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Ein Hauch von Paris in der unteren Altstadt , von Michel Gygax Ein Hauch von Paris in der unteren Altstadt

Man muss sich etwas abseits der Menschenströme in der unteren Altstadt bewegen, damit man das Fariboles überhaupt entdeckt. Die kleine Canapéria an der Herrengasse ist eines dieser Lokale, die sich, so kommts mir manchmal vor, absichtlich ein bisschen in der Stadt verstecken. Das Lokal, wo alle an einem Tisch tafeln, ist mit viel Liebe und dem Blick für Details eingerichtet. Claudine und Fabia servieren ihre hausgemachten Canapés, dazu gibt’s französische Limos, exzellenten Kaffee (aus dem Emmental) eine breite Auswahl an Teesorten oder ein gutes Glas Wein. Die Karte ist klein und ehrlich, die Bedienung herzlich und die Stunden, die ich dort verbrachte, glücklich.

fariboles café & canaperia, herrengasse 10, 3011 bern. salut@fariboles.ch www.fariboles.ch

Duftende Backstube , von Sophie Frei Duftende Backstube

Bäckereien in denen noch mit Liebe vor Ort gebacken wird, werden seltener. In Deutschland zum Beispiel geht die Backkultur immer mehr verloren: Ketten und Billigbackstationen in welchen gefrorene Backwaren mit wenig Geschmack, viel Luft und "Analogkäse" aufgebacken werden, überwiegen. Nicht so in der Länggass in Bern. Hier sind 5 Konditorinnen mit viel Herzblut in den frühen Morgenstunden am Werk und backen die besten Rosinenbrötchen der Stadt sowie weitere duftende Köstlichkeiten wie Streuselkuchen, Linzerschnitten, Kernenzwirbelbrot… ein früher Besuch lohnt sich!

Coffeebreak Konditorei & Café GmbH, Länggassstrasse 38, 3012 Bern

Verweilen zwischen Rebbergen , von Stefan Hugi Verweilen zwischen Rebbergen

Es ist eine Wohltat: Zum Frühstück reicht die Hausherrin selbstgemachten, ungesüssten Kompott aus zehn verschiedenen Apfelsorten, eigene Konfitüre und einen Traum von Früchtekuchen. Die Brötchen sind bereits aufgeschnitten, damit sie sogleich mit verschiedenen hausgemachten Leckereien bestrichen werden können. Der Tee ist frisch aufgekocht, denn Teebeutel sind verpönt. Alles ist schön angerichtet und präsentiert. Wie im ganzen Haus.

Das Maison d'hôtes «La Gerine» liegt hoch über dem Rhonetal mitten in den Weinbergen der Côte Rôtie. Der Blick schweift über den Fluss, die Reben und Dörfer. Nur etwas getrübt durch die Autobahn auf der gegenüberliegenden Talseite und das unablässige Rauschen des Verkehrs.

Die vier Zimmer sind mit viel Liebe eingerichtet und stilvoll dekoriert. Sie kosten für zwei Personen zwischen 90 und 95 Euro die Nacht - mit fantastischem Frühstück inbegriffen.

La Gerine - Maison d'hôtes, 2 Côte de la Gerine, 69420 Ampuis, Frankreich, www.lagerine.com

Kaffee statt Tee im Fernen Osten , von Stefan Hugi Kaffee statt Tee im Fernen Osten

Zugegeben, die japanische Insel Miyajima liegt von hier aus nicht gerade um die Ecke. Doch wer sich zufällig dort aufhält, sollte sich das Café Sarasvati nicht entgehen lassen. Die eigene Rösterei verströmt Kaffeeduft mitten in der Shopping- und Souvenirstrasse des Ortes. Man kommt kaum daran vorbei.

Das kleine, zweistöckige Lokal ist einfach und wohlig gestaltet, italienischer Jazz umgarnt das Ohr. Gereicht werden Kaffee und Kuchen. Die selbst gerösteten Bohnen stammen aus Mittel- oder Südamerika und finden sich in verschiedenen feinen Kaffeevariationen aus der La Cimbali wieder. Dazu leckerer Kuchen: zum Beispiel Schokolade, Apfel, Grüntee oder die aktuelle Tageskreation. Serviert mit Rahm und Krokant. Am besten gleich als «Set of Cake and Cafe» zu geniessen. Und Kaffeebohnen für daheim können auch gekauft werden.

Café & Bar Sarasvati, Machiyadori, Miyajima, Japan, www.sarasvati.jp

Marokko in der Garage , von Stefan Hugi Marokko in der Garage

Marokko liegt näher als man denkt - zumindest kulinarisch: Für Freunde orientialischer Küche kommt das Maison Blunt einer Oase gleich. Im umtriebigen Zürcher Kreis 5 gelegen, unweit der Langstrasse und des kultigen Kino Riff-Raff, ladet das Team zum Essen und Geniessen in die ehemalige Garage. Das Restaurant mit Tea Room ist geschmackvoll und unaufgeregt eingerichtet: bunte Fliesen, Holztische und -stühle, gemütliche Sitzecken, Blumen und (Überraschung!) hintenraus eine ruhige Gartenbeiz.

Die Mezze gibt es in verschiedenen Grössen bis hin zur opulenten Platte «Royale» und setzen sich zusammen aus Leckereien wie Couscous, Hummus, Falafel, Halloumi oder Tabouleh. Ferner bietet das Maison Blunt Klassiker wie Tagine, Kefta-Spiesse und verschiedene Salate. Dazu eine feine Limonade aus frisch gepressten Zitronen oder einen marokkanischen Rotwein (Tipp: «Tandem», ein Syrah).

 Maison Blunt, Gasometerstrasse 5, 8005 Zürich, www.maison-blunt.ch

Hoch über dem Bielersee , von Claudia Marti Hoch über dem Bielersee

Wer einen guten Tropfen Wein sucht der von Liebe gemacht wurde, sollte in den kleinen Familienbetrieb Bourquin in Schernelz kommen. Nicht nur der Wein schmeckt hier oben toll, sondern die Lage ist auch atemberaubend schön. Man blickt auf erhöhter Lage direkt auf den Bielersee und die St. Peters Insel.
Manuel Bourquin ist gelernter Pflegefachmann und kam durch die Liebe zum Wein. Vor zwei Jahren hat er das Unternehmen mit seiner Frau von seinen Schwiegereltern übernommen und führt es als gelernter Winzer mit viel Leidenschaft und Engagement weiter.

Weinbau Bourquin, Rondboisweg 5, 2514 Schernelz/Ligerz, www.bourquinwein.ch