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Die Drahteselmanufaktur , von Maja Boss Die Drahteselmanufaktur

Was der Schneider in der Haute Couture, ist der Rahmenbauer in der Velowelt: Beide fertigen Qualitätsartikel nach Mass an, angepasst an die Form und den Geschmack des jeweiligen Menschen. Rahmenbauer sind aber wohl die unbekannteren: In der Schweiz gibt es gerade fünf, die dies kommerziell tun, einer davon ist der Bieler Patrick Widmer. In seinem Atelier 47° Nord entstehen persönliche Traumvelos und zwar nicht von heute auf morgen, denn der Körper muss ausgemessen, die Bedürfnisse des Kunden sorgfältig abgewogen und der Rahmen in der Werkstatt hergestellt werden. Wer dabei am „vergible“ ist, wird regelmässig mit Fotos aus der Werkstatt versorgt und kann so am Prozess seines Velos teilhaben. 

Und last but not least: Wichtig sind Patrick nebst der Qualität auch die nachhaltige Produktion und die Umwelt: Die 2000 Watt Gesellschaft ist ein Ziel, welches er tatkräftig unterstützt, und das nicht nur mit leeren Worten!    

www.47grad-nord.ch

Bier aus dem Stufenbau , von Reto Hügli Bier aus dem Stufenbau

Als ich zum letzten Mal nach Ittigen in den Stufenbau gepilgert bin, fand in diesem architektonisch interessanten Komplex ein Konzert statt. Oder war es ein Boxkampf? Item, lange her.

Heute hauchen viele Kleinunternehmen dem Bau neues Leben ein: Cateringunternehmen und Werbeagentur im Einklang mit Galerie und Eventfirma. Und seit kurzer Zeit auch eine Mikrobrauerei! Am Vidmarché konnte das Produkt degustiert werden. Interessantes Detail: Die verschiedenen Bierstärken werden übrigens mit Versionsnummern statt Namen bezeichnet: Aktuell 1.1, 1.2 oder 1.3. Auf meine Frage, ob die Braumeister Ronald Rink und Gaston Hänni mit Informatik zu tun hätten, gab es nur ein vielsagendes Schmunzeln zur Antwort.

Tipp: Wer den Gerstensaft degustieren möchte, nehme am nächsten «Kleinen Fest» im Stufenbau teil.

Stufenbau Brauerei GmbH, Pulverstrasse 8, 3063 Ittigen, www.stufenbau.beer

Weltweit ab Hof , von Sophie Frei Weltweit ab Hof

Cashew-Nüsse aus Burkina Faso, Schokolade aus Togo, frische Orangen aus Griechenland oder Kaffee aus Mexiko/Peru – alles fair und bio! Das ermöglicht «gebana», die Pionierin des fairen Handels in der Schweiz, indem sie mit Kleinbauern zusammenarbeitet und deren Produkte direkt an Konsumentinnen und Konsumenten verkauft. Mitten im Berner Stadtzentrum können diese fairen Köstlichkeiten nun im neuen gebana Pop-up Store eingekauft werden.

Wussten Sie, dass Ge-ba-na für «Gerechte Bananen» steht? Bereits in den 1970er Jahren setzten sich die «Bananenfrauen» für bessere Arbeitsbedinungen auf den Bananenplantagen ein: Sie kauften Bananen beim Grossverteiler ein und verkauften sie mit einem Aufpreis an die verblüfften Konsumenten weiter. Den Aufpreis gaben sie an die Bauern zurück. Damit war das Modell der Fair Trade Prämie erfunden.

www.gebana.ch ; Pop-up Store in Bern

Aufgestempelt , von Christoph Meinen Aufgestempelt

Stempel? Viele verbinden sie mit alten Erinnerungen: an das flinke Trommeln der Postschalterarbeitenden, die in Sekundenschnelle ganze Briefstapel stempelten. Oder an die Stempelhalter-Etagere in Grossvaters Büro neben der Hermes Baby-Schreibmaschine und dem grossen Stempelkissen. Heute wird – wenn überhaupt – nur noch metaphorisch, zum Arbeitsbeginn ein- und zu deren Ende wieder ausgestempelt. Mit Stempelkissen, Tintenklecksen und dem leisen «to-dogg», «to-dogg» hat das nicht mehr viel zu tun. Schade eigentlich! 

Das fand auch Anice. Damit das Gefühl fürs Stempeln nicht verloren geht, und weil stempeln Spass macht, hat die Grafikerin aus Bern eine viele Jahre gehegte Idee verwirklicht: Stempel mit schönem Design und einer Grussbotschaft "us Bern", beispielsweise. Sie entwarf und produzierte die "Gruess us"-Stempelserie, womit sich kleine Notizen oder Botschaften, Vorbeibringsel, Widmungen, Postkarten, Geschenkzettel, Einladungen oder sonstige Herzensbriefe mit einem "Gruess us ..." woher auch immer bestempeln lassen. Mittlerweile gibt es bei Anice neben "Gruess us Bern" auch Grüsse aus fast allen Berner Stadtquartieren. Zum Beispiel "... us dr Länggass", "... us dr Lorraine" oder "... usem Breitsch", um nur einige zu nennen. Die Stempel werden hier in Bern von Anice persönlich in Handarbeit hergestellt.    

