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Lieben lernen , von Rosmarie Bernasconi Lieben lernen

"Niemand hat gesagt, Mensch sein sei einfach!"

Es ist kurz nach Mitternacht, als ein verwirrter, alter Mann eine unbekannte, junge Frau ins Krankenhaus bringt. Und alles, was die Unbekannte bei sich hat, ist ein rätselhaftes Notizbuch, welches in einer Sprache verfasst ist, die niemand entziffern kann. Und noch etwas ist merkwürdig: Der Alte behauptet steif und fest, dass die Frau einfach so vom Himmel gefallen sei. „Was, wenn du selbst vergisst, wer du bist?" „Dann findest du mich, um mich daran zu erinnern, wer ich bin. Ganz einfach!"

Ein berührendes Buch der Autorin Murielle Kälin. Es ist bereits das dritte Buch von Murielle. Und in ihren Büchern ist Liebe ein wichtiger Bestandteil. Liebe ist nicht einfach Liebe. Die Liebe kann überall sein, sie kann zwischen einem im Sterben liegenden krebskranken Jungen und der Liebe sein. Murielle versteht es, die Leserschaft mitzunehmen in eine Welt, die nicht alltäglich ist. Ob es eine Märchenwelt oder eben in die Welt der Liebe ist, überlässt sie den Leserinnen und Leser. Berührend und schön ...

Das Buch ist Buchhandlungen erhältlich oder bei www.tausendstrassen.ch

Dialektisch , von Maja Boss Dialektisch

Gopf het doch dä Grümscheler bugglig ta u chääret wo ig ihm dä Göppel ha wölle abläschele! Wem’s heimelet, oder wer im Gegenteil gar nichts versteht, dem seien die zwei kleinen unscheinbaren Büchlein aus dem Dörlemann Verlag Zürich empfohlen. „Dialektisch“ und „Dialektisch 2“ - zwei munzige amüsante Nachschlagewerke, die alten und neuen Mundartausdrücken mit einer persönlichen Note auf die Spur gehen. „Für Nicht-, Neu- und Urschweizer!“ bringts der Buchrücken auf den Punkt.

www.doerlemann.com

Brägu mit Peekli - Peter Lerch , von Rosmarie Bernasconi Brägu mit Peekli - Peter Lerch

Anekdoten aus dem Emmental: Peter Lerch versteht es ausgezeichnet, die Leserschaft in eine Zeit mitzunehmen, die einige von uns noch kennen. Er beschreibt viele Anekdoten aus seiner Kinderzeit, in Heimiswil im Emmental, in einer blumigen und humorvollen  Sprache und manchmal bleibt einem das Lachen im Hals stecken. Dann, wenn Peter Lerch eine Forelle töten sollte und dies fast nicht übers Herz bringt oder er mit Freunden die ersten Rauchversuche startet.

Man könnte diese Geschichte aber auch ins Glarnerland, ins Luzerner Hinterland oder wo auch immer ansiedeln. Beim Lesen findet sich der eine oder die andere in seiner eigenen Geschichte, in seiner Vergangenheit wieder. Ein Buch, das man in einem Zuge lesen aber auch in kleinen Portionen geniessen kann.

www.peter-lerch.ch

Ein Chalet der Erinnerungen , von Pascal Sennhauser Ein Chalet der Erinnerungen

So gross die Leiden gewesen sein mussten, so grossartig ist die aus dieser Not geborene Leistung. Der 2010 an «Amyotropher Lateralsklerose» (Erkrankung des motorischen Nervensystems) verstorbene britische Historiker Tony Judt hat in unzähligen Nächten des quälenden Wachliegens in seiner eigenen Vergangenheit gewühlt und dabei ganze Geschichte(n) in seinem Kopf verfasst. Judt: «[...] an die Stelle des Schäfchenzählens traten komplexe Erzählungen mit vergleichbarer Wirkung.» Weil er sie aufgrund seiner unheilbaren Krankheit nicht mehr selber zu Papier bringen konnte, hat er diese Darstellungen tagsüber seinen Helfern diktiert.

