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Fruchtwein usem Breitsch , von Michael Klesse Fruchtwein usem Breitsch

Suurhänerwein, Mispelwein, Chroslewein, Jostawein und Co. Diese spektakuläre Fülle an erlesenen Fruchtweinen wird samstagsvormittags jede zweite Woche im Monat auf dem Berner Fleischmärit in der Münstergasse angeboten. 

Alte Obst- und Beerensträucher sollen auf Berner Stadtboden erhalten und konserviert werden. Das ist die Motivation und Philosphie hinter diesem Projekt, welches im «Breitsch» nun schon seit über 30 Jahren gepflegt und realisiert wird, aus Liebe zur reichhaltigen, heimischen Beerenfruchtvielfalt.

Gegen das Vergessen und das Unwissen der Verwertung von diesen Beerenschätzen stehen die Urväter dieses Kelterungsverfahrens an. Auf Filtrierung wird verzichtet. Die Weine werden auf 13 bis 14% Alkoholvolumen stabilisiert und erhalten durch die Maischegärung Gerbstoffe und Säuere.

Diese Fruchtweine sind rare und wertvolle Spezialitäten in der 1dl und 3,5dl Flasche zum Verschenken an sich selbst zum Purgenuss oder prickenden Vergnügen im Proseccococktail.

Ines Schneiter-Egeter, Rodtmattstrasse 81, CH-3014 Bern, www.fruchtweinkeller.ch

Im Bierhimmel , von Adrian Garbely Im Bierhimmel

Beim Erzbierschof im Liebefeld wird (fast) jeder Bierwunsch erfüllt.

Viele Wirte denken immer noch, sie hätten drei Sorten Bier, wenn sie Herrgöttli, Stange und ein «Grosses» im Angebot führen. Dass es aber jenseits des in der Schweiz immer noch deutlich am weitesten verbreiteten Lagerbiers eigentlich erst anfängt, das zeigt uns Toni «Erzbierschof» Flückiger und sein Team auf eindrückliche Art und Weise.

An nicht weniger als 15 (!) Zapfhähnen gibts verschiedene Bierstile im Offenausschank zum Probieren, 10 grosse Kühlschränke und viele weitere Regale für Flaschenbier aus aller Welt komplettieren das überaus breite Angebot:

Für experimentierfreudigere Biertrinker gibts Indian und andere (Pale) Ales, Gueuze, Stout, Porter, Barley Wine, Trappisten-, Bock-, Frucht- oder Frühstücks-Biere - aber auch Anhänger des Reinheitsgebots finden ganz bestimmt etwas nach ihrem Gusto.

Wer nicht weiss, was sein Gusto genau ist, der lässt sich vom sympathischen Barpersonal individuell beraten. Und wen der Hunger packt, bestellt sich eine Pizza, die im Obergeschoss von Pizza Babylon hergestellt und anschliessend beim Erzbierschof serviert wird.

Erzbierschofs Bierbar, www.erzbierschof.ch, Liebefeld und Winterthur

Chopfab und geniessen , von Reto Hügli Chopfab und geniessen

In einer ehemaligen Industriehalle in Winterthur wird seit Februar 2013 feiner Gerstensaft produziert: «Chopfab» heisst das Bier. Philipp Bucher und Jörg Schönberg verwenden in ihrer Brauerei Doppelleu (eine Anspielung aufs Stadtwappen) edlen Hopfen aus Kalifornien, Australien und Deutschland. Ganz neu im Sortiment ist ein nuanciertes Weizenbier. Später sollen auch Liköre und Whiskey hergestellt werden.

Woher kommt der Name? Einerseits das «CH» um die Swissness des Produkts zu betonen, andererseits wird die Flasche beim Öffnen «geköpft».

Doppelleu Brauwerkstatt, Industriestrasse 40, 8404 Winterthur, www.doppelleu.ch

An Irishman in Bern , von Stefan Hugi An Irishman in Bern

«The problem is, when I start singing, I can’t stop», meint Luka Bloom - irischer Singer/Songwriter - während seines Konzerts fast entschuldigend. Er spiele heute nicht nach Plan, sondern einfach drauflos. Songs, die ihm gerade in den Sinn kämen. Doch das ist weiss Gott kein Problem. Im Gegenteil, man muss den Mann seine wunderbaren Stücke spielen und von seinen Erlebnissen und Eindrücken berichten lassen. Möglichst lange.

Seit über dreissig Jahren macht er Musik. Seine Tourneen führen ihn dabei regelmässig in die Schweiz. Bern hat es ihm besonders angetan. Er übernachte jeweils im Breitsch. Und er schwimme liebend gerne in der Aare. Mit «Riverdays» hat er gar ein Lied darüber geschrieben.

An einem lauen Sonntagabend im Sommer hat es ihn in den lauschigen Garten des Bären Buchsi verschlagen. Ein Gärtlikonzert mit Luka Bloom: Stimme und Gitarre. Das ist alles. So will man Wochenenden ausklingen lassen.

Luka Bloom, www.lukabloom.com // Bären Buchsi, Bernstrasse 3, 3053 Münchenbuchsee, www.baerenbuchsi.ch, Gärtlikonzerte gibt es noch bis Ende August 2013.

