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Aufgestempelt , von Christoph Meinen Aufgestempelt

Stempel? Viele verbinden sie mit alten Erinnerungen: an das flinke Trommeln der Postschalterarbeitenden, die in Sekundenschnelle ganze Briefstapel stempelten. Oder an die Stempelhalter-Etagere in Grossvaters Büro neben der Hermes Baby-Schreibmaschine und dem grossen Stempelkissen. Heute wird – wenn überhaupt – nur noch metaphorisch, zum Arbeitsbeginn ein- und zu deren Ende wieder ausgestempelt. Mit Stempelkissen, Tintenklecksen und dem leisen «to-dogg», «to-dogg» hat das nicht mehr viel zu tun. Schade eigentlich! 

Das fand auch Anice. Damit das Gefühl fürs Stempeln nicht verloren geht, und weil stempeln Spass macht, hat die Grafikerin aus Bern eine viele Jahre gehegte Idee verwirklicht: Stempel mit schönem Design und einer Grussbotschaft "us Bern", beispielsweise. Sie entwarf und produzierte die "Gruess us"-Stempelserie, womit sich kleine Notizen oder Botschaften, Vorbeibringsel, Widmungen, Postkarten, Geschenkzettel, Einladungen oder sonstige Herzensbriefe mit einem "Gruess us ..." woher auch immer bestempeln lassen. Mittlerweile gibt es bei Anice neben "Gruess us Bern" auch Grüsse aus fast allen Berner Stadtquartieren. Zum Beispiel "... us dr Länggass", "... us dr Lorraine" oder "... usem Breitsch", um nur einige zu nennen. Die Stempel werden hier in Bern von Anice persönlich in Handarbeit hergestellt.    

Einige Exemplare sind im Chat Noir sowie im Moss Concept Store in Bern erhältlich. Weitere können per Mail direkt bei Anice bestellt werden. Dass die Stempel eine Herzensangelegenheit sind, zeigt auch der besondere Stempel mit der Grussbotschaft aus der Matte in Matte-Änglisch. In Produktion sind weitere Serien mit "Gruess us Züri", oder passend zur Weihnachtszeit mit "Gruess vom Samichlous" oder "Gruess vom Christchindli".     

www.anice.ch  

Handwerklich hergestellte Limonaden , von Regula Keller Handwerklich hergestellte Limonaden

Seit drei Jahren gibt es die Zobo Limonaden. Sie sind weniger süss und von Hand hergestellt – nach uralten Rezepten, wiederentdeckt und neu interpretiert.

Ysa und Fabian produzieren die Zobo-Getränke mit unglaublich viel Freude und Ausdauer. Ich habe die beiden einmal getroffen, und sie haben mir erzählt, wie sie in Büchern aus dem 19. Jahrhundert recherchiert und in Jamaika nach den Spuren für ihre erste Kreation «Sorrel» gesucht hatten. Ich  wäre dabei am liebsten gleich mit ihnen nach Zürich zu ihrer Produktion gefahren.

«Sorrel» mit Hibiskus und Ingwer ist mein Favorit unter den mittlerweile 5 verschiedenen Zobo Limos. Bereits die rote Farbe des Hibiskus macht Lust auf mehr. Der Geschmack ist fruchtig und leicht herb. Ideal als alkoholfreies Apéro oder einfach zwischendurch als prickelndes Geschmackserlebnis.

Und nicht nur das: Pro verkaufte Flasche, fliessen 10 Rappen in den Zobo-Fonds, der Schweizer Musiker fördert.

www.zobo-getraenke.ch / «Sorrel» und «Orange» sind auch im le beizli in den Vidmarhallen am Berner Stadtrand erhältlich.

Schnuppern, entdecken und einkaufen , von Reto Hügli Schnuppern, entdecken und einkaufen

Schon bald ist Weihnachten – Zeit der Bescherung. Für viele auch die Zeit hektischer Last-Minute-Einkäufe. Wer sich nicht im Stadtzentrum ins Getümmel stürzen will, hat dieses Jahr eine kleine, feine Alternative: Den erstmals stattfindenden Sonntagsverkauf im Breitsch am 13. Dezember.

«Dä Sunntig im Dezämber» lautet das Motto für den Weihnachtsverkauf am kommenden Adventssonntag von 10 bis 17 Uhr. 27 Geschäfte, Betriebe und Restaurants beteiligen sich an diesem erstmals stattfindenden Anlass. Initiantinnen sind Sabine Thuler (Schmuckdesignerin mit Atelier an der Herzogstrasse) und Colette Stämpfli (Geschäftsführerin des «Laubfrosch & Schön» an der Scheibenstrasse). 

