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In die Matte gucken , von Stefan Hugi In die Matte gucken

Der Matte-Gucker ist eine Quartierzeitung, die mit Leib und Seele entsteht. Aus den schmalen Leist-Nachrichten von 1981 ist über die Jahre ein kunterbuntes und pralles Magazin geworden. Kürzlich ist die Jahresausgabe 2016 erschienen, vollgepackt mit Geschichten über das Leben in der Matte.

Einmal pro Jahr geht ein Ruck durch Running-Rousy. Sie bekommt diesen speziellen «Es ist Zytig-Zyt»-Gesichtsausdruck, rennt mit roten Backen im Quartier hin und her, scheucht Autorinnen und Autoren auf, schiesst Fotos, kümmert sich gleichzeitig um Texte, Layout, Inserate und Druck. Doch wer ist Running-Rousy? Es ist Rosmarie Bernasconi, das Energiebündel von der Buchhandlung «Einfach Lesen» sowie Herz und Motor des Matte-Guckers. Sie ist 1991 zum Redaktionsteam der damaligen Matte-Zytig gestossen und seit 2008 Herausgeberin.

Die aktuelle Nummer steht unter dem Leitgedanken «Kommen und Gehen». Bei den Schulen in der Matte stehen Veränderungen an, weshalb Schülerinnen und Schüler ein Bild von ihrem Quartier beschrieben, gezeichnet und fotografiert haben. Es ist eine erfrischend unkomplizierte Sichtweise entstanden auf den Lebensraum unten an der Aare. Hintergrundberichte, Interviews und Matte-News runden die Ausgabe ab.

Rosmarie ist mit Haut und Haaren dabei. Bei ihr laufen alle Fäden zusammen. Ohne die Mitarbeit und Unterstützung von vielen engagierten Leuten aus dem Quartier wäre eine Ausgabe gar nicht möglich. Der Aufwand ist gross, ausserdem ist der Matte-Gucker finanziell nicht auf Rosen gebettet. So kommt es ab und zu vor, dass sich Rosmarie sagt: «Nie mehr mache ich einen Matte-Gucker, nie mehr!» Doch wenn sie dann die druckfrische Ausgaben in den Händen hält, verfliegen solche Gedanken schnell. Die Freude ist gross. Und das Datum für die nächste Ausgabe auch gleich festgelegt.

Matte-Gucker 2016 auf www.mattegucker.ch, mehr über die Matte auf www.matte.ch und zur Buchhandlung Einfach Lesen auf www.einfachlesen.ch.

Fugu - ein Roman von Bruno Heinzer , von Rosmarie Bernasconi Fugu - ein Roman von Bruno Heinzer

Bruno Heinzer hat einen spannenden und hervorragenden Umweltroman geschrieben. In seine Erzählungen fliesst viel Autobiografisches mit hinein. Seine Liebe zu Japan und seine Abenteuerlust bringt er in seinem Roman „Fugu" zum Ausdruck. Der japanische Kugelfisch spielt in seiner Geschichte immer wieder eine Rolle.

Remo Schneider wird von der internationalen Umweltorganisation Terra für ein Jahr nach Tokio geschickt, um eine Kampagne gegen Gentech-Soja zu lancieren. Es dauert eine Weile, bis Remo mit einer verwegenen und witzigen Idee der Durchbruch gelingt und er die umweltfeindlichen Machenschaften der Nahrungsmittelindustrie aufdecken kann. Doch dabei legt er sich unwissentlich mit der Yakuza an, der japanischen „Mafia", die grosse Teile der Fleischproduktion kontrolliert und aus der Katastrophe von Fukushima in abscheulicher Weise Profit zu machen versucht. Remo kommt ins Gefängnis und muss schliesslich untertauchen. Wie beim titelgebenden Fugu, dem Kugelfisch, der sowohl tödliches Gift als auch Delikatesse sein kann, liegen Glück und Gefahr in diesem Roman nahe beisammen. Frisch und witzig geschrieben, zeichnet er ein farbiges Bild des heutigen Japan und bietet gleichzeitig Einblick in die Arbeit einer engagierten Umweltorganisation.

www.brunoheinzer.ch

Restenlos glücklich , von Sophie Frei Restenlos glücklich

Ein Kochbuch für den Genuss und gegen die Verschwendung von Lebensmitteln! In der Schweiz landen jedes Jahr ein Drittel aller produzierten Lebensmittel zwischen Acker und Teller im Abfall. Fast die Hälfte dieser Lebensmittelverluste entstehen im privaten Haushalt: Zum Beispiel weil wir mehr eingekauft haben als wir benötigen, oder weil wir nicht wissen was wir mit hartem Brot, Essensresten oder schrumpeligen Äpfeln anfangen sollen?

