kggastro facebook rss
Von der Leidenschaft für schöne Bücher , von Reto Hügli Von der Leidenschaft für schöne Bücher

Die Journalistin Tina Uhlmann, der Kommunikationsfachmann Godi Huber und der Gestalter Viktor Näf haben sich in den Dienst der schreibenden Zunft gestellt. Mit ihrem Kleinverlag «Sage und Schreibe» im Breitenrain bieten sie unbekannten Autorinnen und Autoren mit ihrem Geschäftsmodell die Möglichkeit, ihren Traum vom eigenen Buch zu verwirklichen.

Das Dreierteam engagiert sich mit Leidenschaft für ausgewählte Buchprojekte: «Wir veröffentlichen Texte mit inhaltlichen, sprachlichen oder formalen Besonderheiten in Form schöner, individuell gestalteter Bücher». Damit besetzen sie eine Nische, werden doch die meisten dieser Manuskripte bei Grossverlagen abgelehnt. «Wir gehen für den gesamten Publikationsprozess eine Partnerschaft mit unseren Autorinnen und Autoren ein» erläutert Uhlmann. Damit fördert der Kleinverlag Newcomer. Mit dieser Partnerschaft geht der Autor aber auch Verpflichtungen ein: Er übernimmt die Finanzierung der Verlagsleistungen (etwa Prüfung des Manuskripts, Lektorat, Satz, Gestaltung des Covers, Druck und Marketing). 

Da die Bücher in einer kleinen Auflage von 500 Exemplaren produziert werden, hält sich der finanzielle Aufwand für frischgebackene Autoren in Grenzen. Wenn die Hälfte der Auflage verkauft ist, sollten die Produktionskosten in der Regel wieder eingespielt sein. Bis dahin gehen die Einnahmen aus dem Buchverkauf vollumfänglich an die Autorin oder den Autor. Nachdem die Gewinnschwelle erreicht ist, wird der Gewinn zwischen Verlag und Autor aufgeteilt. Eine für die Branche äusserst autorenfreundliche Zusammenarbeit, wie Uhlmann betont.

Was macht einen guten Text aus? «Wir sind offen für alles – von Lyrik bis Krimi». Es müsse eine spannend erzählte Geschichte sein, der Text müsse den Leser packen und Tiefgang aufweisen. Uhlmann: «Der Text muss zugänglich sein, darf aber ruhig einen eigenen Stil und eine eigene Sprache pflegen. Der Autor soll seinen persönlichen Weg finden und gehen».

Wer weiss, vielleicht bekommen einige Leserinnen und Leser Lust, ihre Manuskripte einzureichen? Wir bleiben dran.

Verlag Sage und Schreibe, Waffenweg 15, 3014 Bern, www.sageundschreibe-verlag.ch

Repair-Café , von Reto Hügli Repair-Café

In unseren Haushalten wandern zahlreiche Produkte tagtäglich in den Müll. Auch Gegenstände, an denen nicht viel kaputt ist und die nach einer einfachen Reparatur problemlos wieder verwendet werden könnten.

Leider ist das Reparieren gerade in unseren Breitengraden aus der Mode gekommen. Oder es fehlt das notwendige Wissen, um die Produkte selbst zu reparieren. Andererseits gibt es zahlreiche Menschen mit einer grossen Portion handwerklichem Geschick.

Das Repair Café versucht, diese beiden Gruppen zusammenzubringen und damit die Lebens- und Nutzungsdauer von Produkten zu erhöhen. Was wird repariert? Kleider, Möbel, elektrische Geräte, Velos, Spielzeug und vieles mehr.

Am Samstag, 12. März 2016 findet das nächste Repair Café in Bern statt: Von 10 bis 16 Uhr in der Turnhalle im Progr.

Repair Café Bern

MUNTERwegs – ein generationenübergreifendes Mentoringprogramm , von Sophie Frei MUNTERwegs – ein generationenübergreifendes Mentoringprogramm

MUNTERwegs bietet Erwachsenen zwischen 18 und 99 Jahren die Möglichkeit, sich im Rahmen eines freiwilligen, bereichernden und kostenlosen Angebots aktiv für Kinder zu engagieren: Als Mentorinnen und Mentoren unterschiedlicher Generationen begleiten sie während acht Monaten sozial schwächere Kinder aus Schweizer Familien oder mit Migrationshintergrund.

