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Marktstand am Eigerplatz , von Regula Keller Marktstand am Eigerplatz

Jeden Mittwoch von 16 Uhr bis 19 Uhr kommt die Familie Röthlisberger von Biembach in die Stadt Bern an den neu belebten Eigerplatz. Sie bieten Gemüse, Früchte und verschiedene verarbeitete Produkte von ihrem Bauernhof und anderen Betrieben aus dem Emmental an. Die Produkte sind alle in BIO Qualität. Bei meinem letzten Besuch gab es sogar tolle Sommerblumen.

www.egggraben.ch

Capranera , von Sarah Galatioto Capranera

Die schwarze Geiss ist keine bockige – sondern eine mit grossem Ideenreichtum und viel Energie. Um ans Ziel zu gelangen, klettert sie über unwegsame Felsen und kämpft sich wenn nötig auch mal mit ihren Hörnern durchs Dickicht.

Capranera wird von Irene Mathys betrieben. Sie ist im Emmental aufgewachsen, ist mit dem Zirkus durch die Schweiz getourt und hat u.a. im Tessin auf einer Alp Geisskäse hergestellt. So entfachte die Liebe zur besonderen Capra Nera. Irene Mathys lässt sich gerne inspirieren oder streift durch ihren Garten – und daraus ist in der Zwischenzeit ein breites Angebot für Feinschmecker entstanden.

Wenn Irene nicht gerade Konfitüre kocht oder Kräuter sammelt, taucht sie immer wieder gerne in die Welten zwischen den Buchdeckeln ein. Eine Leidenschaft, die man bei ihr abonnieren kann: 4x im Jahr wird man so von ihr mit einem Paket beglückt, welches ein Glas herrlich frische Konfitüre und ein Taschenbuch beinhaltet. Eine liebevolle Liaison, die mir schon manche Stunde versüsste.

www.capranera.ch

Hochgenuss über dem Bielersee , von Michel Gygax Hochgenuss über dem Bielersee

Cynthia und Daniel Lauper, sowie Küchenchef Marc Joshua Engel haben im Juni 2016 das wunderschön gelegene und stilvoll renovierte Restaurant Aux Trois Amis übernommen. Dabei haben sie sich an ein neues Konzept gewagt und bewegen sich sehr gekonnt im kulinarischen Spannungsfeld zwischen Dorfbeiz, Ausflugslokal und Gourmettempel. Der Ausblick auf den Bielersee, die St. Petersinsel und bei Wetterglück auf Eiger, Mönch und Jungfrau ist atemberaubend.

Hier kommt übrigens grossmehrheitlich auf den Tisch, was einen umgibt. Alles, was man für ein genussvolles Essen in guter Gesellschaft benötigt wird, ist vor Ort erhältlich: der fangfrische Fisch aus dem Bielersee, das regionale Fleisch vom Metzger, der Wein vom benachbarten Winzer und die Kräuter aus dem hauseigenem Garten. ich bin begeistert.

www.aux3amis.ch

Prix herz-haft.ch: BAAS - Be Aware And Share , von Regula Keller Prix herz-haft.ch: BAAS - Be Aware And Share

Die KG Gastrokultur GmbH hat ein erfolgreiches Geschäftsjahr hinter sich und unterstützt deshalb Menschen, die tolle ehrenamtliche Kulturarbeit leisten. Dies mit einem einmaligen finanziellen Zustupf, dem Prix herz-haft.ch - zum Beispiel für BAAS.

«Sei achtsam und teile»: BAAS - Be Aware And Share hilft Menschen in Not, schafft kulturübergreifende Beziehungen und trägt aktiv zu gesellschaftlicher Integration bei. Die unabhängige, gemeinnützige Hilfsorganisation ist im Ausland und in der Schweiz tätig, um Menschen in Not zu unterstützen und zur Integration beizutragen. Der Weg zu einer friedlichen Gesellschaft und gegenseitiger Integration führt nur über direkte Unterstützung für Menschen in Not und ein breites Bewusstsein für die Bedürfnisse aller Gesellschaftsmitglieder. BAAS ist dort tätig, hilft und informiert, wo sie am meisten gebraucht wird – mit Fokus in der Arbeit für Kinder und deren Bildung.

