kggastro facebook rss
Gump-& Drahtesel-Arbeit mit Perspektiven , von Michael Klesse Gump-& Drahtesel-Arbeit mit Perspektiven

Als buntes, multikulturelles und soziales Unternehmen integriert der Gump- & Drahtesel in Bern-Liebefeld erfolgreich Menschen in den Arbeitsmarkt und betreibt dazu eine Velorecycling- und Metallwerkstatt. Die Teilnehmenden der Arbeitsintegrationsprogramme reziklieren alte Fahrräder und produzieren aus Veloteilen wertvolle Produkte, die im Verkaufsladen "Pico Bollo" im Berner Bollwerk als sinnvolle Unikate und Sürprisen gekauft werden können.

Der G&D engagiert sich zudem mit dem Programm "Velos für Afrika" seit Jahren in der Entwicklungszusammenarbeit. Dort und in Partnerwerkstätten in der ganzen Schweiz werden die gesammelten Fahrräder durch Arbeitslose oder Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen aufbereitet. 

Seit 1993 sammelt, verarbeitet und exportiert "Velos für Afrika" ausgediente Drahtesel. Das Programm stiftet mehrfach Nutzen. Das Velorecycling in der Schweiz ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern fördert auch die soziale und berufliche Integration von Menschen mit Beeinträchtigungen. In Afrika sichern die Velos schliesslich CO 2-freie Mobilität und Einkommen. Einfach anrufen und die "ausgedienten" alten Velos werden gratis abgeholt. 

Gump- & Drahtesel, Waldeggstrasse 27, 3097 Liebefeld, www.gumpesel.com, www.velosfuerafrika.chwww.picobollo.ch

Artha Samen - Zurück zum guten Geschmack , von Michael Klesse Artha Samen - Zurück zum guten Geschmack

Die Förderung und Erhaltung der Artenvielfalt ist das erklärte Ziel der Gärtnerei Artha Samen auf der Schwand bei Münsingen. Dort werden nach biologisch-dynamischen Richtlinien rund 600 Gemüse-, Blumen-, Kräuter- und Wildpflanzensorten produziert.

Das Sortiment umfasst vorwiegend alte Sorten und Raritäten, Nischen- und Landsorten. Die Artha Samen Gärtnerei ist Biosuisse und Demeter zertifiziert. Sie sieht den Samen als kleinstes und vitalstes Formgebilde der Pflanze an, welches alles enthält was eine Pflanze definiert. Dieses Wunder der Natur gilt es für sie zu vermehren und zu erhalten. 

Da in der Saatgutbranche der Grosskonzerne durch bewusste Hochleistungszüchtmethoden unfruchtbare Samen erzeugt werden, betreibt Artha Samen eine bewusste Gegenbewegung zu diesem Missbrauch und dieser Ressourcenverschwendung und nicht zuletzt zur Erhaltung der Wildbienen.

Führungen und Kurse werden angeboten. Regelmässig findet der Wildpflanzenmärit in Bern, Thun und Eschholzmatt statt.

Gärtnerei Artha Samen, Jürg Hädrich, Schwand, 3110 Münsingen, www.arthasamen.ch

Von Kräutern und Blüten , von Michel Gygax Von Kräutern und Blüten

Vorwiegend im hinteren Teil von Zürichs Sommeroase "Frau Gerolds Garten" befindet sich der Garten. Ausgerichtet gegen Süden und etwas geschützt vom Geschehen des Rest-Areals, findet man dort mehr als 80 Hochbeete mit einer Vielzahl von Kräutern, Salaten, Gemüse, Blüten und Früchten.

Im vorderen Teil des Areals befindet sich der gastronomische Teil. Dort wird die beträchtliche Ernte verwendet. Natürlich reicht das nicht, um das ganze Quartier Mittag für Mittag satt zu bekommen. Aber immerhin!

Luzia Rodriguez und Monique Stocker bieten mehrmals jährlich einen dreistündigen und dreiteiligen Kurs zum Thema Kräuter und Blüten an.

Mit sympathischer Leichtigkeit und grosser Freude schaffen es die beiden naturliebenden Frauen, mit ihren spannenden Ausführungen zur Kräuterheilkunde und zum Kräuteranbau den Teilnehmern einen sinnvollen thematischen Überblick zu vermitteln.

www.fraugerold.ch/garten  /  garten@fraugerold.ch

Sunnybag , von Michael Klesse Sunnybag

Wenn Solarstrom aus der Umhängetasche kommt, dann hat der österreichische Erfinder und Jungunternehmer, Stefan Ponsold, seine elegante Innovation umgesetzt. 