Der Sonntagsverkauf soll klein und fein werden. So gibt es ein gemeinsames, verbindendes Dekor-Element vor jedem Laden und in jedem teilnehmenden Geschäft wird den Kundinnen und Kunden etwas Spezielles angeboten. Um fünf Uhr ist an diesem Sonntag übrigens noch nicht Schluss: In der Barbière am Breitenrainplatz gibts ab 17.30 Uhr Live-Musik. Ideal, um den dritten Adventssonntag bei einem hausgemachten Bier ausklingen zu lassen.

Informationen und teilnehmende Geschäfte

Sandwichtag! , von Maja Boss Sandwichtag!

Montag, Dienstag, Mittwoch, Sandwichtag, Freitag... Pro Arbeitstag bedient das Team von lunchbag eines von fünf Liefergebieten in der Region Bern mit köstlichen selbstgemachten Sandwiches, welche frisch zubereitet und generös mit regionalen und saisonalen Produkten belegt werden. 

Nachhaltigkeit ist Teil der Firmenphilosophie, so werden bspw. die Sandwiches nur auf Bestellung und nicht auf Vorrat hergestellt, um foodwaste möglichst zu verhindern, die Lieferungen geschehen gesammelt und die Verpackung ist aus Recycling-Material... 

Die Erinnerungen an Grossmuetis „Yklemmte“ war es, welche die beiden Firmengründer Oli und Brünu in die berufliche Selbständigkeit manövrierten. Nebst dem Lieferservice gibt es lunchbag übrigens seit diesem August auch als Take-Away im Liebefeld. ...und wann ist dein Sandwichtag?

www.lunchbag.ch

Das Broki Kaffee , von Christoph Meinen Das Broki Kaffee

Im einzigartigen Berner Matte-Quartier unter der niedrigen Laubenpassage findet man ein ebenso einzigartiges Brocki Kaffee: das 7 Sachen. Es soll alles beinhalten, was schön ist und worauf man auch Zuhause nicht verzichten möchte. Dazu gibt’s selbstgemachten Kuchen und Kaffee aus einer regionalen Rösterei.  

Die Idee entstand eher zufällig. Der ehemalige Büroraum an der Gerberngasse diente als Zwischenlager für Möbel von Hausräumungen. Zwei Studentinnen, die eine mit einer Leidenschaft für Kaffee, die andere mit einer Leidenschaft für alte Einrichtungsgegenstände, sahen darin eine riesen Chance: Ein Kaffee mit ausgewählten Trouvaillen an Möbel, Tischen, Stühlen, alten Radios, Spiegel, Tassen, Lampen, Bilder, einigen Hüten oder einem Schaukelpferd. Wem etwas gefällt, soll es auch haben können. Das ist die Kernidee des 7 Sachen. Es ist eben Broki und Kaffee zugleich. Man kann dort also nebst vielen weiteren Getränken einen Kaffee trinken gehen, man kann aber auch einfach „chli go luege“, was es so zu kaufen gibt. Oder man kann beides zusammen. So verhält es sich im kleinen, aber stil- und liebevoll eingerichteten 7 Sachen mit dem Inventar wie mit dem selbstgebackenen Kuchenangebot: Es ist immer anders. 

Das Broki Kaffee in der Matte ist jeweils Freitag, Samstag und Sonntag geöffnet für Käfeler mit Flair für Schönes, oder für Broki-Schnüffler mit Hang zur Gemütlichkeit. 

www.7-sachen.ch

Mach es selbst! , von Léa Urben Mach es selbst!

Lampe flicken? Sofa bauen? Bilderrahmen basteln? Das alles ist machbar in der Quartierwerkstatt Viktoria getreu dem Motto "do it yourself".

Entstanden in der ausgedienten Feuerwehrgarage, bietet die Freizeitwerkstätte im Berner Nordquartier seit Sommer 2015 die Möglichkeit, kleine und grosse Ideen zu realisieren, für die man sonst nirgends Platz findet. Ob sägen, fräsen, bohren, schweissen oder schneiden, (fast) alles ist möglich.

Nach einer Einführung können Mitglieder die Werkstatt selbstständig und jederzeit benutzen, jeweils donnerstags von 18-21 Uhr und freitags von 14-17 Uhr ist die Werkstatt zudem betreut und offen auch für Nichtmitglieder.

Und sollte einen zwischendurch oder nach getaner Arbeit der Durst plagen, steht der "Löscher" ja gleich um die Ecke! 

