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Gegen Multis – Kapitel 35 , von Michel Gygax Gegen Multis – Kapitel 35

Der gelernte Grafiker Christian Forrer aus Eglisau war 13 Jahre alt, als Vivi Kola 1986 vom Markt verschwand. Vivi Kola - die Schweizer Kola - wurde vor über 75 Jahren in Eglisau zum Sprudeln gebracht und während knapp fünf Jahrzehnten in der ortseigenen Mineralquelle abgefüllt.

Als Hauptsponsor der Tour de Suisse war das Getränk bald schweizweit bekannt. Die Geschichte, die schönen schwarz-weiss Bilder und all die tollen Plakate blieben Christian in Erinnerung. Mutig und ohne Kenntnisse über die Getränkebranche fasst er den Entschluss, diese schöne Schweizer Traditionsmarke wieder aufleben zu lassen.

Sein Plan ging auf, Vivi Kola erfreut sich seit der Wiederbelebung im Jahre 2010 stetigem und sanftem Wachstum. Viele Bars, Restaurants und Geschäfte haben sich inzwischen von den multinationalen Getränkeproduzenten abgewandt und setzen auf die Schweizer Kola. Doch wer jetzt glaubt, dass sich Vivi Kola zu einer riesigen Firma entwickelt hat, der irrt. An Vivi Kola arbeiten nur vier Jungs. Alle mit dem selben Traum, die einstige Schweizer Kola wieder zu Ruhm und Ehre zu führen.

www.vivikola.ch

Repariere auch in guten Zeiten , von Reto Hügli Repariere auch in guten Zeiten

Der Reissverschluss der Jeans klemmt, das Display des Smartphones hat schon einen Sprung: Was nun? Getreu dem Motto «Reparieren statt wegwerfen» liefert die Web-Plattform reparaturführer.ch – eine Kooperation zwischen Kantonen, Städten und Gemeinden – rasch alle nötigen Informationen zum passenden Reparaturprofi in der Umgebung.

Wie funktionierts? Gewerbebetriebe tragen ihre Reparaturdienstleistungen online ein. Diese können nach Kanton und Kategorien (Haushaltgeräte, Kleider, Fahrräder, Blasinstrumente etc.) sortiert und angezeigt werden. So findet man einfach und schnell die geeigneten Reparaturprofis für defekten Gegenstände mit Kurzbeschrieb, Bildern, Adresse und Telefonnummer. Zusätzlich kann nach Region oder Postleitzahl sortiert werden. Weiter vermittelt ein Blog wertvolle Informationen zu den Themen Reparieren und Ressourcenschonung – hier sind eigene Tipps und Inputs gefragt! (wdh)

www.reparaturführer.ch und Blog

Most mit Mehrwert , von Michel Gygax Most mit Mehrwert

Totes Holz ist für manche Tierarten überlebenswichtig. Ein Artenschutzprojekt in Berner Bauerndorf Bangerten setzt sich deshalb für den Erhalt alter Hochstamm-Obstbäume ein – und damit für den Lebensraum seltener Käfer. Wer den Most von Früchten dieser Bäume kauft, hilft mit, gefährdete Arten zu schützen.

Die Förderung von Hochstamm-Obstbäumen, die auch für das Mittelland bedeutende Landschaftselemente darstellen, steht auf der Agenda mehrerer Naturschutzorganisationen. Für die Artenvielfalt sind vor allem die ganz alten Bäume wichtig: Besonders, wenn diese tote Bereiche, absterbende Äste und mit Mulm gefüllte Höhlen enthalten. In solchen Baumhöhlen leben neben den Käfern auch Spechte, Steinkauze und Kleinsäuger wie Siebenschläfer und Fledermäuse.

Lea Kamber und Michael Gilgen setzten dieses Projekt (www.coleoptera.ch) mit Herzblut, Leidenschaft und viel Knochenarbeit um. In folgenden Lokalen kann ihr Produkt - der Most mit Mehrwert - getrunken werden:

www.loewen-bangerten.ch / www.lebeizli.ch / www.lacultina.ch / www.zum-schloss.ch / www.du-nord.ch / www.bistrot-bern.ch / www.eigerbrasserie.ch

Schwimmend lesen – oder lesend schwimmen? , von Reto Hügli Schwimmend lesen – oder lesend schwimmen?