Freude, Zeit und Erfahrungen mit Kindern zu teilen, das steht bei MUNTERwegs im Mittelpunkt. Das Programm fördert den Austausch zwischen Jung und Alt, stärkt das Verständnis zwischen Generationen und leistet einen wichtigen Beitrag zur sozialen Integration, sowie zur Sprach- und Gesundheitsförderung von Kindern. Ab Sommer 2016 startet das Programm in der Stadt Bern. Es hat noch freie Plätze für interessierte Mentorinnen und Mentoren. Besondere Vorkenntnisse braucht es keine. Die Mentorinnen und Mentoren werden sorgfältig eingeführt, treffen sich während acht Monaten ca. 2x mit den Kindern und werden vom MUNTERwegs-Team unterstützt und professionell begleitet. Meldet euch bei Interesse: info@munterwegs.eu

Dieser Kurzfilm gibt einen schönen Einblick in das Programm: https://www.youtube.com/watch?v=5At2QbZLFeQ 

Weitere Informationen: www.munterwegs.eu

Auf den Hund gekommen , von Rosmarie Bernasconi Auf den Hund gekommen

Neulich durfte ich eine Freundin von mir zu einem speziellen Training begleiten. Schwimmtraining für Wasserarbeitshunde - ich konnte mir gar nichts vorstellen, was das sein sollte und so nahm ich denn einfach mal meine Kamera mit und liess mich überraschen.

Eine grosse Halle in Köniz, hell und gross, erwartete mich. Ein Indoorpool für Hunde - das konnte ich mir auch nicht vorstellen. Jedenfalls fand ich es spannend, wie die Hunde in diesem Indoorpool ihre Fitness auf "Vorderpfote" bringen konnten.

Hat der Hund Probleme mit seinem Bewegungsapparat, steht ihm eine Operation bevor oder erholt er sich gerade von einem Eingriff? Möchten Sie Ihrem Hund eine gesundheitsfördernde, alternative körperliche Auslastung bieten. Dann sind sie mit Ihrem treuen 4-beinigen Begleiter bei Hunde-Wohl genau richtig! Die Hunde-freundlichen Räumlichkeiten von Hunde-Wohl bieten einen grossen und abwechslungsreichen Trainingsraum, einen tollen und erholsamen Wellnessbereich sowie einen geheizten Indoorpool für die Wasser-Therapie. Für die gute Lebensqualität ist die Schmerzfreiheit enorm wichtig, aus diesem Grund hat die Schmerzlinderung bei Hunde-Wohl oberste Priorität. Nach der Abklärung und schulmedizinischen Behandlung bei einem Tierarzt kann ihr Hund bei uns für die weiteren Verbesserungen sowie dem Aufbau seines Allgemeinen Wohlbefinden in die Behandlung kommen. Für den Muskelaufbau, den Erhalt und das Wiedererlangen der Gelenkbeweglichkeit sowie das Bewußt machen von Bewegungen, für all das verfügt Hunde-Wohl über die geeignete Lösung.

Sandra Brunner ist eine engagierte und kompetente Hundepyhysiotherapeutin und ihr Engegement für das Wohl der Hunde ist gross. Sie ist besonders stolz, dass sie als Einzige in der Schweiz einen Indoorpool anbieten kann.

www.hunde-wohl.ch

Pico Bollo-Unikate und Sürprisen , von Sabine Guggisberg Pico Bollo-Unikate und Sürprisen

Das Pico Bollo am Bollwerk in Bern ist einerseits ein ganz "normaler" Laden, andererseits bietet das Pico Bollo in Zusammenarbeit mit dem Drahtesel berufliche Integrationsprogramme für Stellensuchende an und unterstützt sie dadurch, im Arbeitsmarkt wieder Fuss zu fassen. 

Im Pico Bollo werden Unikate und Sürprisen für Gross und Klein feilgeboten. Das vielfältige Sortiment zeichnet sich durch ökologisch sinnvolle Produkte aus. Der Laden wird dreimal jährlich thematisch gestaltet und präsentiert sich zurzeit in sommerlicher Frische.