Das neu erschienene Kochbuch «Restenlos glücklich» zeigt wie jeder etwas gegen die Verschwendung von Lebensmitteln tun kann. Mit 42 leckeren, einfachen und alltagstauglichen Rezepten des Berner Anti-Food-Waste-Kochs Mirko Buri. Neben dem genüsslichen Teil bietet das Buch noch mehr: Hintergrundinformationen zum Thema sowie 12 Porträts von Pionieren und Vordenkern, die sich gegen die Verschwendung von Lebensmitteln einsetzen und ihre kreativen Ideen in die Tat umsetzen.

Herausgeber des Buches ist die Oekonomische Gemeinnützige Gesellschaft Bern (OGG). Weitere Informationen: www.ogg.ch.

Matteänglisch - die nächste Generation , von Rosmarie Bernasconi Matteänglisch - die nächste Generation

Ich muss gestehen, ich spreche diese Sprache nicht und ich kann sie auch nicht verstehen. Wenn vor allem ältere Mätteler untereinander reden und ich es nicht verstehen soll, dann reden sie Matteänglisch. Meist bekomme ich dann die Übersetzung geliefert.

Das vergriffene Standardwerk «Matteänglisch» aus den Sechzigerjahren hat einen würdigen Nachfolger gefunden: Hans Markus Tschirren und Peter Hafen haben Geschichte und Geschichten aus dem Berner Mattequartier zusammengetragen und stellen den historischen Quartierdialekt «Matteänglisch» vor. Matte gestern, vorgestern und heute: Auf über hundert Seiten werden wir auf zwei Rundgänge – Klassisch oder Gewerbegebiet - durch die Matte mitgenommen. Ob Mattegiu, ob neu zugezogen oder ob Spaziergänger, jeder wird fündig: Historisches, heutige Sorgen, Sagen, Statistiken, Gespenster und Erinnerungen an eine vergangene und dennoch heutige Matte. Weiter kommen Autorinnen und Autoren rund um die Matte zu Wort; etwa Ernst Marbach, Arthur Brunner, Andreas Jäggi, Hedi Blank, Peter Maibach, Imi Banlaki, und natürlich Mattegiele und Mattemodi: «Ich glaube, meiner Katze gefällt es auch in der Matte, jedenfalls ist sie viel draussen».  

Für nicht bärndütsche Ohren sehr komfortabel ist, dass die Mundartgeschichten zusätzlich in Hochdeutsch abgedruckt wurden. Schön auch die zahlreichen grossformatigen Illustrationen – aus den Anfängen Berns bis zum heutigen Leben im Aarequartier. Die Matte-Sprachen Der zweite Teil des Buches widmet sich auf über 40 Seiten den Sprachen in der Matte, von Bärndütsch bis Matteänglisch. Er umfasst zudem einen Lehrgang zu den historischen Geheimdialekten, um die sich allerhand Legenden ranken. Einige der im Buch enthaltenen Geschichten können auf der beiliegenden CD sowohl in Berndeutsch wie in Matteänglisch angehört werden. Ein solides, schönes Buch zum Berner Mattequartier und dessen Sprachen.

Eine unterhaltsame Lektüre für Mattefans – ein Standardwerk für alle Matte-Froue und Mätteler. Erhältlich im Buchhandel – speziell natürlich auch im Matte-Buchladen Einfach Lesen an der Badgasse 4, einfach in der Matte. Buchinformationen: Ittu'me inglisch'e – Matteänglisch. Die Matte und ihre Sprachen. Dieses lesenswerte Nachschlagewerk ist im Weber Verlag, Thun erschienen und hat 156 Seiten.

www.einfachlesen.ch / www.weberverlag.ch

Die Rückkehr des Herrn de Mourbach (Krimi) , von Rosmarie Bernasconi Die Rückkehr des Herrn de Mourbach (Krimi)

Justus Imfeld: Die Rückkehr des Herrn de Mourbach (1953) - "Die Rückkehr des Herrn de Mourbach" ist eine Entdeckung. Anfang der 50er-Jahre geschrieben, also zeitgleich mit den Kriminalromanen von Friedrich  Dürrenmatt, atmet der Text den Zeitgeist. Ein Landarztkrimi, verfasst von  einem weithin bekannten Stadtarzt. Liebevoll und nah bei den Menschen  ermittelt Balthasar Gerber in der Gegend um Biel.

