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Sonne in Malaga , von Michel Gygax Sonne in Malaga

Fünf Tage in Andalusien sind grossartig. Insbesondere dann, wenn bei uns graue Tage, Regen, Kälte und Schnee vorherrschen. So reisten wir im Februar 2018 in die Sonnenstadt Malaga. Und verliebten uns in sie.

Frühlingshafte Wärme, tolle Gastronomie, viel Sonne, Spaziergänge am Meer, Kultur und freundliche Menschen lassen dem mitteleuropäischen Winter Frühlingsgefühle entgegenwirken. Bei Robert und Bianca, zwei Klimaflüchtlingen aus England und Norwegen haben wir grossartig und zeitgenössisch getafelt, in der Taberna Uvedoble assen wir feine Gerichte aus aller Welt in Tapasform, in der Antigua Casa de Guardia tranken wir während einer kleinen Zeitreise Malaga-Wein und Wermuth zum Apéro, im La casa del perro tranken wir feine Naturweine, bei Madame Bombay haben wir uns köstlich unterhalten und schöne (Frauen-)Kleider eingekauft und im Raw attitude machten wir unsere biologischen Besorgungen. Malaga, wir kommen wieder! 

Auf dem Stadtrundgang der besonderen Art , von Reto Hügli Auf dem Stadtrundgang der besonderen Art

Franziska Lüthi, André Hebeisen, Hanspeter Deflorin und Roger Meier heissen die Stadtführerinnen und Stadtführer, die dir deinen Wohnort aus einer etwas anderen Perspektive zeigen. Vor fünf Jahre lancierte der Verein «Surprise» (genau, das Strassenmagazin!) die ersten «sozialen Stadtrundgänge» in Basel. Ein Jahr später folgte Zürich. Nun gibt es das Angebot auch in Bern.

Die Menschen, die in diesem Projekt mitmachen, kennen Armut, Ausgrenzung und Obdachlosigkeit aus eigener Erfahrung und zeigen als Experten der Strasse die Stadt aus dieser Optik. Seit dem 22. Januar bietet Surprise in Bern zwei verschiedene Touren an. Ein Rundgang befasst sich mit dem Thema Obdachlosigkeit, während sich die andere Tour der Armutsfalle Arbeitslosigkeit widmet. Bald wird es eine dritte Tour zum Thema Armut und Sucht geben.

Informationen zu den Rundgängen, Termine und Buchung

bimano kids - der etwas andere Spielplatz , von Léa Urben bimano kids - der etwas andere Spielplatz

Was tun mit den Kleinen an einem verregneten Wochenende, wenn etwas Abwechslung zum Dälhölzli- oder Museumsbesuch gefragt wäre?
Ab in den bimano kids! Der Indoor-Abenteuerspielplatz bietet auf 850m2 verschiedenste Attraktionen für Kinder, ob klein oder gross.
Neben viel Platz zum rumtollen, rennen und spielen gibt es einiges zu entdecken und auszuprobieren:

- Vulkan zum klettern, rutschen, springen
- U-Boot/Raumschiff, um Tiefsee oder Weltraum zu erforschen
- Boot, um durch Wind und Sturm zu steuern
- Miniramp und Halfpipe für Scooter und Skateboard
- Bällelibad – baden mit dem Weissen Hai
- 2 Seiltunnel in luftiger Höhe
- Phosphorisierende Malwand
- Diverse Kletterwände und vieles mehr

Beim Bau wurde zudem auf den üblichen Plastikschnickschnack von anderen Indoorspielplätzen verzichtet - im bimano ist fast alles von Hand gebaut. Mit viel Liebe zum Detail wurden grösstenteils Dinge verwendet, welche normalerweise auf dem Schrott gelandet wären. Das "U-Boot" ist zum Beispiel ein altes Futtersilo direkt vom Bauernhof, das alte Feuerwehrauto oder das Boot wären schon längst auf Schuhkartongrösse gepresst, wenn sie im bimano nicht eine neue Bestimmung gefunden hätten.

Und das Beste: eine Pause zwischendurch ist jederzeit möglich im gemütlichen Restaurant Zent gleich nebenan - und eine Pause wird nötig sein, denn das Austoben fordert jeden, unabhängig vom Alter!