Die Stiftung für soziale Innovation ist die Trägerin des Pico Bollos. Zu ihr gehören auch der Drahtesel, die "Wege Weierbühl" und das Kommunikationsbüro "gump! - Die Zeitung für Mutanfälle".

Pico Bollo, Bollwerk 35, 3011 Bern, www.picobollo.ch / Drahtesel, Waldeggstrasse 27, 3097 Liebefeld, www.drahtesel.ch,  / Wege Weierbühl, Weierbühlweg 4, 3098 Köniz, www.wege-weierbuehl.ch / Stiftung für soziale Innovation, Kommunikationsbüro, Waldeggstrasse 47 Süd, 3097 Liebefeld, www.kommbuero.ch. (wdh)

Langeweile kennt die Lange Weile nicht! , von Pascal Sennhauser Langeweile kennt die Lange Weile nicht!

Vielfältiges ist in den letzten Jahren auf dem ehemaligen, riesigen Industrieareal der Sulzer AG in Winterthur entstanden. So auch das (sic!) Lange Weile, ein Projekt, das dem Bedürfnis nach freiem Raum Rechnung tragen will und mit dem Ziel ins Leben gerufen wurde, die „Ressource ‚Raum‘ Menschen und Anliegen zugänglich zu machen, die in gewinnorientierten Raumkonzepten keinen Platz finden.“  

Der Kulturraum ist offen, sprich allen zugänglich, und versteht sich als erweiterte Wohnstube für jene, die ihn nutzen. Sein Programm ist das Ergebnis vieler engagierter Menschen, deren Ideen und Anregungen kaum Grenzen gesetzt sind. Ob Lesungen, Theatervorführungen, Kleinkonzerte, Kleinstausstellungen, Filmabende, Spielsonntage, Diskussionsrunden, Sprachkurse, Kleiderbörsen, Geburtstagsfeiern oder Familienfeste – es gibt fast nichts, was in den alten Räumlichkeiten nicht durchgeführt werden könnte.  

Folgerichtig ist der Ort auch offen, wenn keine speziellen Anlässe stattfinden. Er eignet sich dann hervorragend als Lese- und/oder Schreibzimmer, als Lern- oder/und Kaffeestube oder einfach, um sich der Langewei…äh…dem Müssiggang hinzugeben.  

Das Lange Weile ist Teil des Machwerks Winterthur, das neben dem eben beschriebenen Kulturraum eine Siebdruck-, eine Holzbearbeitungs- und eine Keramikwerkstatt, ein FabLab (digitales Labor) und ein Büro mit Gemeinschaftsarbeitsplätzen (co-work) unterhält. (wdh) 

www.lange-weile.ch / www.machwerk-winterthur.ch

Photobastei , von Reto Hügli Photobastei

«Zurich's Biggest Photography Art Walk» lautet die Eigenwerbung der Photobastei. Was steckt dahinter? «Ein Bollwerk der Fotografie, immer aufs Neue erobert von Fotografen, Künstlern, Agenturen, Galeristen, Redaktoren, Kuratoren, Käufern, Verkäufern, Fotoliebhabern und dem Publikum».

Zwei Stockwerke, mehr als 1'000 Quadratmeter Fläche: Am Sihlquai 125 hat es Platz für bis zu 30 gleichzeitig stattfindenden Ausstellungen. Wöchentlich wechseln in der Photobastei Ausstellungen von Fotografen, die sich in Eigenregie präsentieren, mit kuratierten Grossausstellungen bekannter Fotografen, Gruppenausstellungen von Hochschulen oder Agenturen und Kunstprojekten. Auch Artist Talks, Workshops, Portfolio- und Exhibition Reviews, Vernissagen und andere Kunstveranstaltungen von Tanz, über Theater zu Performances und Musik gehören zum Programm.

Ein Trägerverein kümmert sich um den Betrieb des Hauses. Die Photobastei ist aber auf Spenden und GönnerInnen angewiesen, damit das Projekt sicher über die Runden kommt. Nach Ablauf der Zwischennutzung im Jahr 2018 werden die Räumlichkeiten wieder an den Kanton Zürich gehen. Bis dahin bleibt die Photobastei ein Pilgerort für alle Fotografiebegeisterten!

