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Dessertfee , von Sophie Frei Dessertfee

Inmitten grauer Betongebäude im Mattenhofquartier ist die Dessertfee eine wahre Augen- und Gaumenfreude. Dort hat die ehemalige Primarschullehrerin ihren Traum erfüllt und zaubert als Dessertfee süsse Köstlichkeiten wie Muffins, Cupcakes, Petit fours, Hochzeitstorten... Im Zuckerlabor werden Cupcake- und Guetzlibackkurse durchgeführt und im Laden verkauft sie selbstgemachte Accessoires. Ich freue mich schon jetzt darauf meine Kaffeepausen zu versüssen, denn die Dessertfee befindet sich gerade um die Ecke meines neuen Arbeitsplatzes.

Dessertfee cake design & more, Gartenstrasse 6, 3007 Bern, www.dessertfee.ch

Wo Kunst und Gastronomie verschmelzen! , von Michel Gygax Wo Kunst und Gastronomie verschmelzen!

Man findet sie nicht einfach so. Die Eisblume in Worb ist hinter der Kirche im alten Dorfteil versteckt. Das aussergewöhnliche Restaurant ist von Mario Caretti 2003 in alten Gewächshäusern gegründet worden. Seit nunmehr neun Jahren verzaubert er jede Saison die alten Glashäuser in einen märchenhaften Ort. Diese Saison ist die Eisblume nach dem Motto "Utopia" gestaltet. Hohe Dekorationskunst verpackt in stilvolle Edel-Gastronomie. Wir genossen das vollständige Sechsgangmenü. Eine Kreation in acht Akten. Grandios. Sehr zu empfehlen. Nicht alle Tage, aber genau dann wenn man den sinnlichen Grat zwischen Kunst und Gastronomie ausloten möchte.

Eisblume, Enggisteinstrasse 16, 3076 Worb, www.eisblume-worb.ch

Müssen Eisbären weinen? , von Stefan Hugi Müssen Eisbären weinen?

Ron Pope. Jahrgang 1983. Singer/Songwriter aus den USA. Kommt auf die Bühne und erzählt. Davon, dass es an diesem Januarabend in Zürich zwar kalt sei, aber nicht schneie. Was doch irgendwie komisch sei. Dann erzählt er von Eisbären. Immer wieder. Das seien arme Tiere. Er möge Eisbären und würde eigentlich gerne einen kaufen. Später erläutert er, dass es Keyboards gebe, die vermutlich hergestellt würden, um Space Shuttles zu steuern, aber sicher nicht, um einfach ein Klavier zu sein.

Und ja, er macht Musik. Musik, die berührt. Die wunderschön ist, die einem in Melancholie schwelgen lässt, die Freude bereitet. Es gelingt ihm, das Publikum so zu fesseln, dass es während des ganzen Konzerts mucksmäuschenstill bleibt. Und er ist sich nicht zu schade, mitten im Lied den Tontechniker um Hilfe zu bitten, weil er sein störrisches – für diesen Abend ausgeliehenes – Keyboard nicht zähmen kann. Das ist erfrischend. Ein ehrlicher Mann, der ehrliche Musik macht.

Ron Pope auf Tournee, auf You Tube oder auf iTunes (Foto: www.ronpopemusic.com).

Von hier nach überall , von Karin Müller Von hier nach überall

Ziellos im nasskalten St. Gallen auf Nahrungssuche, geriet die Schreibende völlig zufällig in den Genuss des besten Vegiburgers, den sie je gegessen hat: Kartoffeln-Karotten-Rösti-Burger mit Rotkraut, Marronichutney und Raclettekäse im Leinsamenbrot. Göttlich - anscheinend auch die Fleischvariante!

Aus lokalen, biologisch angebauten Produkten gemacht sind diese Köstlichkeiten in der STICKEREI CAFÉ BAR RESTAURANT in sehr schönem Ambiete zu geniessen. Das Lokal ist stilsicher aber doch gemütlich mit kleinen und grossen Holztischen und einer Sofaecke eingerichtet und mit auffallend schönen Lampen perfekt ausgeleuchtet. Das Herzstück des Raumes bildet die Bar, an der bestellt wird.