Alle BAAS-Projekte in Krisengebieten und auch die Informations- und Sensibilisierungsarbeit in der Schweiz sind nur durch engagierte Freiwillige möglich. Menschen aus aller Welt und mit verschiedensten Hintergründen setzen sich gemeinsam für Menschen in Not, für eine mitmenschliche Gesellschaft und für kulturübergreifende Beziehungen aktiv ein. Die Arbeit von BAAS zeigt auf, wie viel zivilgesellschaftliches Engagement bewirken kann, wenn sich Einzelne zusammenschliessen und akute gesellschaftliche Probleme selbst angehen.

BAAS - Be Aware And Share, Postfach, 4000 Basel, www.baas-schweiz.ch

Keltenfest , von Sarah Galatioto Keltenfest

Das Keltenhaus ist ein originalgetreuer Nachbau eines keltischen Rundhauses, basierend auf archäologischen Ausgrabungen. Es ist das Einzige seiner Art in ganz Europa. Die Eingangslinie ist exakt auf Ost-West ausgerichtet und die kreisförmige Holzkonstruktion im Innenbereich ist im goldenen Schnitt zur Wand gebaut. Die Materialien für den Bau des Hauses stammen allesamt aus der näheren Umgebung: Die Baumstämme für die Holzkonstruktion aus den Wäldern des Gantrischgebiets und der Lehm aus nahe liegenden Lehmgruben, die im Schwarzenburgerland häufig sind.

Das Haus wurde in reiner Handarbeit gebaut und besteht zu 99.5% aus natürlichen Materialien. Der Bau des Keltenhauses begann im Frühjahr 1990, musste dann aber, nach einem gesetzlich verordneten Baustopp, auf Eis gelegt werden. Erst das engagierte Eingreifen der damaligen SP-Politikerin Leni Robert machte es zwei Jahre später möglich, dass das Keltenhaus fertiggebaut werden konnte. Eingeweiht wurde die gelungene Fertigstellung des Keltenhauses mit dem 1. Grossen Fest beim Keltenhaus im Jahr 1993.

Heuer am 17. – 19. August 2018 findet bereits die 24. Ausgabe des grossen Festes statt. So entstand die Tradition des alljährlichen Sommerhighlights «Keltenfest», welches bis heute (mit zwei Ausnahmen) jeden August über die Bühne geht. Während drei Tagen begeistern Musiker/innen aus aller Welt das Publikum mit Folk, Reggae, Cumbia, Ska, Rock und Weltmusik unterschiedlichster Art. Marktfahrer bieten Kunsthandwerk aus eigener kreativer Quelle an, und auf dem Feuer brutzelt buntes Gemüse und Grünkern, mit frischen Kräutern aus dem Garten.

Das Fest hat und will keine Sponsoren und organisiert sich auf freiwilliger Basis, was heisst, dass nur die Musiker/innen und Artisten Geld verdienen. Das grosse Fest beim Keltenhaus besticht durch seine Einfachheit, seine ökologische Linie und natürlich durch den zauberhaften Standort bei Guggisberg.

www.keltenhaus.ch

Ein Festival für alle , von Michel Gygax Ein Festival für alle

Die Idee der Buskers-Festivals ist über 30-jährig und hat sich weltweit etabliert. Diese Open-Air-Festivals mitten in den Städten bieten dem Publikum für wenig Geld vielfältige kulturelle Eindrücke. Freier Zugang für alle garantiert maximale Publikumsnähe. Das Busker-Festival in Bern stehen für Qualität, Vielfalt, Toleranz, Lebendigkeit, Kreativität, Innovation und Austausch. Seit dem allerersten Berner Festival im Jahr 2004 versetzen jeweils Mitte August alljährlich rund 30 Gruppen auf 30 Plätzen aus der ganzen Welt die Berner Altstadt in Ausnahmezustand. Die Professionalität und künstlerische Vielfalt der eingeladenen Gruppen kombiniert mit der traumhaften Kulisse der schönen Altstadt Berns und dem aussergewöhnlichen kulinarischen Angebot machen Buskers Bern einzigartig. Wunderbar!

Donnerstag, 9. August bis Samstag, 11. August 2018. Musik, Artistik, Theater & Kulinarik. www.buskersbern.ch

sphères: Bar, Buch & Bühne , von Kristina Roder sphères: Bar, Buch & Bühne

Das im Industriechic gehaltene Lokal sphères verführt nicht nur mit Kaffee, Kuchen und regionalen Kaltgetränken, sondern auch einer schön kuratierten Auswahl Bücher und spannenden Veranstaltung. Das in den 90er Jahren eröffnete Lokal ist eine Institution in Zürich West und bereicherte das ehemalige Industriequartier rund um den Escher-Wyss-Platz bereits, bevor es von der hippen Szene in Beschlag genommen wurde. 

