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Ohne Liebe ist es nicht zu schaffen , von Rosmarie Bernasconi Ohne Liebe ist es nicht zu schaffen

Kurz nach der Geburt ihres zweiten Kindes ahnte Melanie Della Rossa, dass in der Entwicklung ihrer Tochter Julia etwas nicht stimmte. Doch erst fast vier lange Jahre später erhielt das Anderssein endlich einen Namen: „Angelman-Syndrom“. Diese niederschmetternde Diagnose stellte das Leben der jungen Familie auf den Kopf. Der seltene Gendefekt, der nur gerade eine von 20000 Personen betrifft, war das Eintrittsticket in ein komplett anderes Leben. Der lyrische Schreibstil von Mutter und Autorin Melanie Della Rossa lässt einen schonungslos an den Höhen und Tiefen des Alltags mit einem Kind mit einer schweren geistigen Behinderung teilhaben.

Die Autorin schreibt tabulos, was andere nicht mal zu denken wagen. Dieses Buch erzählt von der Kraft der Liebe und dass der Zusammenhalt einer Familie in der Tat Berge versetzen kann. Ein Buch, das auch Menschen ohne ein solches Schicksal beflügelt und beeindruckt. Ein aufwühlendes Buch einer Frau, die das Bestmöglilchste für ihr Kind macht.

www.juliadellarossa.ch

Erdbeerzeit, ein spezieller Liebesroman , von Rosmarie Bernasconi Erdbeerzeit, ein spezieller Liebesroman

Anja Siouda, Schriftstellerin und diplomierte Übersetzerin, wünscht sich mehr Toleranz unter den Menschen und begeisterte ihre Leserschaft bisher mit ihren dramatischen interkulturellen Romanen. Im vorliegenden Liebesroman hingegen schreibt sie über die Diskriminierung von Übergewichtigen, die Fixierung auf Äusserlichkeiten in unserer Gesellschaft und über eine Frau, die keine neue Diät, sondern sich selbst findet! September 2002.

Angela, eine junge Frau Ende Zwanzig, führt eine unglückliche Ehe mit Benno, seinen zwei Töchtern aus erster Ehe und ihren gemeinsamen Zwillingen. Die ständigen Demütigungen, denen sie durch Benno ausgesetzt ist, und ein nie verarbeitetes Trauma aus ihrer Jugendzeit, bringen sie zur völligen Verzweiflung. Vor allem wegen ihres grossen Übergewichts hat sie kein Selbstwertgefühl und tut sich seit Jahren schwer mit ihrem Körper, bis sie sich eines Tages dazu entschliesst, ihr Leben in die Hände zu nehmen und sich in einem Altersheim für eine Stelle zu bewerben.

Das Buch habe ich in einem Zug durchgelesen und gerne hätte ich noch mehr gelesen. Sich nicht alles gefallen lassen, das Leben selber in die Hand zu nehmen und nicht in der Opferrolle durchs Leben  gehen. Ania hat mir ihrer feinen Sprache, vielen Menschen eine Stimme gegeben, die sicher auch ab zu an sich zweifeln - aber wozu zweifeln? Die Protagonistin Angela habe ich als sehr lebenswillig und spannend erlebt, während ich Benno am liebsten ab zu in den Keller gesperrt hätte!!

Angela findet den Weg zu einem neuen Glück. Jedenfalls finde ich, Erdbeerzeit ein lesenswertes und humorvolles Buch, trotz der Ernsthaftigkeit, die dem Buch zu Grunde liegt. 

Unser Michel - Die schwierige Suche nach einem menschenwürdigen Platz , von Rosmarie Bernasconi Unser Michel - Die schwierige Suche nach einem menschenwürdigen Platz

Michel, ein zwanzigjähriger junger Mann mit frühkindlichem Autismus, lebt heute ohne Psychopharmaka in einer offenen Wohngruppe in der Chasa Flurina im Unterengadin. Ein Glücksfall!