«Ich packe in meinen Schwimmsack...»

Seit kurzem werden viellesende Aareschwimmer wenigstens bei der Qual der Bücherwahl entlastet: An der Aussenwand des Bades, wo der Aareuferweg durchführt, steht ein farbiges Büchergestell. Die Idee dahinter: Eine Freiluftbibliothek, wo getauscht, hingelegt und genommen werden kann.

Auf dem Schild steht übrigens: «Gib zurück in den weigen Kreislauf, was du nicht gerade selbst verwendest. Oder nimm ein Stück von ihm zu dir, wenn es dir besonders gefällt. Oder beides. So könnten wir nämlich die ganze Welt gestalten. Ein Fest von Beschenkten und Schenkenden, Alles für alle. P.S: Viele Menschen züchten 5000 Rosen in ein und dem selben Beet und finden doch nicht was sie suchen». Erfrischenden Aareschwumm und spannende Lektüre!

Informationen rund ums Lorrainebad

Lustige Tiere im kleinsten Hotel von Bern , von Michel Gygax Lustige Tiere im kleinsten Hotel von Bern

Ein Tiger zwischen Teufen und Trogen, eine Geiss vor Italien: Lustige Tiere und sonderbare Wesen sind unterwegs auf Bildern, auf  Landkarten und Leuchtkästen. In einer Welt, die das Künstlerpaar Judith Zaugg und Rolo Bolo aus Bern speziell für diese Ausstellung geschaffen hat. Die casita ist Berns kleinstes Hotel, welches dreimal pro Jahr zur Galerie wird.

Vernissage: Freitag, 21. August 2015, 18-20 Uhr, anschliessend casita-Bar Musik / Ausstellung bis 27.8.15: Sa&So 14-20h, Mo-Do 16-20h

www.judithzaugg.ch  / www.casita-bern.ch

Das kreative Abo für Kinder , von Regula Keller Das kreative Abo für Kinder

An Schweizer Schulen haben die gestalterischen Fächer an Gewicht verloren. Schade, denn dies würde die Entwicklung der Kinder auf verschiedensten Ebenen fördern. In sehr vielen Berufen profitieren Jugendliche und Erwachsene von ihren kreativen Fähigkeiten.

Krawuri ist eine äusserst sinnvolle Geschenkidee für Kinder mit dem Vorteil, dass es mehrmals pro Jahr Freude macht!

Wer Krawuri abonniert, erhält zehnmal jährlich dicke Post: Ein Couvert voller Ideen, Anleitungen und Materialien. Jede Ausgabe enthält drei bis vier Vorschläge zum Malen, Basteln und Experimentieren.  

www.krawuri.ch

Bio für Jede , von Sabine Guggisberg Bio für Jede

"Bio für Jede" ist ein Non-Profit Verein, der es sich zum Ziel gemacht hat, allen, unabhängig vom finanziellen Stand, die Möglichkeit zu bieten, biologisches Gemüse zu beziehen und somit ökologisch zu handeln - jede und jeder soll die Möglichkeit haben, biologisches Gemüse zu günstigen Preisen zu beziehen. 

Das Gemüse wird den lokalen Bio-Bauern in der Region Freiburg und Seeland abgekauft. Es stammt meistens aus der zweiten Ernte, also all dem, was liegen bleibt, nachdem Migros, Coop etc. ihre genormten Gemüse abgezogen haben. Die Qualität des Gemüses ist einwandfrei und es ist äusserst bekömmlich.

In Bern findet man den Gemüsestand von "Bio für Jede" jeweils an den Donnerstagen ab 16 Uhr im Apfelgold (Länggassquartier) und an den Samstagen von 10-11 Uhr im Wylerhöfli / von 12-14 Uhr in der Rathausgasse (vor Dr. Strangelove) und von 14-15 Uhr auf dem Kornhausplatz. 