Haare lassen können , von Michael Klesse Haare lassen können

Im Flamingo Hairshop in der unteren Postgasse der unteren Altstadt von Bern hat sich Mike Zeller seinen Herzenswunsch erfüllt. Dort, wo man nicht wirklich einen Coiffeursalon erwartet, schneidet, fönt, coloriert, blondiert, streckt, wellt, verlängert und verkürzt er die Haare seiner Kunden als selbständiger Inhaber seit 1996. Den Laden gibt es schon seit 1990!

Dass sich seine Kunden wohl fühlen, ist ihm ein grosses Anliegen. Mit der Wahl seiner Produkte will er Respekt gegenüber der Natur zollen und sich gegen Tierversuche einsetzen. Axo, der Coiffeurhund ist ganztaqs anwesend und hat die Keksdose voll im Griff.

Ich selber schätze die lockere Atmosphäre im verwinkelten Laden und gehöre seit wohl 16 Jahren zur Stammkundschaft.

Flamingo Hairshop, Postgasse 26, CH-3011 Bern, www.flamingohairshop.ch

Pfifferlinge , von Sophie Frei Pfifferlinge

....sind köstlich, aber gar nicht so leicht zu finden. Einen davon habe ich im lebhaften Gundeli Quartier in Basel entdeckt. Bei einem guten Kaffee mit einem lauwarmen, vorzüglichen Brioche habe ich mich mit dem Besitzer – Innenarchitekt und Fotograf – unterhalten. Geschmack hat „Pfifferling – Deli, Störküche, Catering“ nicht nur in der Einrichtung sondern auch beim Angebot zu bieten: hausgemachte, kreative Köstlichkeiten mit regionalen Zutaten wie Quittensenf, Süsses im Weckglas, täglich frisch gebackene Focaccia, hausgemachte Suppen und Eintöpfe… Besonders lobenswert finde ich übrigens die Idee zu jedem Zmittag gratis Wasser und Äpfel anzubieten!

Pfifferling Deli, Güterstrasse 138, 4053 Basel; www.pfifferling.ch

Seesicht inklusive , von Markus Hochuli Seesicht inklusive

Frühstück auf dem Deck - Relaxen unter der Pergola - Apéro neben Palmen - und überall Seesicht inklusive. Ein Aufenthalt im Bed and Breakfast Nevedone 16 oberhalb von Brissago ist Entspannung und Genuss pur. Auf jeden Fall probieren: Rührei mit Kirschtomaten von Gastgeber Ivan Mutti. Na ja: Blick als Frühstückslektüre.

http://www.ordinedisordine.ch/nevedone16/bbn16intro.html

Hurra, der Lenz ist da! , von Sabine Guggisberg Hurra, der Lenz ist da!

Endlich! Der Frühling macht sich zunehmend bemerkbar. Im Umschwung der Stadtgärtnerei Bern können riesige Teppiche von Krokussen in ihrer ganzen Pracht bewundert werden. Die Narzissen folgen in Kürze. Das Grünen und Blühen ist nicht mehr aufzuhalten. Lasst euch beglücken und entzücken. Darum nix wie raus aus dem Haus!

Wer sich den Frühling ins Haus holen will, findet in der von Ellenberger & Fuhrimann liebevoll betriebenen Blumengärtnerei an der Herrengasse 19 prächtige Exemplare. Von Februar bis November stammen die Blumen aus der eigenen Gärtnerei. Den Anfang machen rund 30‘000 Tulpen. Die Blumengärtnerei an der Herrengasse existiert seit 1949 auf den Terrassen eines geschützten Südhangs, am Rande der Berner Altstadt.

Eine kleine, feine Auswahl der blumigen Prachtwerke findet man von Dienstag bis Samstag auch beim Blumenstand am Bärenplatz in der Laube bei ehemals "Vatter".

www.dieblumengaertnerei.ch

Gordomblö (II) , von Adrian Garbely Gordomblö (II)

Das erstaunlichste «Cordon-Bleu» der Woche. (Foto: typähnlich)

Inzwischen werden einem ja überall die unterschiedlichsten Schinken- und Käsesorten zwischen einem Kalbs- oder Schweinsplätzli angeboten. Vor einigen Wochen genoss ich aber im Rest. Glismatta in Brig-Glis ein dortselbst als «Cordon Rouge» angepriesene, für mich bisher unbekannte Variante: Zwei Rindsfilets, mit Foie Gras verbunden, begleitet von gebratenem Rohschinken.

Dieses frisierte Filet Rossini mundete imfall überaus gaumenfreundlich!

Welches, geschätzte LeserInnen, ist Ihre Lieblings-Gordomblö-Variante?

Rest. Glismatta, Englisch-Gruss-Strasse 9, 3902 Glis

Im Zarenreich , von Sophie Frei Im Zarenreich

Und wieder eine sympathische Quartieraufwertung. In der Nachmittagssonne die ersten Märzensprossen einfangen, nach Lust und Laune frühstücken, Indian Chai mit DDR-Guetzli geniessen, in den späteren Stunden drei verschiedene Cocktails mit Gin degustieren... und ab und zu noch einem Konzert lauschen. Was will man mehr, der Frühling naht!

ZAR café*bar, Pestalozzistrasse 9, 3007 Bern, www.zarbar.ch