Photobastei, Sihlquai 125, 8005 Zürich,  www.photobastei.ch

Gegen Multis – Kapitel 35 , von Michel Gygax Gegen Multis – Kapitel 35

Der gelernte Grafiker Christian Forrer aus Eglisau war 13 Jahre alt, als Vivi Kola 1986 vom Markt verschwand. Vivi Kola - die Schweizer Kola - wurde vor über 75 Jahren in Eglisau zum Sprudeln gebracht und während knapp fünf Jahrzehnten in der ortseigenen Mineralquelle abgefüllt.

Als Hauptsponsor der Tour de Suisse war das Getränk bald schweizweit bekannt. Die Geschichte, die schönen schwarz-weiss Bilder und all die tollen Plakate blieben Christian in Erinnerung. Mutig und ohne Kenntnisse über die Getränkebranche fasst er den Entschluss, diese schöne Schweizer Traditionsmarke wieder aufleben zu lassen.

Sein Plan ging auf, Vivi Kola erfreut sich seit der Wiederbelebung im Jahre 2010 stetigem und sanftem Wachstum. Viele Bars, Restaurants und Geschäfte haben sich inzwischen von den multinationalen Getränkeproduzenten abgewandt und setzen auf die Schweizer Kola. Doch wer jetzt glaubt, dass sich Vivi Kola zu einer riesigen Firma entwickelt hat, der irrt. An Vivi Kola arbeiten nur vier Jungs. Alle mit dem selben Traum, die einstige Schweizer Kola wieder zu Ruhm und Ehre zu führen.

www.vivikola.ch

Repariere auch in guten Zeiten , von Reto Hügli Repariere auch in guten Zeiten

Der Reissverschluss der Jeans klemmt, das Display des Smartphones hat schon einen Sprung: Was nun? Getreu dem Motto «Reparieren statt wegwerfen» liefert die Web-Plattform reparaturführer.ch – eine Kooperation zwischen Kantonen, Städten und Gemeinden – rasch alle nötigen Informationen zum passenden Reparaturprofi in der Umgebung.

Wie funktionierts? Gewerbebetriebe tragen ihre Reparaturdienstleistungen online ein. Diese können nach Kanton und Kategorien (Haushaltgeräte, Kleider, Fahrräder, Blasinstrumente etc.) sortiert und angezeigt werden. So findet man einfach und schnell die geeigneten Reparaturprofis für defekten Gegenstände mit Kurzbeschrieb, Bildern, Adresse und Telefonnummer. Zusätzlich kann nach Region oder Postleitzahl sortiert werden. Weiter vermittelt ein Blog wertvolle Informationen zu den Themen Reparieren und Ressourcenschonung – hier sind eigene Tipps und Inputs gefragt! (wdh)

www.reparaturführer.ch und Blog

Most mit Mehrwert , von Michel Gygax Most mit Mehrwert

Totes Holz ist für manche Tierarten überlebenswichtig. Ein Artenschutzprojekt in Berner Bauerndorf Bangerten setzt sich deshalb für den Erhalt alter Hochstamm-Obstbäume ein – und damit für den Lebensraum seltener Käfer. Wer den Most von Früchten dieser Bäume kauft, hilft mit, gefährdete Arten zu schützen.

Die Förderung von Hochstamm-Obstbäumen, die auch für das Mittelland bedeutende Landschaftselemente darstellen, steht auf der Agenda mehrerer Naturschutzorganisationen. Für die Artenvielfalt sind vor allem die ganz alten Bäume wichtig: Besonders, wenn diese tote Bereiche, absterbende Äste und mit Mulm gefüllte Höhlen enthalten. In solchen Baumhöhlen leben neben den Käfern auch Spechte, Steinkauze und Kleinsäuger wie Siebenschläfer und Fledermäuse.

Lea Kamber und Michael Gilgen setzten dieses Projekt (www.coleoptera.ch) mit Herzblut, Leidenschaft und viel Knochenarbeit um. In folgenden Lokalen kann ihr Produkt - der Most mit Mehrwert - getrunken werden:

www.loewen-bangerten.ch / www.lebeizli.ch / www.lacultina.ch / www.zum-schloss.ch / www.du-nord.ch / www.bistrot-bern.ch / www.eigerbrasserie.ch