Als bei Michel die Pubertät einsetzte und eskalierende Situationen zu Hause, in der Heilpädagogischen Schule und in der Wohngruppe zunahmen, wurden seine Eltern mehrmals vor die Wahl gestellt, ihrem Sohn Neuroleptika und Antidepressiva zu verabreichen oder sonst einen neuen Platz zu suchen, weil sein Verhalten nicht mehr tragbar sei. In der Krisensituation sahen die Eltern keinen anderen Weg, als dem Vorschlag der Fachpersonen zuzustimmen, allerdings mit grossen Bedenken.Die Autorin erzählt von bedingungsloser Liebe, Überforderung, Verzweiflung und Einsamkeit. Sie findet kompetente Betreuungspersonen mit beachtenswerten Fähigkeiten: ihnen gelingt es, den «leicht erregbaren» Michel ohne Abgabe von Psychopharmaka zu beruhigen und sein Vertrauen zu gewinnen. Das Buch erschliesst den sogenannt «Normalen» einen Lebensbereich, der für die meisten weiter entfernt liegt als das Ende der Welt – und uns trotzdem alle angeht.

Ich finde dieses Buch sehr lesenswert, denn es zeigt auf, dass auch heute noch in vielen Institutionen einen einfachen Weg gewählt wird. Eveline Bachmann hat dieses Buch nicht mit mahnendem Zeigefinder geschrieben, sondern aus dem Bedürfnis heraus, aufzuzeigen, dass man mit Hartnäckigkeit und Mut auch zum Ziel kommen kann.

 Aaregeflüster , von Rosmarie Bernasconi Aaregeflüster

An den Ufern und in der Umgebung der Aare in Bern diskutieren zwei Erbsen darüber, wer sie wären, wenn sie eine andere sein könnten. Derweil Jonas auf dem Markt die ältere Frau erkennt, die energisch in den Radieschen wühlt, wartet eine Statue beim Loebegge auf ihre neuen Freunde, beschliesst Otto Schnabelhut, nichts zu tun, schwebt vom Himmel ein lila Brief in Oma Friedas Schoss. Solche verträumten, skurrilen und surrealen Geschichten aus dem Leben schnappt die Aare auf und flüstert sie weiter.

Désirée Scheidegger hat dem Fluss dabei zugehört und hält die Geschichten in ihrem Erstling Aaregeflüster in einer schnörkellosen und gleichzeitig verspielten Sprache fest. Gekonnt führt die Autorin sie zu einer in sich geschlossenen Erzählung zusammen – eindrücklich, kraftvoll, subtil, fliessend und mit mehr als nur einem Augenzwinkern.

Ich mag dieses Buch, weil es in einer einfachen und flüssigen Sprache geschrieben ist. Manchmal ist es so skurril, dass man einfach Schmunzeln muss. Manchmal Bärndüütsch, manchmal Englisch, manchmal ein Dialog, manchmal eine Geschichten und ab und zu auch ein Gedicht. Dies alles findet man im Aaregeflüster.

Und ja - ich habe mir auch Gedanken gemacht, woher die Autorin all diese Geschichten her nimmt. Tja - die Aare fliesst durch die Matte, durch Bern und auch durch Désirees Gedanken.

Erschienen ist das Buch im Knapp Verlag in Olten über Désiree Scheidegger - Bernerin, Linkshänderin, Reisende, Stier, Primarlehrerin, Altstadtbewohnerin - und in Buchhandlungen erhältlich.

Eleanor Oliphant ist anders als andere Menschen. , von Rosmarie Bernasconi Eleanor Oliphant ist anders als andere Menschen.

Eleanor Oliphant - als ich zu lesen begann, dachte ich für mich „wieder so eine Lebensbeichte“. Ich wurde eines besseren belehrt. Eleanor ist anders als andere. Wer kennt das nicht? Nicht dazuzugehören, sich emotional nicht zurechtzufinden. Eine Beziehung aufbauen zu anderen Menschen.

Eleanor verliebt sich hoffnungslos in einen Musiker, der für sie nicht erreichbar ist. Sie flüchtet sich in ihre Träume und entfernt sich immer mehr von der Realität, bis ihr ein guter Freund hilft, wieder in die Wirklichkeit zurückzukehren.

Eleanor Oliphant ist anders als andere Menschen. Eine Pizza bestellen, mit Freunden einen schönen Tag verbringen, einfach so in den Pub gehen? Für Eleanor undenkbar! Und das macht ihr Leben auf Dauer unerträglich einsam. Erst als sie sich verliebt, wagt sie sich zaghaft aus ihrem Schneckenhaus und lernt dabei nicht nur die Welt, sondern auch sich selbst noch einmal neu kennen.

Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen.

Gebundene Ausgabe: 528 Seiten Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Ehrenwirth) erschienen 2017 Sprache: Deutsch ISBN 978-3431039788, in Buchhandlungen erhältlich.

Bümpliz-Mord von Fritz Kobi , von Rosmarie Bernasconi Bümpliz-Mord von Fritz Kobi

Der greise, international berühmte Maler Klaus Kaltbach findet an einem März-Morgen seine vierbeinige, vergötterte Lebensgefährtin, die Katze Lisa, brutal zu Tode gequält in einer Blutlache vor seinem Bümplizer Atelier. Der Täter hat neben dem bemitleidenswerten Opfer eine anonyme Morddrohung hinterlassen. Kaltbach kann sich nicht vorstellen, dass jemand aus seinem Bekannten- oder Kundenkreis hinter der unmenschlichen Tat stehen könnte. Feinde glaubt er jedenfalls keine zu haben.

Und dass sein geliebter, junger rumänischer Assistent, den er drei Wochen zuvor, auf Drängen eines alten Freundes, etwas übereilt fristlos vor die Tür gesetzt hatte, sich beim ihm rächen wollte, will er auch nicht glauben. Er meldet den Fall der Polizei, macht sich aber gleichzeitig voller Schuldgefühle auf die Suche nach dem zurück gewünschten Entlassenen. Dabei verirrt er sich in eine lebensgefährliche kriminelle Welt voller Machthunger und Geldgier, in der die Rivalen weder vor Sklaverei und Betrug noch vor Gewalt, Intrige und Mord zurückschrecken. Eine mit jeder Seite spannender und mitreissender werdende Geschichte, die eigentlich gar nicht zum sonst friedlichen Berner Vorort Bümpliz passt.   

Zu diesem Buch: Wenn kleine Kinder im bösen Spiel Katzen verletzen, mag man das entschuldigen. Wenn erwachsene Männer die arglosen Vierbeiner zu Tode quälen, muss mehr dahinter stecken als nur ein pubertäres Spiel. Machthunger? Geldgier? Eifersucht? Verzweiflung? Hass? Oder alles zusammen?

Die dichte, überaus spannende Geschichte «Bümpliz-Mord» beginnt mit einer solchen Gräueltat, führt den Leser danach durch Berns Westen von einem satanischen Verbrechen zum andern und macht die Ermittlerarbeit für den alten Ex-Kommissar Fuchs und seine junge, hübsche Kollegin Cécile Brun ungewohnt schwierig. Und auch die mit dem kriminellen Geschehen verwobenen, mysteriösen Liebesgeschichten des berühmten, greisen Malers Kaltbach reisst den Leser atemlos von Seite zu Seite.

Und wer Bümpliz noch etwas besser kennenlernen will - sehr empfehlenswert! Das Buch ist in allen guten Buchhandlungen erhältlich.

Aarepiraten von Flavio Baltermia , von Rosmarie Bernasconi Aarepiraten von Flavio Baltermia

2009 eröffnete Flavio Baltermia gemeinsam mit Sabina Reize eine neue Gruppe in der Kindertagesstätte Matte in Bern. Diese wurde auf den Namen Aarepiraten getauft, da der Fensterblick aus den Gruppenräumen direkt auf den Berner Stadtfluss fiel. Beim Abschluss dieser Arbeitstätigkeit schuf er ein spezielles Abschiedsgeschenk für seine Gruppe: Er schrieb eine Geschichte, gestaltete Bilder und komponierte Musik, für ein Kinderbuch und ein Hörbuch mit dem Titel Die Aarepiraten.

Inhalt der Geschichte: Vom Hunger geplagt, beschliessen die Aarepiraten den Mattelade zu überfallen. Dieses Vorhaben wird kurzerhand vom Stadtpräsidenten höchstpersönlich verhindert, der die Piraten solange aus der Stadt verbannt, bis sie sich zu Besserem besinnen. Die vom Piratenleben enttäuschte Kapitänstochter Bernadetta schlägt den traurigen Aarepiraten vor, als Musikgruppe den Rückweg nach Bern anzutreten. Begeistert setzen sie diese Idee um und veranstalten ein grosses Konzert auf dem Münsterplatz. Ob es ihnen gelingt, mit Musik die Herzen der Bewohner und vor allem des Stadtpräsidenten zu gewinnen? Jedenfalls ist das Aarepiraten-Lied ist ein echter Ohrwurm geworden!