Quartierwerkstatt Viktoria, Gotthelfstrasse 29, 3014 Bern

Kiesfang Vilters , von Eleni Meyer Kiesfang Vilters

Das Generationenhaus Novellas in Vilters ist ein Ort der Begegnung und Lebensgestaltung für alle Generationen. Das Haus bietet Mietwohnungen, eine Pflegewohngruppe, eine KITA und öffentliche Restauration an. 

Der Name Novellas bedeutet „Geschichten“. Diese können hier generationsübergreifend entstehen und gelebt werden. 

Das gilt auch für das Miteinander am Esstisch im betriebseigenen Restaurant „Kiesfang“: Alle Speisen werden in Schüsseln schön angerichtet, aufgetischt und auf Rechauds gewärmt. So wird wie am Familientisch nach Belieben geschöpft... Resten gibt es kaum. Das Angebot ist frisch, saisonal, kreativ bis raffiniert. Die Weine sind sorgfältig ausgewählt aus der Region, der restlichen Schweiz oder aus umliegenden Ländern. Auch die Einrichtung spiegelt die gleiche Philosophie mit ausdrucksvollen Schwarz/Weiss-Portraits von Menschen und Landschaften aus dem Sarganserland am Fuss des Pizols (Piz Sol = Gipfel der Sonne). Die einheimische Bedienung ist aufmerksam, es wird ein herzlicher Umgang kultiviert. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist auffallend gut. 

www.kiesfang.ch

KulturTankStelle , von Maja Boss KulturTankStelle

Tankstellen an abgelegenen Orten liefern nicht nur Energie für Fahrzeuge. Sjoukjes Kulturtankstelle im idyllischen Kiental lädt einem die „Gmüets-Batterien" regelmässig wieder auf: Zum Beispiel Ende November mit dem Konzert von "The Nightingales“, dem A-Capella-Ensemble aus Solothurn. Für Singfreudige (mit oder ohne Gesangserfahrung) gleich mit Gesangskurs dazu. 

Die Tanz- und Theaterpädagogin Sjoukje Benedictus aus den Niederlanden lädt immer wieder spannende Menschen in das beschauliche Bergdorf ein und bietet für Aktive auch selber einiges an. Als nächstes etwa einen Kurs für internationale Volkstänze. 

www.alpentheater.ch www.dschwyztanzt.ch

Bern – Porträt einer Stadt , von Rosmarie Bernasconi Bern – Porträt einer Stadt

Bern hat so viele Facetten wie die Aare Wassertropfen. Steigen Sie mit Gabriel Palacios in die geheimnisvollen Kellergewölbe seiner "Adventure Rooms" und retten Sie mit Münsterturmwartin Marie-Therese Lauper verirrte Mauersegler. Geniessen Sie eine Glace mit Schauspielerin Lilo Pulver und philosophieren Sie mit dem jungen Rapperduo Lo & Leduc im Wartesaal des Hauptbahnhofs. Entdecken Sie Berns ländlichen Westen bei Bauer Martin Begert und besuchen Sie in der Notschlafstelle „Sleeper" den Punk Mario „Moor" Stegmann. Lassen sie uns gemeinsam eintauchen in all diese Geschichten, die unser Bern zu einer ganz besonderen Stadt machen. Lesen Sie die Geschichte vom ehemaligen Liftboy Markus Stämpfli. Es sind spannende und kurzweilige Geschichten über Berner und Bern. 

Im Oktober 2015 erschienen von Sandra Rutschi und Andreas Blatter. Eine Geschenkidee!

www.sandrarutschi.ch

Repariere auch in guten Zeiten , von Reto Hügli Repariere auch in guten Zeiten

Der Reissverschluss der Jeans klemmt, das Display des Smartphones hat schon einen Sprung: Was nun? Getreu dem Motto «Reparieren statt wegwerfen» liefert die Web-Plattform reparaturführer.ch – eine Kooperation zwischen Kantonen, Städten und Gemeinden – rasch alle nötigen Informationen zum passenden Reparaturprofi in der Umgebung.

Wie funktionierts? Gewerbebetriebe tragen ihre Reparaturdienstleistungen online ein. Diese können nach Kanton und Kategorien (Haushaltgeräte, Kleider, Fahrräder, Blasinstrumente etc.) sortiert und angezeigt werden. So findet man einfach und schnell die geeigneten Reparaturprofis für defekten Gegenstände mit Kurzbeschrieb, Bildern, Adresse und Telefonnummer. Zusätzlich kann nach Region oder Postleitzahl sortiert werden. Weiter vermittelt ein Blog wertvolle Informationen zu den Themen Reparieren und Ressourcenschonung – hier sind eigene Tipps und Inputs gefragt! (wdh)

www.reparaturführer.ch und Blog