Einige Exemplare sind im Chat Noir sowie im Moss Concept Store in Bern erhältlich. Weitere können per Mail direkt bei Anice bestellt werden. Dass die Stempel eine Herzensangelegenheit sind, zeigt auch der besondere Stempel mit der Grussbotschaft aus der Matte in Matte-Änglisch. In Produktion sind weitere Serien mit "Gruess us Züri", oder passend zur Weihnachtszeit mit "Gruess vom Samichlous" oder "Gruess vom Christchindli".     

www.anice.ch  

Reichmuth von Reding , von Maja Boss Reichmuth von Reding

Nein, kein Held aus dem Geschichtsbuch, sondern der Name einer Kleinfirma im Herzen der Schweiz mit einem himmlischen Schokoladensortiment, welches eine wahre Gaumenfreude offenbart und für mich "Schweizer Schokolade" ganz neu definiert! Die edle „Chocolat de Cru“ wird in Schwyz in kleinen Mengen alle zwei Monate frisch handgegossen und handgeschöpft. Die Schokolade kann übers Internet bestellt werden und dabei entdeckt man dann auch, dass die Marke „RvR“ noch mehr zu bieten hat als „bloss“ Schokolade. Durch das restliche Sortiment hat sich die Autorin allerdings noch nicht durchgegessen und -getrunken.

https://www.rvrtee.ch

Ton bijou , von Stefan Hugi Ton bijou

Am Anfang standen Perlenketten. Die hat die Bernerin Fabienne Messerli aus purer Freude geknüpft, für Freunde oder für spezielle Anlässe. Auf einem Markt in Ibiza hat sie sich dann zu «soiebelle» inspirieren lassen. Mittlerweile fertigt sie leidenschaftlich Schmuck und Accessoires aus edlen Materialien wie Seide und Silber an. Der Clou dabei ist, dass die Kunden das Design ihres Stücks selber bestimmen. Fabienne kommt mit ihrer Valise vorbei und formt das gewünschte Bijou auf Mass. Jedes Teil ist also ein Unikat.

Soiebelle ist an verschiedenen Märkten anzutreffen (zum Beispiel am 24. Oktober am Vidmarché in den Vidmarhallen) und organisiert hie und da Style-Events oder gemütliche Schmuckabende à la Tupperware-Party mit Cüpli und vielen kreativen Ideen. Sois unique et réalise ton bijou!

Soiebelle, soiebelle@gmx.ch, 078 763 01 12, auf Facebook hier, ein kleiner Einblick hier.

Gaumenfreunde und Herzensdinge , von Maja Boss Gaumenfreunde und Herzensdinge

Capranera - Hinter der schwarzen Geiss „versteckt“ sich Irene Mathys, die inspririert durch den Reichtum in ihrem Garten ein kleines aber feines Angebot an Gaumenfreuden saisongerecht herstellt: Konfitüre, Eingemachtes, Sirup, Chutneys... interessant kombiniert und liebevoll verpackt. Und wenn der Garten ruht, findet sie Zeit für Handarbeit und rundet ihr Angebot mit „Herzensdingen“ ab. 

www.capranera.ch

dr Konfimaa , von Sophie Frei dr Konfimaa

Zu einem feinen Zmorge mit frischem Brot oder Zopf gehört einfach eine gute Konfitüre dazu. Gerade im Sommer und Herbst werden wir verwöhnt von einer Vielfalt an süssen Früchten wie Himbeeren, Brombeeren, Kornelkirschen, Mirabellen, Heidelbeeren, Birnen...

Wer keine Zeit oder Muße hat, selbst Konfiture einzukochen, dennoch nicht auf eine hausgemachte Konfi zum Zmorge verzichten will, der ist beim Konfimaa richtig. Mit viel Liebe und Zeit bereitet Janosch die Konfituren zu: Die Früchte sammelt und pflückt er alle selbst - im eigenen Garten in Biel, bei Leuten, denen sie zu viel sind, von Sträuchern und Bäumen, die niemand nutzt, und in der freien Natur. Dann kocht er sie mit möglichst wenig Zucker ein und verwendet weitere Zutaten in Bio-Qualität. Er achtet auf Wiederverwendung der Konfigläser und liefert die Konfi mit dem Velo sogar bis vor die Haustüre. Auf den Geschmack gekommen? Das Konfiabo kann hier monatlich oder zweimonatlich bestellt und natürlich auch verschenkt werden.

Bestellformular für eine Abokarte Monetskonfi!

Vom Vortag – und trotzdem noch ässbar , von Reto Hügli Vom Vortag – und trotzdem noch ässbar

Ja, wir wissen es. Aber tun wir auch etwas dagegen? Food waste nennt man das Phänomen auf englisch – Verschwendung von Lebensmitteln, weil sie im Abfall landen. Schätzungsweise ein Drittel unserer Nahrung wird weggeworfen.

Die Damen und Herren von der ÄssBar tun etwas dagegen: In Zusammenarbeit mit Bäckereien im Grossraum Zürich und Bern bieten verschiedene Verkaufsstellen Backwaren und Patisserie vom Vortag zu günstigen Preisen an. Tu etwas gegen die Verschwendung und schone obendrein dein Portemonnaie! (wdh)

ÄssBar, Marktgasse 19, 3011 Bern, www.aess-bar.ch

Schmuck aus Recyclingmaterialien , von Regula Keller Schmuck aus Recyclingmaterialien

Kauf dir ein reines Gewissen und sieh dabei gut aus! Franziska Glauser fertigt aus gebrauchten Kronkorken Ringe, Ohrringe und Halsketten an. Ihre Motivation, aus Müll Schmuck zu kreieren, ist ihr persönlicher Überdruss über unsere Wegwerfmentalität. Sie verwendet dabei so wenig neue Materialien wie möglich. Ein Grossteil der Rohstoffe (Altmetall & Altpapier) findet sie in Wegwerfgegenständen. Die restlichen Trouvaillen findet sie in Brockis.

Bei schönem Wetter kannst du die Unikate jeweils am ersten Samstag im Monat am Berner Handwerkermärit auf der Münsterplattform kaufen. Am 13. September während dem autofreien Sonntag in der Länggasse in Bern und im September und Oktober im Yamatuti in Bern.

www.franthecat.jimdo.com