Die Idee: Solarpaneele auf dem Taschenrücken, sammeln und speichern Sonnenenergie. Über einen integrierten Akku kann man in jedem Gelände alle modernen Helferlein unserer Tage - Handy, Laptop, Musikplayer, GPS, usw. - mit Energie aus dem tragbaren Kraftwerk speisen. Als der Akku seines Smartphones ständig leer war, kam Ponsold vor sechs Jahren auf diese Gedanken.

Ponsold, der Innovationsmangement studiert hat, schaute sich damals um, was es zu tragbaren Solarzellen in der Grösse eines DIN A4 Blattes brauchte. Er sah, was jedefrau und jedermann immer dabei hat: Rucksack, Aktentasche, Umhängetasche. Sein Bruder half ihm beim Nähen und bald war die erste Solartasche fertig.

Nachhaltigkeit ist ihm auch in der Produktion wichtig. Sunnybag setzt beim Material auf kurze Lieferwege und Recycling. Die LKW Planen kommen aus Österreich, Deutschland und Polen, die Solarpaneele aus Tirol. Anfangs wurden die Taschen nur in Graz beim ökosozialen Projekt "Heidenspass" gefertigt. Dort stellen junge Arbeitssuchende aus gebrauchten Materialien Designerprodukte her. Sunnybag verkauft mittlerweile jeden Monat 500 Taschen und Rucksäcke. Genial gedacht... und gemacht!

www.sunnybag.at, www.heidenspass.cc

Geschichten verlegen , von Michel Gygax Geschichten verlegen

Rosmarie Bernasconi - Kauffrau, Verlegerin und Astrologin - füllt mit ihrem Buchverlag "Einfach Lesen" eine wichtige Lücke in der Schweizer Verlagslandschaft: Sie veröffentlicht viele Werke von unbekannten Geschichtenerzählern und Schrifstellerinnen.

In der Buch- und Verlagswelt zählen heute vorwiegend potenzielle Verkaufszahlen und möglichst grosse Renditen. Nicht so bei "Einfach Lesen". Wer eine gute Geschichte faszinierend erzählen kann, hat bei Rosmarie Bernasconi eine faire Chance, veröffentlicht zu werden.  In den letzten 17 Jahren sind bereits rund 50 Bücher im Verlag erschienen. Oft waren es Erstlingswerke.

Im April 2006 kam zum Verlag ein Buch- und Geschenkladen an der Badgasse 4 im Berner Mattequartier dazu. Der Buchladen ist eine Mischung zwischen Verlag und Buch, aber auch Treffpunkt für Menschen.

www.einfachlesen.ch

Café und Veloladen Cooperative , von Michael Klesse Café und Veloladen Cooperative

Das Café Ambrosia und der Veloladen Velciped in Kriens zeigen seit Jahren, wie eine Cooperative zweier leidenschaftlicher Projekte funktionieren kann. 

Velociped wurde aus einer One-man Initiative als offene Werkstatt zum selber Reparieren und Konstruieren, um den Velofahrenden eine gute Service- Infrastruktur zu bieten, mit einem Minimini-Startkapital 1988 gegründet. Mit dem Willen, dem Mut und der Freude engagiert sich das Team, mittlerweile aus 20 Personen bestehend, welches geschützte Arbeitsplätze und drei Lehrstellen anbietet, weiterhin für das Velo als tollstes Verkehrs-, Reise- und Freizeitfahrzeug.

Das Café Ambosia stiess vor drei Jahren zu Velociped hinzu. Die Vinothek mit über 60 Sorten Biowein entstand, und das Velociped bekam erstmals gut heizbare Büroarbeitsplätze. Während man im Garten einen Kaffee trinkt, wird das Velo wieder flott gemacht. Kinder können im Garten spielen. Beim Mittagsmenu wird auf frische, biologische und vollwertige Zutaten geachtet. Das Café kann für Geburtstagsfeiern, Seminare, uvm. gemietet werden.

Café Ambrosia und Velociped, Luzernerstrasse 16+18, 4010 Kriens, www.velociped.ch

Aus Liebe zu Kuh und Käse , von Michael Klesse Aus Liebe zu Kuh und Käse

"Erhalten statt Wachsen" ist die nachhaltige Idee des Biokäsers Martin Bienerth in Andeer im Graubünden. Ihm ist es ein grosses Anliegen, dass die Milch direkt am Entstehungsort verarbeitet und verkauft wird. Für seine Überzeugung, dass mit jeder Milchalp, die in Graubünden aufgegeben wird, die Bergregion ein Stück ihrer Seele verliert, kämpft er mit leidenschaft-licher Zähigkeit.

Seine Kunden sollen wissen, dass Nachhaltigkeit schon im Alltag, beim täglichen Einkauf, beginnt. Dafür bezahlen sie auch gerne ein bisschen mehr. In diesem Kleinstbetrieb sind immerhin sechs Arbeitsplätze entstanden. Gegen alle Warnungen hat Bienerth, der ökologischen Landbau und Tierhaltung an der Universität in Kassel studierte, mit Leidenschaft und Beharrlichkeit sein Konzept zum Erfolg geführt und setzt auf Direktver-marktung.