Baron Eugene de Mourbach, ein in Frankreich reich gewordener Rückkehrer,  will seinen Etishof, ein Wasserschloss aus dem 15. Jahrhundert, zu altem Glanz führen. Er lässt sich mit seiner Entourage im ,,Bären“ nieder, seine  Adoptivtochter, die betörende Sylvie, verwirrt die jungen Männer des Dorfes.  Oben am Schüssgraben wohnen als Gegenspieler der Wunderdoktor Grabenueli und seine Frau Marie, die in der Schwarzen Kunst bewandert ist. 

Als Baron de Mourbach ermordet wird, gerät das Dorfgefüge durcheinander. "Der Doktor hob den Blick und sah durchs Fenster in die dunkle Nacht hinaus. Gute Mittel waren das, zweifellos, aber es war nicht, was er suchte. Gab es keine Pillen gegen das Heimweh oder Pulver gegen die Unterdrückung der  Schwachen, wo waren die Tropfen, die den bohrenden Schmerz des erlittenen Unrechts beseitigten? Hier war mit allen Fläschchen und Salbentöpfen nichts anzufangen.“  

Die Edition Mordstage hat sich zum Ziel gesetzt alte Krimis von namhaften Persönlichkeiten neu aufzulegen. Es sind Herzensprojekte von Paul Ott und Kurt Stadenmann. Im hinteren Teil des Buches lesen Sie jeweils die ausführliche Biografie des Autoren. Spannend ist es alleweil und ich finde, dass Paul und Kurt viel Aufwand betrieben, um unvergessliche Literatur unvergesslich zu machen.

Die Bücher von Edition Mordstage finden Sie in vielen symphatischen und kleinen Buchhandlungen.

Der Fall Weil - Raoul Weil , von Rosmarie Bernasconi Der Fall Weil - Raoul Weil

Am 19. Oktober 2013 wurde Raoul Weil, einer der ganz Grossen des weltweiten Private Bankings, um 1.30 Uhr in einer filmreifen Szene in seinem Hotelzimmer in Bologna verhaftet und aufs nahe Polizeikommissariat abgeführt. Die Vorgeschichte zu diesem Krimi: 2007 war die Schweizer Bank, für die Raoul Weil arbeitete, von der US-Justiz der Beihilfe zur Steuerhinterziehung bezichtigt worden. Kurze Zeit später wurde einer von Weils 63’000 Mitarbeitern in den USA festgenommen. Dieser ging mit der amerikanischen Justiz einen Deal ein und erhielt dafür Straffreiheit. Ende 2008 wurde Raoul Weil dann von den amerikanischen Behörden wegen Verschwörung zum Zweck des Steuerbetrugs angeklagt und fast fünf Jahre später in Bologna verhaftet. Was folgte, hätte ihn, wären da nicht seine Frau Susanne und seine treuen Freunde gewesen, zerbrechen lassen können: 56 Tage Untersuchungshaft in einem Hochsicherheitsgefängnis in Italien, Auslieferung nach Amerika, erneute Inhaftierung, gefolgt von zehn Monaten striktem Hausarrest mit Fussfessel in New Jersey. Und schliesslich ein dreiwöchiger, nervenzerreissender Prozess in Fort Lauderdale. Am 3. November 2014 wurde Raoul Weil von den zwölf Geschworenen in Rekordzeit freigesprochen. Einstimmig. In seinem packenden Buch erzählt Raoul Weil von Enttäuschungen und Ängsten, vor allem aber auch von Hoffnung, und macht klar, dass das Aufwachen aus einem Albtraum nur dann gelingen kann, wenn man im Sturm des Lebens nicht alleingelassen wird.

Ich habe das Buch in einem Zug gelesen. Es liest sich wie ein Krimi und oft habe ich den Kopf geschüttelt - und manchmal auch gestaunt. Berührt hat mich, wie wichtig es ist, Menschen um sich zu haben, die einem unterstützen und einem auch begleiten, wenn das Leben mal nicht so läuft wie man es gerne hätte. Die einen werden wohl einfach sagen "Tja es war ein Banker, geschieht ihm recht." Ich persönlich finde, dass in diesem Buch das ganze Menschsein in ihren hellen und dunklen Facetten zum Ausdruck kommt.