Radiesli - Dein Gemüse kennt dich , von Michael Klesse Radiesli - Dein Gemüse kennt dich

Radiesli ist neben einem Stadt-Land-Projekt, einem "Sowohl-als-auch", eine Gemüseanbau-Initiative im Raum Bern, nämlich bei Worb. Radiesli will neue Wege gehen: Gemeinsam biologisch anbauen, gemeinsam ernten und gemeinsam bestimmen. Die Trennlinie zwischen Produktion und Konsum will Radiesli ausserdem aufheben. 

Wer Mitglied wird, steht ein paarmal pro Jahr auf dem Feld und hilft den beiden engagierten Gärtnerinnen vom Pflanzen bis zum Ernten. Hier kann tatkräftig mit angepackt werden, so dass jede/r sein Gemüse kennen kann, wenn es auf dem Teller landet. Dies schafft Raum für Austausch, Begegnung und Eigeninitiative.

Die Ernte wird in verschiedenen Depots in der Umgebung von Worb und der Stadt Bern verteilt, wo die Mitglieder ihre Gemüsetaschen einmal pro Woche abholen können. (WDH)

www.radiesli.org 

Schweizer Musik zum Entdecken , von Maja Boss Schweizer Musik zum Entdecken

Die beiden Zanella Brüder Samuele und Mattia zogen als Jugendliche von Rom nach Thun, von der Metropole über die Alpen in die Provinz. Hier fanden sie ein Zuhause, Freunde und die Freude an der Musik. Zu unserem Glück. Unterdessen führen sie die sechsköpfige Thuner Band „The Two Romans“ an und ziehen einem live, ungeachtet von Alter und Geschlecht, mit ihrem römischen Temperament sofort in ihren Bann und übertragen ihren Enthusiasmus für die Musik auf das Publikum. Schweizer Musik zum Entdecken, am besten live.

www.thetworomans.com

Unser Michel - Die schwierige Suche nach einem menschenwürdigen Platz , von Rosmarie Bernasconi Unser Michel - Die schwierige Suche nach einem menschenwürdigen Platz

Michel, ein zwanzigjähriger junger Mann mit frühkindlichem Autismus, lebt heute ohne Psychopharmaka in einer offenen Wohngruppe in der Chasa Flurina im Unterengadin. Ein Glücksfall!

Als bei Michel die Pubertät einsetzte und eskalierende Situationen zu Hause, in der Heilpädagogischen Schule und in der Wohngruppe zunahmen, wurden seine Eltern mehrmals vor die Wahl gestellt, ihrem Sohn Neuroleptika und Antidepressiva zu verabreichen oder sonst einen neuen Platz zu suchen, weil sein Verhalten nicht mehr tragbar sei. In der Krisensituation sahen die Eltern keinen anderen Weg, als dem Vorschlag der Fachpersonen zuzustimmen, allerdings mit grossen Bedenken.Die Autorin erzählt von bedingungsloser Liebe, Überforderung, Verzweiflung und Einsamkeit. Sie findet kompetente Betreuungspersonen mit beachtenswerten Fähigkeiten: ihnen gelingt es, den «leicht erregbaren» Michel ohne Abgabe von Psychopharmaka zu beruhigen und sein Vertrauen zu gewinnen. Das Buch erschliesst den sogenannt «Normalen» einen Lebensbereich, der für die meisten weiter entfernt liegt als das Ende der Welt – und uns trotzdem alle angeht.

Ich finde dieses Buch sehr lesenswert, denn es zeigt auf, dass auch heute noch in vielen Institutionen einen einfachen Weg gewählt wird. Eveline Bachmann hat dieses Buch nicht mit mahnendem Zeigefinder geschrieben, sondern aus dem Bedürfnis heraus, aufzuzeigen, dass man mit Hartnäckigkeit und Mut auch zum Ziel kommen kann.

