kggastro facebook rss
Haare lassen können , von Michael Klesse Haare lassen können

Im Flamingo Hairshop in der unteren Postgasse der unteren Altstadt von Bern hat sich Mike Zeller seinen Herzenswunsch erfüllt. Dort, wo man nicht wirklich einen Coiffeursalon erwartet, schneidet, fönt, coloriert, blondiert, streckt, wellt, verlängert und verkürzt er die Haare seiner Kunden als selbständiger Inhaber seit 1996. Den Laden gibt es schon seit 1990!

Dass sich seine Kunden wohl fühlen, ist ihm ein grosses Anliegen. Mit der Wahl seiner Produkte will er Respekt gegenüber der Natur zollen und sich gegen Tierversuche einsetzen. Axo, der Coiffeurhund ist ganztaqs anwesend und hat die Keksdose voll im Griff.

Ich selber schätze die lockere Atmosphäre im verwinkelten Laden und gehöre seit wohl 16 Jahren zur Stammkundschaft.

Flamingo Hairshop, Postgasse 26, CH-3011 Bern, www.flamingohairshop.ch

Pfifferlinge , von Sophie Frei Pfifferlinge

....sind köstlich, aber gar nicht so leicht zu finden. Einen davon habe ich im lebhaften Gundeli Quartier in Basel entdeckt. Bei einem guten Kaffee mit einem lauwarmen, vorzüglichen Brioche habe ich mich mit dem Besitzer – Innenarchitekt und Fotograf – unterhalten. Geschmack hat „Pfifferling – Deli, Störküche, Catering“ nicht nur in der Einrichtung sondern auch beim Angebot zu bieten: hausgemachte, kreative Köstlichkeiten mit regionalen Zutaten wie Quittensenf, Süsses im Weckglas, täglich frisch gebackene Focaccia, hausgemachte Suppen und Eintöpfe… Besonders lobenswert finde ich übrigens die Idee zu jedem Zmittag gratis Wasser und Äpfel anzubieten!

Pfifferling Deli, Güterstrasse 138, 4053 Basel; www.pfifferling.ch

Seesicht inklusive , von Markus Hochuli Seesicht inklusive

Frühstück auf dem Deck - Relaxen unter der Pergola - Apéro neben Palmen - und überall Seesicht inklusive. Ein Aufenthalt im Bed and Breakfast Nevedone 16 oberhalb von Brissago ist Entspannung und Genuss pur. Auf jeden Fall probieren: Rührei mit Kirschtomaten von Gastgeber Ivan Mutti. Na ja: Blick als Frühstückslektüre.

http://www.ordinedisordine.ch/nevedone16/bbn16intro.html

Hurra, der Lenz ist da! , von Sabine Guggisberg Hurra, der Lenz ist da!

Endlich! Der Frühling macht sich zunehmend bemerkbar. Im Umschwung der Stadtgärtnerei Bern können riesige Teppiche von Krokussen in ihrer ganzen Pracht bewundert werden. Die Narzissen folgen in Kürze. Das Grünen und Blühen ist nicht mehr aufzuhalten. Lasst euch beglücken und entzücken. Darum nix wie raus aus dem Haus!

Wer sich den Frühling ins Haus holen will, findet in der von Ellenberger & Fuhrimann liebevoll betriebenen Blumengärtnerei an der Herrengasse 19 prächtige Exemplare. Von Februar bis November stammen die Blumen aus der eigenen Gärtnerei. Den Anfang machen rund 30‘000 Tulpen. Die Blumengärtnerei an der Herrengasse existiert seit 1949 auf den Terrassen eines geschützten Südhangs, am Rande der Berner Altstadt.

Eine kleine, feine Auswahl der blumigen Prachtwerke findet man von Dienstag bis Samstag auch beim Blumenstand am Bärenplatz in der Laube bei ehemals "Vatter".

www.dieblumengaertnerei.ch

Gordomblö (II) , von Adrian Garbely Gordomblö (II)

Das erstaunlichste «Cordon-Bleu» der Woche. (Foto: typähnlich)

Inzwischen werden einem ja überall die unterschiedlichsten Schinken- und Käsesorten zwischen einem Kalbs- oder Schweinsplätzli angeboten. Vor einigen Wochen genoss ich aber im Rest. Glismatta in Brig-Glis ein dortselbst als «Cordon Rouge» angepriesene, für mich bisher unbekannte Variante: Zwei Rindsfilets, mit Foie Gras verbunden, begleitet von gebratenem Rohschinken.

Dieses frisierte Filet Rossini mundete imfall überaus gaumenfreundlich!

Welches, geschätzte LeserInnen, ist Ihre Lieblings-Gordomblö-Variante?

Rest. Glismatta, Englisch-Gruss-Strasse 9, 3902 Glis

Im Zarenreich , von Sophie Frei Im Zarenreich

Und wieder eine sympathische Quartieraufwertung. In der Nachmittagssonne die ersten Märzensprossen einfangen, nach Lust und Laune frühstücken, Indian Chai mit DDR-Guetzli geniessen, in den späteren Stunden drei verschiedene Cocktails mit Gin degustieren... und ab und zu noch einem Konzert lauschen. Was will man mehr, der Frühling naht!

