Altstadt kauft man nur soviel wie benötigt. Unverpackt und abgefüllt in einen Mehrwegbehälter. So lokal wie möglich – so global wie nötig. Nach diesem Motto suchen die idealistischen Betreibenden aus, was in die Behälter kommt.

Innovative Produkte von lokalen Herstellern zuerst, beim übrigen Sortiment werden die Produktionsbedingungen sorgfältig überprüft. Sie legen Wert auf eine umweltverträgliche Produktionsweise und faire Arbeitsbedingungen. Bring also dein eigenes Gefäss mit, beispielsweise ein Vorratsglas oder einen Stoffsack oder wähle im Laden ein passendes Gefäss aus und fülle es mit einem Produkt deiner Wahl.

www.palette-bern.ch

Blühendes Alpenrösli , von Maja Boss Blühendes Alpenrösli

Drei in einem erweckt meistens meine Zweifel, ich suche den Haken an der Sache. Hier gibt es aber keinen: Das Alpenrösli – die ehemalige Kulturbeiz gleich neben dem legendären Café Bar Mokka an der Allmendstrasse in Thun - ist Atelier, Boutique und Bistro in einem und auch das Fundbüro der Stadt hat hier seinen Sitz.

Die vor gut einem Jahr eröffnete Lokalität im unscheinbaren Haus aus den 1880-er-Jahren bietet Sozialhilfebeziehenden eine befristete Beschäftigung an. Aus Materialien wie Papier, PET oder Textilien fabrizieren sie originelle Geschenkartikel, Wohn- und Kinderaccessoires, Portemonnaies, Taschen, Dekoartikel... Auf Wunsch werden auch Kleider geflickt oder umgeändert. 

Und auch wer kein Geschenk nötig hat, ist nicht fehl am Platz: Im gemütlichen, ruhigen und stilvoll eingerichteten Bistro geniesst man mit viel Liebe Hergerichtetes - vom Znüni bis zum Zvieri- und herrlichen Kaffee. Das Bistro legt zudem Wert auf Regionalität und saisonale Spezialitäten.  

Atelier Boutique Bistro Alpenrösli, Allmendstrasse 6, 3600 Thun; 033 225 89 25; alpenroesli@thun.ch; onlineshop

Wer's peilt der teilt , von Maja Boss Wer's peilt der teilt

Ungefähr ein Drittel der weltweit produzierten Lebensmittel landet im Abfall obwohl sie noch geniessbar wären; und zu den „Haupttätern“ gehören Haushalte wie deiner oder meiner. Dies ist eine erschreckende Tatsache, von der wir zwar mittlerweile alle wissen, doch was können wir selbst dagegen tun? Das fragte sich auch Tessa Cook – eine der beiden Gründerinnen von OLIO. Sie hatte ihr Schlüsselerlebnis vor gut drei Jahren als sie ihre Wohnung in der Schweiz auflöste um zurück in ihre alte Heimat in die UK zu reisen. Trotz gutem Willen hatte sie es nicht geschafft alle ihre Vorräte aufzuessen, ihre Nachbarin war in den Ferien und wem sollte sie nun die einwandfreien Lebensmittel übergeben? Warum gibt es nicht eine App, welche zeigt, mit wem geteilt werden könnte? Diese Idee liess Tessa nicht mehr los. Zusammen mit Saasha Celestial-One kreierte sie OLIO. Die kostenlose App ermöglicht es, Lebensmittel mit Menschen in der Nähe zu teilen, damit sie nicht weggeworfen werden müssen. Eine App die unterstützt werden sollte und umso erfolgreicher werden kann – je öfter sie geteilt und verwendet wird...

https://olioex.com/

Wasser für Wasser! , von Michel Gygax Wasser für Wasser!

Wasser für Wasser (WfW) ist eine junge, gemeinnützige Organisation, die mit Schweizer Gastrobetrieben den täglichen Umgang mit Wasser neu definiert und das Spenden für Wasserprojekte in den Alltag integriert. Mit Schweizer Spendengeldern ermöglicht WfW im südostafrikanischen Staat Sambia Trinkwasserzugang und Berufsbildung im Wassersektor. Die Umsetzung der Projekte erfolgt in enger Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen. 