Die Aarepiraten von Flavio Baltermia sind in der dritten, überarbeiteten Auflage mit dem neuen Stapi von Bern erscheinen. Das Buch umfasst 48 Seiten, Text und Zeichnungen von Flavio Baltermia, ISBN Nr. 978-3-9523718-8-6.

www.aarepiraten.ch

Und jetzt lass uns tanzen , von Rosmarie Bernasconi Und jetzt lass uns tanzen

Beinahe wären sie einander nie begegnet: Marcel, der den Sternenhimmel liebt und Marguerite, die nur dem Tag Schönheit abgewinnen kann. Er, für den nur die Freiheit zählt und sie, die ausnahmslos allen Regeln folgt. Doch dann verlieren beide ihre langjährigen Ehepartner. An diesem Wendepunkt in ihrem Leben treffen Marguerite und Marcel aufeinander und stellen überrascht fest, dass sie über die gleichen Dinge lachen. Wagen sie es noch einmal zu lieben?

Ein Buch, das sich auch mit dem Thema des Älterwerdens und der Einsamkeit beschäftigt. Bedeutet älter werden, nicht mehr lieben zu dürfen ohne für verrückt erklärt zu werden?

Der belgischen Fotografin und Schriftstellerin Karine Lambert ist eine grossartige und tiefschürfende Liebesgeschichte gelungen. Erhältlich beispielsweise in der kleinen Buchhandlung einfach lesen.

Ravi & Oli , von Sophie Frei Ravi & Oli

Bei Ravi und Oli geht es nicht um gefüllte Teigtaschen in Tomatensauce, sondern um eine fantasievolle Geschichte für Kinder ab 5-6 Jahren.

Der Frühling steht kurz vor der Tür und das farbig illustrierte Kinderbuch macht schon jetzt so richtig Lust auf frisches Gemüse aus dem Garten der alten Frau Grün. Hier hat eine muntere Gemüse-Truppe das Sagen: da ist die flinke Familie Rieschen, Frau Gunda Gurke und der Chef Karl Kohlrabi. Eines Tages entdecken sie zwei weggeworfene, fast leere Büchsen Ravioli. Von dem Moment an stossen die quirlige Ravi und der mürrische Oli zur lustigen Gemüsetruppe und freunden sich an. Doch plötzlich taucht da der gefrässige Schneck-o-Schreck auf, der Erzfeind aller Gemüse… Wer wissen will, ob sich die Freunde retten können, der taucht am besten selbst ein in diese lebendig erzählte Geschichte von Lea Guidon und Andreas Neeser.

Die Geschichte von Ravi & Oli im Grünland gibt es auch als essbarsches Tischtheater mit Gemüsefiguren.

... und dann begann die andere Geschichte , von Rosmarie Bernasconi ... und dann begann die andere Geschichte

Ein Unfall, eine Krankheit, ein mutiger Entscheid, die Liebe und der Tod. Cornelia Diethelm erzählt die Geschichten von 27 Menschen aus Graubünden, deren Leben sich nach einem solchen Ereignis völlig verändert hat. Die Porträts sind in loser Folge in der «Südostschweiz am Sonntag» und in der «Schweiz am Sonntag» erschienen. In diesem Buch geben die Porträtierten zusätzlich Antwort auf die Frage, wie es nach den damaligen Gesprächen weitergegangen ist und wo sie heute im Leben stehen. Die Antworten sind nochmals spannende, oft berührende kurze Geschichten - mit manch einer erneuten Lebenswende. «Grundlegende Fragen des Menschseins» kommen in diesen Porträts zur Sprache, schreibt Maria Meyer-Grass, Psychotherapeutin aus Klosters, in ihrem Nachwort.

Ich mag dieses Buch, weil Cornelia Diethelm Menschen mag und weil keines der Porträts voyeuristisch ist. Es sind Geschichten zum Nachdenken, aber auch zum Schnmunzeln. Es ist spannend zu lesen, wohin Lebenswendungen führen können. Veränderungen sind nicht nur mühsam, sondern können auch heilsam sein. Das Buch ist bei Edition Somedia erschienen.