Das Buch ist in vielen Buchhandlungen erhältlich

ABAUFWÄRTS - Erinnerungen, Geschichten, Alltägliches , von Rosmarie Bernasconi ABAUFWÄRTS - Erinnerungen, Geschichten, Alltägliches

Werner Brechbühl war bis zu seiner Pensionierung Lehrer und man kennt ihn auch als Liedermacher und Trauerredner. "ABAUFWÄRTS" beinhaltet 20 bunte, ernsthafte und humorvolle Kurzgeschichten, die teilweise in der Matte handeln. Er beschreibt aber auch, was er erlebt bei einem Versuch, auf der Post seine Adressänderung anzubringen. Seine Geschichten berühren.

Der Autor versteht es, in seiner lebendigen Sprache die Leserschaft in seinen Bann zu ziehen. Lassen Sie sich überraschen. Das Buch ist im Dezember 2015 erscheinen.

CHF 28.- und 176 Seiten, in vielen Buchhandlungen erhältlich.

Insel der Seligen , von Eleni Meyer Insel der Seligen

Ich selber heisse Eleni und habe auch gewisse ähnliche amazonische Charakterzüge, wie sie der Eleni im Buch zugeschrieben werden. Deshalb stehe ich dieser herrlichen Geschichte von Vea Kaiser nicht ganz neutral gegenüber...

Makarionissi - oder die Insel der Seligen - ist eine Geschichte, die sich dem Leser wie ein Faden aus einem Strang aufrollt. Es geht um Ursachen und Wirkungen von Familienschiksalen - spannend, lebendig und farbig drauflosfabuliert. Die Helden und Herzensbrecher und solche, die es gerne wären, bekommen menschliche, ja übermenschliche, Züge. Eben so, wie es bei den Griechen - einem Volk aus Sterblichen, Halbgöttern und Göttern - halt so üblich ist. 

Die junge Vea Kaiser (geboren 1988) wurde bereits zur österreichischen Autorin des Jahres 2014 gewählt. Sie hat Altgriechisch studiert und ist unter anderem als Fremdenführerin und mit genauer Recherche in die Vergangenheit Nordgriechenlands eingetaucht. Dort nimmt auch die Geschichte mit der Grossmutter Yiaya Maria ihren Anfang und entwickelt sich dann weiter nach Österreich und bis in die Schweiz.

de.wikipedia.org/wiki/Vea_Kaiser

Leichten Fusses durchs Leben , von Rosmarie Bernasconi Leichten Fusses durchs Leben

Wer kennt das nicht - man will abnehmen und es geht einfach nicht - und dann soll man auch noch Sport treiben. Roger Altmann hat es geschafft innerhalb von zwei Jahren 30 kg dauerhaft abzunehmen. Er gibt Tipps und Anregungen wie Sie es schaffen können - es ist kein Diätplan und keine Anleitung wie Sie abnehmen sollen, sondern auf was Sie achten können, damit es Ihnen gelingt, dauerhaft abzunehmen. Im zweiten Teil beschreibt der Autor sein Jungfrau Marathon-Projekt.

Roger Altmann ist Betriebsökonom und wenn er ein Ziel ins Auge gefasst hat, dann will er es auch schaffen. So begleiten Sie ihn im zweiten Teil des Buches zum Jungfrau-Marathon 2015.

Das Buch ist im November 2015 erschienen und ist in vielen Buchhandlungen erhältlich.

Bern – Porträt einer Stadt , von Rosmarie Bernasconi Bern – Porträt einer Stadt

Bern hat so viele Facetten wie die Aare Wassertropfen. Steigen Sie mit Gabriel Palacios in die geheimnisvollen Kellergewölbe seiner "Adventure Rooms" und retten Sie mit Münsterturmwartin Marie-Therese Lauper verirrte Mauersegler. Geniessen Sie eine Glace mit Schauspielerin Lilo Pulver und philosophieren Sie mit dem jungen Rapperduo Lo & Leduc im Wartesaal des Hauptbahnhofs. Entdecken Sie Berns ländlichen Westen bei Bauer Martin Begert und besuchen Sie in der Notschlafstelle „Sleeper" den Punk Mario „Moor" Stegmann. Lassen sie uns gemeinsam eintauchen in all diese Geschichten, die unser Bern zu einer ganz besonderen Stadt machen. Lesen Sie die Geschichte vom ehemaligen Liftboy Markus Stämpfli. Es sind spannende und kurzweilige Geschichten über Berner und Bern. 

Im Oktober 2015 erschienen von Sandra Rutschi und Andreas Blatter. Eine Geschenkidee!

www.sandrarutschi.ch