In Zürich wird zweimal im Monat im Rahmen eines Kulturtages ein Bio-Gemüsestand organisiert. Umrandet wird das Ganze von Vorträgen, Diskussionsrunden, Workshops rund um Ökologie und Ernährung, Filmvorführungen, Konzerten und Musik, Jam-Runden, Tanz und Theater.

Mehr dazu findet ihr unter www.biofuerjede.ch

Zum guten Heinrich , von Sophie Frei Zum guten Heinrich

Lukas, Remo und Thomas, drei junge engagierte Zürcher, gründeten vor kurzem ein Gastronomie-Start-up für nachhaltige Verpflegung. Gekocht wird mit exklusiven Zutaten gemäss der «No Waste-Philosophie», nämlich mit unförmigen und überschüssigen Gemüsen und Früchten, die sonst entsorgt würden. Zusammen mit dem Koch Mirko Buri (mein-kuechenchef.ch) aus Bern leisten sie so einen Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung.

Zum Konzept des Lunch-Lieferservices und Cateringangebots «Zum guten Heinrich» gehört neben den wiederverwendbaren Verpackungen auch ein trendiges Food-Bike. Die Menüs werden mittels eines umgebauten Lastenfahrrads, das sowohl als Verkaufsstand als auch als Transportgerät dient, ausgeliefert – direkt vor die Haustüre!

Zum guten Heinrich, www.zumgutenheinrich.ch, kontakt@zumgutenheinrich.ch, Tel. +41 76 406 70 23

Abholen lassen und retour , von Reto Hügli Abholen lassen und retour

Es ist wissenschaftlich bewiesen: Noch immer landen zu viele Wertstoffe im Hauskehricht statt in der Sammelstelle. Oft fehlt uns fürs gewissenhafte Entsorgen die Zeit, oder wir sind einfach zu bequem. Für Behinderte und Betagte ist der Weg zur Sammelstelle oft beschwerlich.

Genau hier setzt die Dienstleistung von &retour an: Was sich wiederverwerten lässt, kann in einen speziellen, giftgrünen Abfallsack gesteckt werden. Dieser wird einmal pro Woche vor der Haustür abgeholt – gegen eine Gebühr von CHF 5.–. Die Mitarbeitenden trennen Glas, Kork, CDs, Kaffeekapseln, Aluminium und vieles mehr fachmännisch für die Wiederverwertung. 

&retour ist ein Projekt der gad-Stiftung. Beschäftigt werden ausgesteuerte Sozialhilfeempfänger, die so eine sinnvolle, marktnahe Arbeit erhalten.

Alle Informationen zur Dienstleistung: &retour

Silvias Besenbeiz am Scheiahöhenweg , von Michael Klesse Silvias Besenbeiz am Scheiahöhenweg

Es lohnt sich mehrfach, Flims im Graubünden zu entdecken. Wer den Scheiahöhenweg oberhalb von Flims bewandert, demjenigen sind atemberaubende Blicke auf die Wunder der Natur beschert.

Genau am richtigen Ort und zur richtigen Zeit, wenn der Magen knurrt, trifft der Wanderfreund auf Silvias Besenbeiz. Sie führt mit Leidenschaft und Herzblut dieses winzige Lokal im Holzschopf von Freitag bis Montag. Hier gibt es keine Speisekarte. Alles was sie anbietet ist angeschrieben und sind lokale Spezialitäten: Gerstensuppe, Käseplatte, Käsekuchen, Salzis, Schafwurst und Hauswurst von den eigenen Biosuissekühen, die sich direkt vor der Beiz in der Sonne wärmen und die man noch streicheln kann.

Zum Trinken gibt es Bündner Weine und natürlich Surselvabräu aus Flims. Die Brauleute feiern dieses Jahr ihr 10-jähriges Jubiläum.

Silvias Besenbeiz oberhalb vom Dorf, 7017 Flims; www.surselva-bier.ch