Heute trifft man im sphères Alteingesessene und Zugezogene, am Nachmittag Eltern mit Kindern genauso wie Menschen, die der Arbeit an einem inspirierenden Ort nachgehen und Geniesser, die fernab der Touristenroute den Tag zelebrieren wollen. 

Die Veranstaltungen, vor allem Buchvernissagen aber auch Konzerte im kleinen Rahmen, gehen in die Tiefe und nehmen aktuelle Themen auf. Die schöne Atmosphäre des Lokals lässt einen aber auch die ernsten Diskussionen geniessen. Braucht man noch einen Moment zum Verarbeiten und Nachdenken lädt die Limmat gleich hinter dem Gebäude zu einem beruhigenden Spaziergang ein. 

Stadtoase Fleurie , von Sophie Frei Stadtoase Fleurie

Mitten in der Stadt Bern entspannt zwischen Palmen und Zitronenbäumen sitzen, dem Rauschen der Bäume und dem Vogelgezwitscher lauschen und bei einem Cappuccino auf die grüne Aare blicken?

Das kann man im Café Fleurie im Botanischen Garten in Bern. Das Café ist in den Sommermonaten zwischen 9.30 bis 17.30 Uhr geöffnet und bietet neben Ruhe zum Lesen, Plaudern und Geniessen, ein kleines aber feines kulinarisches Angebot ausgewählter, lokaler Produzenten. Am Wochenende kann man untern den gelben Sonnenschirmen sogar zmörgele. Ein Verdauungsschläfchen gönnt man sich dann am besten im nahegelegenen Zaubernuss-Wäldchen (WDH).

Mehr als Theater , von Urs Hoschi Hostettler Mehr als Theater

Alle zwei Jahre und heuer bereits seit fast einem Monat kann man sich auf dem Hämeli in einer besonders vielschichtigen Inszenierung Gotthelfs schwarzer Spinne in verschiedene dunkle Epochen versetzen lassen.

Rund um den Hof Hämeli gibt es aber auch Köstlichkeiten und Kunsthandwerk aus dem Emmental zu erstehen und zu geniessen. In einer der Wirtschaften kann man ein währschaftes Znacht zu sich nehmen oder in der Pause mit den dargebotenen Getränken den Schreck herunterspülen.

Noch gibt es zu ein paar Vorstellungen Tickets und die Märitstände sind auf jeden Fall eine Spazierfahrt in die Emmentaler Hügelwelt wert!   

Spazieren muss ich unbedingt - Robert Walser im BOGA , von Sarah Galatioto Spazieren muss ich unbedingt - Robert Walser im BOGA

«Eines Vormittags, da mich die Lust, einen Spaziergang zu machen, ankam, setzte ich den Hut auf den Kopf, lief aus dem Schreibzimmer weg und die Treppe hinunter, um auf die Strasse zu eilen.» So beginnt Robert Walser (1878-1956) – der «Schweizer Kafka» – sein 1917 erschienenes Prosastück. Robert Walsers liebste Beschäftigung war spazieren. Er vollführte diese tägliche Tätigkeit aber nicht des sportlichen Zweckes wegen, sondern um sich zu inspirieren. Frische Luft schnappen ist für ihn träumend, in sich versunken durch die Welt gehen, Leute und die Natur beobachten und alles genau analysieren. Walser muss durch die lebendige Welt schlendern, nicht nur weil es gesund ist, sondern um sich beeinflussen zu lassen. Während seinen Bummeln fallen ihm viele Sachen auf, die er zu Hause in seine Werke verpackt. Ein Spaziergang macht ihm aber auch Freude und Spass, er weckt auf, tröstet und spornt ihn zu neuem Schaffen.

Robert Walser hätte sich im Botanischen Garten Bern wohl gerne die Beine vertreten. Nun können dies Literatur-Interessierte bis am 21. September 2018 an seiner Stelle tun: im Theaterspaziergang der Gruppe Mes:arts. Texte von Walser werden unter Bäumen gelesen vom Schauspieler Michael Enzler und musikalisch begleitet von der Cellistin Trude Mészár.

www.mesarts.ch/robertwalser