Die Auswahl ist klein, aber fein. Es gibt jeweils ein Wochen- und ein Tagesmenu in Fleisch- und Vegivariante, Suppe und Salat. Die Speisen können auch im Take-away-Behälter mitgenommen werden (inklusive eines Biosirups) ganz nach dem Motto: von hier nach überall. Und diese Burger sind so gut, dass man sie sich überall hin wünscht.

STICKEREI CAFÉ BAR RESTAURANT, OBERER GRABEN 44, 9000 ST.GALLEN, www.stickerei.sg

Metzger sein ist nicht einfach. , von Patrick Zinsli Metzger sein ist nicht einfach.

Metzger sein ist nicht einfach. Er tötet Tiere schneidet sie blutig entzwei und hantiert mit Eingeweiden und Köpfen. In der heutigen Zeit, wo viele das Fleisch nur perfekt vakuumiert vom Supermarkt kennen, hat es dieser Berufstand nicht leicht. Und nicht nur darum findet man gute Metzgereien selten. Die meisten Metzger können zwar Fleisch vom Knochen trennen aber es fehlt ihnen das kulinarische Gespür um gute Fleischwaren herzustellen. Eine Ausnahme bildet die Metzgerei Genossenschaft im kleinen Safiental im Bündnerland. Der einheimische Metzger Stefan Buchli schlachtet hauptsächlich Tiere aus der Region. Das bedeutet kurze Anfahrtswege was wiederum bedeutet, dass die Tiere vor der Schlachtung weniger Stress verspüren. Das Fleisch verarbeitet er, je nach Wunsch, zu allen ermöglichen Fleischformen. Was man unbedingt probieren sollte sind die Wurstwaren und das Trockenfleisch. Denn genau in diesen Formen des Fleisches zeigt sich, ob ein Metzger sein Handwerk versteht. Ist doch eine gute Cervelat nicht nur die Summe aus einem Darm aus Argentinien und anderen Eingeweiden von einem Tier, es ist viel mehr eine filigrane Kombination von verschiedenen Fleischstücken, Gewürzen und anderen Zutaten. Stefan Buchli gelingt diese Kombination vorzüglich. Bestellungen nimmt er gerne per Telefon entgegen. Denn sein Handwerk ist die Fleischverarbeitung, nicht das Programmieren von Webseiten.

Telefon: 081 630 60 65

Frankofoner Genuss in der Mittelostschweiz , von Reto Hügli Frankofoner Genuss in der Mittelostschweiz

Die Mischung beginnt beim Namen: Grepery. Das Restaurant liegt eingeklemmt zwischen der lauten Technikumstrasse und der Steinberggasse, im Herzen der Winterthurer Altstadt. Hohe, dunkle Tische, alte Mauern, nostalgische Beleuchtung sorgen zusammen mit der aufmerksamen Bedienung und der grossen Auswahl an Crêpes für eine gemütliche Stimmung. Im Sommer lockt die begrünte Hofterrasse.

Die Grepery hat sich nicht nur kulinarischen Höhenflügen – wie Crêpes mit Feigen – sondern auch der Nachhaltigkeit verschrieben: People, planet, profit lautet das Credo. Den Gästen steht auf der Website eine Community-Rubrik zur Verfügung. Falls mal die charmante Begleitung fehlt...

Grepery, Technikumstrasse 66/Steinberggasse 59, 8400 Winterthur, www.grepery.ch

Schlemmen in der Thuner Altstadt , von Michel Gygax Schlemmen in der Thuner Altstadt

Knusprig gegartes Mistkratzerli mit einem Hauch von Rosmarin, begleitet von hausgemachten Spätzli und vorweg eine schlicht perfekte Bohnencrèmesuppe. Dazu ein kräftiger Rotwein von Markus Schneider aus der Pfalz. Mehr brauch ich nicht um einen Abend lang glücklich zu sein! Im liebevoll und sanft renovierten Restaurant Schwert in Thun war ich das.