Lesen im Grünen , von Reto Hügli Lesen im Grünen

«Nimm eins, gib eins!» – das ist die Idee hinter dem von den Kornhausbibliotheken Bern und Stadtgrün Bern lancierten Projekt «Offene Bücherschränke in Parkanlagen». Ein wetterfester Schrank wird mit einem Anfangsbestand an Büchern, Hörbüchern und Filmen bestückt. Ihr könnt jederzeit ein Exemplar mitnehmen. Das gelesene Buch bringt ihr entweder wieder zurück, oder behaltet es und stellt dafür ein anderes in den Schrank.

Das Angebot besteht bereits seit 2016, mittlerweile an neun Standorten: Im Marzilibad, am Marziliplatz, im Senkgarten der Parkanlage Elfenau, auf der Kleinen Schanze, dem Falkenplatz, dem Lorraineplatz, im Bachmätteli, im Wylerbad und in der Parkanlage Brünnengut.

Ich freue mich schon jetzt auf den Sommer und viele Mussestunden mit interessanten Büchern unter freiem Himmel im Grünen!

Standorte der offenen Bücherschränke in Bern

Und ab die Post... , von Eleni Meyer Und ab die Post...

Nina Binkert, Mutter von fünf Mädchen, kreiert Postkarten, Poster, Kuverts, Notiz- und Bilderbücher, Kalender, Wickelpapiere, Sticker und Stempel mit Bildern vom Zirkusesel bis zur Glücksrakete. Im Grossatelier, in welchem auch die Kinder aus dem Vollen schöpfen, entstehen farbige und lebenslustige Sujets. Die Motive sind selbstsprechend. Auch nur mit schönen Grüssen ausgestattet, erhellen die Postkarten die Gemüter ihrer Empfänger. Die Produkte aus und auf Papier werden mit verschiedensten Zutaten gemalt, geschnitten und geklebt und sind farben- und überhaupt froh. Wie findet Nina in unserer schnelllebigen Zeit ihre Zeit für die Zeit im Atelier? Diese Antwort gebe ich aus reiner Vermutung: Kreativität und Kinder sind zeitlos – etwas von dieser Qualität springt unmittelbar mit den «schönen Grüssen» auf uns über.

www.schönegrüsse.ch

Sportferien? , von Maja Boss Sportferien?

Sportferien? Noch kein Programm? Keine Lust auf den Skirummel und die Massen von Leuten? Dann heisst die Lösung vielleicht Saxeten. Im kleinen idyllischen Dörfchen unterhält eine unabhängige Interessengemeinschaft einen Top-Schlittelweg. Beim einstündigen Marsch in der malerischen Winter-Berglandschaft - die Autorin empfiehlt dies abends zu tun und bei Wetterglück den irrsinnig schönen Sternenhimmel zu bewundern - wärmt man sich auf, bevor man 4 km runtersausen kann. Und unterwegs begrüsst einem im urichgen Hexenhäuschen die Familie Balmer mit warmen Getränken und auf Vorbestellung mit herrlichem Fondue.

Pistenbericht

Was macht eigentlich der Glaceverkäufer im Winter? , von Maja Boss Was macht eigentlich der Glaceverkäufer im Winter?

Er schenkt Suppe aus! Zumindest in der Stadtbad-Gelateria in Olten. Die Gelateria inmitten der Altstadt, gleich bei der alten Holzbrücke, wird im Winter zur Suppenstube umgebaut. Täglich werden vier hausgemachte Suppen angeboten, zum Mitnehmen oder zum „vor Ort“ Essen, wozu sich die Autorin entschieden hat. Die im „Chacheli“ ausgeschenkte Suppe schmeckt herrlich und in der kleinen Räumlichkeit ist es gemütlich.

Auch wer satt ist, kann ruhig vorbeischauen: Am exquisiten Teeangebot könnte sich mancher Restaurationsbetrieb ein Vorbild nehmen. Wer den Weg erst im Sommer in die Oltner Altstadt finden sollte, wird bestimmt ebenfalls nicht enttäuscht: 21 Sorten hat die kleine aber feine Gelateria laut Website, alle Glacés sind hausgemacht und für die Zubereitung werden nur regionale Produkte, wie zum Beispiel Bio-Milch aus Madiswil, verwendet. Soll es ruhig bald wieder Sommer werden!

www.suppenstube.com