ZAR café*bar, Pestalozzistrasse 9, 3007 Bern, www.zarbar.ch

Dessertfee , von Sophie Frei Dessertfee

Inmitten grauer Betongebäude im Mattenhofquartier ist die Dessertfee eine wahre Augen- und Gaumenfreude. Dort hat die ehemalige Primarschullehrerin ihren Traum erfüllt und zaubert als Dessertfee süsse Köstlichkeiten wie Muffins, Cupcakes, Petit fours, Hochzeitstorten... Im Zuckerlabor werden Cupcake- und Guetzlibackkurse durchgeführt und im Laden verkauft sie selbstgemachte Accessoires. Ich freue mich schon jetzt darauf meine Kaffeepausen zu versüssen, denn die Dessertfee befindet sich gerade um die Ecke meines neuen Arbeitsplatzes.

Dessertfee cake design & more, Gartenstrasse 6, 3007 Bern, www.dessertfee.ch

Wo Kunst und Gastronomie verschmelzen! , von Michel Gygax Wo Kunst und Gastronomie verschmelzen!

Man findet sie nicht einfach so. Die Eisblume in Worb ist hinter der Kirche im alten Dorfteil versteckt. Das aussergewöhnliche Restaurant ist von Mario Caretti 2003 in alten Gewächshäusern gegründet worden. Seit nunmehr neun Jahren verzaubert er jede Saison die alten Glashäuser in einen märchenhaften Ort. Diese Saison ist die Eisblume nach dem Motto "Utopia" gestaltet. Hohe Dekorationskunst verpackt in stilvolle Edel-Gastronomie. Wir genossen das vollständige Sechsgangmenü. Eine Kreation in acht Akten. Grandios. Sehr zu empfehlen. Nicht alle Tage, aber genau dann wenn man den sinnlichen Grat zwischen Kunst und Gastronomie ausloten möchte.

Eisblume, Enggisteinstrasse 16, 3076 Worb, www.eisblume-worb.ch

Müssen Eisbären weinen? , von Stefan Hugi Müssen Eisbären weinen?

Ron Pope. Jahrgang 1983. Singer/Songwriter aus den USA. Kommt auf die Bühne und erzählt. Davon, dass es an diesem Januarabend in Zürich zwar kalt sei, aber nicht schneie. Was doch irgendwie komisch sei. Dann erzählt er von Eisbären. Immer wieder. Das seien arme Tiere. Er möge Eisbären und würde eigentlich gerne einen kaufen. Später erläutert er, dass es Keyboards gebe, die vermutlich hergestellt würden, um Space Shuttles zu steuern, aber sicher nicht, um einfach ein Klavier zu sein.

Und ja, er macht Musik. Musik, die berührt. Die wunderschön ist, die einem in Melancholie schwelgen lässt, die Freude bereitet. Es gelingt ihm, das Publikum so zu fesseln, dass es während des ganzen Konzerts mucksmäuschenstill bleibt. Und er ist sich nicht zu schade, mitten im Lied den Tontechniker um Hilfe zu bitten, weil er sein störrisches – für diesen Abend ausgeliehenes – Keyboard nicht zähmen kann. Das ist erfrischend. Ein ehrlicher Mann, der ehrliche Musik macht.

Ron Pope auf Tournee, auf You Tube oder auf iTunes (Foto: www.ronpopemusic.com).

Von hier nach überall , von Karin Müller Von hier nach überall

Ziellos im nasskalten St. Gallen auf Nahrungssuche, geriet die Schreibende völlig zufällig in den Genuss des besten Vegiburgers, den sie je gegessen hat: Kartoffeln-Karotten-Rösti-Burger mit Rotkraut, Marronichutney und Raclettekäse im Leinsamenbrot. Göttlich - anscheinend auch die Fleischvariante!

Aus lokalen, biologisch angebauten Produkten gemacht sind diese Köstlichkeiten in der STICKEREI CAFÉ BAR RESTAURANT in sehr schönem Ambiete zu geniessen. Das Lokal ist stilsicher aber doch gemütlich mit kleinen und grossen Holztischen und einer Sofaecke eingerichtet und mit auffallend schönen Lampen perfekt ausgeleuchtet. Das Herzstück des Raumes bildet die Bar, an der bestellt wird.

Die Auswahl ist klein, aber fein. Es gibt jeweils ein Wochen- und ein Tagesmenu in Fleisch- und Vegivariante, Suppe und Salat. Die Speisen können auch im Take-away-Behälter mitgenommen werden (inklusive eines Biosirups) ganz nach dem Motto: von hier nach überall. Und diese Burger sind so gut, dass man sie sich überall hin wünscht.

STICKEREI CAFÉ BAR RESTAURANT, OBERER GRABEN 44, 9000 ST.GALLEN, www.stickerei.sg