Die Berner Gastrobetriebe Du Nord und Eiger setzen seit Anfang Oktober auf das WfW-Green Konzept. Dabei verzichten Sie im Sinne der Nachhaltigkeit auf Markenwasser aus der Flasche und schenken stattdessen hauseigenes Leitungswasser aus; frisch gezapft und gut gekühlt, mit oder ohne Kohlensäure versetzt. Ein Teil des Wasser-Umsatzes geht an die WfW-Projekte in Sambia.

www.wasserfuerwasser.ch

Pullis für Bergler , von Maja Boss Pullis für Bergler

Textilien zu kaufen, die ethnische aber auch umeltverträgliche Kriterien erfüllen, ist eine immer wiederkehrende Herausforderung. Etwas Abhilfe schafft Marianne Lehner aus dem Toggenburgischen Hemberg. Mit Schweizer Bergsilhouetten - aber auch Bergsport- und Alpentiersujets sind zu finden - vertreibt sie sportliche und dennoch filigran gestaltete Pullis und T-Shirts. Jedes ihrer Kleidungsstücke ist Handarbeit, wo immer möglich verwendet sie Produkte aus biologisch produzierten oder rezyklierten Materialien, sowie aus fairem Handel und für den Siebdruck ungiftige Farben. Jeder Berg und jedes Bergpanorama ist einzigartig, steht auf ihrer Homepage, was durchaus auch für ihre Kreationen gilt.

Zweites Leben für Apple-Produkte , von Reto Hügli Zweites Leben für Apple-Produkte

Sie spalten meine Freunde in Pro und Contra. Beide Lager haben warten mit nachvollziehbaren Argumenten auf. Man mag über iPhone, iPad und Mac geteilter Meinung sein, zwei Dinge stehen fest: Apple-Produkte sind teuer ‒ und langlebig.

Diese Eigenschaften haben sich Basler Jungunternehmer zu Nutze gemacht und Revendo gegründet. Denn Wiederverwenden ist nachhaltiger als Recycling.

Du willst dein altes Apple-Gerät loswerden? Klick dich auf der Revendo-Website zum MacBook-, iMac-, iPhone- oder iPad-Modell durch, das du verkaufen willst. Du beantwortest Fragen zur Akkukapazität, zum Display- und Gehäuse-Zustand, Tastaturlayout usw. Findest du den offerierten Preis interessant, verschickst du dein Gerät portofrei. Revendo prüft deine Angaben zum Zustand und das erhaltene Gerät. Stimmt alles, bekommst du innerhalb einer Woche das Geld.

Die erhaltenen Geräte werden gesäubert, neu installiert, auf die Werkeinstellungen zurückgesetzt und mit sechsmonatiger Garantie wieder verkauft ‒ auf der gleichen Website. Oder in einem der Läden in Basel, Zürich, Dietikon und Bern (Bollwerk 17/19).

www.revendo.ch

Tierisch menschlich , von Maja Boss Tierisch menschlich

Sjoukje Benediktus’ einzigartiges Alpentheater zeigt vor wunderbarer Waldbühne Tiere in menschlicher Gestalt: Liebenswerte aber auch verführbare Kreaturen Profit, Gier und Anerkennungsdrang ergreifen die scheinbar friedliche Tierschar. Was dem Publikum zuerst Lach- und dann Sorgenfalten ins Gesicht zeichnet. Die Fabel mit Tiefgang wird musikalisch grossartig untermalt von der Band Sulp.

Nach vier Freilichttheatern mit Laienschauspielern in den Jahren 2011 bis 2015 und einer Kleintheater-Produktion im 2016 wird das Alpentheaterteam zum ersten Mal von professionellen Darstellenden unterstützt und erfüllte sich mit der Winterproduktion im Zirkuszelt einen Traum.

Das Alpentheater spielt sein Stück "Tierisch kalt" im wohlig warmen Zirkuszelt in Kiental noch bis zum 4.März 2017. Vorvekauf