Die Weinkarte besteht aus ausgewählten Tropfen aus deutschsprachigen Ländern. Die Speisen sind frisch, hausgemacht, schnörkellos und richtig fein. Die Grundprokukte werden möglichst natürlich zubereitet und nicht überwürzt. Zu sehr fairen Preisen. In sehr stilvollem und klassischem Wirtshaus-Ambiente. Und wer will kann gleich in den wunderbaren hauseigenen Zimmern übernachten.

Schwert Thun, untere Hauptgasse 8, 3600 Thun, www.schwert-thun.ch

Alles hausgemacht! , von Michel Gygax Alles hausgemacht!

Im Hirschen Erlenbach isst man Hausgemachtes aus vorwiegend biologischen Produkten. Die Küche ist klassisch, schnörkellos, ehrlich und saisonal. Das Kulturprogramm, das sie nebenbei noch auf die Beine stellen, ist vielfälltig und farbig. Res Dubach und Ruth Gafner wirten seit ungefähr 30 Jahren unmittelbar bei der Seilbahnstation zum Stockhorn. Mit Lust und Leidenschaft. Und sehr persönlich.

Ruth Gafner ist für die liebevolle Einrichtung verantwortlich und kümmert sich mit herzlicher Aufmerksamkeit um die Gäste. Neben ihrer grossen Erfahrung und Fachkompetenz fällt sie auch gerne mit erfrischend direkten politischen Randbemerkungen auf.

Res Dubach, der Koch, hält sich gerne im Hintergrund - sprich in der Küche - auf. Zum Glück. Denn, was die Küche auf Tellern verlässt, schmeckt schlicht und grossartig. Ich freue mich schon wieder auf den nächsten Besuch im urbansten Platz des Simmentals.

Restaurant Hirschen, Kleindorf, 3762 Erlenbach im Simmental/BE, www.hirschen-erlenbach.ch www.hirsch-ku.ch

 

Gordomblö (I) , von Adrian Garbely Gordomblö (I)

Auf der Suche nach dem sonntäglichen Cordon-Bleu kann man in Langendorf landen. Das liegt bei Solothurn einfach geradeaus.

Sonniges Herbstwetter am Wochenende mögen wir, und wenn man etwas antizyklisch erst nach dem Zmittag auf den Berg seiner Wahl fährt, kann man die heftigen Warteschlangen ganz gut umgehen bzw. -fahren. So sollte also nach vielen Jahren diesseits des Lötschbergs dieser Weissenstein doch auch noch erklommen werden.

Davor führte uns der Weg vorbei am Gasthof «National». Zufahrt und Parkieren sind wegen Strassenarbeiten grad etwas umständlich, aber im Obergeschoss sang die Familienfeier gerade "Lustig ist das Zigeunerleben" und in der überaus urchigen, nicht minder sympathischen und v.a. gut gefüllten Gaststube wurde uns das Cordon-Bleu des Jahres serviert: Gefüllt mit Wildschweinschinken und Vieille-Prune-Brie, serviert mit Pommes Frites und Zwetschgenkompott. Hinfahrbefehl!

Gasthof National, Weissensteinstrasse 28, 4513 Langendorf, www.gasthof-national.ch 032 623 32 26

Madame Pêle-Mêle - so süss kann Süsses sein , von Sophie Frei Madame Pêle-Mêle - so süss kann Süsses sein

Lust eine süsse Gaumenfreude zu verschenken? Dich und deine Liebsten mit einer caramelisierten Mandeltorte oder süss-sauren Zitronenkügelchen an einem grauen Wintertag zu entzücken?

Madame Pêle-Mêle verwirklicht diese süssen Freuden: Mit viel Leidenschaft und aus feinsten Zutaten bereitet sie ihre süss anmutenden Köstlichkeiten zu und bringt diese im Abonnement, auf Bestellung und ab Dezember in ausgewählten Cafés zu dir "Que la vie nous soit douce !"

http://www.madamepelemele.ch/