Damit sich seine Erinnerungen bis zum Morgengrauen nicht verflüchtigten, hat sich Judt einer ebenso simplen wie bestechenden geistigen Methode bedient: Ausgehend von einem kleinen Chalet in der Schweiz (ebenfalls eine glückliche Kindheitserinnerung), hat er jede Episode einem Raum zugeordnet. Diese räumliche Gliederung seiner Gedanken erlaubte es ihm, einige Stunden später wieder darauf zurückgreifen zu können.  

Das Buch, das aus diesem nächtlichen Denken entstanden ist und nun vorliegt, vereint knapp zwei Dutzend kürzere Essays und erzählt uns einerseits Persönliches aus Judts Leben; seine jugendliche Liebe zu Eisenbahnzügen (!), des Vaters Vorliebe für Autos oder das schlechte Essen im Hause Judt werden ebenso erörtert wie die Studienjahre in Cambridge, sein Einsatz für die israelische Armee im Sechstagekrieg (Judts familiären Wurzeln reichen ins Ostjudentum zurück) oder die Zeit als Professor in New York. Andererseits erfahren wir einiges über die (prekären) Verhältnisse Englands in der Nachkriegszeit und über die Geschichte der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts im allgemeinen. Und dies stets aus einer persönlichen, engagierten und anrührenden Optik und mit intellektuellem Scharfsinn des Autors, immer aber ohne akademische Allüren.

Nicht nur für Historiker oder für Liebhaber von hochstehender Erinnerungsliteratur äusserst empfehlenswert: Tony Judt, Das Chalet der Erinnerungen, Fischer Taschenbuch, Frankfurt a. M., 2014.

Säbi Zyt , von Maja Boss Säbi Zyt

Susanna Schwager erzählt das Leben des Metzgers Hans Meister – ihrem Grossvater – welcher anfangs des letzten Jahrhundert im Emmental zur Welt kam. In wunderbar authentischer Sprache lässt sie „säbi Zyt“ aufleben und schildert den damaligen Alltag mit den Augen eines „einfachen“ Mannes der mit Klugheit und einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn seinen Weg geht. „Ich möchte, dass das frühere Leben noch ein bisschen in Erinnerung bleibt. Aber so, wie es wirklich war, ich will nichts beschönigen“, zitiert Susanna Schwager ihren Grossvater. Ein berührendes Buch über eine beinahe verschwundene Zeit.

www.susannaschwager.chwww.chronos-verlag.ch 

Finden von Edith Schelbert , von Rosmarie Bernasconi Finden von Edith Schelbert

Die aus dem Glarnerland stammende Autorin Edith Schelbert-Bisig erzählt von ihrer zweieinhalbjährigen Reise im ausgebauten Lkw (Finden - Fragmente einer Reise durch Südamerika und Mexiko). Sie spricht über Hoch und Tief, Erfüllung und Leere, die Begegnung mit sich, Familienleben auf engem Raum und über das Unerwartete im Jetzt. „Leben ist Finden. Wenn es gelingt, Fundstücke und Findlinge zum Glänzen zu bringen, sie zu achten in ihrem ganzen Wert, so wächst der Finderlohn zu einem inneren Schatz. Alles darf sein, das Ganze verlangt Anerkennung.“ Edith Schelbert-Bisig

Ein Buch das berührt - eine Geschichte, die berührt. Edith Schelbert beschreibt in diesem Buch, locker und leicht über ihre Reise. Reflektiert auch über die Reise, die nicht nur einfach super war. Zum Schluss des Buches geht es darum, dass die Reise die so luftig und locker begann, tragisch und dramatisch geendet hat. Ein spannendes Buch - es ist kein alltägliches Reisebuch.

Das Buch ist in verschiedenen Buchhandlungen erhältlich oder aber auch auf einfachlesen.ch.

Buch & Wein , von Eleni Meyer Buch & Wein

Wer in Zürich in der Langstrasse umherkreuzt, sollte an der Ankerstrasse den Anker auswerfen und in eine Welt für Geniesser abtauchen. Ein Ort für Freunde von besonderer Literatur, die in gängigen Bücherläden nicht greifbar im Gestell steht, und dem richtigen Tropfen Wein dazu: Paranoia City.