In Andeer fahren die meisten Bauern nun ihre Milchkannen mit dem Handwagen in die Sennerei. Auch die Hörner dürfen die stolzen Kühe behalten. Dafür zahlt Bienerth einen Rappen mehr pro Liter Milch.

Dieser Käse und noch vieles mehr kann z.B. im Berner Bioladen Hallerladen bezogen werden. www.hallerladen.ch

Sennerei Stizun da Latg in Andeer, CH-7440 Andeer

Junges Theater , von Stefan Hugi Junges Theater

Wer kennt sie nicht, die Theateraufführungen in der Schule: Mehr oder weniger motivierte Schülerinnen und Schüler spielen einen Klassiker, den sie eigentlich gar nicht verstehen und erst recht nicht gut finden. Bei vielen von uns rufen die Erinnerungen an das eigene Abschlusstheater in der 9. Klasse wohl immer noch ein leichtes Schaudern hervor. Doch was machen jene, die Spass daran haben und auch nach Schulende gerne auf der Bühne stehen möchten?

Dafür gibt es die Junge Theaterfabrik Bern. Sie bringt jungen Menschen zwischen 16 bis 24 Jahren das Handwerk des Schauspiels bei, konfrontiert sie dabei mit aktuellen Gesellschaftsthemen und realisiert mit den Kursteilnehmerinnen und -teilnehmern regelmässig ein neues Stück.

Heuer gibt es «Beautiful Bodies» von Laura Shaine Cunningham zu sehen, eine Geschichte um sechs junge Frauen und ihre Freundschaft. Noch bis am 29. April im Theater Remise an der Laupenstrasse 51 in Bern.

Junge Theaterfabrik Bern, www.jungetheaterfabrik.ch

tschuttibildli ins tschuttiheftli! , von Michael Klesse tschuttibildli ins tschuttiheftli!

Endlich, die Fussball WM in Brasilien naht! Mit dem Tschuttiheftli verbinden die Initianten seit über acht Jahren Kultur und Fussball in einem Magazin und werfen darin einen alternativen Blick auf den Sport unseres Herzens und wollen so einen Kontrapunkt zu den negativen Seiten des Fussballs, wie die Kommerzialisierung und Gewalt, setzen.

Das Projekt tschutti heftli Sammelbilder ist als reines Kunstprojekt zu verstehen. Es geht um Gestaltung, Herzblut, Begeisterung und es wird kein kommerzieller Zweck verfolgt. Die Beteiligten arbeiten ehrenamtlich, die Bilder werden zum Selbstkostenpreis abgegeben. Den Artisten wurde bewusst jeglicher Bewegungsspielraum gelassen, um die Kunst und die kulturelle Absicht in den Vordergrund zu stellen.

Nebst fussballkulturellen Projekten wird die Hilfsorganisation "terre des hommes" unterstützt. 10 Rappen pro Tüte Sammelbilder fliessen in ein konkretes Projekt.

Ab 12. April gibt es die Kunst zum Kleben. Verkaufsstellen siehe www.tschuttiheft.li

Terre des hommes Schweiz. www.tdh.ch

MeinLebenDeinBlut.ch , von Adrian Garbely MeinLebenDeinBlut.ch

Dem menschlichen Herzen werden ja verschiedene Aufgaben zugehalten. Ob Gefühle darin stattfinden, sei dahingestellt, ganz sicher aber pumpt das Herz, überaus herzhaft, das Blut durch unsern Körper.

Ich finde es selbstverständlich, 3-4x pro Jahr mein Blut zu spenden. Denn eines Tages kommt vermutlich der Moment, in dem ich schampar froh bin, dass der behandelnde Arzt auf genügend Blutreserven zurückgreifen und mich dadurch retten kann.

Dafür mache ich alben beim Blutspendedienst Bern einen Termin, meist morgens vor der Arbeit. Den Fragebogen fülle ich meistens schon im voraus aus, damit das kurze Interview vor der Spende noch zügiger vorüber geht. Anschl. stärke ich mich mit einem Becher isotonischen Getränks bevor ich mich auf die bequeme Liege lege und mir rund 1/2 Liter Blut abnehmen lasse. Das dauert knapp 10 Minuten, während derer ich mit einer Hand auf meinem Smartphone im Gratis-WLAN surfe. Danach erhole ich mich auch noch ein paar Minuten von der Blutspende, denn körperlich ist das schon auch ein bisschen anstrengend. Danach offeriert einem der Blutspendedienst ein feines Frühstück und man geht mit mehreren guten Gefühlen zur Arbeit.

Blutspendedienst Bern, www.bsd-be.ch