Hinter dem kleinen Schaufenster verbirgt sich ein Vielfalt von Themen als Postkarten mit besonderen Sujets, DVDs und Büchern, die man vielleicht schon irgendwann mal registriert hat, aber hier zum ersten Mal so richtig zum Anfassen vor sich hat.

Die besondere Flasche Wein, zum Beispiel aus der georgischen Amphore, steht direkt neben der Reiseliteratur und erweitert das Erlebnis um einen weiteren Sinn.

www.paranoiacity.ch

Darina die Süsse , von Eleni Meyer Darina die Süsse

Maria Matios kommt einem mit der herzergreifenden Geschichte auf bukowinischem Boden und ihren Beschreibungen so nahe, dass man fast die feuchte Erde riecht, den Bach fliessen hört und die Gesichter auf der Strasse wieder erkennen würde. Sie schreibt über den weiten Himmel, die Realität, Politik, Geschichte und Poesie – total ohne Kitsch, sehr feinfühlig, aber auch brutal.

Die Geschichte oder das Drama ereignet sich auf wenigen Quadratkilometern in einem Dorf im Grenzgebiet der Bukowina zu Rumänien und erzählt das Leben von Individuen und einem Volk, welches vom Krieg wechselnder Machthaber missbraucht und zerrissen wird. Dies mit seltsamer Poesie, welche die Leser schont und berührt, aber auch mit ungeschminkten Tatsachen erschreckt.

Die (auch politisch aktive) ukrainische Autorin Maria Matios hat den Roman 2005 veröffentlicht; er erhielt die beiden wichtigsten Literaturpreise ihres Heimatlandes.  

Kochbuch für alle Fälle , von Rosmarie Bernasconi Kochbuch für alle Fälle

Hier ist das aufgelegte Kochbuch für alle Fälle, das zuerst im Januar 2010 erschien und nach drei Wochen vergriffen war, zugegeben: bei einer ganz kleinen Auflage... Heute heisst es, Koch- und Lesebuch für alle Fälle, weil die 15 Rezepte mit 16 Texten aus publizistischer Tätigkeit ergänzt wurden. Beim Kochen wie auch beim Schreiben geht der Autor davon aus, dass diese kreativen Arbeiten genügend Zeit brauchen. Dieses Buch muss man als Ergänzung "Kochbuch für alle Fälle haben" sind doch neben den bekannten Menüs wie Militär-Käseschnitten oder Fischstäbli mit Pommes frites, spannende Texte aus dem Schaffen von Oswald Sigg zu lesen. Es sind Texte, die einem zum schmunzeln und zum Nachdenken anregen. Eine hervorragende Mischung von Literatur und Kochen.

Ein Buch der etwas anderen Art - erhältlich in Buchhandlungen - Edition Wasserwerk. Das Buch kostet 24.-

Im Rosenpark , von Rosmarie Bernasconi Im Rosenpark

Im Rosenpark - Entwicklungsroman von Hans Schelling. Das Leben von Marielouise, einer erfolgreiche Modejournalistin und Besitzerin einer Ostschweizer Modeagentur, verläuft nicht so harmo­nisch, wie sie sich dies vorgestellt hat. Sie heiratet den erfolgreichen Zementfabrikanten Harald von Stockenberg. Beider Glück scheint perfekt, ihre Liebe einmalig. Gemeinsam mit Harald bauen sie ihre neue Heimat, die Villa «Im Rosenpark» auf. Als ihr Sohn Christian zur Welt kommt, ist ihr Leben vollkommen. Doch nach einem schweren Schicksalsschlag gerieten die Gefühle der beiden in ernsthafte Turbulenzen.

Die Geschichte berührt und der Autor Hans Schelling ist behutsam mit seinen Protagonisten umgegangen. Ein Buch zwischen, Leidenschaft, Humor aber auch Tragik und vielen unkonventionellen Wendungen. Das Buch ist im November 2014 erschienen und  in Buchhandlungen erhältlich - oder auf www.einfachlesen.ch.